Der 1&1 Netzausbau Thread

  • Und mir ist auch schleierhaft, warum die BNetzA nun ab der zweiten Jahreshälfte wirklich aktiv werden sollte, außer dem ermahnen. Auf welcher Rechtsgrundlage denn?

    Die letzte Verlängerung der Frequenznutzung hat die Auflage gehabt, mit 1&1 über die Mitnutzung unter 1 GHz zu verhandeln, soweit wer was bei 800 MHz gekriegt hat, und den Vorbehalt, dass es bei ausbleibendem Verhandlungserfolg bis Ende 2025 angeordnet wird. Hätten alle leicht vermeiden können, indem sie auf die Frequenzen bei 800 MHz verzichtet oder vorher eine normale Auktion dafür gefordert hätten. Steht auch alles in den Unterlagen zur Anhörung: https://www.bundesnetzagentur.…_blob=publicationFile&v=1

  • 1&1 soll ja nur Lowband bekommen wo sie selbst ausgebaut haben, das ist ja bisher quasi nur in der Stadt der Fall. Da laut Stromae eine gute Abdeckung in der Stadt schon mit Band 1/7 kein Problem sein soll, verstehe ich ehrlich gesagt nicht so, warum die anderen 3 sich so anstellen. Das sollten sie ja schon lange erreicht haben.

    Dann müssten sie ja eigentlich bei 1&1 Schlange stehen, um ihre in der Statd nicht benötigten Lowband-Frequenzen noch gewinnbringend untervermieten zu können.


    Daneben würde ich es mir als einer der 3 anderen Netzbetreiber überlegen, ob Lowband für 1&1 nicht ein Pyrrhussieg wäre. Ich stelle mir eine gute Integration schwierig vor. Ich denke 1&1 will es haben, um geringere Kosten zu haben, wenn der Kunde kaum Datenbedarf hat, was oft die Regel sein dürffte in Wohnungen/Büro, da viele dort oft WLAN benutzen. Aber ich stelle es mir technisch nicht ganz so einfach vor, dem Kunden, wenn er mehr Daten benötigt eine gute Versorgung zu bieten. Sie müssen in dem Fall ja auf Vodafone wechseln, da die ja normalerweise mehr Bandbreite haben. Das einzustellen sollte nicht so einfach sein. So wie ich es sehe, kämpfen sie ja durchaus noch mit Basics..


    Apropo Flächenabdeckung: 7 Prozent der Fläche sind für ca. 70 % der Haushalte in DE nötig. Das sollte nicht so schwierig sein, ca. 2% sollten sie zur Zeit haben.

  • Bevor die BNetz an 1&1 wichtiges Spektrum verteilt erwarte ich, dass diese prüft ob 1&1 überhaupt in der Lage ist damit für den Markt und damit uns Kunden einen Mehrwert zu schaffen - aktuell haben ja schon die etablierten Netzbetreiber, die zusätzlich auf Richtfunk zur Anbindung entlegener Stationen zurückgreifen können, ein Problem neben Coverage auch Qualität in der Fläche anzubieten. Wird jetzt Spektrum an einen Marktteilnehmer vergeben, der das nicht leisten kann und damit Frequenzen aus der Fläche entzogen werden sollte man das nicht tun.


    Es hindert niemand, jedenfalls konnten sie bisher nicht darstellen, dass das jemand tut, 1&1 daran mit ihrem derzeit verfügbaren Spektrum ein dem Markt entsprechendes flächiges Netz aufzubauen - technisch möglich ist es.

    Immer unterwegs auf Straße und Schienen mit:
    Samsung Galaxy A54 - Physische SIM: Vodafone + 3AT // eSIM: o2 + Telekom + 1&1. Neu: [Meshtastic]

    Daheim o2 VDSL mit AVM FritzBox 7590 AX /// Viele viele Test-SIM und ein im Aufbau befindliches Gerätemuseum.

  • Wird jetzt Spektrum an einen Marktteilnehmer vergeben, der das nicht leisten kann und damit Frequenzen aus der Fläche entzogen werden sollte man das nicht tun.

    Woher nimmst du die Gewissheit , dass damit Frequenzen aus der Fläche entzogen werden?

    Aus: https://www.bundesnetzagentur.…sBreitband/FAQ/start.html


    Die Realisierung einer kooperativen Frequenznutzung ermöglicht dem vierten Netzbetreiber einen angemessenen Zugang zu Frequenzen unterhalb von 1 GHz.

    Die kooperative Nutzung soll überall dort stattfinden, wo 1&1 ihr Netz ausbaut. Sie kann den Netzausbau der 1&1 und damit den Infrastrukturwettbewerb fördern.


    Ich sehe da kein Wegfall von Frequenzen in der Fläche?



    Vielleicht war das auch der Dreh den die Telekom gemacht hat: Sie bietet einfach die 5 MHZ Bundesweit an (zum entsprechendem Preis), weil sie genau weiß, dass das für 1&1 zu teuer ist, da diese die Kosten nur bei einer Verwendung auch auf dem Land einspielen könnten. Und die Ausbaukapazität haben sie einfach nicht. Sie würden sich übernehmen.


    Und ein weiterer Gedanke: Insgeheim ist 1&1 vermutlich nicht so unglücklich, dass keine Versteigerung stattfindet. Sie hätten sonst viel Geld in die Hand nehmen müssen, wenn sie es ersteigenr wollen. Ohne es wirklich gut einsetzen zu können. 2030, wenn sie ein halbwegs ausgebautes Netz in den großen Städten haben und mehr in die Fläche gehen wollen, passt es ihnen vermutlich deutlich besser.

    Gleichzeitig dürfte genau dieses auch den Trotz der Telekom fördern: Dann soll doch die Bundesnetzagentur jetz tdoch versteigern, weil die Bedingungen ncht erfüllt werden.. Wir können uns das noch am ehesten leisten.

    Und die missglückte Versteigerung von 2019 steht ja auch noch im Raum, was damit passiert.

    2 Mal editiert, zuletzt von handyphil ()

  • Bisher gilt eine Frequenzzuteilung bundesweit (teilweise mit regionalen Einschränkungen in der Sendeleistung) - es wäre also neu, wenn sich zwei Anbieter einen Frequenzblock regional teilen würden. Ausserdem bräuchtest du da eine Pufferzone mindestens in der eben diese Frequenzen nicht zur Verfügung stehen.

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  • Ich hätte erwartet, dass die hohen Frequenzen bei den anderen 3 viel weiter Richtung Land reichen, daher sollte die Pufferzone zu händeln sein, gerade für die Telekom.


    Das Unangenehme sehe ich eher, dass sich das immer verschiebt und daher der Administrationsaufwand relativ hoch sein sollte für den Abgebenden (Telekom?). Aber dass die zur Verfügung stehende Bandbreite für den Kunden meßbar leidet, sehe ich nicht.

  • Was die BNetzA den Unterlagen zufolge derzeit bevorzugt, ist einfach, dass Vodafone im Rahmen des bestehenden Roamings 1&1 auch da die niedrigen Frequenzen mitnutzen lässt, wo 1&1 hohe Frequenzen selber hat. Und nachdem das für 1&1 teurer sein wird als eigener Zubau niedriger Frequenzen in diesen Gebieten, sollen Telekom und Telefonica dafür Ausgleichszahlungen leisten.


    Aber dass Frequenzen erstmal vollständig aus dem Verkehr gezogen werden, ist ja der Normalfall, wenn sich wer bei der Auktion übernimmt (oder auch erstmal noch Infrastruktur dafür aufbauen muss). Zweck der Sache ist es ohnehin schon, den Nutzen für die Endkunden zu optimieren (zulasten der Staatseinnahmen).

  • Danke, hatte nicht gedacht, dass das keine ergebnisoffene Anhörung ist, sondern quasi sagt, so soll es gemacht werden, National Roaming und ihr beteiligt euch an den Kosten.

    Quasi nur noch die Frage, liebe Netzbetreiber, seid ihr damit einverstanden?


    Hier der Link zum PDF: https://www.bundesnetzagentur.…_blob=publicationFile&v=1


    Damit bleibt es wohl so wie es jetzt ist und Vodafone nimmt 10 Millionen mehr ein (10 Selbstbeteiligung, 10 Telekom und 10 Telefonica).

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