Der allgemeine Corona-Thread - Alles Rund um SARS-CoV-2 Covid19, Impfung, Schnelltest usw.

  • Vor 14 Tagen bezeichnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Coronapandemie als "Charaktertest". Er selbst hat ihn wohl nicht bestanden, denn kurz danach muss er infiziert worden sein. Gestern kam in den Schlagzeilen, dass er selbst positiv auf das Virus getestet wurde. Ob er den Satz, mit dem Wissen von heute, damals auch so raus posaunt hätte? Ich dachte schon vor 14 Tagen, dass er sich damit verdammt weit aus dem Fenster lehnt.

  • Vor 14 Tagen bezeichnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Coronapandemie als "Charaktertest". Er selbst hat ihn wohl nicht bestanden, denn kurz danach muss er infiziert worden sein. Gestern kam in den Schlagzeilen, dass er selbst positiv auf das Virus getestet wurde. Ob er den Satz, mit dem Wissen von heute, damals auch so raus posaunt hätte? Ich dachte schon vor 14 Tagen, dass er sich damit verdammt weit aus dem Fenster lehnt.

    Damit hat er wohl an das Bewusstsein aller appeliert, den Mitmenschen gegenüber rücksichtsvoll und vorsichtig zu sein (sich an den Maßnahmen zu orientieren).

    Das zu beherzigen, heißt nicht, selbst vor der Infektion gefeit zu sein. Und auch nicht, dass er selbst rücksichtslos gehandelt hat.

  • Das zu beherzigen, heißt nicht, selbst vor der Infektion gefeit zu sein. Und auch nicht, dass er selbst rücksichtslos gehandelt hat.

    Das habe ich auch an keiner Stelle behauptet. Vielmehr dachte ich, wenn er, der gerne als Speerspitze der Pandemiebekämpung bezeichnet wird, sich selbst nicht schützen kann, dann können wir es erst recht nicht, und darauf wollte ich eigentlich hinaus. Der mit dem hoch erhobenen moralischen Zeigefinger geschwurbelte Satz vom "Charaktertest" wirkt in diesem Lichte irgendwo zwischen hochmütig und arrogant.

    Einmal editiert, zuletzt von Frank73 ()

  • Nach all den Diskussionen ob Masken, Quarantäne, Großveranstaltungen etc. fragt der Schweizer Blick jetzt allen Ernstes:


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  • Das habe ich auch an keiner Stelle behauptet. Vielmehr dachte ich, wenn er, der gerne als Speerspitze der Pandemiebekämpung bezeichnet wird, sich selbst nicht schützen kann, dann können wir es erst recht nicht, und darauf wollte ich eigentlich hinaus. Der mit dem hoch erhobenen moralischen Zeigefinger geschwurbelte Satz vom "Charaktertest" wirkt in diesem Lichte irgendwo zwischen hochmütig und arrogant.

    Naja, wenn man sich entsprechend verhält (Rücksichtnahme und Vorsicht) ist das für mich schon ein Zeichen von Charakter. Alles andere ist rücksichtslos oder bestenfalls gedankenlos. Das hat nix mit Geschwurbel zu tun.

  • Wenn ich mir den Arm breche, dann muss ich zum Notdienst

    Das ist ja auch ein "Notfall".

    Der Notfallzuschlag für Krankenhäuser bezieht sich aber eben nicht auf die Finanzierung, sondern soll zur Abschreckung dienen nicht für jeden Schnupfen in die Notaufnahme zu gehen.

    Eben, um die gehts. Wer am Samstag Abend um 19Uhr merkt, dass ihm seit 6 Tagen der Fuß weh tut oder er Druck auf dem Ohr hat, hat wenig meines Mitleides. Ausser bei Extremverschlimmerung. Wenn eine Untersuchung dann eben mit 180 Euronen veranschlagt wird, dürften viele wieder heimgehen. Genauso, wenn sie in einem extra Raum für Nichtnotfälle mal 6h geparkt werden. Warten mag man genausowenig wie bezahlen.

    Ich persönlich muss weder Abends zum Ladenschluß um 21Uhr zu Edeka / Lidl rennen um einzukaufen noch am Wochenende oder Nachts in ein Krankenhaus, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Also z.B. wenn irgendwas komisch wegsteht oder stark blutet. Redet ja wirklich keiner von Schlaganfallpatienten oder so...

  • Das habe ich auch an keiner Stelle behauptet. Vielmehr dachte ich, wenn er, der gerne als Speerspitze der Pandemiebekämpung bezeichnet wird, sich selbst nicht schützen kann, dann können wir es erst recht nicht, und darauf wollte ich eigentlich hinaus. Der mit dem hoch erhobenen moralischen Zeigefinger geschwurbelte Satz vom "Charaktertest" wirkt in diesem Lichte irgendwo zwischen hochmütig und arrogant.

    Ich fände es interessant zu erfahren wie er sich das eingefangen hat, es sind ja in den letzten Monaten diverse Politiker verschiedener Parteien dabei erwischt worden sich nicht an die selbst formulierten Regelungen gehalten zu haben, solange ihm aber nicht nachgewiesen wird dass er es sich wegen Nichteinhaltung der Corona Regeln eingefangen hat sehe ich keinen Grund zur Häme oder um ihm Arroganz zu unterstellen.

    Bei einem Politiker der jede Woche hunderte Kontakte mit verschiedenen Personen hat kann das aber in der Tat schwierig werden nachzuvollziehen wo er sich angesteckt hat.

    Es gibt keinen 100% Schutz, nur sollte sich eine infektion bei Einhaltung der Regeln nicht exponentiell ausbreiten, ob Spahn auch Leute in seinem Umfeld infiziert hat was etwas darauf hindeuten würde dass er es mit AHA selber vieleicht doch nicht ganz so genau nimmt wird sich erst im Lauf der nächsten Woche zeigen.

  • Dem liesse sich entgegenwirken, idem man dem Patienten z.B. einen Vordruck in die Hand drückt, auf dem er den Notfall erklären muss. Falls es sich nicht als Notfall herausstellt, die private Kostenübernahme fällig ist zzgl. Notfallzuschlag. Da vermutlich bei >90% der betroffenen Patienten nichts zu holen ist, Schnellverfahren. Arzt im Warteflur, kurze befragung, Nichtnotfall adieu. Falls man auf Notfall besteht, Vorkasse. Gerne auch Kreditkarte. Ansonsten einfach mal warten lassen bis zum nächsten Tag. Wer wirklich was hat, muss natürlich versorgt werden. Mit ausreichend Erfahrung lässt sich das sicher gut herausfiltern.

    Bliebe die Frage wie man man das als Patient einordnen soll? Notfall oder nicht? Ohne Fachkenntnisse hätte ich da gar keine Ahnung.


    Aber wenn ich riskieren müsste 1.000 € (nur eine Schätzsumme) für eine mögliche Fehleinschätzung meinerseits zahlen zu müssen, mich würde das von nichts abhalten. Da ist mir meine Gesundheit, respektive mein Leben schon wichtiger als ein Paar Zahlen auf meiner Vermögensbilanz.


    Wenn man wohlhabend genug ist, alles kein Problem. - Aber wenn nicht?


    Ganz allgemein dazu, wenn man selber sicher sagen können muss, ob man ein (ernster, lebensbedrohlicher) Notfall ist, oder nicht, dann muss man ja selbst schon die Diagnose stellen. Von der subjektiven Schwere der Symptome kann man aber leider nicht auf die Bedrohlichkeit der Krankheit schließen, und auf die Dringlichkeit ebenso wenig. Wenn Finanzschwache jetzt Arzt spielen müssen, und wegen des Kostenrisikos den Anreiz bekommen im Zweifel auf eine Behandlung zu verzichten, dann hat das negative Folgen, soviel sollte klar sein. Finanziell könnte es sich bzgl. der Gesundheitskosten dennoch positiv auswirken: Wenn nämlich eine größere Zahl in Zukunft noch sehr teure Patienten vorzeitig versterben würde. Womit klar ist, wer das fordert geht letzten Endes über Leichen.

    Redet ja wirklich keiner von Schlaganfallpatienten oder so...

    Gerade diese sehen die Symptome oft nicht als Notfall an!


    https://www.schlaganfall-hilfe…laganfall-ist-ein-notfall

    Zitat

    Nach wie vor erkennen viele Menschen die Anzeichen eines Schlaganfalls nicht oder zögern zu lange, den Notruf zu wählen. „Jeder Schlaganfall ist ein Notfall – 112!“ lautet deshalb der Leitsatz der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. „Bei einem Schlaganfall kommt es auf jede Minute an, um Hirnzellen zu retten und Funktionen zu erhalten“

  • Damit hat er wohl an das Bewusstsein aller appeliert, den Mitmenschen gegenüber rücksichtsvoll und vorsichtig zu sein (sich an den Maßnahmen zu orientieren).

    Das zu beherzigen, heißt nicht, selbst vor der Infektion gefeit zu sein. Und auch nicht, dass er selbst rücksichtslos gehandelt hat.

    Da hat seine tolle Maskenstrategie wohl doch versagt.

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