:confused:
So langsam frage ich mich wirklich,ob die Politiker wirklich noch in der Realität leben ?
Die Weltwirtschaft lahmt ,der US-amerikanischen Wirtschaft geht es schlecht,die Arbeitslosigkeit in den USA ist hoch,die Verschuldung der USA ebenfalls und dann kümmert man sich um solche nicht gerade exorbitant wichtige Dinge wie eine Besiedlung des Mars?
:mad:
Die Politiker sollen lieber erstmal ihre "irdischen Pflichten";) erfüllen ,bevor man zum Mond reist!;) ![]()
Bush versucht momentan alles seine letzten schlechten Umfrageergebnisse wieder auf Vordermann zu bringen,bezahlen tut es ja der letztendlich der Steuerzahler. :mad:
Bericht:
32 Jahre nachdem der vorläufig letzte Amerikaner eine US-Flagge auf den Mond gepinnt hat, plant die US-Regierung, dort eine Kolonie aufzubauen. Dies werde der US-Präsident laut Angaben aus Regierungskreisen in der kommenden Woche bekannt geben, berichten amerikanische Medien. George W. Bush möchte dann außerdem eine bemannte amerikanische Mission zum Mars ankündigen.
«Kennedy-Moment»
Skeptiker sehen darin eine Wahlkampfstrategie, Bush einen «Kennedy-Moment» zu verschaffen. Doch deutet sich laut Medienberichten an, dass es mehr ist: Seit Monaten wird demnach im Weißen Haus über eine neue Raumfahrt-Initiative nachgedacht, und der Raumfahrtbehörde Nasa ist indirekt angekündigt worden, dass sie mit einer Aufstockung ihres Etats rechnen könne.
Allerdings müsste der Nasa-Etat in Höhe von bisher 15 Milliarden Dollar nach Ansicht von Experten vervielfacht werden, um in absehbarer Zeit eine Mond- oder gar eine Mars-Mission zu ermöglichen. Dazu wäre die Weltraumbehörde, die im vergangenen Jahr durch den Absturz einer Raumfähre infolge von Wartungs- und Konstruktionsmängeln einen schweren Rückschlag erlitten hatte und die bemannte Raumfahrt vorerst einstellen musste, derzeit nicht in der Lage.
Mondreise-Technik verfügbar
Die Technologie für eine Mond-Mission ist jedoch noch verfügbar: Als technisch beste und einzige fertig entwickelte Lösung gelten die «Saturn»-Raketen, die vor drei Jahrzehnten Amerikaner zum Mond brachten und mit denen eine Reisegruppe zum Mars - theoretisch - nach einem halben Jahr ans Ziel gelangen könnte. Einige Exemplare sind, so die «Washington Post», in Museen erhalten. Die geringe Nutzlast der Raketen steht allerdings dem Bau einer Lunarkolonie oder einem bemannten Flug zum Mars entgegen.
Der Vater des US-Präsidenten, George Bush, hatte zurzeit seiner Präsidentschaft 1989 ebenfalls neue Mondflüge und eine bemannte Mars-Mission angekündigt. Damals war das Projekt nach Kalkulation gescheitert. 400 Milliarden Dollar hatte die Nasa dafür einplanen wollen. Angesichts des ohnehin durch George Bush jr. in Rekordhöhe überzogenen Haushalts könnte auch heute in den Kosten eines der Haupthindernisse seiner Initiative liegen.
Doch, so zitieren Medien Regierungsbeamte, die an den Vorbereitungen beteiligt waren: Ziel ist nicht allein der Griff nach den Sternen, sondern den US-Bürgern ein positives Identifikationsmoment zu geben, ihren Patriotismus neu zu fundieren und zugleich Forschung, technologische Entwicklungen und den Arbeitsmarkt entschieden zu fördern. Unterm Strich, so kalkulieren die Befürworter der Initiative, käme viel mehr dabei heraus als die ersten Fußabdrücke auf dem Mars.
Seit der Shuttle-Katastrophe im vergangenen Frühjahr wird die Nasa substanziell umstrukturiert. Der Erfolg ihrer jüngsten Mars-Mission gehört über politische Grenzen hinweg zu den populärsten Stories des jungen Wahljahrs 2004. Während der Sieg über Irak selbst nach der Gefangennahme Saddam Husseins durch immer mehr Verluste zunehmend schaler schmeckt, beweisen die USA in der Weltraumfahrt ihre Überlegenheit.
Chinesische Konkurrenz
Dies, wie auch der Hinweis auf die chinesischen Pläne, die bemannte Weltraumfahrt zu forcieren, spricht ungeachtet der Kosten für Bushs neue Ambitionen. Die Planungen im Weißen Haus wurden bereits im Herbst abgeschlossen, seither wurde mit einer Initiative des Präsidenten gerechnet. Jetzt, da sich Bushs potenzielle Gegenkandidaten zur Präsidentschaftswahl für die Demokratischen Vorwahlen zu profilieren beginnen, gilt der Zeitpunkt als gekommen.
Spekuliert wird auf einen emotionalen «Kennedy-Moment» - so genannt in Erinnerung an Kennedys mit Begeisterung aufgenommene Rede von 1961, in der das Mondfahrtprogramm angeschoben wurde. Es gilt als wahrscheinlich, dass Bush keinen Zeitrahmen für den Start irgendwelcher Missionen nennen, sondern eher die Strategie beschreiben wird, den Mond gewissermaßen als Basis für die Marsmission zu benutzen. Vor allem technologisch: Wenn die Nasa in der Lage ist, dort eine Kolonie aufzubauen und zu unterhalten, meinen Experten, wird sie auch Menschen zum Mars schicken können. Das kann Jahrzehnte dauern - derzeit noch sieht die Behörde schon Begeisterung gerechtfertigt, wenn ein Roboter dort wohlbehalten ankommt. (nz)