Frequenzauktion 2019


  • 1. Geld verdient wird in der Bundesrepublik mit 2G.


    Denke das kann man nicht so sagen.


    Fuer juengere Privatkunden wird Sprachtelefonie und SMS immer unwichtiger, die wuerden mit einem 6ct bis 8ct Discounttarif wie discoTEL oder McSIM bequem mit so 1,80€ bis 4,80€ im Monat auskommen, wenn es nur um Sprachtelefonie und SMS geht. Und GPRS und EDGE sind eigentlich eh nahezu unbrauchbar.


    Aeltere Privatkunden und Businesskunden telefonieren zwar deutlich mehr, aber da ist ja selbst fuer Dauerquassler bei Preisen zwischen 6,49€ bei den Online-Postpaiddiscountern bis 8,70€ (7,99€/4Wochen) bei den Supermarkt-Prepaiddiscountern der Deckel drauf.


    Also ist mit 2G eigentlich kein ARPU ueber 5€ moeglich. Das Geld muss also mit Daten verdient werden, und dazu braucht es dann schon 3G/4G.

  • So groß spekulieren braucht man da gar nicht.


    1. Geld verdient wird in der Bundesrepublik mit 2G.
    2. Der Zugang zu 5G bleibt ein Premiumfeature der Netzbetreiber, ähnlich wie heute schon LTE.
    3. Außer ein paar Leuchttürmen in den Hauptstädten wird nichts ausgebaut werden.


    Vielleicht besitze ich irgendwann sogar mal ein Endgerät mit 5G, aber ein Netz wird das mit meinen SIM-Karten bei Aufenthalt im abgehängten Deutschland mit großer Wahrscheinlichkeit nie finden. Da mache ich mir keine Illusionen.


    Ich glaube kaum, dass 5G ein Premiumfeature werden wird. Dafür ist es einfach zu teuer. Und teuer lohnt nur, wenn man es auf Massen an Nutzern umlegen kann. In den Städten wird es, denke ich, recht zügig kommen. An den Verkehrsachsen ggf. auch. Bei der weiten Fläche habe ich meine Zweifel, allein auf Grund der erforderlichen Zellendichte. Wozu aber auch. Ein dichtes LTE könnte noch eine ganze Weile reichen.


    Jedenfalls denke ich, dass man in Berlin erkannt hat, das die reale Gefahr besteht, abgehängt zu werden. Also wird man sich ein zögerliches „Weiter so.“ gar nicht leisten können.


    Telefonie und damit 2G ist bei den jungen Leuten scheintot bis tot. Die nutzen nahezu ausschließlich Daten. Wie teilt man jungen Leute in der Firma Termine mit? Per Telefon oder gar Mail nicht mehr.

    Menschen neigen dazu, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu extrapolieren. Deshalb sollte man kaufen, wenn alle verkaufen und umgekehrt.

  • Momentan weis eben noch niemand wie 5G ueberhaupt funktionieren wird, und es gibt auch keine Dienste die 5G brauchen wuerden.


    Aktuell wird vorallem 3.5G (UMTS mit HSPA beim Mobilfunk, Annex J/M ADSL2+ im Festnetz) benoetigt, selbst 4G (LTE im Mobilfunk, VDSL im Festnetz) und 4.5G (LTE CA im Mobilfunk, VDSL mit (Super)vectoring im Festnetz) werden nur mitgenommen wenn es entweder keinen oder kaum einen Aufpreis kostet, oder LTE wegen der Flaechendeckung benoetigt wird.

  • Momentan weis eben noch niemand wie 5G ueberhaupt funktionieren wird, und es gibt auch keine Dienste die 5G brauchen wuerden.


    Aktuell wird vorallem 3.5G (UMTS mit HSPA beim Mobilfunk, Annex J/M ADSL2+ im Festnetz) benoetigt, selbst 4G (LTE im Mobilfunk, VDSL im Festnetz) und 4.5G (LTE CA im Mobilfunk, VDSL mit (Super)vectoring im Festnetz) werden nur mitgenommen wenn es entweder keinen oder kaum einen Aufpreis kostet, oder LTE wegen der Flaechendeckung benoetigt wird.


    Wirtschaftlich gesehen macht es Sinn alle neuen Stationen nur noch mit Single-RAN, GSM 900 + LTE (700) + 800 und mindestens 1 Gbit/s Anbindung zu bauen (ob Richtfunk oder Glasfaser ist mir auf dem Land derzeit egal) zu errichten.


  • Wirtschaftlich gesehen macht es Sinn alle neuen Stationen nur noch mit Single-RAN, GSM 900 + LTE (700) + 800 und mindestens 1 Gbit/s Anbindung zu bauen (ob Richtfunk oder Glasfaser ist mir auf dem Land derzeit egal) zu errichten.

    GSM kann man in die Tonne treten, viele Laender haben das schon gemacht. Und die 700 MHz Frequenzen sollte man fuer 5G reservieren.


    Ich waere eher fuer folgende Konfiguration:


    Land und Kleinstaedte: 2 Traeger UMTS900 + 10 MHz LTE800
    Mittelstaedte: 2 Traeger UMTS900 + 10 MHz LTE800 + 20 MHz LTE1800
    Grossstaedte: 2 Traeger UMTS900 + 10 MHz LTE800 + 20 MHz LTE1800 + 15 MHz LTE2100
    Hotspots: 3 Traeger UMTS2100 + 20 MHz LTE1800 +20 MHz LTE2600


    Ein Landstandort schafft bei drei Sektoren technisch maximal 360 MBit/s allerdings ist das ziehmlich unrealistisch, weil dann nicht nur alle Sektoren voll ausgelastet sein muessten, sondern auch noch jedes Geraet einen optimalen Funkkanal fuer die hoechstmoegliche Modulation haben muesste. Deshalb reicht ein 155 MBit/s Link voll und ganz aus.


    Aber selbst eine 20 MBit/s SDSL Anbidung reicht erstmal damit die Kunden die meiste Zeit auf ihre 3-10 MBit/s kommen. Das ist schonmal um Welten besser als GSM/EDGE und reicht erstmal.


    Die Anbindung kann man spaeter immer noch optimieren, denn wenn VDSL ausgebaut wird, dann werden die Strecken zu den Mobilfunkmasten auch kuerzer, und direkte Glasfaseranbindungen billiger.


  • Ich würde immer Single-RAN mitbauen und erstmal auf die Frequenzen achten, die Dienste kann man dann ja immer noch je nach Last einteilen:


    Land: 700 MHz, 800 MHz, 900 MHz. Anbindung mindestens 1 Gbit/s.


    Ballungsgebiete: 700 MHz, 800 MHz, (1500 MHz), 1800 MHz, 2100 MHz, (2600 MHz [auch Band 38]) mit 4x4 MIMO. Das eingeklammerte je nach Bedarf. Dann noch eine Anbindung via Richtfunk besser mit Glasfaser mit mindestens 5 Gbit/s.


    3G/UMTS würde ich komplett abschalten. 2G können alle Endgeräte. Alle für LTE freischalten und fertig ist es.


  • Land und Kleinstaedte: 2 Traeger UMTS900 + 10 MHz LTE800
    Mittelstaedte: 2 Traeger UMTS900 + 10 MHz LTE800 + 20 MHz LTE1800
    Grossstaedte: 2 Traeger UMTS900 + 10 MHz LTE800 + 20 MHz LTE1800 + 15 MHz LTE2100
    Hotspots: 3 Traeger UMTS2100 + 20 MHz LTE1800 +20 MHz LTE2600


    Nur zum Verständnis: Du willst Großstädte mit L21 zupflastern, an deren Bahnhöfen, Einkaufszentren und anderen Hotspots aber UMTS auf 21 MHz fahren?

  • 15MHz UMTS ist ziemlich das dümmste das man machen kann. Dümmer wäre nur LTE800 zu UMTS800 zu refarmen.


    Ich würde bis ende 2019 UMTS auf 5Mhz reduzieren, LTE für alle freigeben und 2020 UMTS komplett abschalten.

  • Von erzwungenem National Roaming zwischen allen Netzen halte ich auch nicht viel, da dann kein Netz mehr Alleinstellungsmerkmale hätte, und das dann vielleicht sogar eher den Netzausbau hemmt als fördert.


    Sinnvoller denke ich wäre es eher gewesen wenn der Staat so 5-10 MHz 800 MHz Frequenzen für LTE800 und 5-10 MHz 900 MHz für UMTS zurückgehalten hätte, und damit ein staatliches Rumpfnetz aufgebaut hätte indem alle Anbieter roamen dürfen. So ähnlich wie in Frankreich.


    Oder eine andere Möglichkeit wäre es den IC-Preis, denn die Netzbetreiber für eingehende Verbindungen kassieren duerfen, nach der Netzabdeckung, vorallem der 3G/4G Netzabdeckung, zu bemessen. Dann würde sich der Netzausbau in geringer besiedelten Gebieten für die Anbieter besser lohnen.


    In Frankreich wird nichts aufgehoben, das wäre Verschwendung!

  • 15MHz UMTS ist ziemlich das dümmste das man machen kann. Dümmer wäre nur LTE800 zu UMTS800 zu refarmen.


    Ich würde bis ende 2019 UMTS auf 5Mhz reduzieren, LTE für alle freigeben und 2020 UMTS komplett abschalten.


    Ich bin für 5 MHz UMTS pro Netz und irgendwann in der Zukunft MOCN (Sharing), denn noch gibt es kein VoLTE Roaming und einige ältere Geräte auch M2M. Natürlich LTE für alle mit niedrigerer Priorität für niedrigere Kunden.

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