Sperrungen für Diesel PKW - Fahrverbote in den Städten. Stuttgart nur ein Anfang?

  • Zitat

    Original geschrieben von Action Andy
    Wenn aber die Verbrennerindustrie ewig weiter gepampert wird, wird das auch noch lange so bleiben. Und in der Innenstadt braucht niemand mehr als einen Renault Twizy oder Toyota i-road. Die werden nur leider nicht wirklich engagiert angeboten. Vermutlich, weil sie das bestehende Angebot der Verbrenner stark kanibalisieren würden.


    Das Tempo auf den Autobahnen wird durch den Umstieg auf Elektro einfach sinken. Die bisherigen Erfahrungen von Elektroautobesitzern deuten auf eine Geschwindigkeit zwischen 100 und 130 hin.

    In den Grossstaedten ist der ÖPNV eigentlich gut ausgebaut, da braucht man die meiste Zeit eigentlich garkein Auto, sondern kann die meisten Strecken mit dem ÖPNV fahren, oder zur Not kann man sich dann auch nachts auch ein Taxi leisten.


    Wer nur ein im Ballungsraum ein paar Kilometer auf den ueberlasteten Stadtautobahnen faehrt, den reichen natuerlich die 100-130 km/h weil diese Stadtautobahnen wegen der Auslastung wohl eh nicht mehr hergeben. Aber das sind dann eigentlich Strecken die man auch gut mit der S-Bahn fahren koennte.


    Aber wenn man weitere Strecken faehrt auf Autobahnen die nicht so stark ausgelastet sind, dann sind 140-170 km/h, und vielleicht auch kurz mal 180-200 km/h, schon eine schoene Geschwindigkeit - darauf moechte ich nicht verzichten


    Zitat

    Original geschrieben von Action Andy
    Meine Freundin besitzt zum Beispiel noch mitten in den Innenstadt und unsinnger Weise ein Auto. Allein der Stellplatz kostet 80€ im Monat. Wirklich benötigt wird das Auto nur etwa alle zwei Monate. Carsharing Taxi und Mietwagen würden sich jetzt schon rechnen. Für alle Fahrten in den letzten 12 Monaten hätte es auch ein Elektrofahrzeug getan. Es ist höchste Eisenbahn umzudenken.


    Edit: Der normalsterbliche Großstadtbewohner in Innenstadtlage, sollte 0 Autos besitzen. Er braucht einfach keines. Höchstens so ein Elektrorollstuhl wie der Twizy wäre angemessen um bei Regen mit maximalem Komfort Brötchen holen zu können.

    Wenn das Auto nur alle zwei Monate genutzt wird, dann lohnt es sich definitiv nicht, sondern da sind dann Carsharing oder Mietwagen wirklich deutlich guenstiger.


    Aber denke nicht das es den typischen Großstadtbewohner gibt. Sondern viele Leute wohnen zwar schon seit Jahren in der Grossstadt, haben aber durchaus noch Beziehungen in ihre Heimat, und fahren dann schon am Wochenende oft hin. Oder wenn sie Kinder haben und groessere Einkaeufe machen muessen ist das auch mit dem eigenen Auto einfacher als mit dem ÖPNV. Oder nachts wenn nicht mehr viel ÖPNV fährt. So kommen auch Großstadtbewohner oft auf 3-4 Nutzungstage und 250-400km pro Woche. Und da lohnt sich dann das eigene Auto schon.

  • Als ich noch in Münchgen gewohnt hab, außerhalb des mittleren Rings, hätte ich gut ohne Auto auskommen können.
    Viel mehr war die Lust da wenn ich "mal" außerhalb der Stadt ein Auto bräuchte mir für das gesparte Geld einfach ein schickes Auto auszuleihen.


    Bin dann allerdings noch bevor mein Auto-Vertrag auslief aus München weg gezogen - sonst hätte ich das 2007, als es noch kein Car2go und kein Drive Now gab, aufs Auto verzichtet.
    Eventuell noch nen Motoroller gekauft aber eigentlich auch nur um ieinmal in der Woche n meinen bevorzugten Supermarkt zu fahren und die Einkäufe bequem nach Hause zu bringen.


    Ich komme eigentlich aus ner Gegend in der man aufs Auto angewiesen ist und jeder eins hat => eine solche Entscheidung wäre komplett gegen meine Gewohnheit gewesen aber der ÖPNV in München war auch damals schon ausreichend gut.

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Zitat

    Original geschrieben von Action Andy
    In den ganzen Großstädten besitzen doch schon bei weitem nicht mehr alle ein Auto. Und sollte eine Citymaut eingeführt werden oder das nahezu kostenlose Anwohnerparken wegfallen, so werden auch die ganzen Wochenendkarren deutlich weniger werden.


    Meine Freundin besitzt zum Beispiel noch mitten in den Innenstadt und unsinnger Weise ein Auto. Allein der Stellplatz kostet 80€ im Monat. Wirklich benötigt wird das Auto nur etwa alle zwei Monate. Carsharing Taxi und Mietwagen würden sich jetzt schon rechnen. Für alle Fahrten in den letzten 12 Monaten hätte es auch ein Elektrofahrzeug getan. Es ist höchste Eisenbahn umzudenken.


    Edit: Der normalsterbliche Großstadtbewohner in Innenstadtlage, sollte 0 Autos besitzen. Er braucht einfach keines. Höchstens so ein Elektrorollstuhl wie der Twizy wäre angemessen um bei Regen mit maximalem Komfort Brötchen holen zu können.


    Wie kommst du darauf dass er keins braucht?
    Es braucht auch keinen ÖPNV da ich ihn nicht nutze!?
    Ich habe Ansprüche an mein Leben, dazu gehört ein gewisser Komfort und Freiheit die ich mir nicht nehmen lasse. Ich mag es nicht im Sommer neben Stinkbeuteln in der Bahn zu sitzen, ich will auch ganz gemütlich meine Musik hören wie es mir passt, ich will nicht wegen Totschlags in den Knast weil irgendwelche halbstarken Vollpfosten meinten mich an einer Haltestelle blöd anquatschen zu müssen. Wer Landluft will, soll genau dort hinziehen wo es diese gibt. Nämlich aufs Land. Eine Stadt hat gewisse Vorteile, aber eben auch Nachteile. Love it or leave it

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    In den Grossstaedten ist der ÖPNV eigentlich gut ausgebaut, da braucht man die meiste Zeit eigentlich garkein Auto, sondern kann die meisten Strecken mit dem ÖPNV fahren, oder zur Not kann man sich dann auch nachts auch ein Taxi leisten.


    Mit dem ÖPNV ist das nicht so einfach.


    Ich habe ihn schon schätzen gelernt und wenn man eine durchgehende Bahnstrecke hat, dann kommt man auch gut durch die Stadt. Auch während der Rush Hour ist der ÖPNV häufig im Vorteil.


    Das Gegenbeispiel ist, dass man unter ungünstigen Verhältnissen mit dem ÖPNV schneller durch die ganze Stadt ist, als evtl. ein paar KM in der Umgebung.
    Bei mir gibt es auch Strecken, wo ich mit dem Auto ca. 20 min brauche und der ÖPNV 1:15 Std. braucht.
    Die doppelte bis 3 fache Zeit beim ÖPNV ist keine Seltenheit.


    VG

  • Genau diese Situationen kenne ich auch von anderen ÖPNV in anderen Städten.


    Ist das Aussperren von Dieselfahrzeugen, die nicht die richtigen Umweltplaketten haben nicht etwas zu kurz gedacht?
    Denn so müsste man diesen einfach nur die passenden Plaketten verpassen, und schon ginge es genauso weiter wie bisher.


    Und selbst wenn andererseits nun weniger Dieselfahrzeuge mehr durch Stuttgart rollen sollten, die Stickoxide werden sich wohl kaum an die von Menschen erschaffene Grenze halten. :)

    Zurück in die Zukunft - Vom NOKIA 808 Pureview übers iPhone X zum 15 Pro MAX :):thumbup:

  • Da sich meine Eltern für den neuen Fiesta interessieren, habe ich mir mal die gerade erschienenen Prospekte angeschaut. Interessant ist, dass man den neuen Fiesta nur ohne Ecoboost (Direkteinspritzer) mit Anhängevorrichtung erhält. Ich vermute mal ganz stark, dass dies mit dem vermutlich verbauten Partikelfilter zusammenhängt.
    Wenn es Ford nun nicht schafft bei einem neuen Modell für beides Platz zu finden, bin ich nicht sehr zuversichtlich was die Nachrüstung von alten Direkteinspritzern angeht.

  • Dieses Fanboytum hinsichtlich Elektroautos zum jetzigen Stand der Technik ist in meinen Augen vollkommen unverständlich. Teuer, unwirtschaftlich, langfristig vom Wertverlust her nicht einschätzbar und vollkommen am Markt vorbei entwickelt. Wer sagt außerdem, dass man in der Stadt kein Auto braucht? Achtung, Ironie: Seid ihr alle nur besserverdienende Singles ohne Kinder oder "grüne Spinner"? Sollte sich einer hier den Schuh anziehen, so wird er passen.


    Schon mal als Familie mit 3 Kindern Bus und Bahn gefahren? Zu unterschiedlichen Zeiten haben die Kinder Schulschluss, dann Fahrten zu AGs, Kindergarten, 3 x die Woche zum Sport. Ich fahre an einem typischen Mittwoch für 3 Kinder insgesamt 12 Strecken in einem Aktionsradius von 5 Kilometern in der Zeit von 7:30 - 18:30 h. Viel Spaß mit der unnützen Vergeudung von Lebenszeit an der Haltestelle. Dazu kommt, dass die Kinder in der Grundschulzeit noch kein Schülerticket haben, also immer schön löhnen oder wie?


    Für einen Single, der in einer Stadtwohnung wohnt, kann das mit Car-Sharing oder dem ÖPNV klappen. Ansonsten ist die Elektrotechnik eher was für Weltverbesserer und grüne Spinner.


    An einem Chrysler Voyager, Opel Zafira oder Seat Alhambra geht einfach kein Weg vorbei, wenn man Familie hat. Am besten mit einem großen Diesel, damit man den auch wirtschaftlich bewegen kann. Mit Elektorantrieb und Benziner ist so ein Auto nicht praxistauglich und unwirtschaftlich, ganz zu schweigen von der Nichtverfügbarkeit eines E-Autos in dieser Klasse. Mal ehrlich, wenn ich lese, dass Audi für den A3 E-Tron 55.000 Euro aufruft, da kann doch nur jemand so eine Karre kaufen, der als Kind ein paar mal zu oft mit dem Bobbycar ohne Helm vor die Hofmauer gefahren ist!

    Neulich im Baumarkt: "Guten Tag, ich brauche eine Laubsäge." "In der Gartenabteilung..."

  • Zitat

    Original geschrieben von herold
    Schon mal als Familie mit 3 Kindern Bus und Bahn gefahren? Zu unterschiedlichen Zeiten haben die Kinder Schulschluss, dann Fahrten zu AGs, Kindergarten, 3 x die Woche zum Sport. Ich fahre an einem typischen Mittwoch für 3 Kinder insgesamt 12 Strecken in einem Aktionsradius von 5 Kilometern in der Zeit von 7:30 - 18:30 h. Viel Spaß mit der unnützen Vergeudung von Lebenszeit an der Haltestelle. Dazu kommt, dass die Kinder in der Grundschulzeit noch kein Schülerticket haben, also immer schön löhnen oder wie?

    Gerade Familien würden aber stark vom ÖPNV profitieren, weil dann zumindest grössere Kinder so ab 10-12 weitestgehend selbstständig mobil sind, und keinen "Fahrservice" brauchen.


    Selber fahren kommt ja erst ab so 16 bzw. mit dem Auto ab 18 in Frage.


    Zitat

    Original geschrieben von herold
    An einem Chrysler Voyager, Opel Zafira oder Seat Alhambra geht einfach kein Weg vorbei, wenn man Familie hat.

    Kommt drauf an wieviele Kinder man hat.


    Denke 1 Kind bekommt man auch in ein Beetle Cabrio oder einen Cascada, in einen Golf oder Astra zumindest 2 Kinder.

  • Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Denke 1 Kind bekommt man auch in ein Beetle Cabrio oder einen Cascada, in einen Golf oder Astra zumindest 2 Kinder.


    Du hast keine Kinder, oder? :eek:

  • Zitat

    Original geschrieben von herold
    Schon mal als Familie mit 3 Kindern Bus und Bahn gefahren? Zu unterschiedlichen Zeiten haben die Kinder Schulschluss, dann Fahrten zu AGs, Kindergarten, 3 x die Woche zum Sport. Ich fahre an einem typischen Mittwoch für 3 Kinder insgesamt 12 Strecken in einem Aktionsradius von 5 Kilometern in der Zeit von 7:30 - 18:30 h.


    Klingt für mich aber auch ein bisschen wie bei "Desperate Housewives" ;) Schulkinder sollten regelmäßig auch dazu in der Lage sein, selbständig den Weg zur Schule oder dem Sportplatz zu finden. Mittlerweile scheint es aber Mode zu sein, die Kinder selbst kürzeste Strecken mit dem Auto zu fahren. Das kann ich seit ein paar Jahren gut vor einer Schule in der Nähe beobachten, vor der sich morgens in einer Sackgasse (!) zig Autos überfürsorglicher Eltern stauen - und alleine für das Rangieren eine halbe Ewigkeit brauchen.

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