Autoproduzenten, E-Autos, E-Mobilität, Ladesäulen & Co

  • Ich zahle noch 32 Cent. Laufzeit bis 31.12.


    Rein interessehalber habe ich die Woche Mal geschaut. Zur Zeit könnte ich hier lokal unter 30 Cent bekommen. 1 Monat ist billiger als 12 Monate. Verbrauch 10.000 kWh.

    Die Anbieter sind halt auch vorsichtig geworden und 1 Monat lässt sich derzeit für die besser kalkulieren als 12.

  • ... - und habe auch keine Reichweitenangst ^^

    Apropos. Da hatte die Welt diese Tage mal wieder einen recht reißerischen Artikel am Start. Bemerkenswert fand ich, das das EU-Land mit dem höchsten Anteil an E-Auto-Neuzulassungen (45%), ein im Verhältnis doch geringes Ladesäulennetz (12,2/100km) hat. Schweden, welches auch von der Fläche nicht gerade klein ist. Ob der Schwede ein Wort für Reichweitenangst hat?

  • Das Problem ist nicht nur die Reichweite, sondern auch die Haltbarkeit des Akkus, die durch diese zusätzliche Nutzung noch weiter reduziert wird.

    Nur 10 kWh Kapazität von 1 Millionen Autos (von dereinst vielleicht 10 oder 20 Millionen, z.B. jene die einfach nur in der Garage bei den Senioren oder Firmen stehen) macht 10 GWh -direkt lokal zur Disposition-, was grob 1/4 der gesamten aktuellen Pumpspeicherkapazitäten in D entspricht.

    Zudem hilft es ja auch schon, wenn die Netzbetreiber mit den Wallboxen dahingehend kommunizieren können, dass z.B. signalisiert wird, dass Ladevorgänge heute erst ab 23 oder 24 Uhr erfolgen sollen und Wallboxen darauf ggf. auch anworten können. Wenn dann auch nur ein Teil den Wünschen des Netzbetreibers folgt, hilft es trotzdem Lastspitzen zu glätten. Und bei den meisten E-Autos, die daheim an einer Wallbox hängen, wird es in der Regel egal sein, wann der Ladevorgang beginnt- ob nun um 18, 22 oder 2 Uhr.

    Meine Zivildienststelle hatte im übrigen schon vor gut 30 Jahren einen Laststromtarif- da gab es fixe Zeit wo nur bis x kW verbraucht werden durfte vom gesamten Betrieb. Und die Zeiten war damals vorallem schon Mittags und am frühen Abend. Waschmaschinen und Trockner liefen dann meist außerhalb dieser Zeiten. Und ggf. wurden die von der eingebauten Überwachungsschaltung zuerst stromlos gemacht, ggf. als nächstes wäre die Großküche dran gewesen. Heute gäbe es da ja viel bessere Steuerungsmöglichkeiten...

  • Apropos. Da hatte die Welt diese Tage mal wieder einen recht reißerischen Artikel am Start. Bemerkenswert fand ich, das das EU-Land mit dem höchsten Anteil an E-Auto-Neuzulassungen (45%), ein im Verhältnis doch geringes Ladesäulennetz (12,2/100km) hat. Schweden, welches auch von der Fläche nicht gerade klein ist. Ob der Schwede ein Wort für Reichweitenangst hat?

    Gut die Hälfte sind allerdings Plug In Hybride. Und ein Großteil der Schweden lebt in den südlichen ~300x300km des Landes, auf den langen Stecken im Norden (im Wesentlichen 2 Hauptrouten + 4 Querverbindungen von der Küste bis nach Norwegen) war zumindest im Winter wenn ich da mal gefahren bin gerade was PKW anbelangt ziemlich wenig los.

    In Nordschweden gibts auch an vielen öffentlichen Parkplätzen 220V Steckdosen um Verbrenner vorzuheizen (ob die auch im Sommer in Betrieb sind weiß ich nicht).

    Sowas ist am Ende aber auch eine Frage der politischen Rahmenbedingungen (Steuern, Strompreis, Spritpreis, Fahrverbote bzw. Sonderrechte).

    In Deutschland wundert mich der eher niedrige Anteil insofern dass der Löwenanteil der Neuzulassungen geschäftlich sind die von der 0.5% Besteuerung extrem profitieren, Wenn ich einen Dienstwagen hätte würde ich doch keinen reinen Verbrenner mehr nehmen auch wenns dann halt ggf. ein Benzin Hybrid werden müsste.

  • CATL hat einen neue Akkutyp mit fast doppelter Energiedichte nach eignenen Angaben bereit für die Serienproduktion,

    https://www.electrive.net/2023…attery-mit-500-wh-kg-vor/

    500Wh/kg sind echt eine Anssage, auch wenn da natürlich wie bisher auch Overhead für Chashschutz, Batterie- und Thermomanagement draufkommt reduziert das das Gewicht einer 50kWh Batterie an die 100kg.

    Hauptzielgruope sind zwar wohl erstmal Luft- und Raumfahrt, im PKW Bereich kommts halt noch mehr auf Preis und vor Allem Dauerhaltbarkeit an.

  • Wenn ich einen Dienstwagen hätte würde ich doch keinen reinen Verbrenner mehr nehmen auch wenns dann halt ggf. ein Benzin Hybrid werden müsste.

    Na klar doch :D: der Staat schenkt uns monatlich 100 Nüsse um einen 200-kg-Akku durch die Gegend zu fahren, den bei den Strompreisen keiner lädt, und deswegen nur 'nen Liter Mehrverbrauch bewirkt. So einen Bullshit mitzumachen ist erste Bürgerpflicht, sonst würden "unsere" todgeweihten Konzerne nicht ihre 15 Mrd. Gewinn machen... :S

    🎖️ Inoffizieller TT-Klugscheißer und Allesbesserwisser 🎖️

  • Ich weiß zwar nicht wie du es schaffst mit einem Hybrid 1l/100km Mehrverbrauch hinzukriegen, ich komme wenn ich mal einen fahre eher 1l/100km niedriger raus.

    Da müsste ich ja einen nassen Hut auf haben dann auch noch das Doppelte für einen reinen Verbrenner zu bezahlen.

    Dienstwagenparkplätze haben bei uns außerdem auch Wallboxen so dass ich den Weg zur Arbeit problemlos rein elektrisch fahren könnte.

  • rein elektrisch fahren könnte.

    Und genau das ist das Problem! Gestern auch wieder. So typisch! Einer mit einer Telekom C-Klasse fährt wie selbstverständlich mit Benzin auf den Aldi Ladeplatz. Aber warum sollte er das Kabel anschließen? Macht ja Arbeit und womöglich müsste er den Euro dann noch aus eigener Tasche zahlen. Aber wichtig E-Kennzeichen und Steuern sparen. Da krieg' ich nen Hass! Ist bei "Was geht Euch auf den Keks?" wahrscheinlich besser aufgehoben.


    Zum Glück ist der Spuk vorbei und die Plugins aus der Förderung.

  • Zudem hilft es ja auch schon, wenn die Netzbetreiber mit den Wallboxen dahingehend kommunizieren können, dass z.B. signalisiert wird, dass Ladevorgänge heute erst ab 23 oder 24 Uhr erfolgen sollen und Wallboxen darauf ggf. auch anworten können. Wenn dann auch nur ein Teil den Wünschen des Netzbetreibers folgt, hilft es trotzdem Lastspitzen zu glätten. Und bei den meisten E-Autos, die daheim an einer Wallbox hängen, wird es in der Regel egal sein, wann der Ladevorgang beginnt- ob nun um 18, 22 oder 2 Uhr.

    Könnte man sowas nicht auch über den Preis regeln?

    Wenn ich die Beliebtheit von Spritpreisvergleichs-Apps anschaue, dann würden sicher auch viele gerne nur den billigen Strom ab z.B. 3 Uhr tanken. Das lässt sich auch automatisieren, man muss nicht um 3 den Wecker stellen. (Hab nur den Link mit der Anleitung dazu nicht gesichtert, da ich in absehbarer Zukunft leider eh keine Wallbox haben werde.)

    Ich denke das Flex-Tarife sowieso vermehrt aufkommen werden. Wer seinen Stromverbrauch dann so steuert, das er Überschüsse abnimmt und zu Lastspitzen weniger aus dem Netz zieht, wird bares Geld sparen können.

    Anbieter mit solchen Tarife gibts längst genug.

    Sind nur nicht so beliebt, weil man auch mal eine Zeit lang etwas über dem Arbeitspreis des Grundversorgung liegen könnte. German Angst vor hohem Strompreis - da zahlt man bei knappen Budget lieber mit langfristiger Preisgarantie sichere 40 Ct. je kWh. So, oder so ähnlich liest sich die Warnung des MDR.

    https://www.mdr.de/nachrichten…aren-hohe-kosten-100.html


    Innerhalb der letzten 4 Wochen (mehr hab ich nicht geguckt) wäre ich aber nur wenige Stunden mal minimal teurer gefahren als im Grundversorgertarif. Demgegenüber war der Strom teils sogar kostenlos (negative Preise), und mit Abgaben, Durchleitungsentgelten usw. käme man hin und wieder auf einstellige Centbeträge je kWh.


    https://www.awattar.de/tariffs/hourly

    Heute ist es aber ausgeglichen und langweilig, gerade mal von 8 - 9 Uhr würde ich ein Centbruchteil mehr als im lokalen Grundversorgungstarif zahlen und nachts und nachmittags um die 4 - 5 Cent je kWh sparen. Die Rechnung ist aber individuell, da ich den höheren Grundpreis mit dem kWh Preis verrechnet habe. (Es kommt am Ende ja auf den absoluten Rechnungbetrag an.)


    Ob es sich lohnt, hängt also vom individuellen Verbrauch und Lastprofil, dem vorh. Tarif, und der eigenen Flexililität ab.


    Kann man den Wächetrockner auch mal Nachts laufen lassen? Oder das Wäschewaschen auch mal um ein Paar Tage aufschieben? Meist wären aber nur wenige Stunden nötig um zumindest unter den starren Arbeitspreis zu kommen.


    Ein halbwegs regelmäßig genutzes E-Auto wäre mit den geringsten Komfortverlust flexibel ladbar und als Verbaucher groß genug für eine nennenswerte Ersparnis!


    Und wenn man nicht täglich 40% oder mehr nachladen muss, ließe sich sogar auch noch ein hochpreisiger Tag überbrücken.


    Aber mal gegen die German Angst argumentiert: Wäre es so ein Drama hin und wieder mal für um die 35 Ct./kWh zu laden? Meist könnte ich hier jedenfalls unter 25 Ct./kWh kommen, hin und wieder sogar noch deutlich weniger. Das würde es doch wett machen, oder nicht? (Die Preise inkl. aller Steuern, Abgaben, Netznutzung usw..)


    Na ja, aber so wie ich die deutsche Mentalität verstehe, wollen die meisten sicher kalkulierbare Preise und feste Ladezeiten um dann mit 100%iger Garantie ab 2 Uhr im staatlich zugeteilen Ladezeitfenster für 45 Ct./kWh (bei 2-jähriger Preisgarantie) laden zu können.

    Bei Sprittankstellen sind die Preisschwankungen ja auch das größte Ärgernis, sind prozentual gesehen aber absolut nichts gegen die Volatilität des Strompreises.

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!