Autoproduzenten, E-Autos, E-Mobilität, Ladesäulen & Co

  • Ich nehme einfach mal eine Kleinstadt namens Leichlingen mit 27.500 Einwohner im bergischen Land als Beispiel. Und ich denke, dass dies zielich repräsentativ für Orte entsprechender Größenordnung sein dürfte.


    Dies sind die derzeitigen öffentlichen Ladepunkte, wobei die Säulen bei den Edeka-Märkten derzeit (noch) nicht zur Verfügung stehen und zukünftig auch nur jeweils 2 Anschlüsse haben. Ferner darf man nicht vergessen, dass die Stadt eine Ausdehnung von über 11km hat, wobei im oberen/östlichen Stadtgebiet nur die Edeka-Säulen Solinger Straße stehen werden und dann kommt erstmal 10km gar nichts... Es gibt zukünftig also 14 Ladepunkte für 27.500 Einwohner, wow. Aktuell gibt es mindestens 20 Zapfsäulen an 3 Stationen, wohlgemerkt, diese sind nach maximal 5 Minuten jeweils wieder frei.


    ALDI Süd Leichlingen

    Verbund: ALDI Süd Anschlüsse: 2 x2 x Typ 2 Dose


    EDEKA Bonus Leichlingen (derzeit noch nicht aktiv)

    Verbund: Edeka Anschlüsse: 2 x2 x CHAdeMO2 x2 x Combo Typ 2 (CCS) EU2 x2 x Typ 2 Dose


    EDEKA Bonus Solinger Straße Leichlingen (derzeit noch nicht aktiv)

    Verbund: Edeka Anschlüsse: 2 x2 x CHAdeMO2 x2 x Combo Typ 2 (CCS) EU2 x2 x Typ 2 Dose


    Rathaus Leichlingen

    Verbund: Belkaw Anschlüsse: 2 x2 x Typ 2 Dose


    Parkplatz An der Wupper Leichlingen

    Verbund: Belkaw Anschlüsse: 2 x2 x Typ 2 Dose


    Parkplatz Im Brückerfeld Leichlingen

    Verbund: Belkaw Anschlüsse: 4 x4 x Typ 2 Dose


    Ohne private Lademöglichkeit funktioniert folglich gar nichts.

  • Wenn ich das richtig sehe, gibt es dort ebenfalls nur 3 Tankstellen, für weitaus mehr Fahrzeuge, die versorgt werden müssen. Das Problem bei deiner Auflistung ist aber tatsächlich nicht mal die Anzahl, sondern eher die AC Versorgung, was natürlich langes Laden benötigen würde

  • Von 60km Reichweite auf 400 sind es zugegebenermaßen keine 5 Minuten, aber 15 Minuten. Wie du auf Stunden kommst ist mir leider nicht klar. Natürlich, du kannst langsam laden, du kannst aber auch langsam tanken gehen, wenn’s dir so beliebt.


    Insgesamt würdest du also sogar Zeit sparen, da dein Auto während des Einkaufens oder sonstwo laden würde und du nicht deine Zeit an der Tankstelle sinnlos vergeuden würdest.

    Ich habe in erster Linie Typ2-Lader in der Nähe. Daher Stunden. Die CSS-Lader sind alle mehrere km entfernt. Um Lademöglichkeiten an Geschäften zu nutzen müsste ich Umwege bis 10km in kauf nehmen. Das ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

  • 22kW ist OK wenn man länger wo steht (Kino, abendliches Ausgehen) , für die maximal 15 Minuten die ich für einen ausgehnten Supermarkteinkauf brauche lohnt das den Aufwand kaum, es sei den man nutzt sein E-Auto in erster Linie zum Einkaufen im näheren Umkreis, dann kann man sich mit den "Häppchen" durchaus über Wasser halten.

    Für Hybride reicht es thoretisch auch, die meisten laden aber nur maximal 3.7kW, da schafft man in einer Viertelstunde nur mit Mühe den Verbrauch für den Weg zum Supermarkt auszugleichen.

    Wenn ich das richtig sehe, gibt es dort ebenfalls nur 3 Tankstellen, für weitaus mehr Fahrzeuge, die versorgt werden müssen. Das Problem bei deiner Auflistung ist aber tatsächlich nicht mal die Anzahl, sondern eher die AC Versorgung, was natürlich langes Laden benötigen würde

    Eben, und eine Tankstelle hat selten weniger als 4 Zapfsäulen.

    Für 60l + Bezahlen brauche ich keine 5 Minuten und habe anschließend 1000km Reichweite.

    In 5 Minuten mit einer 22kW Säule bekommt man wenn die ein Kabel fest dran hat vielleicht 1.5kWh nachgeladen, für 1000km Reichweite braucht man dann rund 3h.

    D.h. um eine Zapfsäule zu ersetzen braucht man theoretisch ca. 35 AC Lader (praktisch tanken die meisten Kunden eher 20-40l womit der Overhead fürs Bezahlen zunimmt und die netto Kapazität der Tankstelel sinkt, aber ein Faktor um die 20 scheint mir nicht ganz unrealistisch).

  • Wie ich schrieb, mittlerweile darf man oft nur 2 an der Ladesäule stehen, da ist nix mit vollladen bei 22 kw Max.


    Zudem ist die maximale Auslastung bei einer Lasesäule nach deiner Rechnung (und auch meiner) eher 0,33 PKW pro Stunde, an einer Zapfsäule hingegen eher 10-12 PKW, um jeweils den Kraftstoff für 500+ km nachzufüllen/-laden. Folglich wäre bei gleichmäßiger Auslastung eher der Faktor 30 anzunehmen. Woher nimmt man den Platz? Wie verteilt man die Säulen gleichmäßiger auch auf die Außenbezirke, so dass man den Wagen dann auch tatsächlich 3 Stunden stehen lassen kann und zu Fuß wieder abholt? Wer will denn bitte mitten in der Nacht nach drei Stunden den Wagen wegfahren, um wieder Kapazitäten an der Säule zu schaffen? Folglich sinkt die maximale Kapazität der Ladepunkte nochmals erheblich.

  • Wieso? Mein letzter Benziner zeigte mir vollgetankt 520km an. Mein Elektrowagen vollgeladen 580km. Wenn du also mit 520km einen Monat auskommst, kommst du mit dem Elektrowagen doch bestens hin. Für dann wohl einmal im Monat laden braucht es auch keine eigene Ladesäule. Trotz mittlerweile drei Eektroautos haben wir Zuhause auch weiterhin keinerlei Lademöglichkeit

    Diese Rechnung geht aber nur bei rein rein grössstädtischer Nutzung mit viel Stop-and-Go Verkehr auf. Denn gehen wir mal von 48l Tankgrösse und 80 KWh Akkugrösse aus würde das bedeuten das du mit dem Benziner satte 9,2 l/100km Verbrauch hattest aber mit dem Elektroauto nur 13,8 KWh/100km und das klappt eigentlich nur bei Stop-and-Go.

    Ich finde es eher normal so 3x im Monat 30-38l zu tanken.

    Aber auch ein nur noch ca. 1/4 voller Tank, also ca. 12l Restinhalt, also dann wenn man zum tanken fährt, entsprechen bei einem Benziner immer noch gut 170km Restreichweite und bei einem Diesel gut 200km.

    Ein bezahlbares Elektroauto wie ein Mazda MX-30 oder Mini Cooper SE haben selbst mit einem randvoll geladenem Akku nichtmal diese Reichweite, müssten also täglich geladen werden.

  • Ohne private Lademöglichkeit funktioniert gar nichts.

    Passt doch erstmal. Immerhin haben fast 100% aller Haushalte Strom und Steckdosen. Eine Diesel/Benzin ‚Tankstelle‘/Fässer haben vermutlich maximal ein paar Landwirte daheim.


    Auch in/um Leichlingen gibt es anscheinend einiges an EFH/Reihenhäusern, da dürfte es recht unproblematisch sein schon heute ein e-Auto zu betanken.

    Spannender fände ich da die Frage nach Schnellladern an den Autobahnstrecken, da gibt es allein von Tesla anscheinend schon einiges mit >=100kW. z.b. auch in der Nähe von Leichlingen am Kreuz Hilden sollen es an einem Standort 40 Ladepunkte mit mindestens 150kW sein.

  • Passt doch erstmal. Immerhin haben fast 100% aller Haushalte Strom und Steckdosen.

    Ja, aber der Strom und die Steckdosen sind oftmals ist nicht dort, wo das Auto steht, vor allem dann nicht, wenn man keine eigene Garage hat, und das Auto unter freiem Himmel steht.

  • Ich finde man bräuchte ein mehrstufiges Ladekonzept:

    1) Viele blaue CEE-Steckdosen überall dort wo Autos lange stehen: Bei den Stellpätzen von Wohnanlagen, bei den Arbeitgebern und an Pendlerbahnhöfen


    2) 75KW CCS-Schnelllader nicht nur an den Autobahnen sondern auch innerorts an attraktiven Standorten

    3) Bei einer Verbreitung von Fahrzeugen mit 22KW AC-Ladefähigkeit wären an Orten wo man sich mindestens 90 Minuten aufhält wie z.B. Badesee, Bars und Clubs, Freibäder, Kinos etc. auch 22KW AC-Ladeplätze eine günstigere Alternative zu den 75KW CCS-Schnellladern

    Und natürlich vernünftige Elektroauto mit mindestens 65 KWh Akku, 185 km/h Vmax, 22KW AC- und 75KW CCS-Schnellladefähigkeit zu einem bezahlbaren Preis.

  • Ja, aber der Strom und die Steckdosen sind oftmals ist nicht dort, wo das Auto steht, vor allem dann nicht, wenn man keine eigene Garage hat, und das Auto unter freiem Himmel steht.

    sehe ich genauso ... ich habe nicht mal eine Schuko in Reichweite meines Stellplatzes ...

    Und die nächste entfernte (denke ca 10-12m) ist uralt, der würde ich nicht mal 2kW Dauerlast zumuten ...


    Sprich Infrastruktur daheim scheisse ... Ausbau zu teuer (kenne keinen Elektriker der mir für 500-100 Euro was hinpflastert) ... und nun ... ??

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