Eure grössten Aufreger im Strassenverkehr

  • Ich weiß, es war hässlich von mir. Aber ich konnte nicht anders!
    Vorhin, Ausfahrt, hinter einer Kurve, Baustelle, Fackeln, Blaulicht, Polizei, ein Auto im Graben.
    Vor mir ein Passat mit Tageskennzeichen. Alle machten langsam. Nur den Passat juckte das scheinbar recht wenig. Er fuhr doch recht schnell an den Fackeln vorbei. Nun ja. Anscheinend interessierte ihn das Geschehen aber dennoch, da er offenbar rechts aufmerksam in der Richtung war. Nur nicht in Richtung geradeaus. Das Ergebnis war unausweichlich:


    quiiiiik, bumm!


    Der Polizist fasste sich an den Kopf. Und ich brach in Gelächter aus.
    Weniger über den Fahrer des Passat als mehr über das Leben an sich.
    Das kann einem schon manchmal fiese Schnäppchen schlagen.
    Und es hat mich daran erinnert, daß ich am Tag nach meinem allerersten (in dem Moment unverschuldeten) Unfall meinen ersten selbst verschuldeten gebaut habe und ich mit dem Geld, was ich von der Versicherung für den Schaden hinten bekam, den vorne mit bezahlen konnte. :D


    Ein Unglück kommt selten allein, so ist das oft.



    Ich frage mich oft nach einigen Touren, wofür ich mich schon wieder so aufgeregt habe. Und nehme mir vor, es doch künftig zu lassen. Es gibt Phasen, da gelingt mir das hervorragend, aber dann kommt einer dazwischen, der sich verhält wie ein Primat und es ist aus.


    :rolleyes:


    Ja, ich geb's zu, ich bin nicht perfekt. Es gibt sicher noch bessere Autofahrer, vor allem mental gesehen.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Zitat

    Original geschrieben von DUSA-2772
    ...
    Und was auch noch fehlt an unsern ach-so-modernen Autos sind mit 50W dem Fahrer entgegenblinkende Warnleuchten, wenn einer der Lampen vorne oder hinten (inkl. Bremsleuchten) kaputt ist und repariert gehört. Unglaublich wie viele Einäugige mir entgegen kommen :eek: :rolleyes:


    Beim letztens ausgeliehenen VW-Pritschenwagen hatte der Vermieter das Handbremswarnlicht mit einem in Amaturenbrett verbauten Nebelschlußlicht verbunden. :top:


    njoy_az

    Zwar weiss ich viel, doch möcht' ich alles wissen...

  • Re: Meine grössten Aufreger im Strassenverkehr


    Zitat

    Original geschrieben von Elke2002
    Jeder macht Fehler.


    Der Straßenverkehr ist leider kein geeigneter Ort, um nach der Trial&Error-Methode zu lernen.
    Solange sich die erste Hälfte der Autofahrer blind darauf verlässt, dass die zweite Hälfte die Fehler der ersten immer einkalkuliert und ausbügelt, wird es wohl immer bei Reibereien im Straßenverkehr bleiben.

  • Nicht jeder Fehler endet tragisch oder ist gefährlich.
    Und letztenendes ist auch Autofahren learning by doing. Was man in der Fahrschule lernt, ist doch im Nachhinein betrachtet kaum mehr als lenken lernen und Schilder erkennen und korrekt deuten. ;)
    Was zählt, ist der Wille, zu lernen, die Zeit, um zu lernen und das Wahrnehmen und Gelegenheiten, zu lernen. Wie viele fahren so wenig, daß sie auch in 10 Jahren nichts gelernt haben! Und ganz bestimmt gehört auch ein bißchen Talent und Spaß daran dazu.


    Richtig, Rücksicht ist eine gegenseitige Frage. Sie wird aber meiner Meinung nach zu oft nach Opfer - Täter - Schemen interpretiert.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Ich rege mich über Verkehrsteilnehmer auf, die nur um anderen Verkehrsteilnehmern eine unnötige "Lektion" zu erteilen gefährliche Stunts fahren.
    Geilste Aktion vor einigen Wochen. Ich befinde mich auf der Beschleunigungsspur und will auf die Autobahn auffahren. Da der Verkehr recht dicht und zähfließend ist, kann ich nicht voll beschleunigen sondern nur zusehen, daß ich mich mit etwa 80-100 km/h möglichst günstig in den Verkehr einordne. Jemandem hinter mir geht es aber nicht schnell genug. Nachdem ich mich schmerzfrei in den fließenden Verkehr eingeordnet habe, ordnet sich der Herr hinter mir nicht etwa per Reisverschlussverfahren ebenso problemlos ein, nee, er muss mich unbedingt noch rechts auf der Standspur überholen und sich ohne zu blinken demonstrativ vor mir reinquetschen.


    Anderes Beispiel. Wurde schon angeführt. Leute die im letzten Moment die Ausfahrt nutzen. Auch noch nicht lange her. Ich fahre im dichten Verkehr etwa 100 auf der rechten Spur. Im Außenspiegel sehe ich einen BMW der mich mit geschätzten 160 überholt. Anstatt aber vorbeizufahren setzt er sich ohne zu blinken vor mich und tritt im selben Moment in die Eisen um noch die Ausfahrt zu erreichen.


    Ich rege mich außerdem über das Parken in meiner Straße auf.
    Einmal um den ganzen Block führt eine Einbahnstraße. Damit die Straßenreinigung beide Seiten der Straße reinigen kann, wechselt am 1. und 16. des Monats die Seite auf der geparkt werden darf. Wie gut das funktioniert kann man sich wahrscheinlich vorstellen.
    Das Ergebnis ist, daß manche Leute mindestens drei Tage brauchen um ihren Wagen umzusetzen und es in Kauf nehmen, daß die ganze Siedlung an der von Ihnen verursachten Engstelle vorbei müssen und außerdem natürlich durch das versetzte Parken Stellfläche verloren geht, weshalb man häufig am Ar*** parken muss.


    So, genug aufgeregt ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Ganz klar:


    notorische Rechte- Spur- Verweigerer!


    :top:


    danach kommt:
    Reißverschlussverfahren, man kanns verstehen oder auch lassen...
    'der Arsch fährt ja links ganz nach vorn und ordnet sich dann erst ein'
    'den laß ich nicht rein, der is ja links bis vorn gefahren'
    'nach mir die Sintflut'
    'wie, den muß ich reinlassen?'
    'ich fahr Mitte, damit ja keiner links an mir vorbeifährt'
    §"%$"§$ :o :flop:

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  • Zitat

    notorische Rechte- Spur- Verweigerer!


    Die hasse ich auch. Gerade auf dem Schnellweg. Ich mach Lichthupe und was macht der Hannes? Beschleunigen...lieber in die Leitplanke semmeln als Platz zu machen...


    War heute das zweite Mal.


    Fahrradfahrer liebe ich auch. Die sich bei Rückwärts einparken noch zwischen Lücke und meinem Fahrzeug durchqetschen müssen oder auch gerne beim ausparken durch die kleinste Lücke drücken. Ganz beliebt auch die Fahrradkuriere. Strasse oder Fussweg, je nach dem was gerade grün ist. Gewechselt wird nahtlos ohne auf die anderen Verkehrsteilnehmer zu achten.


    Allen anderen Thread kann ich ungelesen zustimmen :-)


    Aber über mich kann man sich auch aufregen. Ich gehöre zur Kategorie "Rechts überholer, dicht auffahrer und Lichthuper." Aber bei 500m Lücken auf der rechten Seite sehe ich mich da auch im recht!!! Notorisches Linksfahren is Nötigung ;-)

  • Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    frag mal die Radfahrer, worüber die sich im Straßenverkehr am meisten aufregen. ;)


    Der Unterschied ist aber, dass sich die motorisierten Fahrer meist an die Verkehrsregeln halten (müssen), schon allein wegen der Konsequenzen. Was hat ein Zweirad-Kamikaze denn schon zu befürchten? Eine rote Ampel kostet lächerliche 25.- € - das war's. Kein Punkt, kein Fahrverbot.


    Was mich nur wundert, dass der Selbsterhaltungstrieb beim Besteigen des Fahrrads nicht mehr besonders hoch sein kann.



    Stefan

  • Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Was hat ein Zweirad-Kamikaze denn schon zu befürchten? Eine rote Ampel kostet lächerliche 25.- € - das war's. Kein Punkt, kein Fahrverbot.


    Das geht aber auch ganz anders und das passiert z.B. auch in der Praxis recht schnell bei Radfahrern, die es lustig finden, ein an einer roten Ampel stehendes Polizeifahrzeug rechts zu "überholen". Das kostet dann sehr wohl Punkte und Bußgeld und kann auch zum Entzug der Fahrerlaubnis führen.


    Die von dir beschriebene Rechtsauffassung gab es früher in der Tat mal in etwas so. Ich habe auch gerade nicht im Kopf ob sich der BGH mittlerweile der Sache angenommen hat, aber ich weiß, dass es diverse OLGs gibt, die diese Ansicht gefestigt vertreten.

  • Zitat

    Original geschrieben von Der mit dem Bart
    (...)Was du meinst war früher mal so(...)


    Nunja - vor einigen Wochen gab es eine Kontrollaktion hier im Innenstadtbereich, dort wurden dutzende Rotlichtsünder auf dem Fahrrad gestoppt und um 25 Öre erleichtert.


    Man fragt sich nur, wie viele Vergewaltiger, Kinderschänder und Mörder der Polizei während dieser Aktion durch die Lappen sind - um Ausreden sind die ertappten Verkehrssünder ja nie verlegen.



    Stefan

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