Was wäre wenn...? Szenarien des Alltags

  • Für Österreich auch zwingend notwendig (pro Insasse 1 Warnweste!) und auch sonstwo auf der Welt sehr lobenswert! Und wie alpha schon schrieb, im Kofferraum äußerst sinnlos - habe meine Warnwesten in der seitlichen Kuhle zwischen Sitz und Türe, quasi griffbereit...

  • Zitat

    Original geschrieben von handytim
    Ich würde im Auto das hellste Licht anmachen, also das Nebelschlusslicht (natürlich nicht, wenn die Straße feucht ist und jeder geblendet wird). Das ist auch meistens räumlich weit genug von den Blinkern entfernt und beides wird wahrgenommen.


    Die Idee hört sich für mich interessant an - die Aussage von alpha hingegen konnte ich nicht so ganz nachvollziehen - war das komplett scherzhaft gemeint oder irgendwas ernsthaftes das ich übersehen hab?


    Um nochmal mein "Problem" in dem Zusammenhang zu nennen - auf der Autobahn habe ich schon öfters aus großer Distanz angenommen das Fahrzeuge vor mir fahren würden die tatsächlich mit Licht + Warnblinklicht am Straßenrand standen - bin ich der einzige dem aufgrund normaler Fahrzeugbeleuchtung das Warnblinklicht erst so spät auffällt das es, sofern das Fahrzeug auf meiner Spur stehen würde, fast schon zu spät wäre bis ich das Warnblinklicht erkenne?

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Zitat

    Original geschrieben von alpha
    Notbremse:
    Wichtig: Wenn ziehen, dann ausschliesslich an der Haltestelle.
    Bahn sollte stehen und die Türen schon offen sein.

    Eigentlich logisch, aber sowas macht man sich häufig gar nicht klar. ;)



    Zitat

    "Denn ich schicke doch keine Leute in ein Haus..."
    Ich auch nicht. Lies(:)) nochmal genau nach: Es geht hier nur um Bewohner. Und die schicke ich nach unten(!) ;)


    Stimmt. :) Also Runterlaufen und dabei rufen und klopfen kann jeder. Wenn dann noch älteren Leuten, Kindern etc. geholfen werden würde, wäre es natürlich toll. Das muss aber wohl jeder spontan für sich selbst entscheiden.



    Zitat

    Und aus TheBastians Beitrag :top: habe ich gelernt, dass die Warnweste im Kofferraum höchstens die zweitbeste Lösung ist...

    Jupp, meine werde ich auch auf die Rückbank (=griffbereit) legen. :)


    Zitat

    100m ist übrigens der Abstand zwischen 3 Leitpfosten ;)


    Ein guter Hinweis! :D



    Zitat

    Eine Notbremse muss auch nicht während der Fahrt gezogen werden: Auch bei einer in einer Haltestelle stehenden Bahn bewirkt das Ziehen der Notbremse ein optisches und akustisches Signal beim Fahrer. Eine Weiterfahrt ist nicht möglich, bevor der Fahrer sich nicht vor Ort über die Ursache informiert hat.

    Interessant! :top:



    Zitat

    Original geschrieben von rajenske
    Diese "coole Idee" halte ich für gefährlich.


    Die Rückscheinwerfer signalisieren eben Rückwärtsfahren. Im Dunkeln kann das der einzige Anhaltspunkt sein und zu hektischen Überreaktionen führen.


    Zu was für Überreaktionen soll es denn kommen, wenn ich denke, auf dem Standstreifen fahre ein Fahrzeug rückwärts? (Ich würde besonders aufmerksam sein und vorsichtig daran vorbeifahren.)


    Etwas anderes wäre es natürlich, wenn das Pannenfahrzeug nicht auf dem Standstreifen, sondern auf der Fahrbahn 'parken' würde... Da würde ich die Rückwärtslicht auch für zu irritierend halten.


    Zitat

    Original geschrieben von polli
    bin ich der einzige dem aufgrund normaler Fahrzeugbeleuchtung das Warnblinklicht erst so spät auffällt das es, sofern das Fahrzeug auf meiner Spur stehen würde, fast schon zu spät wäre bis ich das Warnblinklicht erkenne?


    Nö, ich hatte auch schon öfters mal den Eindruck (besonders bei schlechtem / trüben Wetter), dass die Warnblinker nur recht funzelig schienen. Hat vermutlich auch was mit dem Autotyp und der Verschmutzung der Lampen zu tun?


    Was ich eine gute Idee finde, sind 2 Warndreiecke: Eines, was man auf die Straße stellt, und noch eines im Kofferraumdeckel. Bei einigen Autos braucht man nur den Kofferraum zu öffnen, und schon ist das Hindernis gut sichtbar. :)

  • Zitat

    Original geschrieben von Intruder
    Was soll man machen, wenn in der Straßenbahn/U-Bahn/S-Bahn eine Horde Asozialer pöbelt und demoliert?


    Auf keinen Fall einmischen und am Besten so tun, als wenn man eingepennt oder betrunken ist. Den Leuten nicht direkt in die Augen sehen und wenn sie Dich vollquatschen: immer mit "Sie" anreden. Auch wenn es bessere Kinder sind.


    Der Trick mit der Notbremse hilft meistens nicht, weil die idR überhaupt keine Vollbremsung wie im Film auslöst, sondern nur dem Fahrer ein Alarmsignal gibt ;)
    Wenn man Glück hat wartet im nächsten Bahnhof der Rest der Posse, dann war es das.....


    Und dem Vorschlag mit dem Handy würde ich nicht folgen. Wenn die Leute das mitkriegen, ist man ziemlich sicher der nächste. Und das kann ganz finster enden. Ich hab schon welche gesehen, die auf Frauen eintreten. So hart wie es klingen mag: das Leben ist kein Hollywoodfilm, wer sich einmischt muß mit bleibenden körperlichen Schäden oder dem Tod rechnen.


    Hier mal ein kleines Beispiel:
    http://www.berlin.de/polizei/p…g/archiv/96151/index.html

  • Zitat

    Der Trick mit der Notbremse hilft meistens nicht, weil die idR überhaupt keine Vollbremsung wie im Film auslöst, sondern nur dem Fahrer ein Alarmsignal gibt ;)

    Lies mal alle Beiträge genau. ;)


    Zitat

    Auf keinen Fall einmischen und am Besten so tun, als wenn man eingepennt oder betrunken ist. ...
    So hart wie es klingen mag: das Leben ist kein Hollywoodfilm, wer sich einmischt muß mit bleibenden körperlichen Schäden oder dem Tod rechnen.


    So pauschal halte ich das aber auch für eine sehr gefährliche Aussage. Wenn jeder so handelt... und man mal selber in solch eine Situation kommt... :rolleyes:
    Natürlich muss man immer abwägen, ob man sich selber gefährdet. Aber es gibt viele Situationen, die durch Zivilcourage eher besser als schlimmer werden.
    Dass man dabei entsprechende Verhaltensweisen beachten und nicht hirnlos den Helden spielen oder den Rambo raushängen lassen sollte, ist natürlich klar.
    Aber dass Frauen in der S-Bahn vergewaltigt werden, während die lieben Mitmenschentäter darum herum sich schlafend stellen, ist ja leider auch schon vorgekommen. :mad: :flop:


    Aussteigen, sich die Gesichter merken und Hilfe (an)rufen kann ja wohl jeder!



    EDIT: Habe bei Deinem Link Folgendes gefunden:


    Helfen Sie, ohne sich selbst oder andere zu gefährden. Jeder kann Hilfe leisten


    Wenn Sie in Gefahrensituationen helfen, ist es wichtig, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Dabei haben sich folgende Punkte als wirkungsvoll und sicher erwiesen:


    * Alarmieren Sie sofort die Polizei. Der Notruf ist kostenfrei.
    * Sprechen Sie andere Menschen direkt an: „Wir helfen jetzt gemeinsam“.
    * Verlassen Sie ggf. mit dem Opfer den Ort.
    * Bieten Sie dem Opfer „sichere Orte“ (den Platz neben Ihnen, Ihr Auto, Ihre Geschäftsräume usw.) an.
    * Schreien Sie laut, das verunsichert Täter und erregt Aufmerksamkeit.
    * Rufen Sie aus sicherer Entfernung laut in Richtung Täter: „Ich habe die Polizei gerufen“.
    * In öffentlichen Verkehrsmitteln: Ziehen Sie die Notbremse oder informieren Sie das Fahrpersonal.
    * Merken Sie sich das Aussehen des Täters.
    * Stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung.
    * Halten Sie flüchtende Täter nicht auf.
    * Greifen Sie den Täter nicht körperlich oder verbal an.
    * Halten Sie Abstand.


    Zur Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln


    Am sichersten sind Sie immer dort, wo Sie in der Nähe anderer Menschen sind. Daher ist es ratsam, besonders abends und nachts, einen U- oder S-Bahn-Waggon zu wählen, in dem sich bereits mehrere andere Personen befinden. Bei ansonsten leeren Zügen können Sie den ersten Waggon wählen, da Ihnen der Fahrer so am schnellsten zur Hilfe kommen kann. In Bussen ist der sicherste Platz in der Nähe des Fahrers. Scheuen Sie sich nicht, in einer riskanten Situation die Notbremse zu ziehen. Der Zug (U- und S-Bahn) hält dann im nächsten Bahnhof an und fährt erst weiter, wenn der Zugführer die Notbremse wieder sichert. In vielen Fällen schreckt dies die Täter ab.

  • Zitat

    Original geschrieben von Elke2002
    Natürlich muss man immer abwägen, ob man sich selber gefährdet.


    Und genau da liegt das Problem. Wie willst Du das einschätzen?
    Was machst Du, wenn der Typ nen Messer zieht oder eine HIV-kontaminierte Spritze? Willst Du dann in der Tagesschau für 30 Sekunden erscheinen und sagen: " Ja, ich würde es immer wieder so machen" und danach interessiert sich kein Mensch mehr für Dein Leiden....?


    Wenn es nur ein Täter ist mag es ja noch aussichtsreich sein, aber wenn es um die oben angesprochene Horde geht die Streit sucht, hast Du als Einzelner oder im Fahrgastkampfverband keine Chance. Da wirst Du auch keine 2-Mann-Streifenwagenbesatzung sehen, die eingreift. Auch die warten auf Unterstützung. Das heißt nicht, daß ich das gut finde, aber das Leben ist nun mal nicht gerecht und ich hab keine Lust, auf irgendeinem Bahnsteig zu verbluten, weil ich Held sein wollte...

  • Zitat

    Original geschrieben von Elke2002
    Zu was für Überreaktionen soll es denn kommen, wenn ich denke, auf dem Standstreifen fahre ein Fahrzeug rückwärts? (Ich würde besonders aufmerksam sein und vorsichtig daran vorbeifahren.)


    Naja, falls man denn erkennt, dass das rückwärtsfahrende Fahrzeug auf dem Standstreifen "fährt" - mag sein.


    Im Dunkeln kann man aber oft nicht direkt erkennen, wo genau sich ein Rücklicht befindet, ebenso Warnblinker und Rückfahrscheinwerfer.


    Ein Rückfahrscheinwerfer suggeriert halt ein rückwärts fahrendes Fahrzeug - das löst auf der Autobahn schnell Alarmgefühle aus. Im Gegensatz zu einem nur warnblinkenden Wagen muss man erheblich schneller und heftiger reagieren, da man


    - mit einem entgegenkommenden Fahrzeug mit unbekannter Geschwindigkeit rechnen muss
    - mit einem nicht zurechnungsfähigen Fahrer rechnen muss. Denn es ist aus gutem Grund verboten, auf der Autobahn rückwärts zu fahren, und scheinbar macht der Fahrer es trotzdem.


    So stellt das Pannenfahrzeug nicht mehr nur eine gefährliche Stelle dar, sondern wirkt unter Umständen bei vielleicht einem von hundert vorbeifahrenden Autofahrern als "Bedrohung".


    Ich kenne auch keine "seriöse/offizielle" Empfehlung dazu (i.G. zu Warnweste, richtigem Gebrauch des Warndreiecks etc.). Wohl aus gutem Grund.


    Gruß, Öle

    Mit Grüßen ...

  • Zitat

    Original geschrieben von StebuEx
    Und genau da liegt das Problem. Wie willst Du das einschätzen?

    Mit gesundem Menschenverstand + etwas Intuition? ;)


    Es gibt ja nicht nur schwarz + weiß. Lies Dir mal oben die Vorschläge der Polizei durch. Ich denke, die haben schon viel Erfahrung mit solchen Situationen.


    Zitat

    und ich hab keine Lust, auf irgendeinem Bahnsteig zu verbluten, weil ich Held sein wollte...

    Bitte, wer sagt denn das? - Nur Du allein! ;) Lies Dir die Postings doch mal möglichst objektiv durch (und nicht nur das, was Du sehen willst).
    Wie gesagt, es gibt ja viele verschiedene Möglichkeiten zu helfen, ohne selbst körperlich einzuschreiten.
    Aber generell zu sagen: Ich stelle mich auf jeden Fall schlafend und greife auf keinen Fall ein, halte ich für fahrlässig.



    Zitat

    Original geschrieben von rajenske
    Naja, falls man denn erkennt, dass das rückwärtsfahrende Fahrzeug auf dem Standstreifen "fährt" - mag sein.
    ...
    So stellt das Pannenfahrzeug nicht mehr nur eine gefährliche Stelle dar, sondern wirkt unter Umständen bei vielleicht einem von hundert vorbeifahrenden Autofahrern als "Bedrohung".


    Ok, das kann ich nachvollziehen.

  • Eine gute Faustregel die ich fürs Warndreieck nutze:


    Die Geschwindigkeit die auf der entsprechenden Stelle gefahren wird in Metern plus Reserve.... Das heisst das mein Warndreieck auf der Autobahn mindestens 100m, eher sogar 150m vor der abzusichernden Stelle steht.... Wenn Kurven oder Kuppen dabei sind nach Möglichkeit davor. Ausserdem das Warndreick eher Mittig auf den Standstreifen stellen und nicht in den Grünsteifen.


    Das Auto möglichst weit am Fahrbahnrand abstellen sollte logisch sein, genauso wie das Einschalten der Warnblinkanlage schon beim Ausrollen und nicht erst wenn die Fuhre steht.


    Ebenfalls das Warndreieck schon am Fahrzeug "zusammen bauen" und am ausgestreckten Arm dem Verkehr entgegen tragen.


    Ansonsten gilt wenn man nicht hinter die Leitplanke kann (warum auch immer) oder zum Beispiel vom Warndreieck zurück zum Fahrzeug geht: Möglichst immer in Richtung Verkehr schauen und nur im aller äussersten Notfall dem Verkehr den Rücken zu drehen. So kann man notfalls immer noch reagieren wenn der WorstCase eintritt.


    BTW: Die Leitpfosten stehen auf Autobahnen 50 Meter auseinander, nur als Anhaltspunkt.


    Gruß bungee1

    Das muss am Wetter liegen...

  • Warndreieck am Auto zusammenbauen und vor sich her tragen wird afaik auch so in der Fahrschule gelehrt.
    Mein Fahrlehrer gab uns dazu noch den Tipp, die Verpackung des Dreiecks auf den Fahrersitz zu legen, damit man nicht vergisst, es wieder mitzunehmen ;)


    In welcher Farbe sollte man die Warnweste wählen? Gelb, oder?


    Gruß,
    Alexander

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