Rückgang der Geburtenrate in der BRD

  • Ich wollte noch was zur privaten Altersvorsorge einwerfen: Diese Systeme haben ja nun keine Probleme, weil sie nicht Umlagefinanziert sind, sondern mit DEINEM Geld für DICH arbeiten. Deshalb sind die Renten aus Betrieblicher Altersvorsorge auch meist um den Faktor x höher, als die Staatlichen, bei gleichem Beitrag.
    Ich frage mich ja, warum Engländer, Australier, Amerikaner überhaupt noch Kinder bekommen, wenn man sich angeblich nur mit enormer Absicherung dafür entscheidet? Dort gibt es imho keine kostenlosen Kindertagesstätten, Kindergeld gibt es kaum/garnicht. Ich stehe den ganzen kostenlosen Einrichtungen eher kritisch gegenüber, weil uns diese Mentalität doch erst dahin geführt hat, dass ein Abbau der Staatsführsorge den Kinderwunsch entscheidend mitbestimmt. :mad:
    Und sicherlich muss die Umlagefinanzierung aus dem Rentensystem, sonst gibt es irgendwann einen totalen Crash (Und mehr Kinder schieben das Problem wie immer nur auf)

  • Zitat

    Original geschrieben von VFBler
    In der Summe war der Tenor, daß private Vorsorge nicht sicherer sei als die gesetzliche. Ganz im Gegenteil: Private Versicherungen können von heute auf morgen „hops“ gehen und man sieht nichts mehr von seinem Geld oder bekommt seinen Beitrag einige Jahre zu früh als notwendig zurück.


    Bei Lebensversicherungen gibt es auch eine Art "Auffanggesellschaft" falls mal eine Firma "hops" geht. Ich halte das Risiko bei der Gesetzlichen um ein vielfaches höher als bei einer Privaten.

    Zitat

    Im Gegensatz die gesetzliche: die ist verankert in unseren Gesetzen, und somit zu 100% sicher. Von heute auf morgen kann das nichts passieren.


    Ich hab das Gefühl, du siehst einiges aus deiner persönlichen Sicht. Die Gesetze sind ihr Papier nicht Wert auf dem sie gedruckt sind. Die Zeit hat nun mal gezeigt, dass sowas nicht machbar ist.


    Zum Thema Private Altersvorsorge:
    Was bringt es mir wenn ich jetzt Riesterrente abschließe und in 20-30 Jahren fängt man an, diese zu besteuern. Da glaubt zwar jetzt auch keiner dran, aber lasst doch mal einige Generationen weiter Politiker an der Macht sein - immer gefühlskälter und immer bekloptter. Da macht man vor sowas eben auch keinen halt. Die perfekte Altersvorsorge gibt es nicht. Ich denke das ich später auch keine Rente mehr bekomme, daher werde ich mich auf kurz oder lang für irgendwas entscheiden müssen.

  • Zitat

    Original geschrieben von _-=voodoo=-_
    Ich wollte noch was zur privaten Altersvorsorge einwerfen: Diese Systeme haben ja nun keine Probleme, weil sie nicht Umlagefinanziert sind, sondern mit DEINEM Geld für DICH arbeiten.....


    Auch diese Systeme hängen von der demografischen Entwicklung ab. Oder anders ausgedrückt, auch in 20 Jahren können nur die Brötchen gegessen werden, die in 20 Jahren gebacken werden.


    Gruß


    Pitter

  • Natürlich besteht die Gefahr, dass in 20-30 Jahren jemand herkommt und sagt: "Oh, toll Herr DUSA, dass Sie mit paarundzwanzig so schlau und vorausschauend waren und monatlich Geld in eine private Altersvorsorge gesteckt haben, von der Sie nun, wo Sie 65 sind, leben wollen. Da wir, die Politik, niemand dazu zwingen wollten, haben x% ihrer Mitmenschen keine PAV abgeschlossen, die wir aber jetzt auf Sozialhilfeniveau mit durchbringen müssen. Deshalb besteuern wir die Auszahlungen aus Ihrer PAV, andere Einnahmequellen haben wir nicht (mehr) / fallen uns nicht (mehr) ein!"
    Und ich wette sogar damit, dass genau das passieren wird :mad: Damit bin ich sozusagen doppelt gearscht: ich habe jetzt weniger Geld zum Ausgeben (verzichte z.B. auf Rauchen und Saufen ;)) und hinterher in der Auszahlungsphase wird mir mein eigenes Geld sogar zu x% wieder abgenommen. Weil es eben genügend Leute gibt, die 100 Euro im Monat lieber in Kippen investieren statt in eine eigene PAV und hinterher dann gar nix haben :rolleyes:


    Abgesehen davon, dass genügend von denen klagen werden (und hinten runter fallen :D), mit ein wenig Glück hab ich dann immer noch mehr als wenn ich jetzt nix abschließe und dann später zu den Hand-Aufhaltern gehöre...

    Q: I've always tried to teach you two things. First, never let them see you bleed.
    Bond: And the second?
    Q: Always have an escape plan...

  • Irgendwie ist das mit den Geburtenzahlen ein zweischneidiges Schwert, denn wenn die Entwicklung wirklich so weitergeht, werden wir wegen der Überalterung in so 50 Jahren ein Problem mit einem Mangel an jungen Menschen und damit einen Mangel an Erwerbsfähigen Menschen haben.


    Aber für die nahe Zukunft bis so 20 Jahre wäre eine höhere Geburtenrate wohl eher kontraproduktiv, wenn wir uns mal vorstellen, das von 1960-1980 die Geburtenrate doppelt so hoch gewesen wäre wie jetzt, dann hätten wir wohl ein noch grösseres Problem mit der Arbeitslosigkeit. Durch eine höhere Bevölkerung würden zwar auch neue Jobs geschaffen, aber sicher nicht in dem Umfang, den wir an mehr Menschen hätten, sondern vielleicht 1/3.


    Aber irgendwie ist es eh Unsinn darüber zu diskutieren ob die Geburtenrate zu niedrig ist oder nicht, den für Kinder entscheidet man sich, weil man ein eine Famile möchte, und nicht weil ein paar Volkswirte sagen das sind die Sozialversicherungssysteme nicht mehr finanziert werden können, oder weil es für die Kinder eine bestimmte Summe Kindergeld und einen erhöhten Steuerfreibetrag gibt. Das wäre ja schlimm.


    Aufgabe der Politik kann es allenfalls sein für eine Kinderbetreuung zu sorgen so das Familen und Studium/Ausbildung/Berufstätigkeit/Selbstständigkeit vereinbar bleiben. Ausserdem ist es wichtig das der Staat den Kinder eine gute Bildung ermöglicht.


    Aber der finanziellen Förderung muss man sehr vorsichtig sein. Denn das kann schnell nach hinten losgehen. Wenn manche schlecht gebildete und sozial schwache Familen das Kinderkriegen wegen der finanziellen Anreize als Alternative zu einer Erwerbstätigkeit oder Selbständigkeit sehene, und stattdessen Kinder werfen die die Kanickel, nur weils Geld dafür gibt, aber sich niemand um die Kinder kümmert, dann wäre das auch katastrophal.

  • DUSA-2772


    Es könnte so sein, muß aber nicht. Daher werden Aussagen zur Rentenentwicklung als „Annahmen“ bezeichnet, nicht als „Prognosen“.


    Genauso könnte es umgekehrt sein daß wir in 40 Jahren Rente bekommen in der Höhe von 2000.- Dollar (in der Annahme daß in ca. 15 Jahren der Dollar als weltweite Einheitswährung eingeführt wird). Warum soll das nicht passieren. Nur weil derzeit ein Teil der Wirtschaft „hinkt“ ?


    Es ist wie es ist: Wer aktuell in PAV investiert, und somit daß Geld über den Monat „grad so reicht“, könnte im Alter Glück haben und diese PAV sehr gut gebrauchen. Es könnte aber auch so sein daß diese PAV umsonst war (wie oben beschrieben), dann hat er im Alter allerdings noch ein schönes „Zubrot“. Aber sein Leben lang gespart und sich nicht mal was „gegönnt“ ;)


    Also sucht es euch alles selber raus: Wer besser da steht sehn wir ja dann in 40 Jahren. ;)

  • Momentan sind viele Altersvorsorgen noch Hartz4 sicher, aber der Regierung kann man nicht wirklich trauen, Biokraftstoffe sollten auch bis mindestens 2009 steuerfrei sein und jetzt kommts anders.


    Wir wollen nicht hoffen das jemand von uns mal auf Hartz4 angwiesen ist, aber ausschliessen kann man es nie. Wenns blöd läuft muss du dann dein hart abgspartes Geld aufbrauchen.


    Da sind andere Anlageformen wesentlich intresannter. Wenn man genug Geld hat kann man es auch anders investieren und anlegen. Dann hat man auch im Alter noch was davon, und man ist dabei flexibler, und und kann es auch für andere Zwecke wie Inmobilienerwerb verwenden. Und wenn man genug Vorlauffrist hat, kann man es im Notfall auch unter der Bettdecke verschwinden lassen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    aber der Regierung kann man nicht wirklich trauen, Biokraftstoffe sollten auch bis mindestens 2009 steuerfrei sein und jetzt kommts anders.


    Mal wieder eine typische Politiker-Polemik garniert mit Nichtwissen von dir: Die Besteuerung von Biokraftstoffen erfolgt auf Geheiß einer EU-Richtlinie, d.h. Umsetzung in nationales Recht ist eine Verpflichtung.

    Zitat

    Original geschrieben von Crashman
    Aber ich will jetzt nicht über Kinderkrippe und Kindergärten in der ehemaligen DDR diskutieren. Ich habe nur angesprochen, dass generell kostenfreie Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen werden sollten und, dass man dem in Westdeutschland eher skeptisch gegenübersteht.


    Ja, aber nur Leute, die entweder keine Kinder oder keine Ahnung haben. Aus eigener Erfahrung (als Vater nicht als Kind) kann ich bezeugen wie wichtig die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren ist, wenn beide Eltern beruftstätig bzw. in unserem Fall in universitärer Ausbildung sind. Die alleinige Existenz derartiger Einrichtungen (nichtmal die Absenz von Betreuungskosten) würde vielen gut gebildeten (berufstätigen) Familien die Entscheidung für ein Kind sehr erleichtern. Momentan ist es doch so, dass für den Nachwuchs hauptsächlich bildungsferne Schichten sorgen, wo die Frau sowieso arbeitslos ist und zu Hause abhängt oder aus religiösen Gründen gar nicht arbeitet.


    Auch an unserem Wohnort gibt es eine derartige Einrichtung, die allerdings hoffnungslos überlastet war. Wir mußten daher auf die (schweineteure) Hilfe einer Tagesmutter zurückgreifen.

    Chuck Norris liest keine Bücher: Er starrt sie so lange an, bis sie ihm freiwillig sagen, was er wissen will.

  • ich bin auch kein Fan von Nachwuchs und hab nicht vor in absehbarer Zeit mir welchen anzuschaffen ;)


    Außerdem stehen mir die Haare zu Berge wenn ich unsere aktuell 14-18 Jährigen teilweise so mitbekomme....wer da noch auf die Idee kommt sich auch sowas anzuschaffen solls von mir aus machen, aber mich bitte damit in Ruhe lassen.


    Und bevor ich jetzt auf das Spielchen reinfalle und mir aus Angst um ne kleinere Rente (die für mich aktuell wohl ab 2048 fällig wäre) Nachwuchs anschaffe, würd ich mir eher noch ne zusätzliche Privatrente anlegen, denn 1. sind Kinder auch schweineteuer und 2. hab ich dann später auch garantiert was davon....wer weiß wie oft die vom Kasperletheater Berlin in ihrer Kappensitzung sich sowas noch anders überlegen, is ja noch ne Weile hin bis 2048....


    CU
    Dennis

  • Zitat

    Original geschrieben von VFBler
    Also sucht es euch alles selber raus: Wer besser da steht sehn wir ja dann in 40 Jahren. ;)

    Um es mal vorsichtig zu formulieren, aber in meinen Augen hast Du ein sehr sonniges Gemüt was die Rentenkasse und das Thema hier betrifft. Wie Du zu Deinen Schlüssen kommst, wenn Du mal alle aktuellen Fakten zusammenzählst, weiß ich nicht. Derzeit ist das Rentenniveau bei ca. 60% Deines aktuellen Nettoverdienstes, aufgrund der demografischen Entwicklung (es fehlen auf Jahre die bzw. genügend Einzahler) wird es eher noch weiter absinken. Übrigens ist auch die Sache mit "Rentenalter auf 67 hochsetzen" eine vornehme Umschreibung, dass Du (noch) weniger Anspruch hast, wenn sie Dich mit spätestens 60 aus dem Job kehren als wäre das Rentenalter bei 65. Wer früher geht bekommt weniger und früher werden imho auch weiterhin alle gehen, besser gesagt gegangen.



    Wenn es so kommt, wie ich prognostiziere und die staatliche Rente dann für Dich nicht mal für Sozialhilfeniveau ausreicht - und sie deswegen per Steuer meine PAV anzapfen: was hälst Du davon, wenn ich 1mal die Woche dann zu Dir mich zum Essen einlade (3 Gänge Menü bitte!), um mir meinen vom Staat abgenommenen und an für die heute Uneinsichtigen ausgeteilten Anteil meiner PAV wieder zurück hole? ;)



    Ich weiß ja, dass die Banken auch nur Kohle machen wollen und sowieso die modernen Raubritter sind... (;)): geh doch bitte mal bei Deiner Bank oder Sparkasse oder VoBa vorbei und lass Dir Deine Finanzierungslücke im Alter ausrechnen.

    Q: I've always tried to teach you two things. First, never let them see you bleed.
    Bond: And the second?
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