Der 1&1 Netzausbau Thread

  • Heißes Thema:


    Im Prinzip haben sie das ja schon - via Vodafone Roaming.


    T sagt, die sollen erst mal ihre versprochenen Sender bauen und alle Frequenzen auch nutzen.


    V sagt, wenn wir Euch was geben, wird unser Netz schlechter.


    O2 denkt vermutlich, die hatten bei uns Roaming, so what? Außerdem hat o2 ja schon 2,6 GHz (n7) vermietet .


    Bleibt die Frage ob und wann eine Konsolidierung kommt - aus 4 macht wieder drei. Dann wäre alles neu oder anders.

  • Ich frage mich ja, was sie wohl gemacht hätten, wenn sie keine Band 7 Verlängerung bekommen hätten.. Wären sie dann erst mal offline gewesen, bis sie Band 1 hochgefahren hätten? Anscheinend geht es ja doch nicht auf Knopfdruck / mit einfachem Softwareupdate.

    Oder ein 5G SA Betrieb mit n78? ^^

  • Vermutlich wäre das Netz offline gewesen da es laut letzten Aussagen momentan nicht NR-SA fähig ist, die n78 Frequenz also unbrauchbar geworden wäre.


    Und es bleibt dabei, mit Band 1 kann ich natürlich ein landesweites Netz aufbauen (DREI.at vor 20 Jahren!)

    Immer unterwegs auf Straße und Schienen mit:
    Samsung Galaxy A54 - Physische SIM: Vodafone + 3AT // eSIM: o2 + Telekom + 1&1. Neu: [Meshtastic]

    Daheim o2 VDSL mit AVM FritzBox 7590 AX /// Viele viele Test-SIM und ein im Aufbau befindliches Gerätemuseum.

  • Ich frage mich ja, was sie wohl gemacht hätten, wenn sie keine Band 7 Verlängerung bekommen hätten.. Wären sie dann erst mal offline gewesen, bis sie Band 1 hochgefahren hätten? Anscheinend geht es ja doch nicht auf Knopfdruck / mit einfachem Softwareupdate.

    Oder ein 5G SA Betrieb mit n78? ^^

    Diese Frage hat sich 1&1 schlicht und ergreifend nicht gestellt. Ich kenne zwar die Lizenzbedingungen nicht, habe aber den Eindruck, dass 1&1 versucht, das zu tun, was aus 1&1-Sicht aktuell sinnvoll ist, und das zu vermeiden, was aus 1&1-Sicht aktuell eher riskoreich ist.


    Sicherlich war es ein Risiko, dass Kundschaft aus der Telefonica-Resale-Zeit nach der Migration ins eigene Netz (zunächst mit national Roaming bei Telefonica) nach dem Wechsel des national Roamings zu Vodafone bei Netzproblemen "geflohen" ist, aber eine erneute potentielle Verschlechterung war ja zum Jahreswechsel nicht zu erwarten.


    Da hier keine Band-1-Sichtungen erwähnt wurden, gehe ich davon aus, dass Band 1 erstmal sehr vorsichtig hochgefahren wird. Insofern würde es mich nicht wundern, wenn es die ersten Sichtungen von Band 1 in Montabaur oder Karlsruhe gibt.


    Nicht vergessen: den meisten Kunden ist es egal, ob sie wirklich im Netz von 1&1 sind oder im national Roaming bei Vodafone, Hauptsache es funktioniert. Ich lasse aber gern netmonster mitloggen, da ich neugierig bin :).

  • Vermutlich wäre das Netz offline gewesen da es laut letzten Aussagen momentan nicht NR-SA fähig ist, die n78 Frequenz also unbrauchbar geworden wäre.

    5G SA lief anfangs wurde aber wieder abgeschaltet. 5G SA hat keinen für Endanwender relevanten Mehrwert, daher besser deaktivieren um die Zahl der möglichen Fehlerquellen zu reduzieren.


    Ohne B7 hätte man sich auf Fixedwireless in 5G SA n78 konzentriert oder gar nicht an der Frequenzauktion teilgenommen.

    -

    Thema Lowband: damit vier Anbieter Lowband nutzen können müsste man etwas Spektrum im 600MHz in den Topf werfen das ab 2030 verfügbar ist. Die Telekom könnte 5MHz B8 abgeben da man genügend Bandbreite in B20+B28 hat und GSM 2028 abgeschaltet wird. Für die 2,5j die GSM noch läuft kann die Telekom LTE im B8 etwas reduzieren. Schon jetzt sind keine 5MHz GSM nötig.


    Thema Konsolidierung:

    Neben Reduzierung von vier auf drei könnte auch die Infrastruktur zusammengelegt werden wie bereits in Belgien und Italien. 1&1 könnte dank der vollständigen Virtualisierung problemlos weitere Netze über die Infrastruktur laufen lassen. Das wären dann weiterhin getrennte Netze die nur die physikalische Infrastruktur Standorte, Leitungen & Server teilen.

  • Die Versorgungsauflagen hätten auch ohne ein LTE fähiges Band gegolten, Panik brach bei 1&1 aus als man bemerkt hat, dass ihr wackliges Techniksammelsurium kein NR-SA problemlos ermöglicht.

    Immer unterwegs auf Straße und Schienen mit:
    Samsung Galaxy A54 - Physische SIM: Vodafone + 3AT // eSIM: o2 + Telekom + 1&1. Neu: [Meshtastic]

    Daheim o2 VDSL mit AVM FritzBox 7590 AX /// Viele viele Test-SIM und ein im Aufbau befindliches Gerätemuseum.

  • Und es bleibt dabei, mit Band 1 kann ich natürlich ein landesweites Netz aufbauen (DREI.at vor 20 Jahren!)

    Kann man doch gar nicht vergleichen. UMTS hatte effektiv etwa 1,5- bis 2-mal größere Nutzreichweite als LTE. UMTS konnte durch Spreizgewinn, Soft Handover und aggressive Leistungsregelung selbst noch stark verrauschte Signale nutzen, während LTE ein eher sauberes SINR braucht. Aber ich will hier nicht zu tief in die Modulationstechnik und Signalausbreitungen verschiedenener Technologien eingehen. Aber der Vergleich hinkt daher.

  • Kann man doch gar nicht vergleichen. UMTS hatte effektiv etwa 1,5- bis 2-mal größere Nutzreichweite als LTE

    Wer erzählt so einen Unsinn?

    Das ist natürlich falsch ein LTE Signal im Band B1 hat eine etwas höhere Nutzreichweite als ein vergleichbares UMTS Signal, einfach weil der LTE Codec etwas stabiler ist. Unter Last ist die Reichweite des LTE Signals allerdings wesentlich höher da UMTS Zellen bei hoher Last schrumpfen.


    UMTS konnte durch Spreizgewinn, Soft Handover und aggressive Leistungsregelung selbst noch stark verrauschte Signale nutzen, während LTE ein eher sauberes SINR braucht. Aber ich will hier nicht zu tief in die Modulationstechnik und Signalausbreitungen verschiedenener Technologien eingehen. Aber der Vergleich hinkt daher.

    Auch das ist Unsinn, es gab keine aggressive Leistungsregelung bei UMTS und soft handover haben mit der ganzen Geschichte sowieso nichts zu tun.


    Sorry aber das ganze ist mein Beruf, da wird einem schwindelig wenn man solche Geschichten lesen muss.


    Ach außerdem ist WCDMA wesentlich anfälliger bei einem schlechten SINR als OFDMA, was ja auch kein Wunder ist, die Frequenzen werden in viele kleine Unterträger aufgeteilt, die sich Nutzer zeitlich und frequenziell aufteilen. Dabei können auch Träger die stark gestört sind einfach ausgeblendet werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Stromae ()

  • Ist ja schön, dass du das beruflich machst und ich möchte auch nicht deine Kompetenz in Frage stellen. Ich glaube nur, dass du hier ein paar Dinge durcheinandergebracht hast.


    Den SINR kann man bei WCDMA und OFDMA nicht direkt vergleichen. OFDMA arbeitet mit Subcarrier-SINR, WCDMA hingegen mit Eb/N0 und Spreizgewinn, weshalb UMTS bei sehr schwachem Empfang durchaus robuster sein kann. Soft Handover hat sehr wohl Einfluss auf die nutzbare Zellrandreichweite. Es vergrößert nicht den geometrischen Zellradius, verbessert aber durch Makrodiversität die Nutzbarkeit am Rand. Auch die sehr schnelle und aggressive Power-Control war bzw. ist ein zentrales Element von WCDMA.


    Meiner Ansicht nach hast du hier physikalische Grenzreichweite und Link Budget, das Verhalten unter Last (Zellatmung vs. Ressourcenteilung) sowie die Datenstabilität im Versorgungsgebiet mit Modulation und Scheduling vermischt.


    Aber lassen wir das, ich bin aus der Diskussion raus.

  • Ist auch besser das du da raus bist, was du da schreibst hat leider kein Hand und Fuß

    Ich könnte jetzt anfangen auf alles einzeln einzugehen, aber das würde mich zu viel Zeit kosten die ich nicht habe und wäre hier auch nicht sinnvoll.

    Was auch nicht bedeutet das, deine Argumentation grundlegend falsch wäre, es spielt nur im Live Betrieb eben keine Rolle, weil zb was nutzt mir schnelles Power Control wenn ich stattdessen auf OFDMA und Frequenzplanung setze.


    Das einzige was wirklich stimmt ist, rein rechnerisch kann UMTS bei extrem schwachem Signal teils noch etwas liefern, wo LTE schon unter die Decodierschwelle fällt, aber die Nettodatenrate ist dann sehr gering und reicht in der Regel nicht mal für WhatsApp. Was aber auch nicht zwingend bedeutet das die UMTS Zelle dadurch eine höhere Reichweite bietet sondern das bezieht sich rein nur auf die Signalstärke.



    Was letztendlich aber Fackt ist, man kann problemlos mit B1, B3 oder B7 ein flächendeckendes Netz aufbauen, ähnlich wie frühere GSM oder UMTS Netzbetreiber.

    Etliche Betreiber in ganz Europa haben gute GSM 1800 und oder UMTS Netze aufgebaut, die haben zwar nicht jede Milchkanne versorgt, aber das erwartet aktuell auch niemand von 1&1.

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