mobiles Internet in Deutschland am teuersten

  • Zitat

    Gerade Vodafone ohne LTE ist ja nun völliger Quark, die haben wohl das weitflächigste UMTS Netz von allen dreien.

    Kenne ich auch so, wenn einer kein UMTS hat, ist es bei mir noch am ehesten die Telekom. Dafür ist Vodafone LTE oft sehr dünn, man muss sich nur mal die Netzkarte anschauen, auf "drinnen" schalten und sich
    ansehen in wie vielen Kleinstädten und auch Großstadt-Zentren Vodafone eigentlich nur mit 3G versorgt, dafür ist die LTE-Performance bei Vodafone, wenn mindestens 20 MHz verfügbar sind, oft sehr, sehr gut. Aber in Anjas Region ist das ja offenbar anders.

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Also mit Stand vor der E-Plus Abschaltung (aktuell ist es noch etwas schlechter, aber das ist hoffentlich nur ein Uebergangszustand) wuerde ich sagen sieht es bei einem "Drive- and Gotest" oft so aus:


    T-Mobile ohne LTE: ~60% UMTS, ~25% GSM, ~15% Netzsuche; -> ~60% 3G Coverage
    Vodafone ohne LTE: ~20% UMTS, ~70% GSM, ~10% Netzsuche; -> ~20% 3G Coverage
    o2 ohne LTE: ~20% UMTS, ~65% GSM, ~5% Netzsuche; -> ~20% 3G Coverage


    Da müssen die ganzen User der BILD-Speedtest App aber ganz schön komische Netze haben.
    Man beachte UMTS-Abdeckung gemittelt:


    Vodafone -> 68% (Land) + 89% (Stadt) = 78,5%
    Telefonica -> 61% (Land) + 88% (Stadt) = 74,5%
    T-Mobile -> 55% (Land) + 77% (Stadt) = 66%


    http://www.computerbild.de/fot…se-Detail-17003971.html#6


    Also heißt das auf gut Deutsch: Anja wohnt in einer sehr speziellen Ecke Deutschlands wie es scheint ;)
    Wir reden aber doch hier außerdem von den Preisen von Mobilfunk in Deutschland oder?

    Smartphone: Xiaomi 14T Pro 512GB
    Mobilfunk: ja!mobil SmartPlus 5G (60GB) für 13,99€/28 Tage
    Festnetz: Vodafone GigaCable Max 1000 @FB6591

  • meister-matze:
    Ich habe mich beim ersten Durchlesen der Grafik auch etwas gewundert. Aber sie bezieht sich ja auf mobiles Breitband in postpaid Verträgen. Also die typischen Tablet- oder Modem-Abos.


    Jetzt nehmen wir mal Norwegen und vergleichen grob. Telenor ist dort die Telekom. Der alte Staat-Telko mit dem besten Netz (Telia ist auch gut), meisten Kunden und höchsten Preisen. Es ist also ganz legitim die Telenor neben die Telekom zu stellen, bei allen Unterschieden. Die "Marktführer" zu vergleichen gibt meist einen Anhaltspunkt über die Preislage im Land, wenn auch durchschnittlich dann etwas weniger bezahlt wird.


    Dann schauen wir uns die postpaid Datenverträge von den beiden mal näher an:
    Telenor Mobilt Bredbånd im Abonnement entspricht grob dem Data Comfort Tarif der Telekom.
    Die Monatspakete sind (jeweils aufgerundet):
    Telenor: 5GB:200NOK, 10GB:300NOK, 40GB:500NOK, 100GB:700NOK, 200GB:900NOK
    Telekom: 1GB:15€, 2GB:20€, 3GB:30€, 20GB:80€


    Was fällt jetzt dabei auf?
    Die deutschen Pakete sind viel kleiner. Ein Muster, dass sich praktisch zu allen OECD-Ländern finden lässt. Wir haben inzwischen hier die kleinsten Datenpakete. Selbst in Afrika gibts größere. Pro GB gerechnet sieht es so aus:
    Telenor geht von 40NOK runter auf 4,50NOK d.h. von 4,50€ auf 0,50€ pro GB.
    Telekom geht von 15€ auf 4€ pro GB.


    Und hier kommst du dann etwa zu dem Ergebnissen der Tabelle. Natürlich sind jetzt viele Besonderheiten nicht mit drin, wie Promotions, Anschlusspreise, Zusatzleistungen etc. Aber wenn ich bei der Tabelle der Statistiker die Stichprobe mache, kann ich es meist nachvollziehen, dass man so rechnen kann.
    Bei Prepaid, Combo-Tarifen, DSL-Internet usw. kann es natürlich wieder ganz anders aussehen, genauso bei den Resellern und Konkurrenten. Deine Beispiele ice.net (Norwegen, mit LTE) und congstar (Deutschland, ohne LTE) sind so ziemlich gleich teuer in den Allnet-Flats mit Daten für Handys, aber eben wegen LTE schwer vergleichbar.


    Deutschland schneidet auch so schlecht ab, weil die Größe oder eher die Kleine der Pakete den pro-GB-Preis in die Höhe treibt. Da aber der Preis so hoch ist, bleiben die Pakete oft so klein und der Verbrauch so niedrig im Vergleich. Das bedingt sich ja wechselseitig.

  • Zitat

    Original geschrieben von StevenWort
    http://www.computerbild.de/fot…se-Detail-17003971.html#6


    Also heißt das auf gut Deutsch: Anja wohnt in einer sehr speziellen Ecke Deutschlands wie es scheint ;)
    Wir reden aber doch hier außerdem von den Preisen von Mobilfunk in Deutschland oder?

    Eigentlich bestaetigt der Link meine Erfahrungen doch ganz gut:



    Rot (GSM) ist da die dominateste Farbe, Gelb (UMTS) ist schon viel weniger und Gruen (LTE) ist richtig rar. :(

  • Na vielleicht trefft ihr Euch mal und diskutiert das aus. Ihr redet über 2 verschiedene Abdeckungen. Die eine pro Fläche, der andere pro User d.h. pro Einwohner. Die Flächenabdeckung von 3G/4G ist natürlich wesentlich niedriger als die Einwohner- oder Nutzerabdeckung, denn die Bevölkerung verteilt sich ja nicht gleich im Land. So kommt die Telekom auch auf 98% für ihr LTE. Nebenbei: ich suche schon lange eine "Umrechnungstabelle" für die beiden Abdeckungen für Deutschland. 98% wohnen auf ??% der Fläche. Die Industrie operiert ja immer mit der Bevölkerungsabdeckung. Was heißt das aber auf die Fläche bezogen?


    Aber eigentlich war ja die Frage, warum zahlen wir mehr für mobiles Internet als andere bei (je nach Meinung) mehr oder wenig schlechteren Netzen? Ist das so? Woran liegt das? Was hat das für Folgen? Was können wir dagegen tun? Dabei ist es ja zunächst sekundär, ob unsere Netze mehr oder weniger auf dem Level der anderen OECD-Länder sind.

  • Jetzt wo die Unsicherheiten (für die Mobilfunker) bzgl. Roaming ausgeräumt wurden besteht die Chance dass die Volumen in den Tarifen steigen. Bei Prepaid gibt es mittlerweile eine Bewegung zu mehr Volumen.


    Bei deutschen Mobilfunkverträgen ist nicht nur die Nutzung im Inland teuer, sondern insbesondere die Nutzung außerhalb der EU.


    In den USA bietet die Mobilfunker z.T. weitere Roaming ohne Aufpreis. ( allerdings z.T. gedrosselt) Selbst wenn es auf 128kBit gedrosselt ist wäre diese im Urlaub genial.

  • Ähm. Waren diese "Unsicherheiten" bezüglich EU-Roaming in Österreich oder Polen, wo Inlandsdaten billiger und EU-Roaming teurer als bei uns verkauft werden dann nicht höher? Wieso soll das denn nur uns in der EU betroffen haben und deswegen gerade bei uns zu kleinen, teuren Inlandspaketen geführt haben? Die Hälfte der Länder in der Grafik betraf das doch auch und vielleicht wegen niedrigeren Inlandspreisen (die sie bald auch nur für EU-Roaming berechnen dürfen) dort sogar viel mehr.

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Rot (GSM) ist da die dominateste Farbe, Gelb (UMTS) ist schon viel weniger und Gruen (LTE) ist richtig rar. :(


    Du hast dir jetzt allerdings nur o2 angeschaut, und nicht E+.
    Diese werden in dieser Karte noch getrennt dargestellt ;)

    Smartphone: Xiaomi 14T Pro 512GB
    Mobilfunk: ja!mobil SmartPlus 5G (60GB) für 13,99€/28 Tage
    Festnetz: Vodafone GigaCable Max 1000 @FB6591

  • Ich finde man müsste bei dem Vergleich auch ganzheitlich die Aufwandskosten für die Zuteilung der Lizenzen noch berücksichtigen. Erst dann hat man einen nachhaltigeren Vergleich. Ich denke nicht, dass in allen 28 Ländern der gleiche Milliardenbetrag fällig war. Und die Kosten schlagen sich selbstverständlich auch auf die Tarifgestaltung durch.

    Hardware: Samsung S20 Ultra 5G, Samsung Tab S6 LTE
    Tarif: Telekom Magenta Mobil XL Premium und o2 Free S

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