Rückgang der Geburtenrate in der BRD

  • Ich denke, dass ein Grund ist, dass man als Frau beruflich so ziemlich ins Abseits befördert wird, wenn man Kinder hat.
    Deutsche Arbeitgeber müssen sich in der Hinsicht um 180° drehen. In anderen Ländern funktioniert es doch auch.

  • bin 29 und ich will keine kinder.


    warum? ich habe keine familie, bzw. ein beschissenes verhältnis, seit 14 jahren keinen kontakt mehr, daher fehlt mir der familiensinn. ich bin seit ich 16 bin auf mich selbst angewiesen gewesen und habe inzwischen viel erreicht. in dieses bild passt kein kind. außerdem bin ich im moment auch nicht bereit die verantwortung für ein kind zu übernehmen. dafür läuft in meinem leben nicht alles "rund" genug.


    finanzieller faktor spielt im moment keine rolle, aber da ich selbstständig bin, kann sich das schnell ändern. zudem arbeite ich in der it und daher muss ich reisewillig sein, d.h. projekte dauern in der regel 3-6 monate und dann gehts woanders hin, nicht nur in deutschland, sondern auch ins ausland. somit wäre der "pappa" ständig unterwegs und nicht zuhause.


    natürlich könnte ich einen anderen job machen, will ich aber nicht, da ich meinen "traumjob" gefunden habe, auch wenn es hier und da auch risiken gibt.


    außerdem bräuchte man um ein kind zu zeugen eine frau und die fehlt ebenso.


    dafür soll ich nun bestraft werden, indem ich nur noch die hälfte rente bekommen würde? gehts eigentlich noch? ich werde dann vom staat gezwungen ein kind zu zeugen, damit ich im alter noch leben kann? nicht mit mir...

  • Zitat

    Original geschrieben von VFBler
    Oder ist das finanzieren von Handy, Spielkonsole, „Ferrariekinderwagen“, dreimal im Jahr Urlaub im Ausland, etc. zwingend zum Leben Voraussetzung ?


    Nein, aber viele möchten genau auf das nicht mehr verzichten. Das hab ich schon in dem Thread über die "Kölner Jugend" gesagt, weswegen ich mich nicht wiederholen möchte.

    Zitat

    Wie gesagt: das Argument „Geld“ kann und will ich nicht zählen lassen !


    Doch, das musst du aber berücksichtigen. Mit einem Durchschnittseinkommen und einer Wohnung + Auto kann man sich in der Regel kein Kind leisten, wenn man seinen Standard halten möchte. Ist man jedoch bereit dazu, dann ist es möglich. Die meisten Menschen sind nicht dazu bereit, in meinen Augen liegt es daran, dass sie wirklich zu egoistisch sind!


    Und wie schon angeklungen ist: Kinder sind eine Gefühlssache und keinen finanzielle Geschichte.


    Ein Grund weswegen ich keine Kinder (im Moment) in die Welt setze: Die Unsicherheit wie es in der Welt, ganz global gesehen,jetzt und in 30 Jahren ausschaut. Ich sehe keine Besserung, eher das Gegenteil. Hier in Deutschland geht es sowieso noch rapide berg ab, da geh ich fest von aus. Ich bin kein Pessimist, eher schon Realist. Und wer setzt schon Kinder in die Welt um sich auf die Schulter zu klopfen und zu sagen "So, meine Rente ist gesichert"? Das macht doch keiner!


    So blöd sich das anhört: Aber Frauen sind nun mal die Wesen die Kinder zur Welt bringen können, wir Männer können es nun mal nicht. Frag sie, wieso sie keine Kinder in die Welt setzen!

  • Zitat

    Original geschrieben von katinkamaus
    Ich denke, dass ein Grund ist, dass man als Frau beruflich so ziemlich ins Abseits befördert wird, wenn man Kinder hat.
    Deutsche Arbeitgeber müssen sich in der Hinsicht um 180° drehen. In anderen Ländern funktioniert es doch auch.


    Kannst Du mir das näher erläutern mit dem „beruflich ins Abseits befördert“ ? Bei meiner Frau war das kein Problem: einen Tag nachdem der Mutterschutz vorbei war hat schon wieder eine Anstellung auf 400.- Basis gehabt. Wenn die Elternzeit vorbei ist kann sie wieder ohne Schwierigkeiten in ihrem alten Beruf arbeiten. Aussage Ihres Arbeitgebers, Stand Ende 2005.

  • Zitat

    Original geschrieben von VFBler
    Kinder sind einfach alles: sie bereiten einem freude, aber manchmal auch Wut (wenn sie was angestellt haben), sie können einem helfen und sie spenden einem Trost. Warum sonst bekommt man Kinder ? Zur Arterhaltung alleine sicher nicht !


    dafür kann ich mir auch einen hund oder katze zulegen... brauche ich kein kind dafür...

  • moin,


    ich habe selbst 2 kinder (einen sohn 2,5 und ungeplant und eine tochter 5,5 monate geplant) und muss sagen, dass wir das erziehungs- und das kindergeld wirklich gut gebrauchen können.nach der geburt unseres sohnes mußte meine frau nach 8 wochen wieder arbeiten, da ich noch in meiner (2.) ausbildung war. meine mutter hatte dann halbtags den kleinen. jetzt nach der geburt unserer tochter geht meine frau erst wieder nach einem jahr arbeiten. für die ersten 2 jahre mag die subvention vom staat durchaus ausreichen (bei zb stillkindern) aber man darf natürlich nicht so blauäugig sein, denn kinder kosten auch dann richtig geld, wenn sie mal älter sind. später muss es eine levi´s und nike schuhe sein (kenne ich zumindest so von mir ;) ).
    ich bin wirklich froh, dass es diese zahlungen vom staat gibt, da uns ansonsten meine eltern finanzieren "müßten".


    ich würde aber niemals mehr auf meine kinder verzichten! zur zeit bin ich öfter mal wochenweise beruflich unterwegs und da ist es einfach das tages-highlight, wenn mein sohn morgens anruft und mir einen schönen tag wünscht! das kann keine karriere oder das lob vom chef wettmachen !! :top:




    cu

  • Zitat

    Original geschrieben von VFBler
    Ich muß nicht zwingend Arbeit haben um meinem Kind ein schönes Leben zu bieten und dieses zu ernähren.


    Die Aussage halte ich für sehr fragwürdig und wackelig.
    Nicht, weil ich finde, man müsse Millionär sein, um Kinder auf die Welt zu bringen.
    Aber so kann man oder sollte man das auch nicht auffassen, je nachdem, welche Einstellung dahinter steckt.
    Und genau das ist eines der Probleme, die wir in Deutschland haben.
    Manche sagen, die "falschen" Leute bekämen in Deutschland die Kinder. Abseits der Sozialpolemik, die darin steckt, ist demographisch eben durchaus was dran, an der Aussage.


    Spätestens seit ich Patenonkel geworden bin (am 13.12.2005) und ich mein Patenkind (Mädchen) im Arm gehalten und ihr das Fläschchen gegeben habe, mich allgemein mit ihr beschäftigt habe, was eben so zum Patenonkelsein dazu gehört ;) , bin ich mir sicher, daß ich mir sehr gut vorstellen kann, Kinder zu haben. Und wenn, dann 2. Und was "nicht ganz unwichtig" ist: meine Freundin sieht das genauso. :D


    Aaaaaber: man sollte sich das auch gut überlegen und das sehr gut "planen". Wann der richtige Moment dafür da ist, weiß man vorher nie genau. Insofern kann man es nicht 100%ig planen oder sich sicher sein. Dennoch finde ich, sollte man ein Kind vielleicht nicht gerade in der denkbar ungünstigsten Situation zur Welt bringen. Wann das ist, definiert wohl jeder für sich selbst.


    Ich finde weder, daß man ein Kind vom massenhaften Vorhandensein von Geld abhängig machen sollte (denn das ist es ja, was viele davon abhält und ein Problem unserer Gesellschaft ist), noch daß man ohne finanzielle und andere materielle Grundlagen, sozusagen "kopflos" ein Kind in die Welt setzen sollte.


    Man sollte sich da vom blinden, weltfremden Idealismus befreien und die Sache auch mal ganz pragmatisch sehen.
    Aber auch nicht zu pragmatisch, denn ein Kind ist nun mal weit mehr als Pragmatismus.


    Ich denke, ein Kind ist eine wirkliche Bereicherung unserer Gesellschaft und des eigenen Lebens, denn man schenkt Leben und Liebe.
    Aber das bringt eben auch jede Menge Verantwortung mit sich und derer sollte man sich sehr wohl bewußt sein.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein


  • Politiker und Wirtschaftswissenschaftler haben sich für eine grundlegende Änderung des Rentensystems ausgesprochen. Der Generationenvertrag setze das Kinderkriegen voraus, hieß es. Wer sich bewusst gegen eigene Nachkommen ausspreche, habe in einem solchen System keinen Platz. Notwenig seien darum die Einführung höherer Renten für Eltern und deutliche Einschnitte bei der Altersversorgung für Kinderlose.


    Zitat aus http://www.n-tv.de



    Oder eben wir ändern unser Rentensystem. Aber wie finanzieren ? Wo kein Geld reinkommt kann man auch keines ausgeben !

  • Full Ack, Jochen.


    Besser hätte ich es nicht hinbekommen.


    EDIT:
    Daß unser Rentensystem nur temporär funktioniert war doch schon Adenauer bekannt :)

    Original geschrieben von bernbayer:
    "Eine Kampagne in ZUsammenhang mit Guttenberg kann man der Bild-Zeitung nicht vorwerfen."

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