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  • Warst du schon mal im Wuppertal?

    Es liegt im bergischen Land.

    Zitat

    Wuppertal ist eine ungewöhnliche Stadt mit vielen Höhenunterschieden. Für heutige Elektrobusse, die rein mit Batterien betrieben werden, eine unüberwindbare Herausforderung.

    https://www.cleanthinking.de/h…offzellen-busse-van-hool/


    nach Förderung. Toll.

    Bei Akku betriebenen Fahrzeugen gibt es ja keine :D

    Einmal editiert, zuletzt von HavilandTuf () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von HavilandTuf mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Ich kenne das bergische Land und Wuppertal/Remscheid ganz gut. Das Problem sind nicht die Hügel, sondern das Wetter! 8)


    Mag ja sein, dass für den Spezialfall gerade mal kein Stadtbus von der Stange verfügbar ist, dessen fürs Flachland ausgelegter Antrieb den Aufstieg schafft. Und wo's hoch geht, geht's auch wieder runter! "unüberwindbare Herausforderung" ist da aber eher eine engstirnige, deutsche Betrachtungsweise.


    Freunde sind gerade problemlos elektrisch übers Stilfser Joch gefahren. Das würde ich eher als Herausforderung für die Konstrukteure ansehen.

  • Was mich am Wasserstoff insbesondere im städtischen Verkehr stört, ist die brutale Ineffizienz in Relation zu einem BEV. Wobei ja auch der Bus in Wuppertal einen Akku hat ;)


    Wasserstoff kommt in meinen Augen nur als Notnagel in Frage, wenn es wirklich nicht anders geht.

  • Montpellier: Die Stadt hat 51 Wasserstoffbusse eingesetzt. Alle wurde verkauft, da die Betriebskosten H2 bei 95 Cent/km, bei den BEV Bussen nur 15 Cent betragen haben!


    Prof. Dr. Martin Streichfuss: Hat alle Systeme intensiv untersucht. Reine Batteriesysteme sind bis 250 km/Tag im Vorteil. Wasserstoffsysteme bei schwierigen Bedingungen und Einsatz über 250 km/Tag. Schafft man jedoch eine Zwischenlademöglichkeit sind die Vorteile von Wasserstoff dahin. Es bleibt nur der Nachteil des erheblich höheren Energiebedarfs.

  • Montpellier: Die Stadt hat 51 Wasserstoffbusse eingesetzt. Alle wurde verkauft, da die Betriebskosten H2 bei 95 Cent/km, bei den BEV Bussen nur 15 Cent betragen haben!

    ...

    Furhparkbetreiber sind i.d.R. eher emotionslos, warum unterstellst du dann den Wuppertalern dass sieaus ideologischen Gründen eine komplett falsche Wahl getroffen haben?

    Zu Montpellier muss man anmerken dass der Strom in Frankreich erheblich billiger ist als bei uns und dass die Verbrauchkosten bei Wasserstoff aktuell in einer ähnlichen Größenordnung wie bei einem Diesel liegen.

  • Reden wir einfach in ein paar Jahren nochmal drüber, wenn die Subventionen nicht mehr sprudeln und die ihre Wasserstoffflotte komplett selbst betreiben müssen. Ach ne, sind ja Stadtwerke. Der Verlust aus der mobil GmbH kann ja mit Gewinnen aus Energie und Wasser gedeckt werden. "Die durch die Energiekrise verursachten Preissteigerungen führten zu einem deutlichen Anstieg der Konzern-Umsatzerlöse" ansonsten gehören die ja zu 99,39 % eh der öffentlichen Hand. Also interessiert doch eh keinen, was in der Bilanz steht. Betriebskosten sind BTW nicht nur die Kosten für Strom, Wasserstoff oder Diesel!


    Hirnis gibt es überall, da brauche ich nur in unsere Landeshauptstadt schauen.

  • Reden wir einfach in ein paar Jahren nochmal drüber, wenn die Subventionen nicht mehr sprudeln und die ihre Wasserstoffflotte komplett selbst betreiben müssen. Ach ne, sind ja Stadtwerke. Der Verlust aus der mobil GmbH kann ja mit Gewinnen aus Energie und Wasser gedeckt werden. "Die durch die Energiekrise verursachten Preissteigerungen führten zu einem deutlichen Anstieg der Konzern-Umsatzerlöse" ansonsten gehören die ja zu 99,39 % eh der öffentlichen Hand. Also interessiert doch eh keinen, was in der Bilanz steht. Betriebskosten sind BTW nicht nur die Kosten für Strom, Wasserstoff oder Diesel!


    Hirnis gibt es überall, da brauche ich nur in unsere Landeshauptstadt schauen.

    Ja, alles Deppen außer Papa ;)

  • Warum? Die (temporäre) Stromquelle wird an Bord untergebracht und nennt sich Akku. An den Endhaltestellen wird kurz geladen - fertig ist der Lack. Trotz der Reichweitenangst mancher muss man nicht ständig unterwegs nachladen. Ein paar wenige Haltestellen oder Busdepots zu elektrifizieren reicht also.


    Zudem lassen sich die Fahrten von Linienbussen sehr gut planen. Es sind schließlich Linienbusse deren Start, Ziel, Route und Fahrtzeiten weit im voraus feststehen. Sie fahren nicht spontan zu Tante Erna, um ein Stück Kuchen zu essen und ein Glas Limo zu trinken.

    Finde es aber fragliche ob bei "richtigen" Buslinien die Standzeit an den Endhaltestellen und ggf. noch an der Zentralhaltestelle wirklich reichen würde, um genug Strom für die ganze Fahrt sowie eine gewisse Sicherheitsreserve zu laden.

    Natürlich lassen sich die Fahrwege von Linienbussen besser planen als von privaten PKW, wirklich planmässig läuft es aber auch da oft nicht:


    - zu den Stosszeiten verringern sich die Standzeiten an den Endhaltestellen meist erheblich, weil es wegen Verspätungen durch Stau die Endhaltestellen erst verspätet erreicht werden, die Busse aber für die nächste Fahrt tortzdem wieder pünktlich abfahren sollen.


    - wegen Baustellen Umwege gefahren werden müssen die die Fahrstrecke verlängern.

    - in wachsenden Städten und Ballungsräumen bleiben die Endhaltestelle oft nicht Enthaltestellen, sondern die Strecken werden oft alle paar Jahre verlängert.


    Kostenparität zu Diesel nach Förderung. Toll.


    Die meisten anderen stellen ihre Versuche mit Wasserstoff nach spätestens zwei bis drei Jahren wieder ein, nachdem sie auf dem Boden der Realität aufgeschlagen sind. Im städtischen ÖPNV sind batteriebetriebene Fahrzeuge ideal, da die Durschnittsgewindigkeit gering und die Bremsphasen häufig sind, somit braucht man nur "kleine" Batterien. Außerdem muss der Fahrer während seiner Schicht mindestens 30 Minuten stehen. Ideal für BEV!

    Richtige Buslinien fahren ja nicht nur in den Innenstädten rum sondern realtiv weit in den Aussenraum, so 20-35km sind da schon normal, und im Aussenraum wird dann auch die Geschwindigkeit höher.

    Natürlich müssen die Fahrer ab einer bestimmten Stundenzahl eine längere Pause mache, aber das heisst ja nicht unbedingt das dann auch der Bus stehen bleibt. Sondern es kann dann oft so sein das der Bus dann von einem anderen Fahrer übernommen wird, also nach der Pause die Linien gewechselt werden.


    Montpellier: Die Stadt hat 51 Wasserstoffbusse eingesetzt. Alle wurde verkauft, da die Betriebskosten H2 bei 95 Cent/km, bei den BEV Bussen nur 15 Cent betragen haben!


    Prof. Dr. Martin Streichfuss: Hat alle Systeme intensiv untersucht. Reine Batteriesysteme sind bis 250 km/Tag im Vorteil. Wasserstoffsysteme bei schwierigen Bedingungen und Einsatz über 250 km/Tag. Schafft man jedoch eine Zwischenlademöglichkeit sind die Vorteile von Wasserstoff dahin. Es bleibt nur der Nachteil des erheblich höheren Energiebedarfs.

    250km für einen Linienbus sind echt nicht viel, bei ca. 20-35km Streckenlänge wären das gerademal 8 Fahren am Tag, also nur 4 Fahrten in jede Richtung.

    Anders ist es natürlich bei einem reinen Komfort- und Okowerbeangebot, bei so einem kleinen 3km Rundkurs durch die Innenstadt würde das natürlich für satte 83 Runden reichen.

  • Der Bus wird seine Fahrt morgens nicht mit leerem Akku beginnen, sondern mit einem Ladestand von so ca. 92,5 - 99 %. An den Haltestellen braucht er also nur kurzes Zwischenladen.


    Übrigens lassen sich auch die Fahrten bei meinem privaten PKW gut planen, denn ich weiß nahezu immer schon vorher, wohin ich fahre.

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