Bargeldlos vs. Barzahlung

  • „Die entscheidende Frage ist doch: Wie viel von den Einnahmen landet offiziell beim Fiskus? Ich sehe es selbst beim Einkauf im Großhandel: Da kommen Paare, kaufen exakt dasselbe – 200 Würstchen mal zwei, 200 Brötchen mal zwei. Und ich frage mich: Warum getrennt? Offiziell weiß das Finanzamt vielleicht von 200 Würstchen. Verkauft werden aber 400. Oder gerade in Branchen wie Eisdielen ist Kontrolle schwierig. Wie will jemand nachprüfen, wie viele Kugeln tatsächlich verkauft wurden? Wasser und Pulver ergeben Eis. Aus 20 Litern können 200 Kugeln werden – oder angeblich nur 50. Mit Kartenzahlung wird es transparenter.“

    https://www.t-online.de/finanz…rklich-alles-teurer-.html

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  • Mit Kartenzahlung wird es transparenter.“

    Genau aus dem Grund wollen einige Betriebe die eben nicht - ohne denen was schlechtes zu unterstellen, aber ist merkwürdig.


    2 Dönerläden hier bei uns - nur Barzahlung

    ausl. Restaurant in Düsseldorf - nur Barzahlung


    Das mal elektr. Regiostrierkassen manipulieren kann, hat ja schon bekannte Sterneköche in die Schlagzeilen gebracht.

    Ich hab mittlerweile kein Bargeld mehr in der Tasche, dann gabs beim Dönerladen eben nichts, sondern der Imbiss nebenan hat was verdient, weil dort geht Kartenzahlung. Meine Friserin ist froh um jeden der per Karte zahlt, erspart ihr die Rennerei zur Bank um das Geld einzuzahlen.

  • Unser Döner nimmt inzwischen Karten, aber was die in ihre Kasse eintippen, hat mit dem gekauften Essen meistens wenig zu tun. Wenn noch genügend Barzahler kommen ist das Finanzamt trotzdem zufrieden.

    Galaxy A53, Magenta Prepaid, GMX Freephone, Ay Yildiz u.a.

  • Der Artikel zeigt aber auch, dass Kartenzahlung schon einen gewissen spürbaren Umsatzanteil kostet. Für Girocard-Zahlungen erscheint mir das noch angemessen (6–8ct pro Transaktion, 0,24% Umsatzanteil), für Kreditkartenzahlungen (1% und mehr) schon weniger. Das wäre auch kein Ding, wenn Kreditkarten weiterhin eine Ausnahmeerscheinung für … besser Betuchte wären. Aber nein, sehr viele Direktbanken geben stattdessen Debit-Kreditkarten als Standard-Bankkarte heraus, und die Girocard würde 6–12 Euro im Jahr zusätzlich kosten. Holt sich dann natürlich keiner. Dass man dabei dann aber die Transaktionskosten für Händler vervierfacht, hat wieder niemand auf dem Schirm. Insgesamt werden dadurch Produkte entsprechend teurer, und in Summe wird man dadurch jährlich mehr als 12 Euro ausgeben. Man sieht es nur nicht. Und diejenigen, die Girocard einsetzen können/wollen, kriegen denselben Nachteil ab.


    Dass man hier auch auf US-Unternehmen setzt bzw. sich davon weiterhin abhängig macht, hilft in der Sache nicht. Aber vielleicht werden einige Banken (gaaanz langsam) auch wieder umdenken. Mit Girocard liegt ja eine Alternative vor. Es würde allerdings helfen, wenn man damit auch online bezahlen könnte … vielleicht kommt ja irgendwann Wero verstärkt an, dann könnten Direktbanken auf Girocard+Wero wechseln, ohne dass der Kunde allzusehr meckert.

    Software-Entwickler und Wanzenjäger – Samsung A40 – früher hier mal Seniorprofi gewesen

  • Man hätte auch einfach die bestehende Lösung der Nordics "Swish" auf ganz Europa erweitern können. Einfach, schnell und zuverlässig.

  • Der Artikel zeigt aber auch, dass Kartenzahlung schon einen gewissen spürbaren Umsatzanteil kostet. Für Girocard-Zahlungen erscheint mir das noch angemessen (6–8ct pro Transaktion, 0,24% Umsatzanteil), für Kreditkartenzahlungen (1% und mehr) schon weniger.

    Muss man gegenrechnen, was kostet es mich an Ladenbetreiber, wenn ich jeden Tag Bargeld zur Bank bringen und einzahlen muss ( Zeit, Aufwand, Fahrerei ). Früher wurde das in eine Geldkassette gepackt und im Nachttresor eingeworfen, ich glaube das gibt es schon zig Jahre nicht mehr.
    Mit Scheinen kannst zum Geldautomaten, bei Münzen wird das kritisch und aufwendig.

    und Bargeld willst ja auch nicht im Laden liegen lassen über Nacht und nach Hause mitnehmen schon mal garnicht.

  • ... und zahlen dafür z.B. bei der Commerzbank pro Einzahlungsvorgang 2,50 Euro oder bei unserer Sparkasse sogar 10,50 Euro. Für jede einzelne Einzahlung.


    Bargeld gibt es genausowenig zum Nulltarif wie elektronischen Zahlungsverkehr. Für den ehrlichen Unternehmer hat der bargeldlose Zahlungsverkehr aber (fast) nur Vorteile.

    Wenn sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben sie einen scheiß digitalen Prozess. Thorsten Dirks

  • Muss man gegenrechnen, was kostet es mich an Ladenbetreiber, wenn ich jeden Tag Bargeld zur Bank bringen und einzahlen muss ( Zeit, Aufwand, Fahrerei ). Früher wurde das in eine Geldkassette gepackt und im Nachttresor eingeworfen, ich glaube das gibt es schon zig Jahre nicht mehr.
    Mit Scheinen kannst zum Geldautomaten, bei Münzen wird das kritisch und aufwendig.

    Das ist mir bewusst, und ich bevorzuge auch Kartenzahlung (als Kunde wie als hypothetischer Händler) gegenüber Bargeld.


    Der Punkt, den ich kritisiert habe, ist vielleicht untergegangen. Girocard ist super, und die geringen Transaktionsgebühren vermutlich sogar günstiger als Bargeld. Aber Zahlungen mit Kreditkarten kosten das Drei- bis Vierfache von Girocard-Zahlungen, und sie werden immer mehr aufgrund der US-freundlichen (oder profitgierigen) Politik der Direktbanken.

    Software-Entwickler und Wanzenjäger – Samsung A40 – früher hier mal Seniorprofi gewesen

  • ... und zahlen dafür z.B. bei der Commerzbank pro Einzahlungsvorgang 2,50 Euro oder bei unserer Sparkasse sogar 10,50 Euro. Für jede einzelne Einzahlung.

    Wenn es nur pro Vorgang ist, dann gibts einen Punkt, an dem es günstiger ist.


    Für den ehrlichen Unternehmer hat der bargeldlose Zahlungsverkehr aber (fast) nur Vorteile.

    Das ist eine pauschale Aussage, die nicht für jeden Händler stimmt. Kommt zum einen auf die Umsätze an, und da auf die Anzahl der Klein- und Kleinstumsätze, wenn er einen Vertrag mit Basisgebühren pro Umsatz hat, und was für einen Kontovertrag bzw. -verträge diese haben. Deswegen kann man es nicht pauschal sagen, ob es (fast) nur Vorteile gibt.


    Bei uns auf dem Markt kommt donnerstags eine Gemüsehändlerin mit der ich mich gut verstehe und mal aus einem Anlass des vergessenen Bargeldes (bei uns am Markt gibts nur einen Händler der Karte nimmt, Rest und Imbisse nur Bargeld) gefragt habe, ob sie Karte nimmt. Natürlich nicht, ich fragte warum. Sie hat mir dann dargelegt, dass es ihr bei ihrer Bank, der Coba, die besagten 2,50 Euro kostet, das Geld einzuzahlen, sie zahlt nur die Scheine ein, Münzen nicht. Bei 1000 Euro Umsatz sind die 2,50 Euro, 0,25%, tendenziell weniger, weil sie ja mehr Umsatz macht. Da kann auch SumUp* mit 1,9% nicht mithalten. Bei uns ist die Commerzbank direkt am Markt, in den anderen Städten wo sie steht, kommt sie vorbei, wo sie dann vorbestellte Münzen mitnimmt.


    Solche kleinen Händler mit entsprechendem Umsatz und passenden Kontoverträgen und die das Bargeld eben selber zur Bank bringen, sind also die Nische, wo die Kartenzahlung eben nicht (fast) nur Vorteile bietet, sondern dann wirklich mehr kostet. Und da überlasse ich es am Ende eben dem Händler zu entscheiden, ob er das Kärtchen will oder nicht. Auch wenn ich lieber mit Karte zahle, akzeptiere ich dann bei den Händler, dass sie nur Bares wollen, wenn das Angebot und die Qualität stimmt.


    *SumUp funktioniert ja auch erst seit letztem Jahr mit GC, wer halt eben GC akzeptieren wollte, musste vorher bei einem der etablierten Anbieter für teureres Geld nen Vertrag nehmen.

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