Ökotest und Stiftung Warentest

  • Stinkefinger war eigentlich nicht gemeint, nur hatte ich halt gar nicht danach gefragt, woher du das weißt. :D

  • Es wurde ja auch gar nicht danach gefragt, welcher Partei Ökotest zugehörig ist. Demnach hast du die Lawine ins Rollen gebracht. Schuld eigene :p

  • Hätte mal ne Frage:
    aktuell berufen sich in der TV-Werbung viele Produkthersteller auf ihr gutes Abschneiden in Tests der Stiftung Warentest. Da ich eben hier im Thread gelesen habe, dass 'Ökotest' zur SPD gehört, stellt sich mir nun die Frage, ob die Stiftung Warentest noch ein eigenes 'Unternehmen' ohne solch ein zwielichtiges Standbein ist. Sind die überhaupt noch unbestechlich oder können zumindest als solche vermutet werden?




    Danke für eure Antworten,


    Au revoir
    zufaul

    * Account opened: 01/2006
    + Account closed: 01/2010

  • Zitat

    Original geschrieben von zufaul
    Hätte mal ne Frage:
    aktuell berufen sich in der TV-Werbung viele Produkthersteller auf ihr gutes Abschneiden in Tests der Stiftung Warentest. Da ich eben hier im Thread gelesen habe, dass 'Ökotest' zur SPD gehört, stellt sich mir nun die Frage, ob die Stiftung Warentest noch ein eigenes 'Unternehmen' ohne solch ein zwielichtiges Standbein ist. Sind die überhaupt noch unbestechlich oder können zumindest als solche vermutet werden?


    was für ein Schwachsinn! Was hat der Besitzer mit "Unbestechlichkeit" zu tun?
    Denkst Du der Axel Springer Verlag besticht alle seine Zeitungen das die, welche positiv über die Bild berichten eine Seite extra drucken dürfen?


    Die Stiftung Warentest gehört sicherlich auch zum Teil der SPD. Denn die Stiftung Warentest bekommt jährlich einen Staatszuschuss der im Moment IMHO von CDU/CSU und SPD genehmigt wird. Die werden dann sicherlich darauf bestehen das die Produkte xx gut sind. Genau wie die Grünen früher darauf bestanden haben das Handwäsche das beste ist :D
    Was für Vorstellungen manchmal existieren ist schon alarmierend.



    Grüße

  • Neutralität von Stiftung Warentest


    Zu Ökotest kann ich wenig sagen.


    Die Zeitschrift Test und Finanztest jedenfalls werden von einer Stiftung herausgegeben, die sich ursprünglich nur aus Staatsmitteln finanzierte. Mittlerweile machen die aber so viel "Business" nebenher (Bücher, Sonderausgaben, kostenpflichtigen Online Content, kostenpflichtige Versicherungsvergleiche, usw...) das ichmir nicht wirklich sicher bin, ob da noch der Verbraucherschutzgedanke im Vordergrund steht oder die reine Umsatzsteigerung.


    Hatte mir letztes Jahr mal beide Zeitschriften auf einer Messe von einem Drücker aufschwatzen lassen (auch da also kein Unterschied zu einer "kommerziellen" Zeitschrift).


    Habe dann aber sehr erstaunt festgestellt, das insbesondere Finanztest dem Leser Werbung in eigener Sache als "redationellen Inhalt" zu verkaufen versucht. Das empfinde ich als bodenlose Frechheit!!!


    Beispiel: In der aktuellen August-Ausgabe der Finanztest hört der redaktionelle Teil auf Seite 46 auf und geht auf Seite 55 weiter. Die Seiten dazwischen bestehen aus dem "Finanztest-Shop" (Werbung in eigener Sache über Sonderhefte, usw...) Sogar die 3 Postkarten in der Heftmitte, womit man ein Abo von Test / Finanztest abschliessen bzw ein Heft nachbestellen kann, werden als ZWEI Seiten "verkauft". Aber der eigentliche Knaller: Den dusseligen 6cm breiten (jawohl sechs Zentimeter breiten Kartonstreifen, zählen die selbsternannten Verbraucherschützer ganz dreist als 2 Seiten mit!!! (jep, so´n Kartonstreifen hat schliesslich ne Vorder- und ne Rückseite, gell?). Also so dreist sind denn noch nich mal alle Focusse, Sterne, Speigel und was es sonst noch so in der Presselandschaft gibt... :(


    Zweitens: Was die Themen von Test betrifft "muss" ich denen meistens glauben, weil ich das Gegenteil nicht beweisen kann (hab halt keine Ahnung von Kühlschränken und anderem Zeugs. Was die Themen von Finanztest allerdings angeht, stimmt die Testqualität keineswegs. Hier findet man in jeder Ausgabe mindestens 3-4 abstruse Fehler. Grund ist oftmals die so sehr angepriesene Neutralität und Objektivität, die den Verbraucherschutzonkels in Finanzdingen völlig abhanden gekommen scheint. die scheinen vorher mit dem Würfelbecher auszulosen, was rauskommen soll und passen die Testkriterien dann daraufhin so an, das die von ihnen präferierte Lösung "gewinnt". Hab mich vor einiger Zeit auf einer Finanzmesse mal mit einem von denen angelegt, weil er in einem Vortrag vor ca. 50 Zuhörern hahnebüchernen Unsinn erzählte. Selbst die anderen Teilnehmer während der Podiumsdiskussion (im Gegensatz zum Verbraucherschützer übrigens alles Fachleute auf ihrem Gebiet :) rollten schon mit den Augen...


    Zusammenfassend: Von einer angeblich unabhängigen Organisation erwarte ich eine neutrale Darstellung der Fakten bzw. die Erarbeitung eines Martüberblicks, der mir die Arbeit abnimmt alles selbst zusammensuchen zu müssen, bzw. die Beschaffung von Informationen, an die ich als Kunde nicht ohne weiters selbst herankommen würde. Das Fazit aus den Fakten ziehe ich dann schon gerne selber, insofern sind ALLE Noten in den jeweiligen Tests völlig für´n Eimer weil die Gewichtung von Test zu Test neu sortiert wird (gerade abhängig davon, wen man oben zu sehen wünscht ;) ) Geradezu bedenklich wird es jedoch, wenn Leute darauf blind vertrauen (ich erleb das häufiger, wenn Kunden mich fragen: Aber Finanztest schreibt doch...) :flop: :flop: :flop:

  • Re: Neutralität von Stiftung Warentest


    Zitat

    Original geschrieben von der_Aachener
    Was die Themen von Finanztest allerdings angeht, stimmt die Testqualität keineswegs. Hier findet man in jeder Ausgabe mindestens 3-4 abstruse Fehler. Grund ist oftmals die so sehr angepriesene Neutralität und Objektivität, die den Verbraucherschutzonkels in Finanzdingen völlig abhanden gekommen scheint. die scheinen vorher mit dem Würfelbecher auszulosen, was rauskommen soll und passen die Testkriterien dann daraufhin so an, das die von ihnen präferierte Lösung "gewinnt". Hab mich vor einiger Zeit auf einer Finanzmesse mal mit einem von denen angelegt, weil er in einem Vortrag vor ca. 50 Zuhörern hahnebüchernen Unsinn erzählte. Selbst die anderen Teilnehmer während der Podiumsdiskussion (im Gegensatz zum Verbraucherschützer übrigens alles Fachleute auf ihrem Gebiet :) rollten schon mit den Augen...


    Geradezu bedenklich wird es jedoch, wenn Leute darauf blind vertrauen (ich erleb das häufiger, wenn Kunden mich fragen: Aber Finanztest schreibt doch...) :flop: :flop: :flop:


    das hört sicher eher nach einem gefrusteten Versicherungsverkäufer an der jetzt keine teuren Versicherungen mehr verkaufen kann :D


    Ich bin auch in diesem Bereich sehr interessiert/informiert und finde die Tests meist sehr gut. Du hast damit Recht das die Gewichtung manchmal komisch ist, aber wo ist das Problem das selber individuell intern zu gewichten? Wichtig ist doch das die meisten anderen Angaben korrekt sind und man so selbst seine eigenen Kriterien ansetzen kann. Genauer hinterfragen sollte man natürlich jedes Ergebnis und blind auf Finanztest Empfehlung würde ich auch nichts abschliessen. Da habe ich immer noch einen sehr guten bekannten Makler an der Hand, welcher auch nichts dagegen hat wenn ich mit den Finanztest Informationen anrücke. Und komischerweise verkauft er manchmal auch diese Produkte ;)


    Weiterhin bekommt man oft Denkansätze die man so vielleicht nicht gehört hat. Verweisen möchte ich darauf das die Finanztest von Anfang an zur Riester-Rente geraten hat, als alle anderen noch davon abgeraten haben da sie ja nur für sozialschwache Familien mit vielen Kindern sinn voll sei :flop:


    Grüße

  • Re: Neutralität von Stiftung Warentest


    Zitat

    Original geschrieben von der_Aachener
    ...Beispiel: In der aktuellen August-Ausgabe der Finanztest hört der redaktionelle Teil auf Seite 46 auf und geht auf Seite 55 weiter. Die Seiten dazwischen bestehen aus dem "Finanztest-Shop" (Werbung in eigener Sache über Sonderhefte, usw...) Sogar die 3 Postkarten in der Heftmitte, womit man ein Abo von Test / Finanztest abschliessen bzw ein Heft nachbestellen kann, werden als ZWEI Seiten "verkauft". Aber der eigentliche Knaller: Den dusseligen 6cm breiten (jawohl sechs Zentimeter breiten Kartonstreifen, zählen die selbsternannten Verbraucherschützer ganz dreist als 2 Seiten mit!!! (jep, so´n Kartonstreifen hat schliesslich ne Vorder- und ne Rückseite, gell?). Also so dreist sind denn noch nich mal alle Focusse, Sterne, Speigel und was es sonst noch so in der Presselandschaft gibt... :( ...


    Mit was sich so manche Leute bei Lesen einer Zeitschrift beschäftigen, überrascht mich tatsächlich. :confused:
    Also mich interessieren Seitenzahlen nur, wenn ich einen bestimmten Artikel suche.


    Gruß


    Pitter

  • Das habe ich mich auch gerade gefragt.
    Welchen unterschied macht es, ob ein Blatt Papier als Seite gezählt wird oder nicht? Jedenfalls ändert sich dadurch der Inhalt des Heftes überhaupt nicht...

    **** Commodore 64 Basic V2 ****
    64K RAM System 38911 Basic Bytes Free
    READY.

  • Ökotest und Stiftung Warentest


    @ Pitter / Brainstorm:


    ach wisst ihr, normalerweise würd mich das auch nicht gross interessieren, zumal das ja auch wie erwähnt bei den meisten Zeitschriftenverlagen so gehandhabt wird - that´s Business
    ABER : die anderen Verlage haben auch im Frühjahr nicht 12 mal am Tag in sämtlichen Markt, Plusminus, Report und sonstigen Sendungen rumgenölt, das sie nach wochenlangen Marktrecherchen herausgefunden haben das in der neuen Pamperspackung, die das gleiche kostet jetzt 0,74585685 weniger Windeln sind und das das ja eine versteckte Preiserhöhung und unlauterer Wettbewerb sei und das man sich das als verbraucher nicht gefallen lassen solle und das die Testonkels dagegen vorgehen würden und laber laber laber...


    Dazu fällt mir nur der gute alte Spruch ein: Wer im Glashaus sitzt...


    Hätte ja nix dagegen, wenn sie so ehrlich wären öffentlich zu bekunden, das sie ein Verlag wie jeder andere sind, mit den gleichen wirtschaftlichen Interessen wie jedes andere Unternehmen, nämlich der Umsatzmaximierung. Das fände ich ehrlich, transparent und akzeptabel! Aber stattdessen arbeiten Sie mit den gleichen Mitteln wie der Rest der deutschen Industrie (ob die jetzt nett / moralisch / koscher sind kann und will ich nicht beurteilen, das soll bitte jeder für sich selbst entscheiden) und treten in der Öffentlichkeit als "die Guten" auf, die "im Auftrag des Herren" den kleinen Bürger vor der bösen Industrie schützen! :flop:

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