Alkohol als gesellschaftliches Problem, wie steht ihr zu dieser brisanten Thematik ?

  • Zitat

    Früher (tm) habe ich auch 0,0 getrunken - und irgendwann gemerkt, wie sehr und wie leicht man andere Leute damit beleidigt und wegstößt.... gerade in meinem Job. Und es ist noch nicht einmal ganz gelöst: Wenn ich ein Bier ablehne (ich kann Bier weder trinken noch richen noch sehen), wird das gleich persönlich genommen. Zum Glück gibt es aber genug Leute, die sich zu was anderem überreden lassen. ;)


    Es spricht aber nicht gerade von Toleranz, wenn Alkoholtrinkende es auch von nicht Nichttrinkenden erwarten.
    Das ist doch irgendwo Nötigung.


    Zitat

    Gerade wenn man eine Frau kennen lernen will oder sich in eine Gruppe eingliedern möchte, kann ein bisschen Alkohol durchaus helfen übertriebene Ängste und Hemmungen zu überwinden.


    Ich kenne das Problem und glaube mir das ist definitv nicht der richtige Weg.
    Wo die Liebe fällt, geht es auch ohne Alk, im Gegenteil machen sich angetrunkene Möchtegern-Romeos im angetrunkene Zustand öfter lächerlich, als das sie Erfolg haben.

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  • Zitat

    Original geschrieben von Chevygnon
    Die alkoholbedingten Kosten für den Staat liegen über denen, die durch Raucher verursacht werden.


    Gibt es dafür eine Quelle?



    Zitat

    Es spricht aber nicht gerade von Toleranz, wenn Alkoholtrinkende es auch von nicht Nichttrinkenden erwarten.
    Das ist doch irgendwo Nötigung.


    Das kommt auf den Kulturkreis an. Auf Deutschland trifft es sicherlich zu, dass man es nicht zu erwarten hat, dass jemand Alkohol trinkt. Wer will, solls tun, wer nicht eben nicht. Wenn ich mich aber von meinem Umfeld unter Druck setzen lasse, Alkohol zu trinken, obwohl ich es nicht will, dann spricht das auch nicht gerade für ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und entsprechende Widerstandskraft.

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Zitat

    Original geschrieben von Chevygnon
    Und ein Raucher wird auch in einem Nichtraucherbüro seiner Sucht nachgehen. :rolleyes:


    Nein! Beweis durch gegen Beispiel... Ich rauche in unserem Buero und ueberall da in der Uni wo es verboten ist, nicht! Zum Rauchen gehe ich dann halt dahin, wo es erlaubt ist...

  • ich denke mal er meinte das auch so ds ein süchtiger, sollte er in einem kollegenkreis sein wo nur nichtraucher sind, trozdem rauchen würde.
    heist jetzt nicht im büro oder so sondern das er alleine rausgehen würde weils seine sucht einfach haben will.

  • also: alkohol ist ganz klar eine droge. genau wie tabak, koks und thc und so weiter.
    die gefahr, die vom alkohol ausgeht wird weitesgehend unterschätzt. alkohol ist gesellschaftsfähig und "gehört halt dazu"
    mit 14 jahren hatte ich meinen ersten derben brand und fand das total cool...nach ca. zwei jahren überdurchschnittlichen alkohlokonsum (vor der schule mal mit dem kumpel schnell zwei halbe gezischt, nach der schule etliche mixgetränke probiert und dann stunzend zu nach hause) musste ich feststellen, das ein sehr enges falmilienmitglied schwer alkoholabhängig ist. ab diesem tag habe ich mich intensiver mit den gefahren des alkohol auseinander gesetzt und das führte dazu, dass ich ca. vier jahre lang null, nul getrunken habe, was mir nicht geschadet hat, denn man kann super partys feiern, auch wenn man nicht getrunken hat und man stellt mal schnell fest, wie leute so drauf sind...
    ich trinke natürlich ab und zu mal ein bier und ein wein und auch mal härtere sachen und ja, ich bin auch hin und wieder mal betrunken. aber ich trinke bewusst, wenn man das so sagen kann. ich meine damit, dass man nicht zwangsläufig jeden tag ein oder zwei bier trinken muss. mit welcher begründung? mal hand aufs herz. des geschmackes wegen kann es ja nicht sein, oder? der geselligkeit wegen? funktioniert nicht mit einem leckeren glas orangina oder cola?
    mir kommt die galle hoch, wenn ich durch den supermarkt gehe und ich sehe eine pulle, auf der "Kindersekt" steht. was soll das? erzieht man die kinder so nicht gleich zu potentiellen alkies? alkoholismus ist eine gemeine krankheit, an der jeder erkranken kann, der eine früher der andere später. das sollte jeden bewusst sein.
    ich finde die kosten, die durch diese krankheit entstehen erstmal nebensächlich, auch wenn sie horrend sind. im vordergrund steht der mensch und seine angehörigen, die alle betroffen sind und alle leiden.das sind mehr als wir uns alle wünschen.
    somit finde ich auch, dass alkoholwerbung genauso wenig gerechtfertigt ist wie tabakwerbung. hat irgendjemand schon mal ne werbung für grippe gesehen? oder tbc? "holen sie sich das neuste grippevirus! ein tripp, den sie nie vergessen werden." oder "besser abhusten mit tbc" ....

  • Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Gibt es dafür eine Quelle?


    Was ich auf die Schnelle gefunden habe:
    [url=http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5578072_REF1_NAV_BAB,00.html]Kosten durch Raucher[/url]
    [url=http://www.krebsgesellschaft.de/alkohol_wertrinktwas,1060.html]Kosten durch Alkohol[/url] (leider alte Zahlen)


    Beim Statistischen Bundesamt habe ich in der Kürze der Zeit leider nichts passendes gefunden, aber ich werde noch mal genauer suchen.

  • Das sind erschreckende Zahlen. :(


    Das beweist doch mehr als deutlich, dass sowohl Nikotin, als auch Alkohol ein gesellschaftliches Problem darstellt.

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  • Werbe- und Alkoholverbot hin oder her, das Ganze bringt doch nichts da wir es hier mit dem Faktor Mensch zu tun haben.


    Das gab es doch alles schon mal Stichwort "Prohibition" und was hat es gebracht?
    Nichts.


    Wer Alkohol trinken will wird das tun, egal ob es erlaubt ist oder nicht.
    (So führte z. B. die Alkoholprohibition zu einer Steigerung des Verkaufs von medizinischem, (95 %) Alkohol um 400 %. Quelle Wiki mal ganz abgesehen von den florierenden Schwarzbrennereien.)


    Menschen die ein Suchtproblem haben wird nicht dadurch geholfen, dass man auf legalem Wege keinen Alk mehr bekommt, genauso wenig haben sie etwas davon, wenn man Alk nicht mehr bewirbt. Diese Leute kaufen imho eh eher die Lidl/Penny was auch immer Hausmarke als die teuren beworbenen Spirituosen.


    Verbietet man Alk werden sich suchtgefährdete Menschen irgendwas anderes suchen um sich high zu machen.


    Von daher Aufklärung und Durchsetzung der bestehenden (Jugendschutz-)Gesetze ja, weitergehende Verbote nein, ändern wird man dadurch eh nichts.


    CH

  • verbot bringt in der tat nichts. aber man kann 1. den alkohol sehr hoch besteuern
    2. den alkohol nicht so einfach zugänglich machen. d.h. es muss nicht ein drittel des supermarktes mit alkoholika zugestellt sein, sodass kinder und jugendliche vermittelt bekommen alkohol sei ein normales lebensmittel in videotheken sind filme ab 18 auch in einem gesonderten bereich zu finden in dem jugendliche nichts zu suchen haben.
    usw.
    wenn man will, dann geht es.


    ChickenHawk
    warum werden haschisch und baugleiche drogen eigentlich so verteufelt und nicht auch frei zugänglich gemacht wenn menschen sich so oder so berauschen und jeder frei entscheiden kann??? man sollte frau merkel und konsorten den vorschlag machen, den kram auch zu legalisieren, dann ordentlich steuern drauf und man könnte auf die 19% Mwst locker verzichten.
    :top:

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