Ich weiß, es war hässlich von mir. Aber ich konnte nicht anders!
Vorhin, Ausfahrt, hinter einer Kurve, Baustelle, Fackeln, Blaulicht, Polizei, ein Auto im Graben.
Vor mir ein Passat mit Tageskennzeichen. Alle machten langsam. Nur den Passat juckte das scheinbar recht wenig. Er fuhr doch recht schnell an den Fackeln vorbei. Nun ja. Anscheinend interessierte ihn das Geschehen aber dennoch, da er offenbar rechts aufmerksam in der Richtung war. Nur nicht in Richtung geradeaus. Das Ergebnis war unausweichlich:
quiiiiik, bumm!
Der Polizist fasste sich an den Kopf. Und ich brach in Gelächter aus.
Weniger über den Fahrer des Passat als mehr über das Leben an sich.
Das kann einem schon manchmal fiese Schnäppchen schlagen.
Und es hat mich daran erinnert, daß ich am Tag nach meinem allerersten (in dem Moment unverschuldeten) Unfall meinen ersten selbst verschuldeten gebaut habe und ich mit dem Geld, was ich von der Versicherung für den Schaden hinten bekam, den vorne mit bezahlen konnte. ![]()
Ein Unglück kommt selten allein, so ist das oft.
Ich frage mich oft nach einigen Touren, wofür ich mich schon wieder so aufgeregt habe. Und nehme mir vor, es doch künftig zu lassen. Es gibt Phasen, da gelingt mir das hervorragend, aber dann kommt einer dazwischen, der sich verhält wie ein Primat und es ist aus.
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Ja, ich geb's zu, ich bin nicht perfekt. Es gibt sicher noch bessere Autofahrer, vor allem mental gesehen.