Neues CDU Regierungsprogramm

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn

    Ich würde dem Arbeislosen so 480€ im Monat schon gönnen.


    Gönnen würde ich ihm das auch. Von mir aus auch 700 € oder 1000 €...


    Nur woher nehmen wir denn bitte schön das Geld?


    Wenn wir jedem der 4,7 Mio Arbeitslosen pro Monat mal eben 135 € mehr geben sind das ca. 635 Mio € pro Monat mehr aufs Jahr gesehen wären das 7,6 Mrd.


    CH

  • Zitat

    Original geschrieben von rasputin
    DU willst damit also sagen, das quasi jeder Berufstätige im Luxus leben sollte (und wenn es nicht so ist, dann läuft etwas falsch?), habe ich das richtig verstanden?


    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Ich denke mit dem Gehalt muss man jetzt nicht direkt jammern anfangen, aber dann Gehaltkürzungen hinnehmen oder und mehr arbeiten (ab und an innerbetrieblich bedingte Überstunden müssen natürlich immer drin sein) ist da wirklich nicht so schön.


    Noch Fragen?

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn


    Können wir uns darauf einigen die Wohngeldzuschüsse für ALG II Empfänger abzuschaffen und dafür die Sätze dann deutlicher zu erhöhen, damit sie mit Gehältern vergleichbar werden? Ausserdem hätten Langzeitarbeitslose dann den Vorteil dass sie den Umgang mit dem Geld nicht verlernen?

    Realsatire pur...

    Hätte der Mensch nur halb so viel Vernunft wie Verstand, dann wäre alles viel einfacher in der Welt. Linus Pauling

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn


    Können wir uns darauf einigen die Wohngeldzuschüsse für ALG II Empfänger abzuschaffen und dafür die Sätze dann deutlicher zu erhöhen, damit sie mit Gehältern vergleichbar werden? Ausserdem hätten Langzeitarbeitslose dann den Vorteil dass sie den Umgang mit dem Geld nicht verlernen?


    Und sie hätten den ungeheuren Vorteil, dass sie keine Wohnung mehr bekommen, weil der Vermieter nicht sicher sein kann, dass das Geld jeden Monat vom Amt kommt.


    Eine Bekannte von mir hat das gerade durchexerziert:
    Momentan ohne Job, bekommt aber noch kein Wohngeld.


    Der Besichtigungen waren dann meist sehr schnell vorbei.


    CH

  • Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Gönnen würde ich ihm das auch. Von mir aus auch 700 € oder 1000 €...


    Nur woher nehmen wir denn bitte schön das Geld?


    Wenn wir jedem der 4,7 Mio Arbeitslosen pro Monat mal eben 135 € mehr geben sind das ca. 635 Mio € pro Monat mehr aufs Jahr gesehen wären das 7,6 Mrd.


    Naja, da hätte ich schon ein paar Ideen: Absenkung des Höchstbetrages bei Arbeitslosengeld I von 1.800€ auf 1.200€, Verkürzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeld I auf 9 Monate, und ansonsten Subventionsabbau, Abschaffung der Lohnsteuerklassen II-V incl. Ehegattensplitting, Abschaffung der Schicht- und Feiertagszuschläge, ...

  • Also eins finde ich an diesem Thread wunderbar:


    ich finde die, die sich wirklich zur Wahl stellen mit einem Mal gar nicht mehr so schlimm!



    :D

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Martyn: Ja, durchaus; denn zwischen "nicht direkt jammern" und es einzusehen, das es für normale Arbeit eben normales Gehalt gibt, besteht ein m.M. großer Unterschied.


    Jochen: Danke, jetzt kann ich diesen Thread mit einem Lachen auf den Lippen für heute ruhen lassen :)

  • Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Und sie hätten den ungeheuren Vorteil, dass sie keine Wohnung mehr bekommen, weil der Vermieter nicht sicher sein kann, dass das Geld jeden Monat vom Amt kommt.


    Eine Bekannte von mir hat das gerade durchexerziert:
    Momentan ohne Job, bekommt aber noch kein Wohngeld.


    Ein Vermieter kann bei einem Geringverdiener auch nicht sicherer sein, als er bei einem Arbeitslosen im angemessenen Arbeitslosengeld sein könnte.


    Ein weiterer Vorteil für den Arbeitslosen: Er kann die Miete selbst überweisen, uns muss nicht offenbaren das er Arbeitslosengeld II bezieht.


    Wenn ich auf ALG II angewiesen wäre, dann wäre es mir ich kann die Miete selber überweisen, als wenn ich jeden potentiellen Vermieter verkünden muss, das ich ALG II beziehe.

  • Ohne Dir damit zu nahe treten zu wollen:


    Mit dem Wahlprogramm würde Dich keiner wählen der nen Job hat.


    Im Endeffekt willst Du damit nur von denen die momentan noch in Lohn und Brot stehen das Geld wegnehmen um es auf die Arbeitslosen umzuverteilen, damit es denen etwas besser geht?


    Davon werden alle Familien mit Kindern und die Landwirte und Jungs aus dem Ruhrpott hellauf begeistert sein.


    Studenten haben durchschnittlich 650€ im Monat wobei sie davon selber ihre Wohnung bezahlen müssen. Willst Du denen auch mehr Bafög geben?


    CH


    Jochen
    Hast Du gestern den Auftritt von Gysi gesehen?
    Das fand ich ähnlich gruselig.


    Martyn
    Deine Vorstellungen davon wie es funktionieren könnte geht leider völlig an der Realität vorbei.


  • Eine leichte Erhöhung des Bafög-Höchstsatzes wäre durchaus gerechtfertigt, wobei imho da eine Erhöhung des Vermögensfreibetrags deutlich wichtiger wäre als eine Erhöhung des Satzes selbst, damit Studenten mit Nebenjob nicht für ihren Job "bestraft" werden.


    Ich seh hier nicht wie Erwerbstätige belastet werden sollen wenn beim Arbeitslosengeld I der Höchstsatz von 1.800€ auf 1.200€ abesenkt werden würde, und die Bezugsdauer auf 9 Monate. Positiver Nebeneffekt wäre das sich die Bezieher frühzeitig um einen neuen Job bemühen würden.


    Eine Abschaffung der Stuerklassen II-V würde Erwerbstätige mit einem Jahreseinkommen bis 20.000€ nicht wesentlich beinträchtigen. Freibeträge können angepasst werden. Ein Besserverdiener mit mit mehr Einkommen kann ruhig auch etwas mehr schultern. Positiver Nebeneffekt bei Abschaffung des Ehegattensplittings: Auch für verheiratete Frauen wird Erwerbstätigkeit wieder attraktiver. Ausserdem mehr Steuergerechtigkeit zwischen der klassischen Ehe und anderen Lebensformen, wie Alleinerziehenden oder WGs.

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