ZitatMit einem Rennrad ist es fast immer unmöglich, auf einem Radweg zu fahren. Vergleichbar mit einem Supersportwagen auf einem Waldweg.
Wenn wir bei dem Vergleich bleiben wollen:
niemand zwingt mich, einen Supersportwagen zu fahren. Erst recht nicht, wenn mir dazu keine geeigneten Verkehrswege zur Verfügung stehen.
Ich bin hin und wieder auch Radfahrer, dann aber Mountainbike. Und wenn ein Fahrradweg vorhanden ist, nutze ich ihn. Ansonsten fahre ich auf der Straße, fahre aber äußerst rechts, halte den Arm raus, wenn ich abbiegen will und fahre äußerst defensiv. Besäße ich ein Rennrad und auf meinen Strecken befänden sich nur von pöblenden Jugendlichen verdreckte und von Schlaglöchern übersähte Radwege, würde ich das Rennrad entweder durch ein gängiges Rad ergänzen oder dort eben nicht mehr fahren.
Man könnte es auch mal so drehen: manche Strassen sind so schlecht, da würde ich als Autofahrer am liebsten auf dem Gehweg fahren. ![]()
Ich kenne genug Strecken, auf denen ich auch sehr gut die sehr guten Radwege kenne. Über den sind wir früher sogar mit dem Skateboard gefahren. Und dort fahren auch ganz normaler Radfahrer. Aber eben nicht die, die Lance Armstrong nacheifern.
Ich sage immer, daß diese Sporthelden von ihren Preisgeldern der Stadt das Geld zurückzahlen sollte, das diese extra für sie en masse ausgegeben hat.
Ich habe absolut nichts gegen Radfahrer im Allgemeinen. Ich halte solche Pauschalisierungen für blödsinnig. Aber leider fallen mir ausschließlich Kerle Mitte 40 im T- Mobile- pder sonstigen Sponsoren- und Teamtrikots so negativ auf (und nicht etwa Otto- Normal- Radfahrer), die sich ein superteures Zweirad gekauft haben und die nur deshalb nicht auf dem Radweg fahren, weil man sie da schlechter mit ihrem Trikot und ihrem teuren Rennrad nicht so gut sieht (und das meine ich nicht im verkehrssicherheitstechnischen Sinne!) und weil der gute Lance ja auch mitten auf der Straße durch Frankreich fährt. Und da diese Klientel gerne in Gruppen auftritt und nicht immer nur Windschatten fahren übt, haben sie in der Form auf der Straße noch weniger verloren, als ein einzelner Fahrer und als auf dem Radweg.
Wo ein Radweg ist, sollte er auch benutzt werden.
Wenn es eine Traktorspur gäbe, würde ein Traktor diese auch nutzen.
Radfahrer besitzen durch Radwege ein Privileg, das andere nicht haben. Von Fussgänger als die natürlichsten Fortbeweger mal abgesehen. Autofahrer müssen sich die Straße mit jedem und allem teilen, was auf selbiger fahren darf.
Wenn es das Glück gibt, daß man eine Verkehrsteilnehmergruppe aus diesem Chaos herausnehmen und ihnen einen eigenen Weg geben kann, dann sollten diese diesen auch nutzen und nicht aus Eitelkeit und falschem Stolz oder auch aus sportlichen Gründen auf der Straße fahren.
Für Sport sind unsere Straßen ohnehin weder geschaffen, noch geeignet.
Aber ich gebe Dir Recht: wenn der Radweg wirklich absolut unbefahrbar ist, habe ich absolut kein Problem damit, wenn sich ein Rad - was bei Nichtvorhandensein eines Radweges ohnehin so wäre - auf der Straße bewegt, unter Einhaltung der STVO.