Renovierung bei Hauskauf - Was will die Bank genau wissen?

  • Zitat

    Original geschrieben von ElChefe
    Beim derzeitigen Zinsniveau würde ich eher weniger als mehr EK investieren... Man bekommt durchaus 1,8 oder weniger für Vollfinanzierungen und 15 Jahre Zinsbindung.


    Damit Du das EK fast zinslos rumliegen läßt, und Geld verlierst?


    Eine selbstgenutzte Immobilie sollte immer mit so wenig Kredit wie möglich gekauft werden, auch weil Du Kreditzinsen nicht steuerlich geltend machen kannst.

  • Zitat

    Original geschrieben von ElChefe
    Beim derzeitigen Zinsniveau würde ich eher weniger als mehr EK investieren... Man bekommt durchaus 1,8 oder weniger für Vollfinanzierungen und 15 Jahre Zinsbindung.


    so ein Quatsch


    gerade ein Umbau mit diesem EK und nur einer vollen Stelle ist ein zu hohes Risiko

  • BTW:
    Mein Ziel hätte ich erreicht, wenn der Fragesteller sein Kauf+Sanierungsprojekt im Umfeld seiner individuellen Voraussetzungen von einem dafür ausgebildeten Berater (Bezahlung durch Beratungshonorar) prüfen lässt.


    Erster Ansprechpartner wäre die Hausbank. Ansonsten empfehle ich z.B. die Kollegen der quirin Bank, welche diese Dienstleistung anbieten.


    Diese Bestandsaufnahme der derzeitigen und vermutlichen zukünftigen finanziellen familiären Situation, und ein Rat hinsichtlich der Immobilie dauert mehrere Stunden Gespräch und kostet ca. 1000-2000€, was sehr gut angelegten Geld wäre.


    Abgesehen davon verschaffen Berater oft Zugang zu provisionsfreien Produkten wie z.B. Krediten. Es gibt nämlich bei Banken und Versicherungen oft 2 Vertriebsschienen: Einmal die über Verkäufer (Produktpreis enthält Verkaufsprovision) und einmal über Berater (Produktpreis enthält keine eingepreiste Provision).

  • Habe auch gut drei Jahre nach einer bezahlbaren und intakten Immobilie im Umkreis gesucht. Wir waren ziemlich schnell ernüchtert, da meiner Meinung die "guten" Häuser schon weg waren und aufgrund der hohen Nachfrage zur Zeit die Immobilien verkauft werden, die vor fünf Jahren nicht verkäuflich waren.


    Haben dann ein Haus schlüsselfertig bauen lassen (mit Eigenleistungen) und ich bin der Meinung, dass das immer noch die beste Lösung war und ist. KfW70 lässt sich bei 30 Jahren alten Häusern kaum bzw. mit extremen Kostenaufwand erreichen. Beim neuen quasi fast schon standardmäßig und du hast die nächsten Jahre deine Ruhe. Du brauchst keine neue Heizung, kein neues Dach oder neue Fenster.


    Böse Überraschungen sind bei der Renovierung eines 30 Jahre alten Hauses vorprogrammiert. Da ist hier mal eine Wand feucht, das neue Bad lässt sich doch nicht so problemlos verbauen... Dann muss nachfinanziert werden...


    Wir sind mit unserer neuen Doppelhaushälfte sehr zufrieden und sind froh nicht auf einer Dauerbaustelle zu leben.

  • Ich verstehe immer noch nicht, warum in meinem Beispiel ein Hausbau mit einer 110% Finanzierung zweier gut verdienender Beamter, die verheiratet sind, Lebensversicherungen/Unfallversicherungen abgeschlossen haben und 1.81% Zinsen auf 25 Jahre zahlen, und dazu noch kostenlos juristisch beraten werden können, ein Risiko darstellt bzw. darstellen soll.


    ;) Ich mache mir da echt keine Sorgen. Gar keine.


    Wenn ich alleine die Miete gegen rechnen muss, die die beiden noch zu bezahlen hätten, ausgehend vom aktuellen Stand, müsste ich rund 75% des Hauswertes abziehen.


    @al:


    Was soll an §489 BGB ff. den schlecht für den Kreditnehmer sein, der pünktlich zahlen will und kann?

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Damit Du das EK fast zinslos rumliegen läßt, und Geld verlierst?


    Eine selbstgenutzte Immobilie sollte immer mit so wenig Kredit wie möglich gekauft werden, auch weil Du Kreditzinsen nicht steuerlich geltend machen kannst.


    Wenn Du es nicht schaffst dein Geld zu mehr als 1,8% pa anzulegen, dann kann ich Dir auch nicht helfen.

  • Zitat

    Original geschrieben von derAL


    Nach 15 Jahren Zinsbindung gelten neue Konditionen.


    Prinzipiell alles richtig. Klar können die Zinsen auf 7% steigen, sie können aber auch noch 20 Jahre auf unter 2% sein.


    Davon abgesehen: Wie hoch ist wohl die Restschuld nach 15 Jahren bei 3 Prozent Tilgung p.a. und Ausschöpfung der jährlichen Sondertilgung in Höhe von 5%?

  • Re: Re: Re: Re: Re: Re: Renovierung bei Hauskauf - Was will die Bank genau wissen?


    Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Das hört sich alles nach einem ausfallgefährdeten Kredit an, sorry. Erst recht dann, wenn ein Gehalt ausfällt (arbeitslos/Kind bekommen).


    Zum letzten mal mein dringender Rat: Lass es bleiben. Miete am besten einfach eine schöne und exakt passende Wohnung. Oder kaufe ein neues oder ein ein paar Jahre altes Haus, auch wenn dann zwar der Kredit immer noch ausfallgefährdet ist, aber wenigstens keine Überraschungen bei den Kosten mehr kommen.


    Ich bin jetzt hier raus.


    Denke ich in dem Fall auch


  • (1) Weil es eben auch die individuelle Situation und den finanziellen Background ankommt.


    Und der Anfragende damit schon mal nicht zu vergleichen ist.


    Aber auch hier kann es noch andere belastende Sondersituationen geben (trotz Lebensversicherung und Unfallversicherung): Du sagt, Deine Eltern. Wie alt sind Sie, wenn ich mal unterstelle, dass der Sohn 1969 geboren ist? Stell Dir mal vor, beide kommen in die Situation Pflegefall, Pflegestufe II oder III und werden noch 15-20 Jahre gepflegt. Ein guter Heimplatz kostet pro Person im Monat 3.500-5.000 Euro. Wie sieht es dann aus? Stemmt das das Vermögen? Die Kinder? Ist nur ein Beispiel. Die Frage ist ja auch, wie schnell sie tilgen und ob sie früher als 25 Jahre eine Sonderkündigung ausüben. Man kann das nicht über einen Kamm scheren. Dazu kenne ich die Details nicht.


    Aber in Anlehnung an die Basisinformationen des Anfragenden wäre eine solche Finanzierungsgestaltung fatal.


    (2) Schlecht nicht (Frage der Perspektive). Aber an der Stelle solltest Du Dir die Frage stellen, wie die Bank diese Option in den Konditionen eingepreist hat. Aus Sicht der Bank ist das ja gar nicht so einfach. Denn für die Bank ist es -wenn es gut läuft- ein 10-Jahreskredit, der gut refinanziert ist. Aber wenn es 25 Jahre durchläuft und die Zinsen in den nächsten Jahren steigen, dann ist es für die Bank vermutlich ein Problem. Da keiner aktuell 25 Jahre Refinanzierungsmittel (z. B. Kundeneinlagen, wer hat in der letzten Zeit eine Sparanlage mit dieser Laufzeit getätigt?) zur Verfügung stellt. Der Kredit ist also mit kurzfristigen Mittel refinanziert, mit Annahmen verbunden, dass kurzfristige Refinanzierungen erhalten bleiben. Da ist also eine laufzeitinkongruente Finanzierungsstruktur. Machen Banken ja normalerweise so. Allerdings haben wir kein normales Zinsniveau. Steigen die Zinsen für die Refinanzierung, bedeutet das für die Bank dann was, wenn der Ertrag aus der Finanzierung Deiner Eltern konstant bleibt? Kannst Du Dir wohl denken.

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