Junge Freiheit/ Braunes Käseblättchen

  • Das habe ich schon verstanden.


    Aber allein die (friedliche) öffentliche und lautstarke Entrüstung schafft der rechten Randgruppe schon ein Podium, das sie in meinen Augen nicht verdient hat.


    Mit negativen Schlagzeilen identifiziert man sich in der Regel noch. Selbst durch Staat wird man als gefährlich und "wichtig" angesehen. Ich befürchte halt, dass die Öffentlichkeit dadurch eher noch Öl ins Feuer gießt.


    Frankie

  • Ohne Aufklärung gehen sicher noch mehr Fische ins Netz. Auf der anderen Seite zieht es "auf der Kippe" stehende Individuen geradezu magisch an, wenn das Licht der Öffentlichkeit den Schmutz verführerisch funkeln lässt. Glorifiziert man das, was man zu bekämpfen glaubt?


    Es ist der stete Tropfen der den Stein höhlt, und man muss das komplette Umfeld bearbeiten - schliesslich wacht keiner auf, um spontan wirren Parolen zu folgen. Es ist ein langwieriger Prozess über Generationen hinweg, einen gesunden Boden zu schaffen, auf dem Normalität gedeihen kann. Wir sehen leider nur das Stück Weg, auf dem wir gerade gehen.


    Deshalb glaube ich, lautstarke Entrüstung in Verbindung mit Erklärung ist der richtige Weg.

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • Zitat

    Original geschrieben von rajenske
    Warum sollte man in einem Threadtitel nicht werten dürfen?


    Und wie Elke schon sagt, hier lobt keiner den Linksextremismus. Muss man inzwischen darauf achten, beim Schreiben gegen "rechts" auch nach "links" auszuteilen (ich bleibe zur Verdeutlichung mal bei diesen platten Begriffen)? :rolleyes:


    Und wenn eine Zeitung/Zeitschrift jemanden wie Alain de Benoist freundlich unkritisch interviewt, dann sagt das meiner Meinung nach schon einiges übles über diese Zeitung aus.



    Werten darf man natürlich, Diffamieren aber nicht. "Käseblättchen" z.B. war eine Wertung, denn man kann über die journalistische Qualität der JF natürlich durchaus geteilter Meinung sein. Bei "braun" liegt die Sache aber doch etwas anders. Wenn man in Deutschland jemanden als "braun" bezeichnet, auf den diese Bezeichnung von der Sache her nicht zutrifft, dann ist das eben schlichtweg diffamierend. Wer behauptet, die JF sei ein "braunes" Blatt, muß diese Behauptung belegen. Sie hat ein frei zugängliches Online-Archiv, da kann jeder, der möchte, auf die Suche gehen, ob sich redaktionelle Äußerungen finden lassen, die eine solche Aussage stützen. Und wenn er das nicht kann, dann sollte er derartige Behauptungen unterlassen.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Aber allein die (friedliche) öffentliche und lautstarke Entrüstung schafft der rechten Randgruppe schon ein Podium, das sie in meinen Augen nicht verdient hat.

    Im Prinzip ist Ignorieren bei vielen unliebsamen Zeitgenossen kein schlechter Ansatz. Aber was bei nervigen Nachbarn noch gut funktioniert, kann bei politischen Gruppen leider lebens-gefährlich werden, wie wir alle wissen.
    Daher ist der Grad zwischen "kein Podium bieten" und "schweigend Zustimmen" leider mehr als schmal. Und im Zweifelsfalle sind eben Zivilcourage + Aufklärung gefragt. Dazu lässt man sich ja nicht auf das Niveau der Gegner (egal ob rechts, links oder sonstwas) herab.


  • Klar, die UZ gibt es heute noch. Und zu DDR-Zeiten hätten die für ihre Partys gleich noch Lindenberg und Westerhagen dazu engagieren können. Schließlich wurde ihr Eigentümer - die DKP - z.B. im Wendejahr 1989 noch mit 76 Mio DM von der SED finanziert.

  • Zitat

    Original geschrieben von schmidt3
    Sie hat ein frei zugängliches Online-Archiv, da kann jeder, der möchte, auf die Suche gehen, ob sich redaktionelle Äußerungen finden lassen, die eine solche Aussage stützen. Und wenn er das nicht kann, dann sollte er derartige Behauptungen unterlassen.


    Wurde doch schon längst gemacht, siehe oben erwähntes Nazi-Interview. :rolleyes:


    Dass die JF rechts gesinntes Gedankengut verbreitet und bekennenden Nazis eine Plattform bietet, kann doch nicht ernsthaft streitig sein?! :confused:


    edit: Freud'scher Versprecher geändert.

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Wurde doch schon längst gemacht, siehe oben erwähntes Nazi-Interview. :rolleyes:


    Michel Friedmann hat vor einiger Zeit ein Interview mit Horst Mahler gemacht. Ist Friedmann jetzt also als Nazi geoutet? :gpaul:

  • Es gibt einen Unterschied zwischen "Plattform bieten" und kritischen Interviews eines Herrn Friedmann. Aber ich glaube du willst es gar nicht verstehen, kann das sein?

  • Zitat

    Original geschrieben von Jimmythebob
    Es gibt einen Unterschied zwischen "Plattform bieten" und kritischen Interviews eines Herrn Friedmann. Aber ich glaube du willst es gar nicht verstehen, kann das sein?


    Also ich glaube ja, daß Du vor dem heutigen Tag von dieser Zeitung, die übrigens JF heißt, noch nie etwas gehört geschweige denn etwas gelesen hast. Kann das sein?

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