und welche nationalitäten waren's denn nun ? Kann ja wohl nicht sein, daß im polizeibericht iirc bei drei der vier täter eine südländische herkunft vermutet wird und dann sind's plötzlich alle(s) blonde germanen ... Oder waren's etwa doch die üblichen verdächtigen, zur beruhigung und begeisterung der gutmenschen aber mit deutschem pass ?
U-Bahn-Schläger bekommen Bewährung
- brasax
- Geschlossen
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Ist das nicht eigentlich völlig egal? Verstehe nicht warum man seitenweise darüber diskutieren muss, welche Nationalität die vermutlichen Täter oder deren Eltern oder sonstwer hat? :confused:
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Ich auch nicht, aber de facto muss, wenn die Diskussion nun entgültig ein Ende haben soll, unterschieden werden zwischen Staatsangehörigkeit und Co.
Denn: Ohne Grund wird die Polizei das Aussehen nicht so beschrieben haben, wie sie es haben. Oder wird da jetzt der Polizei bzw. der Zeitung Rassismus unterstellt?
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Zitat
Original geschrieben von Jimmythebob
Ist das nicht eigentlich völlig egal? Verstehe nicht warum man seitenweise darüber diskutieren muss, welche Nationalität die vermutlichen Täter oder deren Eltern oder sonstwer hat? :confused:Ja und nein. Für die Opfer spielt das keine Rolle, bei der Grundthematik allerdings schon.
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Zitat
Original geschrieben von Jimmythebob
Daraus kannst du zum Beispiel folgende Aussage entnehmen:"Hinsichtlich der generalpräventiven Wirkung von Strafandrohung, Strafverhängung und Strafvollstreckung wird von Teilen der Politik in Deutschland die Erwartung geäußert, durch eine Verschärfung eine höhere Präventionswirkung erzielen zu können. Für die Richtigkeit dieser Erwartungen gibt es indes keinerlei empirisch gestützte Anhaltspunkte."
Problem ist hier, daß es gar keine empirisch gestützten Anhaltspunkte geben kann . Denn dann hätte man mal eben das StGB testweise verschärfen und die Entwicklung der Kriminalität auswerten müssen. Dies ist m. W. aber nicht passiert. Somit ist obige Aussage zwar nicht falsch, denn es gibt ja tatsächlich keine empirisch gestützten Anhaltspunkte. Aber daraus zu schließen, es gäbe bei Strafverschärfung generell keinerlei Präventionswirkung, ist zumindest mutig.
ZitatOriginal geschrieben von Jimmythebob
Für diese Aussage werden wiederum zahlreiche Quellen zu Studien und Publikationen angegeben. Wenn du anders lautende Studien kennst, können wir gerne darüber diskutieren. Ansonsten sehe ich die Aussage "Harte Strafen = weniger Straftaten" hiermit als widerlegt an.Dies bedeutet aber auch, daß mildere Strafen (oder gar keine??) nicht zu mehr Straftaten führten. Ist dies tatsächlich so? Ich wage es zu bezweifeln.
Natürlich ist es so, daß die Kriminalität von einer Vielzahl an Faktoren beeinflußt wird, u. a. dem Wohlstand. Aber daß harte Strafen - und hier insbesondere lange Haftstrafen - keinen Einfluß haben sollen, kann allein aus einem Grund nicht stimmen: durch Haftstrafen werden Täter wirkungsvoll an der Begehung weiterer Straftaten gehindert. Da ein beträchtlicher Teil der Straftaten Wiederholungstaten sind ("einmal Straftäter, immer Straftäter"), muß durch längere Inhaftierung die Anzahl der mit Haftstrafen belegten Straftaten sinken.
Wer wirklich wegen (gefährlicher) Körperverletzung einsitzt, hat in der Regel schon 5-10 Körperverletzungen hinter sich. Ich bin mir sicher: wenn hier eher und konsequenter verurteilt und inhaftiert wird, kann die Anzahl der KV-Delikte erheblich reduziert werden.
Bei Mord sieht es wieder etwas anders aus: dies sind meist Beziehungstaten (teilweise im Affekt begangen), die so oder so verübt werden. Hier sehe ich kaum Potential, durch harte Strafen das Delikt einzudämmen.
Gruß
HHFD
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Zitat
Zeugen entlasten mutmaßliche U-Bahn-Schläger
Nach dem Prügelangriff auf einen 26-Jährigen am Fürther Hauptbahnhof war das Entsetzen groß. Doch nun stellen Zeugen den Fall anders dar. Auch das Opfer ist von seiner Aussage abgerückt.
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Zitat
Original geschrieben von HHFD
Bei Mord sieht es wieder etwas anders aus: dies sind meist Beziehungstaten (teilweise im Affekt begangen), die so oder so verübt werden. Hier sehe ich kaum Potential, durch harte Strafen das Delikt einzudämmen.
Man sieht es ja in den USA (und anderen Ländern). Obwohl Taten mit der Todesstrafe belegt sind, werden diese Taten trotzdem verübt. -
Zitat
Original geschrieben von rainbow
.süddeutscheSuper, wenn's nach dem Mob im Internet gegangen wäre, wären die "Täter" bereits lebenslang weggesperrt oder noch schlimmer. Ekelhaft.
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Zitat
Original geschrieben von HHFD
Problem ist hier, daß es gar keine empirisch gestützten Anhaltspunkte geben kann . Denn dann hätte man mal eben das StGB testweise verschärfen und die Entwicklung der Kriminalität auswerten müssen. Dies ist m. W. aber nicht passiert. Somit ist obige Aussage zwar nicht falsch, denn es gibt ja tatsächlich keine empirisch gestützten Anhaltspunkte. Aber daraus zu schließen, es gäbe bei Strafverschärfung generell keinerlei Präventionswirkung, ist zumindest mutig.
Vielleicht gibt es diese empirischen Anhaltspunkte nicht aus Deutschland, aber aus anderen Ländern? (Soll keine Anspielung sein, ich weiß es selber nicht. Nur eine Idee.)ZitatOriginal geschrieben von HHFD
Aber daß harte Strafen - und hier insbesondere lange Haftstrafen - keinen Einfluß haben sollen, kann allein aus einem Grund nicht stimmen: durch Haftstrafen werden Täter wirkungsvoll an der Begehung weiterer Straftaten gehindert. Da ein beträchtlicher Teil der Straftaten Wiederholungstaten sind ("einmal Straftäter, immer Straftäter"), muß durch längere Inhaftierung die Anzahl der mit Haftstrafen belegten Straftaten sinken.Andersherum wird ein Schuh draus: Je länger die Haftstrafe, desto zerstörter die Existenz (natürlich nicht zwangsläufig). Kommt jemand nach einem Großteil seines Lebens im Gefängnis, im schlechtesten Falle ohne Geld und verlassen von Freunden und Bekannten zurück in die 'normale' Gesellschaft? Oder hat man dann 'nichts mehr zu verlieren'?
ZitatOriginal geschrieben von HHFD
Wer wirklich wegen (gefährlicher) Körperverletzung einsitzt, hat in der Regel schon 5-10 Körperverletzungen hinter sich. Ich bin mir sicher: wenn hier eher und konsequenter verurteilt und inhaftiert wird, kann die Anzahl der KV-Delikte erheblich reduziert werden.Das glaube ich nicht unbedingt.
Die eigentliche Schwelle, eine Gewalttat auszuüben liegt doch eher darin, wissentlich und absichtlich einen Menschen zu verletzen. Wenn jemand soweit ist, dann sind die Konsequenzen auch egal - sowohl für das Opfer als für den Täter selber. -
Zitat
Original geschrieben von tOmAtEl
Andersherum wird ein Schuh draus: Je länger die Haftstrafe, desto zerstörter die Existenz (natürlich nicht zwangsläufig). Kommt jemand nach einem Großteil seines Lebens im Gefängnis, im schlechtesten Falle ohne Geld und verlassen von Freunden und Bekannten zurück in die 'normale' Gesellschaft? Oder hat man dann 'nichts mehr zu verlieren'?
Soll dies bedeuten, Straftäter nur ganz kurz oder gar nicht zu inhaftieren, damit die Sozialisierung - falls überhaupt vorhanden - nicht verloren geht? Der Job, sofern man eine(n) hatte, ist nämlich auch nach nur einem Jahr Haft schon weg. Da ist es egal, ob man ein Jahr oder 5 Jahre sitzt. Die Freundin wartet meist auch nicht.
Mit meiner Aussage wollte ich eigentlich nur auf den Effekt hinweisen, daß ein in Haft sitzender Täter keine Straftaten begehen kann. Und deswegen bin ich - je nach Schwere der Taten - bei wiederholt gewalttätig Gewordenen für konsequente, lange Haftstrafen. Es gibt einfach Menschen, die ohne ersichtlichen Grund immer wieder andere Menschen verletzten. Und die müssen durch lange Haftstrafen vom Rest der Gesellschaft ferngehalten werden. Hier soll auch nicht die Strafe im Vordergrund stehen, sondern der Schutz der potentiellen Opfer.
Um es mal plakativ anhand eines aktuellen Beispiels darzustellen: Johnny K. würde wahrscheinlich noch leben, wenn Onur U. nach diversen Körperverletzungen und Nötigungen mal für 3 Jahre aus dem Verkehr gezogen worden wäre. Offenbar muß wirklich erst jemand sterben oder lebenslange gesundheitliche Einschränkungen erleiden, bevor Haftstrafen verhängt werden.
Hier sieht man auch, wie sinnvoll Antigewaltseminare sind: Onur. U. hat ein solches nur wenige Wochen vor der Tat absolvieren müssen. Wenigstens haben sie ihn nicht auf Steuerzahlerkosten in ein Südseeparadies geschickt. Dennoch: verschwendetes Steuergeld! Wenn wirklich ein bißchen Reden, ein paar PowerPoint-Foilen und ein erhobener Zeigefinger das Böse aus einem Menschen treiben können, dann könnte man die Welt ganz leicht in ein Paradies verwandeln.
ZitatOriginal geschrieben von HHFD
Wer wirklich wegen (gefährlicher) Körperverletzung einsitzt, hat in der Regel schon 5-10 Körperverletzungen hinter sich. Ich bin mir sicher: wenn hier eher und konsequenter verurteilt und inhaftiert wird, kann die Anzahl der KV-Delikte erheblich reduziert werden.Ja, aber es fällt eben schwerer, einen Menschen zu verletzen, wenn man in einer Zelle sitzt. Meine Aussage bezog sich auf einsitzende Intensiv- bzw. Wiederholungstäter, die ja keinen Schaden anrichten können.
Gruß
HHFD
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