Verhältnismäßigkeit bei staatlicher Gewalt

  • Das ist die zweite Alternative, auf die man aus dem bloßen Umstand herumliegender Patronenhülsen m.E. aber noch weniger schließen kann.


    Aber prinzipiell hast Du natürlich Recht. Allerdings dürfte im Nachhinein oft nur schwer nachzuvollziehen sein, ob der Schütze einen unmittelbar bevorstehenden Angriff annehmen musste/konnte/durfte - und das noch in einem Moment höchster Anspannung.


    Mal abwarten ,wie sich die Sache entwickelt. Wird ein ordnungsgemäßes Ermittlungsverfahren eingeleitet, in dem der Sachverhalt so weit wie möglich aufzuklären versucht wird, hat aus meiner Sicht alles seine Ordnung. Ich befürchte aber, dass sich dieser Fall für die Presse bereits erledigt hat, weil kaum noch ein "Aufreger" zu erwarten sein wird. So ist das eben mit den Kochen, die die Tagespresse ihren Konsumenten in aller Regel vor die Füße wirft ... außer einem schnellen Happen ist oft nichts dran ...

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau


    Will heißen:
    Um Notwehr annehmen zu können, muss der Angriff gegenwärtig sein (also noch andauern). Was Minuten vorher geschah, interessiert erst in zweiter Linie.



    Selbst bei dieser Argumentation dürfte man von Putativnotwehr ausgehen, da der Beamte situationsbedingt intuitiv handelte.

    Ich erhoffe nichts. Ich fürchte nichts. Ich bin frei.

  • das Problem ist nicht dass der Polizist geschossen hat, das Problem ist dass unsere Politik es bisher nicht fertiggebracht hat den Polizisten für solche Situation angemessene Waffen zu beschaffen.


    Hätten die Polizisten wie in anderen Ländern Taser-Waffen gehabt dann würde jetzt nicht darüber diskutiert. Dann wäre der Kriminelle mit Handschellen kurz ins Krankenhaus zum EKG gebracht worden und danach in den Knast.

  • Bist du der Auffassung, wenn sich dieser Fall statt im gutbürgerlichen, aber schlecht ausgestatteten Schwabenland eher im weltmännischen, taser-ausgestatteten Los Angeles ereignet hätte, dass die dortigen Cops bei dieser Sachlage ihre Taser gezogen und dem Bösewicht Hangover-like "in the face" verabreicht hätten?


    Oder wie wär's mitten am belebten Times Square? Auch dort wird natürlich der freundliche Taser gezogen. Nicht zur Eigensicherung jedenfalls.


    Mal davon abgesehen, dass die Taser ja schon des öfteren ebenfalls lethale Wirkung gezeigt haben.

  • Kein Polizist, der halbwegs an seinem Leben hängt, wird bei einer gegen ihn gerichteten scharfen Waffe lediglich mit einem Teaser versuchen, den Täter auszuschalten. Dafür sind diese Geräte viel zu unverlässlich. In diesen Fällen ist ein tödlicher Schuss die einzige Möglichkeit, um die Gefahr mit der nötigen Sicherheit zu beseitigen. Leider.

  • Zitat

    Original geschrieben von mostwanted
    ... dürfte man von Putativnotwehr ausgehen, ...


    Notwehr ja, dann aber unterlassene Hilfeleistung.
    Jetzt ist ein Video aufgetaucht, dass den Erschossenen angeblich gefesselt zeigt.
    Warum einen Angeschossenen fesseln und liegen lassen? - Unterlassene Hilfeleistung von Polizisten im Amt sollte man nicht erwarten.
    Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung…d9-a8e8-aedbab7b2074.html
    Quelle:http://mobil.stern.de/tv/stern…rage-2072039.html?mobil=1

  • Tja und neulich hat sich noch ein Typ auf N-TV erblödet die Polizei insgesamt und im speziellen für alle gewaltätigen Auseinandersetzungen befindet Demo in HH verantwortlich zu machen und den linken Chaoten damit auch noch in die Hände zu spielen.


    Aber wenn es nach solchen "Journalisten" geht haben wohl auch hier die Polizisten die Gewalt selbst verursacht...


    Es wäre wünschenswert wenn in der Berichterstattung Terror und Gewalt von Links genauso kritisch betrachtet werden würde wie der von Rechts. Insbesondere müssten politische Aktive dafür sorgen, dass weder der Schwarze Block noch die Antifa oder andere Knallchargen ihre berechtigten politischen Demos für Krawall und Gewalt mißbraucht.

  • Irgendwie habe ich den Eindruck, dass hier manche im Forum versuchen unverhältnismäßige Polizeigewalt dadurch zu rechtfertigen, dass man Angriffe von hirnlosen Idioten auf die Polizei gegenüberstellt. Sowas kann ich nicht befürworten und lehne es daher strikt ab.


    Anderes Thema:
    Zitat aus stern :


    Zitat

    Die Behörden vermuten, er habe durch einen tödlichen Schuss eines Polizisten sterben wollen. In den USA gibt es dafür einen Ausdruck: "Suicide by cop", also "Selbstmord durch Polizisten". Doch ist diese Annahme ein Grund, einem angeschossenen Mann so zögernd zu helfen? "Ich verstehe nicht, warum bei solchen Einsätzen kein Beamter dabei ist, der versucht, mit dem Mann zu reden und ihn zu beruhigen", sagt ein befreundeter Nachbar. "Sie haben immer nur geschrien 'Waffe runter, Waffe runter'."


    Welche Behörden? Wenn diese das wirklich behauptet haben, finde ich das schon sehr zynisch.

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