Beiträge von Tayku

    Der Ausbau kostet, ja, aber der wird nur einmal gemacht, Anschließend folgen Jahrzehnte mit Grundgebührzahlungen.


    Insofern verstehe ich nicht, warum nicht schon längst ein konkurrenzfähiges / vergleichbares Grundgebühremodell (verglichen mit DSL) angeboten wird. Es ist hip, und Kunde zahlt ja eh? Zu DSL-Zeiten sind die Grundgebühren auch nicht hochgegangen, wenn ADSL2 oder VDSL eingeführt wurden. Vielleicht nur kurz ein neuer Preispunkt, aber zwei Jahre später verschob sich alles, und jeder Tarif wurde eine Bandbreitenstufe hochgesetzt zum gleichen Preis.


    Bei Glasfaser sehe ich nur so Feigenblatttarife, die teils schlechter als DSL250 sind, zum halbwegs gleichen Preis, meist etwas teurer. Alles schnellere kostet mehr oder gar viel mehr. Da ist klar, dass die meisten Leute sagen „brauch ich nicht“. Jedenfalls nicht, wenn man statt 30–40 Euro eher 50–80 zahlen soll. Und das eben nicht nur für zwei Jahre, sondern schätzungsweise dauerhaft. Die geringen Preisstufen von DSL sind verschwunden.


    Ja, wer es beruflich braucht, zahlt dann eben auch 80 Euro für 1000/500. Vielleicht übernimmt sogar der Arbeitgeber einen Teil.

    Muss man gegenrechnen, was kostet es mich an Ladenbetreiber, wenn ich jeden Tag Bargeld zur Bank bringen und einzahlen muss ( Zeit, Aufwand, Fahrerei ). Früher wurde das in eine Geldkassette gepackt und im Nachttresor eingeworfen, ich glaube das gibt es schon zig Jahre nicht mehr.
    Mit Scheinen kannst zum Geldautomaten, bei Münzen wird das kritisch und aufwendig.

    Das ist mir bewusst, und ich bevorzuge auch Kartenzahlung (als Kunde wie als hypothetischer Händler) gegenüber Bargeld.


    Der Punkt, den ich kritisiert habe, ist vielleicht untergegangen. Girocard ist super, und die geringen Transaktionsgebühren vermutlich sogar günstiger als Bargeld. Aber Zahlungen mit Kreditkarten kosten das Drei- bis Vierfache von Girocard-Zahlungen, und sie werden immer mehr aufgrund der US-freundlichen (oder profitgierigen) Politik der Direktbanken.

    Der Artikel zeigt aber auch, dass Kartenzahlung schon einen gewissen spürbaren Umsatzanteil kostet. Für Girocard-Zahlungen erscheint mir das noch angemessen (6–8ct pro Transaktion, 0,24% Umsatzanteil), für Kreditkartenzahlungen (1% und mehr) schon weniger. Das wäre auch kein Ding, wenn Kreditkarten weiterhin eine Ausnahmeerscheinung für … besser Betuchte wären. Aber nein, sehr viele Direktbanken geben stattdessen Debit-Kreditkarten als Standard-Bankkarte heraus, und die Girocard würde 6–12 Euro im Jahr zusätzlich kosten. Holt sich dann natürlich keiner. Dass man dabei dann aber die Transaktionskosten für Händler vervierfacht, hat wieder niemand auf dem Schirm. Insgesamt werden dadurch Produkte entsprechend teurer, und in Summe wird man dadurch jährlich mehr als 12 Euro ausgeben. Man sieht es nur nicht. Und diejenigen, die Girocard einsetzen können/wollen, kriegen denselben Nachteil ab.


    Dass man hier auch auf US-Unternehmen setzt bzw. sich davon weiterhin abhängig macht, hilft in der Sache nicht. Aber vielleicht werden einige Banken (gaaanz langsam) auch wieder umdenken. Mit Girocard liegt ja eine Alternative vor. Es würde allerdings helfen, wenn man damit auch online bezahlen könnte … vielleicht kommt ja irgendwann Wero verstärkt an, dann könnten Direktbanken auf Girocard+Wero wechseln, ohne dass der Kunde allzusehr meckert.

    Roaming-eSIMs sind aber auch ein ziemlich anderer Schnack. Die bucht man manuell für einen bestimmten Zeitraum, die allermeisten haben nur einen Datentarif und keine Telefonnummer, und die Anbieter sind nicht in Deutschland zugegen.


    Stimmt, die genannten kleinen Tarife, aber generell alle Datentarife (von Lidl, aber auch Drillisch) fehlen da.

    Ja je nach Anspruch gibt es das noch, aber man muss suchen oder sich etwas damit beschäftigen.


    Die erwähnten 750MB bei Lidl Connect hatte ich auch lange Zeit: Classic-Tarif ohne Grundgebühr (und ohne Flatrate) und der kleinste Datentarif für 2,99€ (pro 4 Wochen). Aber das wird inzwischen von esim-Anbietern gut getoppt mit 3–5 GB.

    Ein Tarifpfadfinder ist sinnvoll um an die richtigen Ecken gelangen zu können.

    Die können auch nur abbilden, was jemand mal erkannt und einprogrammiert hat. (Und die Drillisch-Tarife fehlen auch häufig.) Für mich empfinde ich es als einfacher, sich selbst etwas auf die Suche zu machen.

    Nur als Erwähnung am Rande, 30 Speedtests zur gesetzeskonformen Messung verbrauchen auch so 2–3 GB …

    10 GB pro Monat ist zu viel. Wenn man sicher mehr als 10 GB im Monat verbraucht, nutzt man ja faktisch schon die 25 GB aus Standardtarifen aus. Es lohnt sich nur, wenn z.B. 10 GB mindestens ein halbes Jahr reichen und man sie restlos aufbrauchen kann. Dafür geeignetes Volumen kostet halt auch mehr. U.U. kommt auch 1 GB mit kürzerer Haltbarkeit alle 10 bis 30 Tage nach Bedarf infrage.

    Ja, ich habe die 10 GB schon überlegt so ausgesucht, da ich annahm, dass 5 GB für 5 Euro schon noch überall drin sind. Aber ich habe Schwierigkeiten, diese im Telekom-Netz zu finden, und bei Vodafone auch lediglich in den allmobil/sparsim-Tarifen. Da gebe ich dir recht, dass Datentarife mit 3–5 GB über Roaming-eSIMs schon noch günstiger sind.

    Ob es sich lohnt, nur bei Bedarf eine kürzere Laufzeit zu wählen? Das sehe ich so nicht. Bei 3–5GB sind die günstigen Tarife identisch, bei 1 GB spart man eh nur noch Centbeträge. Aber wer mit wenigen GB im Monat auskommt und wenig telefoniert, spart hier schon was und kann auch jeden Monat quasi den Anbieter wechseln.


    ja, auch 1&1 Drillisch hat den 5 Euro Einsteigerbereich bisher komplett gestrichen, siehe 1&1 Drillisch Thread.

    Das stimmt ja nicht so ganz. Wenn dir 5 GB im Monat reichen, hast du den „Kids“-Tarif zur Auswahl, mit Telefon/SMS-Flatrate. Ist halt nur versteckt.

    Wegen den Produktinformationsblättern? So wird man das dort eben gerade nicht kriegen. Es ist halt das, was bei Otelo in der Preisliste für die »Vario Vertragstarife« steht und was man effektiv (zu vergünstigten Konditionen) abschließt: https://www.otelo.de/downloads


    Da gibts die gesammelten PIBs auch nochmal (in verschiedenem Layout und wahlweise mit oder ohne Otelo-Label). Aber so verkauft das auch Otelo nicht, jedenfalls nicht online. Kriegt man vielleicht in irgendwelchen Shops oder am Telefon.

    So verkauft das Otelo nicht, aber man findet auch kein passendes Tarifdatenblatt zu diesen tatsächlich wirksamen Allmobil- oder Sparsim-Angeboten. Ich hab seit einem Jahr einen allmobil-Tarif über Logitel geholt und zahle da 4,99€/Monat für 5GB. Den Tarif gibt (und gab) es so in keiner Preisliste, egal wo man guckt. Es wird als „allmobil“ beworben, aber die offizielle Preisliste bei otelo dazu bietet nur Tarife mit 2, 4 und 6 GB im Monat an. Tatsächlich abgeschlossen habe ich wohl einen „Allnet-Flat Vario“ (laut Angabe im otelo-Portal). Der steht aber in den Preislisten seit jeher mit 19,99/Monat bepreist. Auf der Rechnung steht auch tatsächlich „otelo Allnet-Flat Vario mit vereinbarter Substufe“ und wird mit 16,80 (netto) berechnet, zugleich dann wieder mit 12,60 subventioniert.

    Das ist alles Kraut und Rüben, maximal verwirrend für Kunden. Ich bekomme ja auch nicht wirklich eine für mich gültige Preisliste im Kundenportal angeboten.

    und wenn man normal die Adresse sparsim in die Suchleiste eingibt werden einem ab 6,99 Euro Tarife angeboten.

    Klickt man aber auf das Hauptmenü unter dem Punkt Tarife erscheint auf einmal der 4,99 Euro Tarif. […]

    Fast wie Ostereisuche.

    Das kann ich auch verstehen, dass man es so macht. Das sehe ich auch nicht als Veräppelei des Kunden, sondern man hat eben ein valides Angebot, das man aber nicht unbedingt bewerben will, außer der Kunde fragt/hakt explizit nach. Wenn er nämlich schon mit den höheren Tarifen zufrieden ist, gibt’s mehr Umsatz.

    Das ist ein bisschen (ja, hinkender Vergleich) wie mit der Bückware im Supermarkt. Die steht nicht auf Augenhöhe, aber wer aktiv danach sucht, findet eben auch günstige Alternativen. Ob die dann den Ansprüchen genügen (in dem Fall: Geschmack oder Umweltfreundlichkeit), muss dann jeder selbst wissen.


    Diese Ostereiersuche ist da eventuell lästig, aber verständlich. Das gibt’s beim Autohändler, das gibt’s überall. Wenn man das nicht möchte, kann man auch sehr einfach an langfristig taugliche Verträge herankommen. Im Vodafone-Netz ist Simon Mobile stabil, im Telekom-Netz eben congstar oder gar fraenk. Wobei ich mich ehrlich frage, wozu es die Einstiegstarife (z.B. 10GB für 14€) bei congstar überhaupt gibt. Ja, sie sind etwas günstiger als beim Netzbetreiber selbst, aber fraenk toppt das doch ohnehin? Da ist sogar das Roaming in der Schweiz inkludiert. Lediglich die Prepaid-Angebote bei Congstar sind eine gute Option.



    Gut finde ich, dass es so verschiedene Varianten von Verträgen gibt: monatlich kündbare oder mit Zweijahresbindung; monatliches Datenvolumen oder Jahrestarif oder gar „unlimited“. Das ist aber alles aus der Ecke betrachtet, dass das Datenvolumen das hauptsächliche oder gar einzige Entscheidungskriterium geworden ist. Flatrate für Telefon und SMS ist nun überall drin, wo du wenigstens 5 Euro im Monat (oder 60 im Jahr) zahlst.

    Es gibt natürlich mehr Kriterien, die für Kunden wichtig sein können, aber das sind dann schon eher Nischen. Ich z.B. hätte bei meiner letzten Schweiz-Reise gerne dort Datenroaming gehabt. Heute würde ich mir einen eSIM-Tarif für die zwei Wochen buchen, unkompliziert von zuhause. Andere Leute brauchen dagegen Partnerkarten, oder günstige Auslandstarife.

    Ich glaub nicht, dass die Angebote im 5€-Bereich dauerhaft verschwinden. Höchstens bewegt es sich wieder auf niedrigere Volumina zu. Aber im Prinzip kommt auch von der anderen Seite durch die Roaming-eSIMs Druck. Wer neben geringerem Datenverbrauch auch wenig abgehend telefoniert, fährt mit 9¢-Tarif plus Roamingdaten mit längerer Gültigkeit jetzt schon besser.

    Fürs Ausland (außerhalb EU) erscheint mir das deutlich vorteilhafter. Wenn ich dort Messenger-Dienste nutze, mit denen man ja auch telefonieren kann, hätte ich dort kein Interesse mehr an Telefonie und komme mit Daten-Roaming über eSIM-Anbieter gut zurecht. Innerhalb Deutschlands sehe ich aber auch bei kleinen Volumina noch keinen Vorteil (ich hab bei esimdb.com geschaut). Für bspw. 10GB zahle ich da auch ungefähr 5 Euro im Monat.