Der allgemeine Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg-Thread

  • Zitat

    Original geschrieben von horstie
    ...
    Die Ignoranz, mit der die feststehende Täuschung beiseite gewischt wird, ist es wohl, die hier manchen fassungslos zurücklässt...


    Jedem sei eine Meinung gegönnt.
    Mich lässt mitlerweile eher die Art wie Guttenberg die Täuschung nur scheibchenweise eingeräumt ( immer nur so viel wie ihm zum jeweiligen Zeitpunkt nachgewiesen wurde) und gleich relativiert hat fassungslos zurück.
    Wenn die Zeit nicht für Familie, Karriere und Doktorarbeit parallel reicht muss jeder Normalsterbliche der nicht an seiner heimischen Uni einen Freifahrtschein durch seinen Familienstammbaum (und wie es mittlerweile aussieht auch Spenden) hat auf eins oder mehreres davon verzichten.
    Verteidigungsminister kann er meinetwegen bleiben, den Job hat er meiner Ansicht nach nicht so schlecht gemacht (und das ist sicher eh nicht sein Traumjob), in einem wichtigeren Amt als Verteidigungsminister möchte ich ihn aber möglichst nicht sehen.
    Da habe ich meine persönliche Meinung über ihn so weit revidiert dass es ihm eigentlich nur um den Schein geht, nicht um das Sein, er ist also im Prinzip ein adliger Schröder.

  • Re: Klar, wer Vorbild ist!


    Zitat

    Original geschrieben von Moskauinkasso
    Toll, wieder eine brillante Replik. Solche Sätze muss man eigentlich in Marmor hauen!


    Na klar, du bestimmst hier wer hier welche Antworten gibt. :D

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von mostwanted
    Meine persönliche Meinung:


    Ich glaube, er hat diese Arbeit schreiben lassen und ist selbst getäuscht worden.


    Genau das glaube ich nicht mehr. Ich denke, er hat sich seine DA selbst zusammengeklebt.


    1. Wer käme als Ghostwriter in Frage? Doch nur jemand, dem er wirklich vertrauen konnte. Entweder ein wirklich guter Freund oder jemand aus der Familie. Ein externer Mitwisser wäre für seine geplante Karriere ein viel zu großes Risiko gewesen. Bleibt die Frage, warum die DA so stümperhaft zusammengeklaut wurde. Ich glaube nicht, dass ihm aus seinem engsten Umfeld jemand ans Zeug flicken wollte.


    2. Anscheinend ist er in seinem früheren Schaffen auch bei anderen Gelegenheiten den Weg des geringsten Widerstandes gegangen und hat sich mit fremden Federn geschmückt.


    3. Aus seinen verschiedenen Erklärungen kann man nicht ableiten, dass er vorher von nichts wusste. Vielmehr waren das typische Reaktionen eines Ertappten. Erst alles abstreiten, dann nur das zugeben, was nachweisbar ist.

    "Wir leben in einer Zeit der Schnüffelei. Heutzutage bedroht man Menschen nicht mit einem Dolch, sondern mit einem Dossier." Vance Packard

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Danke für die Antwort, mostwanted. :) Dann wäre es vermutlich nicht mehr zu halten gewesen. Obwohl: Er ist ja jetzt auch noch im Amt, obwohl er das Parlament belogen hat, was eigentlich kaum zu fassen ist.


    mostwanted, aber ich meinte eigentlich noch etwas anderes: Wenn Guttenberg ein überführter, zigfacher Ladendieb wäre, würdest Du dann sagen: dieser Mann darf im Amt bleiben?



    Hier wird ein Verstoss gegen Urheberrecht - zu Recht - dramatisiert, aber offensichtlich sieht es in der Realität so aus: "Die Staatsanwaltschaft Berlin verweigert die Ermittlung von Tauschbörsen-Nutzern."
    Warum dann bei gedruckten Werken andere Massstäbe anlegen?


    Ein gutes Beispiel sind PC-Zeitschriften. Man gibt gerne Tips, wie Software zu kopieren ist und wie man an illegale Downloads kommt. Sobald diese Hefte aber selbst als PDF kopiert werden, ist das Geschrei groß.

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Was wäre wenn..., solche Fragen beantworte ich nicht.


    Ich sehe darin ein klare Aussage. Wenn Guttenberg jahrelang Ladendiebstahl begangen hätte, würde auch bernbayer das nicht tolerieren. :D

    "Wir leben in einer Zeit der Schnüffelei. Heutzutage bedroht man Menschen nicht mit einem Dolch, sondern mit einem Dossier." Vance Packard

  • So langsam mehren sich auch die kritischen Stimmen aus dem Unionslager, das wurde auch Zeit:


    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hat angesichts zunehmender Vorwürfe Zweifel am politischen Überleben Guttenbergs. „Ich weiß nicht, wie lange er das erträgt und aushalten kann. Ich hätte wahrscheinlich nicht die Kraft, das längere Zeit durchzuhalten“, sagte er dem „Tagesspiegel“. „Ich halte das
    Verhalten des Doktoranden zu Guttenberg weder für legitim noch für ehrenhaft.“


    http://www.faz.net/s/Rub1ED0C2…Tpl~Ecommon~Scontent.html


    Böhmer ist selbst Wissenschaftler (Medizinprofessor).

  • Die Gedanken sind frei .....


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Na klar, du bestimmst hier wer hier welche Antworten gibt. :D


    Nö!


    Aber ich kann doch vorschlagen, welche Ergüsse nur "in Stein" angemessen gewürdigt wären - allerdings auch dann nur, mit korrekter Quellenangabe ......


    Übrigens noch etwas, Deine hiesige Endlosschleife würde mir doch sehr fehlen!! ;)

    "Es ist schon alles gesagt worden, nur noch nicht von jedem." - Karl Valentin

  • Du müßtest dann aber sehr viel in Stein meißeln, weil ich nicht der einzige bin, der sich an dem Grundsatz hält, das es nicht klug ist auf hypothetische Fragen eine Antwort zu geben. Zu nennen wären da auch u.a. auch viele Politiker die solche Fragen grundsätzlich nicht beantworten.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard


  • Den entscheidenden Satz der Ausführungen von Böhmer hat die FAZ aber weggelassen. "Einen Grund für einen Rücktritt sehe er nicht."
    Auch das Weglassen sagt viel darüber aus wie seriös ein Medium in der Berichterstattung ist.
    Siehe hier: (Infobox)


    http://www.heute.de/ZDFheute/i…11/0,3672,8215787,00.html

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Die Frage ist doch nicht, ob er zurücktreten soll oder nicht. In jedem Unternehmen der freien Wirtschaft wäre solch ein Mitarbeiter gefeuert worden.

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