Kuppeln ohne auskuppeln oder mit auskuppeln, was schont mehr?

  • Obige Sache interessiert mich rein interessehalber ;)


    Also: ich habe letztens vernommen, man könne beim Erreichen der richtigen Drehzahl den Gang wechseln, ohne vorher die Kupplung zu treten.
    Man stelle sich mal den Fall vor, jemand könnte das immer genau dann machen, wenn der richtige Drehzahlenbereich dafür erreicht ist.


    Dem entgegengesetzt stelle ich mir mal einen "normalen" Fahrer vor, der ganz konventionell vor der Schalten die Kupplung betätigt. AFAIK geht ja das Treten der Kupplung selber auch zu Schaden des Getriebes (ich erinnere mich an eine Frau, deren Getriebe nach 40000km gewechselt werden musste, weil sie immer leicht darauf stand - insofern ist der selbe Verschleiß ja auch da).


    Man denke sich also für beide Fahrer den denkbar besten Zustand und Zeitpunkt zum Wechseln des Ganges.


    Nun meine Frage: was ist, rein physikalisch und logisch gesehen, schonender für die Kupplung. Das "Ex-und Hopp"-light-Schalten beim richtigen Zeitpunkt oder die normale Methode.


    Ich weiß nicht, ob das für die neuen Autos auch noch so gilt - ich denke an ein schnödes konventionelles Getriebe ohne die ganzen Helferlein (also z.B. aus einem Wagen der 80er). Und...nein, ich habe es nicht versuchtund werde es auch nicht versuchen. Mich würde es nur mal so interessieren und auch gerne andere Meinungen von in der Thematik versierteren Leuten lesen.


    LG Danni :)

    I think I speak for all women capable of reproduction when I say... no.
    ------

  • Hi Danni ,schwere Frage,aber vieleicht ist hier ja auch ein KFZ Mechaniker hier im TT.
    Ich würde persönlich sagen ,das einmal das Getriebe "Grüßen" schädlicher ist als vieleicht hundert mal richtig die Kupplung getreten.Und "immer" die richtige Drehtahl treffen stell ich mir unmöglich vor.Würde das Risiko nicht einmal eingehen.


    MFG CHris

    Life is too short to be small.

  • Re: Kuppeln ohne auskuppeln oder mit auskuppeln, was schont mehr?


    Zitat

    Original geschrieben von Glamourbabe
    Also: ich habe letztens vernommen, man könne beim Erreichen der richtigen Drehzahl den Gang wechseln, ohne vorher die Kupplung zu treten.


    Versuche es doch mal ;)


    Das Raus ist kein Problem, aber versuch mal bei z.B. 3000 Umdrehungen einen Gang "reinzuwürgen", entweder Du schaffst es gar nicht, oder aber das Getriebe wird sich anhören wie eine Kaffeemühle. Lange macht das ein Getriebe nicht mit ;)

    mfg supersiggi

  • Re: Kuppeln ohne auskuppeln oder mit auskuppeln, was schont mehr?


    Zitat

    Original geschrieben von Glamourbabe
    Also: ich habe letztens vernommen, man könne beim Erreichen der richtigen Drehzahl den Gang wechseln, ohne vorher die Kupplung zu treten.
    ...

    Das ganze wurde vor über sechzig Jahren erfunden, wird in USA in 90%-95% aller Autos verbaut - nur die Technik-feindlichen Deutschen haben das bislang nur in ca. 15% ihrer Autos:
    Das Automatikgetriebe


    :D :top: :D
    (SCNR)


    Bis auf die paar Kilometer zwischen Wölfersheim-Södel und Rockenberg (hin und zurück) hab ich noch nie in meinem Leben ein Kupplungspedal getreten :cool: Und so wird es auch bleiben!

    Q: I've always tried to teach you two things. First, never let them see you bleed.
    Bond: And the second?
    Q: Always have an escape plan...

  • Re: Kuppeln ohne auskuppeln oder mit auskuppeln, was schont mehr?


    Zitat

    Original geschrieben von Glamourbabe
    AFAIK geht ja das Treten der Kupplung selber auch zu Schaden des Getriebes (ich erinnere mich an eine Frau, deren Getriebe nach 40000km gewechselt werden musste, weil sie immer leicht darauf stand - insofern ist der selbe Verschleiß ja auch da).


    Dass man das nicht machen sollte lernt man ja eigentlich in der Fahrschule ;) Nur drückt man ja zum Gang wechseln das Kupplungspedal relativ zügig ganz durch und sobald es bis zum Anschlag gedrückt ist, nimmt die Kupplung auch keinen Schaden Gut, da kann dann soweit ich weiß wieder ein anderes Bauteil Schaden nehmen (das, was die Scheiben in der Kupplung auseinanderdrückt -- keine Ahnung wie sich sowas nennt), deswegen sollte man auch wenn man an der Ampel steht den Gang rausnehmen. Ohne jetzt so viel Ahnung von der Technik zu haben würde ich aber sagen, dass es mit Sicherheit besser ist, die Kupplung zu drücken, als zu versuchen, den Gang irgendwie so raus- oder gar reinzuwürgen ;)


    EDIT@DUSA: Warmduscher :p

  • Sagen wir das mal so, bei einem normalen PKW-Getriebe würde ich nicht ohne zu kuppeln schalten, da man wie gesagt die Gänge nicht reinbekommt.
    Bei einigen Motorradgetrieben und Getrieben in Rennwagen ist dies jedoch nicht das Problem, da kann man die Gänge beim Hochschalten so durchziehen, mit leichtem Gaswegnehmen umd den Antriebsstrang zu entlasten.
    Beim Runterschalten kommt man dann um sauberes Zwischengas nicht drum rum, da einem sonst wenn man Pech hat die Antriebsachse stehen bleiben kann...*


    Gruß, Dennis.


    *ich meine zumindest, dass das so war...

  • Re: Re: Kuppeln ohne auskuppeln oder mit auskuppeln, was schont mehr?


    Zitat

    Original geschrieben von supersiggi
    Versuche es doch mal ;)


    Das Raus ist kein Problem, aber versuch mal bei z.B. 3000 Umdrehungen einen Gang "reinzuwürgen", entweder Du schaffst es gar nicht, oder aber das Getriebe wird sich anhören wie eine Kaffeemühle. Lange macht das ein Getriebe nicht mit ;)


    grade bei älteren Autos, die man tagtäglich fährt, kann man das schon machen (gerade bei Anfahrvorgängen, "kennt" und "hört" man sein Auto schon ganz gut). Die Drehzahl muß ja auch nicht 100%ig stimmen. +- 200rpm geht i.d.R. schon ohne dass man irgendetwas merkt oder "hört" (Mühlgeräusche z.B.). Allerdings können nur sehr wenige Leute das ganze ständig so genau - ich hatte bei meinem alten Corsa zum Ende nach 2 Jahre fahren ne "Trefferquote" von ca. 70% in normalen Alltagssituationen (dazu zähle ich nicht beispielsweise das Beschleunigen auf die Autobahn). ;)


    Vom Gefühl her, würde ich sagen, daß sauberes Kuppeln schonender ist, als ständiges Schalten ohne Kupplung, da man einfach nicht dauernd die Drehzahl so genau trifft, wie nötig. ;)

    Um wirklich Erfolg im Leben haben zu können, muß man 2 Regeln stets befolgen:


    1. Erzähl nicht alles, was du weißt.

  • Zitat

    Vom Gefühl her, würde ich sagen, daß sauberes Kuppeln schonender ist, als ständiges Schalten ohne Kupplung, da man einfach nicht dauernd die Drehzahl so genau trifft, wie nötig.


    Der Meinung war ich auch:)


    MFG CHris

    Life is too short to be small.

  • Es gibt 2 Dinge: Die Kupplung und das Getriebe.


    1. Die Kupplung wird beim Einkuppeln ohne die Kupplung zu treten ziemlich belastet - auch mehr als bei einem schlechten Kuppelvorgang.


    2. Das Getriebe wird im Idealfall bei beiden Verfahren durch den Schaltvorgang überhaupt nicht belastet, in der Praxis durch eine schlechtere Synchronisation durch Schalten ohne Kupplung ebenfalls erheblich mehr.

  • Zitat

    Original geschrieben von DUSA-2772
    Das ganze wurde vor über sechzig Jahren erfunden, wird in USA in 90%-95% aller Autos verbaut - nur die Technik-feindlichen Deutschen haben das bislang nur in ca. 15% ihrer Autos:
    Das Automatikgetriebe

    Das Automatikgetriebe ist damit nicht zu vergleichen, da die konventionellen Automatikgetriebe wie die ganzen USA Autos haben, garkeine Kupplung haben sondern einen hydraulischen Kraftwandler.


    Ein Getriebe das sich direkt schalten lässt, ist wie der Name schon sagt ein Direktschaltgetriebe, aber nicht zu verwechseln mit dem DSG Doppelschaltgetriebe von VAG.


    konventionelles Schaltgetriebe: verfügt über eine einzige manuell betätigte Kupplung, die meistens als Trockenkupplung ausgeführt ist. Bei konventionellen Schaltegetrieben kann es sich um Zweiwellengetriebe mit einer Antriebswelle und einer Abtriebswelle handeln, die meistens über 3 - 5 Vorwärtsgänge und 1 Rückwärtsgang verfügen, oder als Dreiwellengetriebe mit einer Antriebswelle und zwei Abtriebswellen. Diese Getriebe haben 5 - 7 Vorwärtsgänge und 1 - 2 Rückwärtsgänge. Die Gänge sind im Wechsel auf beide Abtriebswellen verteilt. Dreiwellengetriebe haben manchmal noch 1 oder 2 Hilfswellen.


    konventionelle Automatik: ist ein Getriebe mit mehreren planetengetriebesätzen und einem hydraulischen Drehmomentwandler als Strömungskupplung. Durch geschicktes zusammenschalten der baugruppen lassen sich 3 - 7 Vorwärtsgänge, 1 - 2 Rückwärtsgäne und ein Parksperrgang (je nach anzahl der Planetensätze) anwählen. Da die Kraftübertragung im Getriebe über hydraulische kupplungen geschaltet wird sind Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechnung möglich. Zum anfahren wird ein Drehmomentwandler, der dann von einer wandlerkupplung überbrückt wird benutzt.


    Direktschaltgetriebe: entsprechen im Aufbau weitestgehend einem konventionellen Schaltgetriebe, ist jedoch als unsynchronisiertes Klauengetriebe ausgeführt. Dabei werden die Gänge gerissen, was zu einer geringeren Lebensdauer führt. Durch eine geschickte Motorsteurung, die im Schaltzeitpunkt das Drehmoment reduziert, lässt sich das aber einigermassen in Griff kriegen.


    Doppelschaltgetriebe: eigentlich zwei eigentstädige Getribe, wobie sich die Gänge im Wechsel auf die zwei Getriebe verteilen. Insgesamt bieten diese Getriebe 5 - 7 Vorwärtsgänge und 1 -2 Rückwärtsgänge. Das VAG DSG bietet auch noch einen Parksperrgang. Jedes einzelne Teilgetriebe hat seine eigene Kupplung, oft gibt es auch noch eine gemeinsame Hauptkupplungen, die sowohl als Trockenkupplungen, häufiger jedoch als hydraulische Kupplungen ausgeführt sein können.


    daneben gibt es noch halbautomatische Getriebe, wie konventionelles Getriebe, aber hier werden die Kupplung und die Schaltgassen von Servomotoren betätigt. Und dann gibt es noch Multitronic, das durch zwei konische Riemenscheiben stufenlose Übersetzungen anbietet.

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