Hier in Erlangen sind die Radfahrer klar die am meisten gefährdete Gruppe. Einerseits, weil sie teilweise fahren wie die Wahnsinnigen, andererseits weil viele Autofahrer meinen, sie hätten gegenüber Radfahrern Vorrechte. Dazu ein paar Beispiele:
1.) Wenn ich abends im Winter vom Institut heimfahre oder gehe (ca. 3 km) treffe ich mindestens ein halbes Dutzend anderer Radfahrer, die komplett ohne Beleuchtung fahren. In Verbindung mit Fahren auf dem Gehsteit oder auf dem falschen Radweg ist das dann nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Autofahrer den übersieht und umfährt.
2.) Trotz breiter und ziemlich verkehrsarmer Straße meinen viele Radfahrer auf dem Gehsteig fahren zu müssen.
3.) Krönendes Erlebnis war eine Rotte von vier (!) Radfahrererinnen, die meinten nebeneinander fahren zu müssen, damit sie sich besser unterhalten können. Die haben im übrigen ziemlich überrascht ausgesehen, als ich den Pulk mit dem Rad überholt habe, denn da war die Straße kurzzeitig komplett dicht.
4.) Autofahrer parkt (!) auf Radweg. "Da ist doch genug Platz, fahren Sie doch auf dem Gehsteig!"
5.) Ich fahre an einer Reihe parkender Autos mit ca. 1,2m Abstand vorbei. Ein Autofahrer hinter mir fährt auf und meint, ich solle doch näher rangehen. Genau in dem Moment geht bei einem Auto ein paar Meter vor mir die Tür auf. Ich rolle vorbei und der Fahrer hinter muß scharf bremsen. Glück muß man haben.
6.) Auto- und vor allem Busfahrer, die mit weniger als 1m Sicherheitsabstand überholen.
Keine einzige dieser Situationen hätte sich nicht durch ein bißchen Rücksicht vermeiden lassen, aber es scheint leider eine größere Anzahl an Straßenverkehrsautisten auf unseren Straßen zu geben...