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  • Die SPD ist glaube ich bei den Reformideen von Merz, Linnemann und Reiche die größere Hürde als die CDA.

    Ganz ohne Reformen wird es nicht gehen, aber von interessierten Kreisen konstruierte Katastrophenszenarien sollten auch nicht der Maßstab sein.

    Und man muss auch mal einen ehrlichen Kassensturz machen.

    Alle Leistungen in der Rentenversicherung nicht über Beiträge gedeckt sind (Mütterrente, Hinterbleibenenrente, DDR Renten, Mindestrente, rentenwirksame beitragsfreie Zeiten...) gehören grundsätzlich aus dem Bundeshaushalt bezahlt (ist ja OK dass es das gibt, aber das muss dann eben die Allgemeinheit bezahlen und nicht nur beitragspflichtige Arbeitnehmer), und was dann als Defizit bleibt muss eben über Leistungsanpassungen oder eben auch Beitragserhöhungen abgefangen werden, und (womit man vor 40 Jahren+ hätte anfangen müssen), einen nicht nur freiwilligen kapitalgedeckten Anteil einzuführen.

    Aber einfach alles in einen Topf werfen und zu heulen dass die Rente zu teuer finde ich unehrlich.

  • Auch die DDR-Renten beruhten auf dem Generationenvertrag, und auch die DDR-Rentner haben Beitragszahler großgezogen und mit in die Einheit gebracht. Diese Rentenform hat Weltkriege, Währungsreformen und Diktaturen überstanden. Ansprüche aus Beitragszahlung gibt es nur bei kapitalgedeckter Rente, und diese sind keinesfalls sicher, wie man spätestens seit 2008 weiß, als amerikanische Rentner in ihren Autos wohnen mussten.

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  • Auch die DDR-Renten beruhten auf dem Generationenvertrag, und auch die DDR-Rentner haben Beitragszahler großgezogen und mit in die Einheit gebracht. ...

    Das war aber nicht gottgegeben, sondern einer von vielen finanzpolitischen Taschenspielertrick im Rahmen des Einheitsvertrags.

    Ich will das ja gar nicht in Frage stellen oder gar abschaffen, die meisten aktuellen Rentner in den östlichen Bundesländern leiden ja eh unter den unter- bzw. abgebrochenen Lebensäufen als Folge der Einheit, es wäre nur fair gegenüber den Beitragszahlern diese, wie auch alle anderen nicht durch eigene Beiträge erwobenen Rentenansprüche, von Vorneherein aus Steuergeldern zu finanzieren.

    So schmeißt man alles in einen Topf und jammert pauschal rum dass wir uns das Rentensystem nicht mehr leisten können.

  • Die Lösung wäre ein Rentensystem, wie es die Schweiz praktiziert. Aber so lange die. die es beschließen sollen, selber Nachteile davon hätten, wird das nie was werden.

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  • Die Lösung wäre ein Rentensystem, wie es die Schweiz praktiziert. Aber so lange die. die es beschließen sollen, selber Nachteile davon hätten, wird das nie was werden.

    Naja, das stellt man nicht mal eben so um, da sind schon dicke Bretter mit langen Vorlaufzeiten zu bohren.

    Das Problem ist eher dass derjenige der damit anfängt kein für sich akutes Problem löst und außer Geheule aus allen Richtungen nichts davon haben wird, bis das Früchte trägt dauert Jahrzehnte.

    Nur wenn keiner anfängt steht Deutschland irgendwann vor den rauchenden Ruinen die mit Irsinnsgeld beworfen werden müssen nur um ihre Grundfunktion wiederherzustellen, wie jetzt bei Bundeswehr und Infrastruktur.

  • Alle Leistungen in der Rentenversicherung nicht über Beiträge gedeckt sind (Mütterrente, Hinterbleibenenrente, DDR Renten, Mindestrente, rentenwirksame beitragsfreie Zeiten...)

    Da fehlen noch die Fremdrenten, also Renten wegen Beitragszeiten in der UdSSR und den anderen Staaten des Ostblocks. Diese Leute haben nie in das deutsche Rentensystem eingezahlt aber bekommen (teilweise recht üppige) Rentenzahlungen aus unserer Rentenkasse. Auch das halte ich zwar für grundsätzlich richtig, nur eben nicht aus dem Rententopf, so etwas muss aus dem Bundeshaushalt kommen.

  • nur eben nicht aus dem Rententopf, so etwas muss aus dem Bundeshaushalt kommen.

    Kommt doch. (Fast) alles wofür keine Beiträge gezahlt wurden, aber Ansprüche entstanden sind durch gesetzliche Regelungen, zahlt der Bund. Die 100 Mrd kommen halt auch nicht von ungefähr. Ähnliches Beispiel die Familienkassen, im Rahmen der Organleihe bei der Bundesagentur für Arbeit, die bearbeiten und zahlen das Kindergeld und den Kinderzuschlag aus, das Geld kommt aber aus dem Bundeshaushalt, nicht aus der Arbeitslosenversicherung.

  • Äpfel und Birnen. Die Rentner bekommen alle ihr Geld aus der gleichen Rentenkasse, der Bund zahlt nur einen Zuschuss zur Rentenversicherung, der aber die tatsächlichen Kosten der sog. versicherungsfremden Leistungen nicht deckt, sodass der Beitragszahler den Rest bezahlen muss - die DRV bezifferte den Fehlbetrag für das Jahr 2020 auf 37,1 Mrd. Euro, also ein ganz schöner Brocken, den der Bund da dem Beitragszahler so ganz ohne Gegenleistung auferlegt.

  • Laut der letzten INSA-Umfrage wäre die AfD mit 26% stärkste Partei, und damit 1,5% vor den vor den Unionsparteien, wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären. Merz wollte die AfD doch eigentlich halbieren, bevor er meinte die Deutschen arbeiten zu wenig, würden über ihre Verhältnisse leben, und Rente mit 70 wäre doch super <X

  • die DRV bezifferte den Fehlbetrag für das Jahr 2020 auf 37,1 Mrd. Euro, also ein ganz schöner Brocken, den der Bund da dem Beitragszahler so ganz ohne Gegenleistung auferlegt.

    Genau was ich vor Wochen hier geschrieben habe, dass der Bundeszuschuss höher sein müsste, so ist es auch gesetzlich verankert, man aber rechtswidrig dem Beitragszahler einiges aufläd. Wie gesagt, rechtlich muss der Bund eben genau dafür zahlen, d.h. es ist gesetzlich geregelt wer für Leistungen ohne Beitrag einzustehen hat, der Steuerzahler. Es ist ausschließlich ein haushaltspolitisches Problem, dass es so ist wie es ist, kein rechtliches.


    Man stelle sich nur vor, viele der Überschriftenempörer würden dieses Detail kennen, und dann anfangen zu rechnen, dass der Steuerzahler noch mehr für die bösen rentner zahlen soll...

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