Telefonica geht gegen Vergabebedingungen für 5G-Frequenzen vor

  • Alle drei Netzbetreiber haben doch ein GSM-Netz mit 99% Flächenabdeckung. Warum nicht abschalten und LTE 700/800/900 an diesen Standorten verwenden?
    Natürlich haben diese Frequenzen nicht die Kapazität, aber dann beschränkt man halt das Download-Limit dort auf z.B. 1 Mbit/s. Damit liese sich das Grundbedürfnis abbilden.


    Für M2M-Anwendungen gibt es LTE-M.

  • Im Internationalen Vergleich ist das immer noch eine ganz schwache Leistung.
    Andere Netzbetreiber haben >98% Flaechendeckung und >99,5% Bevolkerungsabdeckung schon Ende 2011 mit UMTS900 oder Ende 2015 mit LTE800 erreicht.


    Anja: Verstehe zwar was du meinst und ich fand auch die Nicht-Freigabe von 900 MHz für 3G einen Fehler.
    Aber bitte bei den Fakten bleiben:
    Kein Anbieter in Europa (wenn wir Monaco und Andorra mal ausschließen), hatte vor bereits 4 Jahren >98% Fläche und >99,5% Bevölkerung mit LTE abgedeckt.
    Die besten Anbieter kommen jetzt auf in etwa diese Werte.

  • swisscom CH und vodafone HU sind meine beiden europaeischen Lieblingsnetze und hatten schon sehr frueh dank UMTS900 so eine tolle 3G/4G Coverage.


    Die Netze in Skandinavien und dem Baltikum sollen angeblich noch besser sein, allerdings hab ich da keine eigene Erfahrung.

  • Bei vielen 2G-Sites müsste man die Anbindung aufbohren und das kostest Geld. Übrigens: Vodafone hat vor Jahren mal eine komplette Abdeckung mit 4G bis Ende 2018 versprochen. Das war wohl nix...:D

    Unterwegs in ganz Hamburg u. a. mit Samsung Galaxy S24 FE + Google Pixel 8a und Telekom Unlimited (5G) :). Außerdem ausgestattet mit Vodafone Callya und O2 Prepaid.


    Topspeed im 5G-Netz der DTAG bisher 2.025 Mbit/s ;).

  • swisscom CH und vodafone HU sind meine beiden europaeischen Lieblingsnetze und hatten schon sehr frueh dank UMTS900 so eine tolle 3G/4G Coverage.
    Die Netze in Skandinavien und dem Baltikum sollen angeblich noch besser sein, allerdings hab ich da keine eigene Erfahrung.


    Jetzt machst du aber wieder die Taschenspielertricks der Anbieter. Du sprichst nun von einer kombinierten 3G/4G Abdeckung von >99,5%.
    Die Swisscom hatte 2015 etwa schon 98-99% der Bevölkerung mit LTE, aber niemals 98% der Fläche. Das hat sie bis heute noch nicht.
    https://scmplc.begasoft.ch/plcapp/pa...sf?netztyp=lte
    In Ungarn kommst du nur auf den Wert mit dem UMTS900 zusammen.


    Du nennst mit Schweiz und Skandinavien Länder/Regionen wo es besser ist, als bei uns. Ohne Frage.
    Aber diese Länder haben (Berg-)Regionen, die praktisch nicht besiedelt sind und die Bevölkerung ballt sich in den Tälern.
    D.h. du hast auch dort große Regionen, wo kein Empfang möglich ist. D.h. 99% Bevölkerung übersetzen sich in weniger als 90% Fläche.
    Für Litauen (Baltikum) gibts Zahlen von 97-99% Bevölkerungsabdeckung für 2018.
    Von dort gibts aber auch Flächenzahlen von 77,5/72,5/67,5% der Fläche für LTE der drei Anbieter 2018.


    Ich bin ja bei dir, dass es überall dort besser ist als bei uns. Aber bitte schon bei den Fakten bleiben.
    Und es ist schon ein kleiner Unterschied, ob LTE+ oder UMTS 900 verfügbar ist.

  • E-P!us hatte UMTS900 am Laufen.


    Das UMTS900 nicht in größeren Stil gekommen ist liegt daran das in Deutschland bereits 2010 die B20 Frequenzen versteigert wurden. In anderen Ländern wurden die Frequenzen erst später für den Mobilfunk verfügbar. Während woanders UMTS900 gebaut wurde haben die deutschen Anbieter LTE800 gebaut und den UMTS-Ausbau eingestellt.


    Ein UMTS900 Netz mit max. 5MHz (GSM muss ja weiterlaufen) wäre Datenmäßig eher unbefriedigend. Nur Anbieter die mindestens 10MHz im B8 besitzen hätten UMTS900 ausrollen können.


  • Mein Gott, was erzählst du für eine Unfug. Ich habe im zweiten Satz auch die DTAG und den Staat als Mitbesitzer geschrieben. Meine Kritik bezieht sich auf Manager die nur von Geschäftsjahr zu Geschäftsjahr denken. Erst mal tüchtig sparen damit es eine Dividende gibt und der eigenen Bonus fett wird. Nur davon wird das Netz nicht ausgebaut. Und gerade Telefonica hat sich durch Schulden in Südamerika breit gemacht. Jetzt ist aber kein Geld für den Ausbau in Deutschland da. Ich arbeite bei einen Ostwestfälischen Landtechnikhersteller. Und dieser ist ein Familienunternehmen. Und unser Gewinn wird zum Großteil wieder investiert. Das nennen ich Weitblick und Zukunftsorientiertes Wirtschaften.
    Wenn mein Chef als Familienunternehmer Mobilfunker wäre hätten wir mir Sicherheit weniger Funklöcher. Das hat nichts mit Rassismus zu tun. Nur einige große Bosse passen eben in die Welt wie ein Schwein auf dem Sofa. Und sie denken auch nicht weiter wie ein Schwein scheißen kann. Sonder nur an ihren Bonus.

    Moto G54 5G mit O2 M, MI 10 T Light mit 2 GB im VF Netz,
    FN DSL 16000 DTAG ab den 12.10.2020 50000er Leitung

  • Jetzt machst du aber wieder die Taschenspielertricks der Anbieter. Du sprichst nun von einer kombinierten 3G/4G Abdeckung von >99,5%.


    Und es ist schon ein kleiner Unterschied, ob LTE+ oder UMTS 900 verfügbar ist.


    Ob UMTS900, LTE800 oder LTE+ macht für mich keinen Unterschied, selbst UMTS900 schafft in der Regel so 3-10 MBit/s.


    Und für das was die meisten Leute mit ihren Smartphones und Tablets machen, also Facebook, Instagram, Foren, Google Maps, Musicstreaming und Webradio, etc. reicht es allemal. Man will ja nicht gleich sein ganzes Datenvolumen innerhalb von Minuten oder Stunden verbraten.

  • Mein Gott, was erzählst du für eine Unfug. Ich habe im zweiten Satz auch die DTAG und den Staat als Mitbesitzer geschrieben. Meine Kritik bezieht sich auf Manager die nur von Geschäftsjahr zu Geschäftsjahr denken. Erst mal tüchtig sparen damit es eine Dividende gibt und der eigenen Bonus fett wird. Nur davon wird das Netz nicht ausgebaut. ´


    Diesen Teil habe ich auch gar nicht bestritten. Das ist aber bei allen DAX-Unternehmen so und bei allen Multis weltweit. Drum verstehe ich nicht, warum du dann sagst: das geht alles ins Ausland. Es geht auch dahin, wo die Geldgeber sitzen. Klar muss die Dividende stimmen und die Boni. Das kann man kritisieren. Ich sage nur, damit erklärst du nicht den schlechteren Ausbauzustand in Deutschland, weil es ja fast alle Telkos in Europa betrifft.


    Du arbeitest bei einem ost-westfählischen Famlienunternehmen. Schön. Aber ich sehe kein Familienunternehmen, das in der Lage wäre, ein Mobilfunknetz in Deutschland aufzubauen und zu erhalten. Drum weiß ich nicht, was wir mit der angeblich besseren Familienethik hier sollen. Einzig Xavier Niehl hat Mobilfunknetze praktisch als seinen Privatbesitz (eir, Salt, Iliad, Free). Ich sehe aber keinen großen Unterschied in seinem unternehmerischen Verhalten. Wenn wir kleine regionale Netze für 5G bekommen, wäre dies vielleicht möglich. Aber es geht ja um nationale Infrastruktur. Ich habe dir auch keinen Rassismus vorgeworfen, sondern die Entschuldigung: das geht nach London, Madrid usw. ist zwar nicht an den Haaren herbeigezogen, aber zieht nicht, weil es aus 15 europäischen Ländern nach London geht und die Vodafone-Netze sind dort oft besser.


    Wenn dein Argument stimmen würde und es an den bösen Multis mit ihrer raffgierigen Art liegt, dann müssten alle Länder gleich darunter leiden. Offenbar gibts da aber Unterschiede. Das gab ich zu bedenken. Dass wir von denen allen abgezockt werden, unterschreibe ich dir sogar und ich würde mir auch eine andere Wirtschaftsethik wünschen. Jetzt haben wir aber den Fall, dass wir international schlecht dastehen mit den gleichen Akteuren wie die anderen Länder auch und da müssen wir sehen, was die anderen eigentlich besser machen. Die Multis werden wir nicht abschaffen können und sollten auch nicht für unser spezielles nationales Versagen herhalten.


    Um jetzt mal aufs Thema zurückzukommen: Es ist nicht böse, dass die Telkos klagen. Das ist ihr gutes Recht. Sollen sie doch. Vielleicht aus ihrer Sicht sogar logisch d.h. ökonomisch rational. Ich glaube allerdings, sie schießen sich selbst ins Bein. Wenn sich die Gerichte ihrer Rechtsauffassung anschließen, hat ein Staat/Gesellschaft immer noch die Möglichkeit, Gesetze zu ändern, und andere Maßnahmen zu treffen. Der Staat vergibt oder versteigert die Frequenzen. Stichworte: Roaming oder Dienstanbieterverpflichtung. Dazu braucht es einen gewissen gesellschaftlichen Konsenz dazu. Ich halte den aber für möglich. Bis 25.1. müssen die 3 Kläger erklären, ob sie an der Auktion teilnehmen. Mal sehen, ob jemand wirklich aussteigt, wo doch die Auflagen angeblich so schlimm seien.

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