Zukunft: UMTS-Ausbau in DE

  • Zitat

    Original geschrieben von da_fLOh

    MMS, SMS, Wap usw. werden irgendwann verschwinden und stattdessen wird E-Mail, IM und WWW-Zugang kommen. Eine logische Entwicklung, wenn man mich fragt.


    Zusammengefasst halte ich GSM keineswegs für ein schlechtes System - im Gegenteil, es ist erprobt, zuverlässig, robust und - mittlerweile - günstig, aber UMTS ist eben der angedachte Nachfolger, der alles kann, was GSM kann, in Teilen sogar besser und zusätzliche Möglichkeiten schafft. Warum also GSM ewig am Leben erhalten? Ich für meinen Teil hoffe, dass die GSM-Frequenzen nicht bis 202x verlängert werden, sodass die Provider ihre UMTS-Netze mittelfristig auch auf die Fläche ausdehnen müssen und nicht weiterhin nach Gutdünken bepreisen können, während sie ihr "billig" zu erhaltendes GSM-Netz pflegen.


    Fortschritt fängt im Kopf an.



    Ist ja wie eine Zeitreise hier ;-)
    Ich scheine ja ein Hellseher gewesen zu sein... immerhin hab ich das ca. 1 Jahr vor dem Smartphone-Boom geschrieben, der durch das iPhone ins Rollen gebracht wurde.
    Aber faszinierend zu sehen, wie sehr sich die Anforderungen verschoben haben, die man heutzutage an "mobile Kommunikation" stellt.

  • Mit der kleinen Einschränkung das mir heute noch ein VF-Vertriebler erzählt hat das GSM am Leben bleibt. Datenübertragung wird bei denen in Zukunft über LTE abgewickelt und UMTS verdrängen. Aber GSM würde als "Sicherheitsreserve" bestehen bleiben.

  • Ich denke auch, GSM wird noch mindestens das ganze Jahrzehnt durch bestehen bleiben und später dann von LTE abgelöst werden. In den nächsten 5 Jahren schon GSM abzuschalten wäre wenig sinnvoll, da bis dahin mit Sicherheit nur ein Bruchteil der Leute ein LTE-Fähiges Endgerät haben werden. Mit UMTS mag das evtl. sogar schneller wieder ein Ende finden, wer weiß....das ist ja LTE eigentlich in allen Disziplinen unterlegen, sowohl aus Sicht der Betreiber als auch aus Sicht der Kunden.

  • GSM noch wesentlich länger laufen zu lassen wäre m. E. nach grob fahrlässig.
    Siehe GSM-Verschlüsselung & Authentifizierung


    Klar könnte man einen neuen Algorithmus einführen, aber dann wären auch neue Endgeräte fällig und dann kann man gleich auf UMTS (900 & 2100 MHz) sowie LTE (800 MHz, 1800 MHz & 2600 MHz) wechseln.
    GSM ist veraltet und im Vergleich weniger effizient. Die "alte" Hardware kann sicherlich in andere Länder abgesetzt werden, wo noch ein längerer GSM-Betrieb zu erwarten ist.

  • Keine Sorge, LTE ist, wenn es Massenprodukt ist, auch ganz schnell entschlüsselt - grad weil darüber dann vermehrt Daten laufen werden...

    Unterwegs auf Schienen mit:
    Zweimal Samsung Galaxy A52 5G: Vodafone Red L + Telekom MagentaMobil Prepaid S 5G // o2 myPrepaid S
    Samsung Tab S5e: Vodafone CallYa /// Festnetz: o2 VDSL.

  • Zitat

    Original geschrieben von elchris
    Keine Sorge, LTE ist, wenn es Massenprodukt ist, auch ganz schnell entschlüsselt - grad weil darüber dann vermehrt Daten laufen werden...


    Das glaube ich nicht. Siehe hier
    Bei GSM/GPRS ist die Verschlüsselung by design unsicher. Immerhin hielt sie fast 20 Jahre durch, trotz ihrer Mängel.

  • Zitat

    Original geschrieben von elchris
    Keine Sorge, LTE ist, wenn es Massenprodukt ist, auch ganz schnell entschlüsselt - grad weil darüber dann vermehrt Daten laufen werden...


    Wir können ja erst mal abwarten, bis das Massenprodukt UMTS vollends geknackt ist. :)

  • Zitat

    Original geschrieben von Rasenmäher
    Wir können ja erst mal abwarten, bis das Massenprodukt UMTS vollends geknackt ist. :)


    Ich habe in einem Artikel gelesen, dass sich UMTS auch in ein unsicheres Verschlüsselungsschema "zwingen" lässt. Ich habe die Details nicht mehr im Kopf, aber es hat wohl mit Kompatibilität bzw. ökonomischen Entscheidungen bei der Spezifizierung von UMTS zu tun.
    Trotzdem noch besser als GSM. Ich verstehe gar nicht, wieso viele so sehr an GSM zu hängen scheinen?


    Nachtrag: Es geht mir persönlich gar nicht so sehr um die Verschlüsselung der Gespräche (das ist natürlich schlecht), sondern um die Authentifizierung des Nutzers im Netz. Was, wenn plötzlich irgendwer auf meine Kosten telefoniert? Was, wenn jemand etwas Illegales anstellt und ich beweisen soll, dass nicht ich derjenige welche war?

  • So, es gibt wieder mal Neuigkeiten bezüglich der Verschlüsselung von GSM....


    http://www.reuters.com/article…ity-idUSTRE7BQ05020111227



    http://www.tt.com/csp/cms/site…l%C3%BCcke-bei-handys.csp





    GSM ist einfach nicht mehr sicher......bin echt gespannt wie sich das alles entwickelt.....



    Zitat:"


    Nach Computern greifen Hacker zunehmend auch Handys an. Dank einer neu entdeckten Sicherheitslücke im weltweiten Handystandard GSM könnten Hacker unbemerkt die Mobiltelefone Fremder unter ihre Kontrolle bringen und telefonieren oder Textnachrichten verschicken, sagte Karsten Nohl, Chef der Sicherheitsfirma Security Research Labs, am Dienstag auf einer Hacker-Konferenz in Berlin. Ähnliche Attacken seien IT-Experten zwar bereits früher gelungen, jedoch nur bei einer kleinen Zahl von Internet-fähigen Handys und unter großem Aufwand. Nun könne aber so gut wie jedes Mobiltelefon in Deutschland gekapert werden. „Wir können das binnen kurzer Zeit bei hunderttausenden von Handys machen“, sagte Nohl.


    Nohl macht sich eine Lücke in der GSM-Netzwerktechnologie zu nutze. Die Technik ist weit verbreitet: Drei von vier Handys auf der Welt funken auf GSM.


    Nohl, der bereits seit Jahren immer wieder Handynetze knackt, wollte nicht detailliert auf seine neueste Entdeckung eingehen. Ein Teil der Handynutzer in Deutschland und Frankreich muss sich offenbar weniger Sorgen machen: Einer der Studie zufolge seien die Mobilfunkkunden der Deutschen Telekom und der französischen Gesellschaft SFR besser als andere gegen illegale Angriffe geschützt, führte Nohl aus. Das habe eine Untersuchung seiner Sicherheitsfirma von 32 Telefonkonzernen in elf Ländern ergeben. Eine Entwarnung sei das aber nicht. „Keines der Unternehmen schützt seine Nutzer sehr gut“, betonte der deutsche Hacker.


    Handynutzer, deren Gerät geknackt wurden, merken davon zunächst meist nichts - bis eine hohe Telefonrechnung eintrifft. Dann ist häufig folgendes geschehen: Kriminelle haben die Kontrolle über das Telefon des Opfers übernommen und Aufschlag-pflichtige Telefonnummern in Afrika oder Asien angerufen. Die Nummern sind oft nur wenige Tage aufgeschaltet - und die Kriminellen ziehen weiter, bevor Behörden oder Telefongesellschaften eingreifen können. (Reuters)"

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