GSM-Dämmerung - Bye Bye 2G

  • Das, und man muss es im Kontext der damaligen Frequenzversteigerung aus 2010 sehen.

    B20 durfte damals nur in unterversorgten Regionen (also auf dem Land) ausgebaut werden, die Telekom hatte aber recht üppig ungenutzte Bandbreite im GSM-1800-Band, sodass die Telekom beschloss, in den Städten ausschließlich LTE 1800 auszubauen. Das zunächst auf 15 MHz, später als man GSM-1800 komplett abschaltete auf 20 MHz, nach der Frequenzversteigerung 2016 bekam man dann das zweite LTE 1800-Band mit weiteren 10 MHz. Dann hat man noch vom UMTS-Spektrum etwas abgezwackt, sodass LTE 2100 hinzukam, ebenfalls zunächst auf 15 MHz mit 5 MHz Rest-UMTS.

    Irgendwann sah man dann ein, dass Lowband auch in den Städten gar keine so schlechte Idee wäre, und münzte dafür 5 MHz vom GSM-900-Band um, wo es ging (lange Zeit z. B. nicht entlang von Bahnstrecken, weil es da Störungen mit dem Zugfunk gab). Erst in letzter Zeit, die Beschränkungen aus der Frequenzversteigerung 2010 waren längst gefallen, fängt man an B20 auch in den Städten konsequent auszubauen, es ist aber ein laufender Prozess der wohl noch ein paar Monate/Jahre dauern wird.

  • GSM wird ja auch in einer Art DSS bei o2 verwendet. Alle Standorte haben schon 10 MHz LTE900 und dort läuft auch GSM900. Selbst an einigen Standorten mit GSM1800 läuft LTE im Band 3 auf 20 MHz.

  • Ein weiterer GSM-only Sender der Telekom befindet, bzw. befand (?) sich auf dem Kraftwerk Staudinger in 63538 Großkrotzenburg.


    Mit Fragezeichen deshalb, weil der Standort seit Oktober 2023 nicht mehr geloggt wurde. Möglich, dass er ersatzlos, ohne Umrüstung auf LTE/5G, abgeschaltet wurde. Die EMF-Karte führt die Telekom dort ebenfalls nicht mehr auf. Gebraucht wird der Standort nicht, die benachbarten Standorte aus Großauheim, bzw. Großkrotzenburg versorgen das Gebiet ausreichend.

  • Die Telekom dort machts richtig und verteilt billige aktuelle Geräte.

    Immer unterwegs auf Straße und Schienen mit:
    Samsung Galaxy A54 - Physische SIM: Vodafone + 3AT // eSIM: o2 + Telekom + 1&1. Neu: [Meshtastic]

    Daheim o2 VDSL mit AVM FritzBox 7590 AX /// Viele viele Test-SIM und ein im Aufbau befindliches Gerätemuseum.

  • Dort meckert anscheinend keiner über eCall, fehlendes Basisnetz usw.

    Bei uns dauert es mal wieder Jahre bis zur Abschaltung.

    Gerade bei TMUS dauert es Jahre. Sie wollten damit schon längst durch sein und haben es mehrmals aufgeschoben. Vergl. z.B.

    https://www.androidpolice.com/…g-shutdown-date-feb-2025/


    Und der Grund sind natürlich auch Bedenken wegen IoT usw.


    Du weißt sicher auch dass GSM in den USA nie den Stellenwert wie in Europa hatte.

  • Natürlich, in den USA war CDMA2000 lange Zeit der Standard.


    Andere Länder schaffen es, auf neue Standards (4G/5G, NB-IoT, LTE-M) zu migrieren, aber bei uns gibt es wieder die "das können wir nicht abschalten, weil..."-Mentalität.


    Ein Mobilfunkstandard (hier GSM) über 30 Jahre zu nutzen, wäre ungefähr so, als wenn heute noch Windows 95 verkauft und supported werden müsste.

  • Andere Länder schaffen es, auf neue Standards (4G/5G, NB-IoT, LTE-M) zu migrieren, aber bei uns gibt es wieder die "das können wir nicht abschalten, weil..."-Mentalität.


    Ein Mobilfunkstandard (hier GSM) über 30 Jahre zu nutzen, wäre ungefähr so, als wenn heute noch Windows 95 verkauft und supported werden müsste.

    Dein Vergleich hinkt gewaltig.

    Jedes aktuelle Gerät was heute verkauft wird kann immer noch 2G und damit ist GSM immer noch nutzbar.

    Dein Win 95 ist aber auf einem aktuellen Computer garnicht mehr installierbar und wenn man Win 95 aufgebohrt hätte mit 64Bit und wwi. würde man es sicherlich nicht mehr Win 95 nennen.


    Die Frage ist doch wieviele GSM / UMTS Geräte sind heute noch in deutschen Mobilfunknetzen unterwegs. Das wissen nur die Netzbetreiber genau.

    So etwas wie ein Auto oder IoT Geräte haben ganz andere Austauschzyklen als ein Smartphone.

    Damit setzt sich neue Funktechnik im Smartphone halt erheblich schneller durch als bei Autos.


    Es wird auch ein heulen und Zähneklappern geben wenn UKW abgeschaltet wird. Bei Oldtimern mit Radio im DIN Schacht kann man da sicherlich relativ einfach was machen, aber bei den ganzen Autos wo das Radio in das Amaturenbrett / Mittelkonsole integriert ist wird es schwierig.

  • Nei wird es nicht. Es gibt DAB+ Module mit UKW Transpondern. Einfach die Frequenz im Radio einstellen, die man auch im DAB+ Modul hat und fertig. Allerdings wird die Bedienung verboten sein, da man - wie beim Mobiltelefon - ein Gerät in die Hand nimmt.

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