ZitatOriginal geschrieben von iStephan
Das kann ja kein Argument gegen ihn sein zumal die Konservativen den Schmarren ja erst recht gefordert haben damals und jetzt unter dem Druck schrumpfender Bevölkerungszahl und Arbeitermangel ihrerseits umdenken und mühsam die menschliche Arbeitskraft neu wertschätzen lernen müssen. Siehe Kampagne / Studie der Frau v.d. Leyen gegen Vorurteile gg. H4-Empfänger, auch diese entwickeln sich in ihren Anschauungen weiter. Lernfähigkeit ist doch nichts negatives..
"Der Kopf ist rund damit das Denken die Richtung ändern kann". (Bert Brecht).
Darüber dass sich jemand positiv weiterentwickelt muss man doch froh sein, anstatt darüber zornig zu sein (oder hast du dich damit schon gemütlich eingerichtet dass die Welt böse ist und bleibt?)
Das ist eine Platitüde, die immer gerne hergenommen wird wenn jemand sein Fähnchen im Winde dreht - und mir war schon beim posten klar, dass sowas von irgendwem kommen würde.
Es war auch in der Schröder-Ära schon sonnenklar, dass die Agenda-Politik sich stark gegen klassisches SPD-Klientel auswirken würde. Eine Partei und Politiker, die ihre eigenen Wähler verraten, werden bei Wahlen zu Recht abgestraft. Steinbrück und die SPD insgesamt haben in den letzten Jahren nicht "dazugelernt" weil sich die Welt verändert hat und ein Umdenken nötig war, sondern sie vergessen ihre Wurzeln, ihre Position in der Parteienlandschaft und sie sind nicht in der Lage einfach nur die Interessen ihrer Wählerschaft zu vertreten.
Die SPD kam bei der Bundestagswahl 2009 auf blamable 23% der Wählerstimmen, ein Verlust von 11,2%, nachdem sie 2005 schon mal 4,3% eingebüsst hatte. Das ist die logische Folge des Verrats am Wähler.
In Zeiten, in denen der Wind den Menschen immer rauher ins Gesicht weht und der Armutsbericht der Bundesregierung die - gestrichenen - Passagen von einer gesellschaftlichen Ungleichverteilung enthält, müsste eine gemäßigte "linke" Partei normalerweise seit Jahren einen bombastischen Höhenflug erleben. Genau das Gegenteil ist aber der Fall - und zwar deshalb, weil Schröder, Clement, Steinbrück und andere Verräter keine Politik für das SPD-Klientel gemacht haben, sondern für FDP-Wähler und die Finanz- und sonstige Industrie.
Dass die CDU unter Merkel ebenso opportunistisch umkippt ist nicht weniger verwerflich. Auch da: dass die Atomenergie gefährlich ist erkannte man nicht erst nach Fukushima, sondern allerspätestens seit Tschernobyl 1986 ist jedem klar, mit welchen Gefahren man hier hantiert. Ich kann also auch hier kein Hinzulernen erkennen, sondern nur Opportunismus.
Die CDU kann sich das aber eher leisten weil deren Wähler eine unternehmensfreundliche Politik besser tolerieren... Dementsprechend regt es die auch weniger auf, dass die CDU die Agenda-Politik noch weiter treiben wollte.