GSM-Dämmerung - Bye Bye 2G

  • Dann lies mal den Rest des Artikels. 2022! Das war doch alles nur noch Vorwand. Soll wegen der Unfähigkeit und Ignoranz eines Automobilers ein alter kapazitätsfressender Dino künstlich am Leben erhalten werden???


    Ein paar Zitate:

    ____

    Der ADAC hat laut Süddeutscher Zeitung jedoch eine andere Vermutung: "Der Betrieb der App kostet Geld und lohnt sich aus Sicht des Herstellers wohl nicht mehr."


    "Im Zeitraum der Entwicklung und Produktion der Fahrzeuge war die 2G/3G-Technologie der Industriestandard und Stand der Technik."

    Diese Aussage darf bezweifelt werden. Denn die Deutsche Telekom nahm bereits im August 2010 ihren ersten LTE-Sendemast in Betrieb. Zum Zeitpunkt der zuletzt produzierten Smart-Modelle war 2G/3G sicher nicht mehr Stand der Technik.


    Der Münchner Autohersteller BMW stellte seine Modelle schon früher auf 4G um. "Alle BMW-Fahrzeuge, die nach Juli 2017 produziert wurden, sind standardmäßig mit 4G ausgestattet und haben keine Einschränkungen.


    ____


    Da lagen 5(!) Jahre dazwischen. Das ist einfach pure Ignoranz seitens des Automobilers. Das der UMTS-Abschaltung in die Schuhe schieben zu wollen, naja.


    Lenksystem auf Landmaschine brauchen Korrekurdaten per Mobilfunk. Hier läuft eine Maschine, Baujahr 2018 mit 2G/3G-Modem. Austausch des Teils kostet ~1000€, weil darin auch die Neigungssensoren sitzen.

    Ja *schulterzuck*. Unternehmerisches Risiko.


    Benötigst du als Online-Shop-Betreiber ein neues Update, ein Plugin, weil sich was rechtliches geändert hat: Löhnen. Geht am Auto etwas kaputt - löhnen. Nicht schön, noch unschöner wenns einen selber trifft - aber allgemeines Lebensrisiko.


    Wenn sowas als Begründung dienen soll, kann man sich sämtlichem Fortschritt verwehren.

    Wer jammert oder Quatsch schreibt, bei dem klicke ich einfach auf ^^

    Einmal editiert, zuletzt von lumpilump () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von lumpilump mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Man mag es nicht toll finden, aber viele Hersteller haben lange für 4G gebraucht, und Autos werden >10 Jahre genutzt.

    Und warum sollten die Mobilfunkanbieter die Kosten (durch längere Aufrechterhaltung von 2G) tragen müssen, die nur entstehen, weil die Automobilhersteller an den Mobilfunkmodems gespart haben?

  • Vodafone gibt in seinen Pressemitteilungen zum Mobilfunkausbau ja immer noch an, wieviele Standorte nur GSM haben, bzw. wieviele der Gesamtzahl im genannten Landkreis schon LTE bzw. 5G haben.

    Da fragt man sich manchmal, ob die Statistik zur Realität passt.

    Für den Kreis Merzig-Wadern z.B. wurde nach Inbetriebnahme des neuen Standorts in Perl gerade eine Zahl von 40 Standorten genannt, die nun alle mit LTE laufen sollen.

    Vor ein paar Wochen hatte ich ja hier schon mal den Status der 6 GSM-Rundstrahler im Kreis Merzig-Wadern hinterfragt, die aus meiner Sicht zumindest zeilweise inaktiv sein müssen.

    Wenn ich nun zusammenzähle, komme ich niemals auf 40 Standorte, außer ich zähle alle GSM-Rundstrahler komplett mit.

    Oder zumindest teilweise und dafür auch noch ein paar Telekom-MOCN-Standorte dazu.

    Die Vodafone-Statistik ist für mich jedenfalls an diesem Punkt etwas verwirrend.

    Die Netzkarte zeigt jedenfalls noch einige GSM-only Flecken, die dann bis 2028 beseitigt werden müssen. Mal sehen, ob Vodafone das hinkriegt.

    Xiaomi 13T (5G) mit AldiTalk im o2-Netz + ggf. für Cellmapper Norma Connect im Telekom-Netz mit Mediatek Engineering Mode

    Samsung Galaxy Tab S6 Lite mit Norma Connect im Telekom-Netz und (früher mal) Bandlock

    Sony Xperia XZ2 Compact mit Netzclub/FONIC ggf. noch für o2 MOCN Logging

    Sony Ericsson W700i mit Techmode für GSM

  • Und warum sollten die Mobilfunkanbieter die Kosten (durch längere Aufrechterhaltung von 2G) tragen müssen, die nur entstehen, weil die Automobilhersteller an den Mobilfunkmodems gespart haben?

    Die Mobilfunkanbieter tragen nicht nur Kosten, sondern verdienen mit am eCall System, indem sie nicht nur SIM Karten verkaufen, sondern darüber auch zusätzliche kostenpflichtige Telematikdienste. Also nicht immer die armen, armen Mobilfunkanbieter in Schutz nehmen.

  • Austausch des Teils kostet ~1000€, weil darin auch die Neigungssensoren sitzen.

    Immerhin kann man das tauschen. Bei den PKW bietet das kein Hersteller an.

    Der Münchner Autohersteller BMW stellte seine Modelle schon früher auf 4G um. "Alle BMW-Fahrzeuge, die nach Juli 2017 produziert wurden, sind standardmäßig mit 4G ausgestattet und haben keine Einschränkungen.

    Das ist zwar besser, aber trotzdem hast du dann 11 Jahre alte Autos bei denen nichts mehr online funktioniert.

  • Die Mobilfunkanbieter tragen nicht nur Kosten, sondern verdienen mit am eCall System, ...

    ...und die Automobilhersteller verdienen mit den Fahrzeugen.


    Also, warum dürfen die Automobilhersteller jahrelang beim 4G-Modul sparen, die Mobilfunkanbieter aber nicht bei 2G?

  • Also, warum dürfen die Automobilhersteller jahrelang beim 4G-Modul sparen, die Mobilfunkanbieter aber nicht bei 2G?

    Nochmals: für die Wahl von 2G gab es ganz bestimmt gute Gründe, und diese Gründe lagen nicht nur beim Automobilhersteller. Die Mobilfunkanbieter saßen mit an Bord, es wurden Verträge ausgehandelt, die wir nicht in allen Details kennen. Da haben die armen Mobilfunkanbieter ihre 2G Netze zur Verfügung gestellt für den Aufbau von eCall, nicht die noch löchrigen LTE Netze. Zu behaupten, nur wegen ein paar Euro für das Mobilfunkmodul sei die Entscheidung auf 2G gefallen ist pure aus der Luft gegriffene Spekulation und entbehrt sich jeder Grundlage.

  • Nochmals: für die Wahl von 2G gab es ganz bestimmt gute Gründe, und diese Gründe lagen nicht nur beim Automobilhersteller.

    Für die Wahl eines nur 2G+3G-fähigen Modems sind natürlich die Automobilhersteller verantwortlich. Seit 2011 gab es 2G+3G+4G-fähige Modems hierzulande, also seit 14 Jahren!

    Die Einführung von eCall war 2018, also 7 Jahre nach Verfügbarkeit der ersten 2G+3G+4G-fähigen Modems. Da kann sich auch niemand auf fehlende Marktreife der 2G+3G+4G-fähigen Modems herausreden.

    Zu behaupten, nur wegen ein paar Euro für das Mobilfunkmodul sei die Entscheidung auf 2G gefallen ist pure aus der Luft gegriffene Spekulation und entbehrt sich jeder Grundlage.

    Die Entscheidung nur 2G+3G-Modems zu verbauen, die seit Jahren nicht mehr "state of the art" waren, kann nur an falscher Sparsamkeit oder fehlender technischer Weitsicht (oder einer Kombination daraus) liegen. Beides kein gutes Urteil für die Automobilhersteller.

  • Seit 2011 gab es 2G+3G+4G-fähige Modems hierzulande, also seit 14 Jahren!

    Und diese Modems waren alle VoLTE fähig im Jahr 2011? Und das ist nur ein Punkt von vielen, die bestimmt eine Rolle bei der Wahl der endgültigen Lösung gespielt haben.

  • Das ist doch genau wie mit DAB+. Das hat man auch seit mindestens 10 Jahren mit an Bord. Traurig kann man nur über die mangelhafte Umsetzung sein. Autohersteller kennen leider nur billigste Lösungen oder sie lassen es.

    o2 Kunde seit 2007.

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