Eure grössten Aufreger im Strassenverkehr

  • Zitat

    Original geschrieben von Vindur


    BTW: Wem von den Autofahrern unter uns ist eigentlich bewußt, daß ein benutzungspflichtiger Fahrradweg, der parallel zu einer Vorfahrtsstraße verläuft, die gleichen Vorfahrtsrechte wie die Straße hat?


    Auf seinem Grabstein stand: "Er hatte Vorfahrt..." als Radfahrer kann man gegenüber dem motorisierten Verkehr immer nur verlieren, StVO und Vorfahrt hin oder her.


    Und nur weil etwas (wie die Benutzung des Fahradwegs) nicht zwingend vorgeschrieben ist heißt es ja noch lange nicht das der Radler aus Höflichkeit gegenüber den Autofahrer und aus eigenen Sicherheitsüberlegungen nicht doch lieber einen vorhandenen Radweg nutzen sollte anstatt den fließenden Verkehr zu behindern.


    Rennradsport in allen Ehren aber wenn die Kasper dann gerade am Wochenende noch meinem im Tross nebeneinander über die Landstraßen zuckeln zu müssen (besonders gern gesehen: Modell "Presswurst" wahlweise im gelben oder gepunkteten Bergtrikot) fehlt auch jedem noch so rücksichtsvollen Autofahrer irgendwann das Verständnis.

  • Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Auf seinem Grabstein stand: "Er hatte Vorfahrt..." als Radfahrer kann man gegenüber dem motorisierten Verkehr immer nur verlieren, StVO und Vorfahrt hin oder her.


    Siehst Du, und genau aus dem Grund benutze ich sowenig Radwege wie möglich - auf der Straße rechnet ein Autofahrer, der aus einer Einfahrt oder Seitenstraße kommt, nämlich mit schnelleren Fahrzeugen.


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Und nur weil etwas (wie die Benutzung des Fahradwegs) nicht zwingend vorgeschrieben ist heißt es ja noch lange nicht das der Radler aus Höflichkeit gegenüber den Autofahrer und aus eigenen Sicherheitsüberlegungen nicht doch lieber einen vorhandenen Radweg nutzen sollte anstatt den fließenden Verkehr zu behindern.


    Aus Höflichkeit könnte der Autofahrer ja auch einfach mal kurz vom Gas gehen, dann die Fahrbahn wechseln (1,5m Seitenabstand beim Überholen von Fahrrädern) und dann wieder einscheren. Das kostet den Autofahrer keine meßbare Zeit und fast keinen Kraftaufwand, erleichtert aber dem Radfahrer das Leben ;)


    Oder der Autofahrer benutzt aus Höflichkeit ggü. dem Radfahrer einfach die Autobahn? ;)


    BTW: Bei einem Schnitt von ~25 km/h (und bis zu 50 km/h bergab) zähle ich mich zum fließenden Verkehr, damit bin ich auch nicht langsamer als ein Roller.


    Gruß, Thomas

  • Zitat

    Original geschrieben von Vindur Aus Höflichkeit könnte der Autofahrer ja auch einfach mal kurz vom Gas gehen, dann die Fahrbahn wechseln (1,5m Seitenabstand beim Überholen von Fahrrädern) und dann wieder einscheren. Das kostet den Autofahrer keine meßbare Zeit und fast keinen Kraftaufwand, erleichtert aber dem Radfahrer das Leben ;)


    Sehe ich so ähnlich. Und man glaubt es fast nicht, ich verliere dadurch jeden Tag nur Sekunden... Allerdings muss ich dadurch in Kauf nehmen, dass ich von hinten angehupt werde weil ich nur dort überhole, wo ich genügend Seitenabstand zum Fahrrad habe.


    Letzendlich ist jeder auf der Straße ein Verkehrsteilnehmer und sollte als solcher behandelt werden und sich auch als solcher verhalten. Rollende Straßenbarrikaden sollten daher ebenso vermieden werden wie die Gefährdung der Radler durch PKW-Insassen.


    Aber wie so oft auf deutschen Straßen: Jeder meint, er wäre im Recht und das Miteinander artet in kriegsähnliche Zustände aus.


    Mit entschleunigten Grüßen,
    Christian

    Bunt ist das Dasein und granatenstark! Volle Kanne, Hoschi.


    PS: CLK sind meine Initialen, haben auch nichts mit dem Auto zu tun. Gruß, Christian!

  • Zitat

    Original geschrieben von CLK
    Letzendlich ist jeder auf der Straße ein Verkehrsteilnehmer und sollte als solcher behandelt werden und sich auch als solcher verhalten. Rollende Straßenbarrikaden sollten daher ebenso vermieden werden wie die Gefährdung der Radler durch PKW-Insassen.


    Danke, und gute Einstellung!


    Vielleicht sollte ich bei der Diskussion noch erwähnen, daß ich vom Fahrrad über Motorrad und PKW bis hin zu LKW alles auf der Straße bewege, von daher kenne ich auch die verschiedenen Betrachtungsweisen.


    Ok, Omnibus-Schein fehlt mir leider :)


    Ein reiner Autofahrer bzw. reiner Radfahrer wird sich nie so einfach in die Sichtweise des anderen reindenken *können*, deswegen hat jemand bei einer Diskussion über Verkehrskonzepte auch mal vorgeschlagen, daß eine Pflichtstunde beim PKW-Führerschein mit dem Fahrrad im Stadtverkehr stattfinden sollte.


    Die Idee finde ich gar nicht mal so schlecht, um eine andere Sichtweise zu sehen.


    Gruß, Thomas (heute einspurig, aber zweizylindrig ;))



  • Wenn ich deine Grafik richtig verstehe, dann hast du als Rechtsanbieger freie Fahrstreifenwahl. D.h. ihr duerft nicht beide gleichzeitig anbieten und er darf sich nicht dadurch dazu zwingen den rechten Fahrstreifen zu benutzen. Ausser die beiden Fahrstreifen sind durch eine durchgezogene Linie getrennt. Dann musst du natuerlich im rechten bleiben und er koennte gleichzeitig abbiegen und im linken bleiben.

  • Zitat

    Original geschrieben von Vindur
    Siehst Du, und genau aus dem Grund benutze ich sowenig Radwege wie möglich - auf der Straße rechnet ein Autofahrer, der aus einer Einfahrt oder ...


    Was für den innerstädtischen Verkehr in sehr engen Grenzen ggf. ja noch zutreffen mag ist aber auf Landstraßen absoluter Unfug und hier greift das vermeintliche Sicherheirsargument nicht da im wesentlichen kein Autofahrer erwartet hinter der nächsten Kurve auf ein Radhinderniss zu treffen erst recht nicht wenn es einen parallelen Radweg zur Straße gibt. Und egal ob der Radler dann nun mit 30 oder von mir aus auch 40 km/h da lang schleicht wenn jemand mit 80-100 im Pkw darauf aufläuft gleicht das einem stehenden Hinderniss.


    In der Zeit vob April bis September findet sich in jeder zweiten WE-Ausgabe der Loklzeitung ein Unfallbericht bei dem Radler und Motorradfahrer aneinander geraten sind (häufig leider mit fatalen Folgen) meist weil die Möchtgernarmstrongs bei der Hausstrecke der Kradler meinen lieber nebeneinander auf der Straße als hintereinander auf dem Radweg fahrennzu müssen - die Unfallauswertung der letzten unschönen Begegnung dieser Art ergab das der Motorradfahrer überhaupt keine Chance hatte da die bergab fahrenden Radler im in der Kurve auf seiner Spur entgegen kamen, es fuhren wohl 4-5 Radler nebeneinander und es hat sie zu weit aus der Kurve getragen.


    Gegenseitige Rücksicht und Obacht wäre innder Tat sehr wünschenswert - ich habe nur häufig den Eindruck die Radler fordern von allen anderen dies ein und benehmen sich dabei oft selbst wie die Axt im Wald (und ich bin auch sowohl motorisiert und ohne Motor auf 2-4 Rädern unterwegs)

  • Zitat

    Original geschrieben von 42606820
    Wenn ich deine Grafik richtig verstehe, dann hast du als Rechtsanbieger freie Fahrstreifenwahl. D.h. ihr duerft nicht beide gleichzeitig anbieten und er darf sich nicht dadurch dazu zwingen den rechten Fahrstreifen zu benutzen. Ausser die beiden Fahrstreifen sind durch eine durchgezogene Linie getrennt. Dann musst du natuerlich im rechten bleiben und er koennte gleichzeitig abbiegen und im linken bleiben.


    Nein, keine durchgezogene Linie und auch keine "Kurvenführung", weder gestrichelt noch durchgezogen.

    Zitat

    Original geschrieben von cyrus69
    Im Prinzip geht es nicht darum, nur ihm mit Respekt zu begegnen, sondern auch dem Typen mit der großen Nase oder dem Mädchen mit der Glatze.

  • Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Und egal ob der Radler dann nun mit 30 oder von mir aus auch 40 km/h da lang schleicht wenn jemand mit 80-100 im Pkw darauf aufläuft gleicht das einem stehenden Hinderniss.


    Und was wäre dann ein Fußgänger für einen Radfahrer der auf dem gemeinsamen Geh- und Radweg außerorts unterwegs ist? Da treffen dann 40km auf 6km, der Unterschied ist ungleich größer. Im übrigen darf auch ein 20kmh fahrender Trecker die Straße nutzen, grenauso ein 45kmh fahrender Rollerfahrer. Ein 40kmh fahrender Radfahrer ist dort dann auf keinen Fall fehl am Platz. Und wenn du meinst keine Rücksicht nehmen zu müssen dann solltest du besser das Auto stehen lassen anstatt andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden, denn auch für dich gilt StVO §1.
    Laut Gesetzt gehört nunmal alles außer Fußgängern vorrangig auf die Straße, da kannst auch du nicht dran rütteln. Nur an besonderen Gefahrenpunkten dürfen Radfahrer verpflichtend auf einen Radweg geschickt werden und das auch nur wenn der in Ordnung ist und den Vorschriften entspricht. Leider hält sich daran kaum eine Straßenverkehrsbehörde und zwingt Radfahrer immer auf Radwege, auch bei geraden gut einsehbaren Straßen und komplett kaputten Radwegen. Daher wird es immer wieder passieren, dass Radfahrer sich nicht an die blauen Lollis halten, weil die Wege einfach nicht zumutbar sind wenn daneben eine gut ausgebaute Straße existiert.
    Das es natürlich auch Radfahreridioten gibt die innerorts verkehrtrum auf den Radwegen fahren ist unbestritten. Leider ist dies durch die bescheuerte Verkehrsplanung in vielen Gemeinden aber nicht anders lösbar wenn sie auf Radwege gezwungen werden. Müssten sie auf der Straße fahren würde wohl kaum einer auf die Idee kommen gegen den Verkehr zu fahren.

  • Als Radfahrer auf der Straße zu fahren ist doch zehnmal gefährlicher, als in der falschen Richtung auf dem Radweg zu fahren. Das gesamte Verhalten im Straßenverkehr ist doch darauf ausgerichtet, etwas zu vermeiden.
    Wenn ich das hier so lese wird mir klar, dass der Großteil nicht sieht in welche Gefahr er sich überhaupt mit dem Rad begibt. Leute es ist Eure Gesundheit. Und wo Fahrzeuge mit >50km/h unterwegs sind, hat kein Radfahrer was zu suchen.


    Und was ich in dem Zusammenhang noch heftig finde sind Muttis, die ihr Kind hinten auf dem Rad haben. Das geht sowas von gar nicht im Straßenverkehr. Kann man im Wald machen, aber nicht auf der Straße.

    Das Experiment erfordert, dass Sie weitermachen!

  • Zitat

    Original geschrieben von 1160
    Als Radfahrer auf der Straße zu fahren ist doch zehnmal gefährlicher, als in der falschen Richtung auf dem Radweg zu fahren.


    Ganz ehrlich gemeinte Frage: Fährst Du selbst öfter Rad in einer größeren Stadt?


    Diese Falschfahrer sind nicht nur für Autofahrer gefährlich (an Kreuzungen), zumindest in Karlsruhe gibt es an einigen Kreuzungen für richtungsgebundene Radwege nur eine Ampel - eben in Fahrtrichtung. Wenn man den Weg falschrum befährt muss man die Grünphase "erraten".


    Inzwischen werden viele Radwege vor Kreuzungen absichtlich auf die Straße geführt (als Radstreifen), um Radfahrer für abbiegende Fahrzeuge sichtbarer zu machen. Wenn man hier in falscher Richtung ankommt, ist man plötzlich auf der Fahrbahn als Geisterfahrer unterwegs...

    Samsung Galaxy S4: DeutschlandSIM (Allnet-Flat + 1GB Data, Vodafone-Netz)
    Samsung Galaxy S2: Klarmobil (Allnet-Flat + 500MB Data, Telekom-Netz)

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!