Der 1&1 Netzausbau Thread

  • Also ich finde das keinesfalls "zu negativ". OpenRAN hat für den Kunden bei 1&1 aktuell keinen Vorteil um vergleich zu den anderen drei die aktuell noch auf Traditionelle RANs setzen.

    Hat er echt geglaubt, dass das inklusive Rufübernahme von einem anderen Provider in 3 Minuten klappen soll?

    3 Minuten vielleicht nicht, aber innerhalb eines Tages ist das machbar. In den USA ist z.B. das Portieren einer Nummer von einem Mobilfunkanbieter zum anderen in der Regel innerhalb von ein Paar stunden erledigt.

  • Hat er echt geglaubt, dass das inklusive Rufübernahme von einem anderen Provider in 3 Minuten klappen soll? Und statt räumte auf Nachfrage könnte man auch präzisierte auf Nachfrage schreiben.

    Man kann dem Kunden ja die permanente Rufumleitung von Altnummer zur Temporären neuen Nummer ans Herz legen. In den anderen drei Netzen funktioniert das Setzen einer Rufumleitung ja bei weitem besser als bei 1&1.

    T-Phone 3 mit Telekom

    Samsung A14 5G mit congstar,

    Motorola G35 5G mit Drillisch und Vodafone (Cellmapper)

    Samsung S8+ (Bandlock) mit Drillisch (Cellmapper)

  • Das mag für die Rufumleitung noch gelingen, die Verwirrung beim Zurückrufen wegen einer anderen angezeigten Nummer gibts dann gratis dazu. Aber SMS bleiben hängen…

  • 3 Minuten vielleicht nicht, aber innerhalb eines Tages ist das machbar. In den USA ist z.B. das Portieren einer Nummer von einem Mobilfunkanbieter zum anderen in der Regel innerhalb von ein Paar stunden erledigt.


    Also bitte, das ist das Kartell der 3 bisherigen Netzbetreiber, das die 8 Tage Minimum in der günstigsten Konstellation für alle erzwingt, und die BNetzA interessiert das auch auf explizite Anfrage einen Dreck. 1&1 ist da ausgeschlossen, so wie auch die ganzen MVNOs, und die sonstigen voll netzbetreiberabhängigen Anbieter sowieso. Man kann 1&1 höchstens vorwerfen, dass sie das nicht öffentlich skandalisieren und der BNetzA Feuer unterm Arsch machen. Aber man hat ja bei Spusu gesehn, wie lang das dauert, bis man da zu was kommt.

  • Das in Deutschland eine Portierung nicht innerhalb von drei Minuten möglich ist sollte ausnahmslos jeder wissen der sich mit Mobilfunk auskennt, daher ist die Formulierung "räumte ein" absichtlich negativ gewählt.


    Am Donnerstag, 12. November 2026 kommen die Zahlen zum Q3 2026 und hoffentlich mal umfassendere Infos zum Netzausbau. Das Gigabitgrundbuch wurde wohl eingestellt und seit Dezember nicht mehr upgedatet.

  • hoffentlich mal umfassendere Infos zum Netzausbau.

    Da 1&1 seit Anbeginn bezüglich konkreten Zahlen sehr sparsam ist, glaube ich da nicht wirklich dran

    Geräte: Google Pixel 3 + Google Nexus 5
    SIM-Karten: o2 Free M Plus 2017 u. Vodafone Callya
    Cellmapper

  • Wenn Teltarif was taugen würde, würden die mal schaun, dass sie irgendwo den Bericht der BNetzA über den Zustand der Mobilfunkversorgung nach § 103 Abs. 5 TKG auftreiben (der für 2026 müsste im Juni oder Juli rausgekommen sein, wobei mir Gemini weismachen will, dass der eingestellt worden ist). Müsste man wen im Digitalausschuss des Bundestags angraben, dass er den mal wieder leakt, oder per IFG oder Presseauskunftsanspruch bei der BNetzA, wozu man aber wohl auch noch ein Gericht braucht. Insbesondere wird da über den Stand der Erfüllung der Versorgungsauflagen berichtet.


    Übrigens könnte man da auch die 3 Meter und die Dezibel nachlesen. Stand 2022 war das so (den Teil haben sie sogar auf IFG-Anfrage rausgerückt):


    mobfparam


    (Vermutlich ist das noch aktuell, und die -114 dBm bzw. die -116 dBm hängen von der Mindestdatenrate ab, wobei bei 1&1 eigentlich keine explizit festgesetzt worden ist.)

  • Zu den Pegelwerten gibts übrigens noch die folgenden Erläuterungen (aber nicht die konkreten Pegeltabellen):

    Zitat

    Um das Erreichen der Mindestdatenrate zu prüfen, wurde bei den Versorgungsauflagen eine sogenannte Pegeltabelle erstellt, in der für die eingesetzten Bandbreiten der zugeteilten Frequenzbereiche verschiedene Pegelwerte und die damit korrespondierende Datenrate festgelegt sind. Damit ist es möglich, verschiedene Frequenzbereiche und Bandbreiten mit ihren jeweils korrespondierenden Datenraten zu addieren, um die Gesamtdatenrate in der entsprechenden Gitterzelle (100 x 100 Meter) gemäß den Vorgaben aus o. g. Präsidentenkammerentscheidung zu errechnen.


    Die Pegelwerte und die dazu korrespondierenden Datenraten wurden in Abhängigkeit der eingesetzten Bandbreite des genutzten Frequenzbandes vorher messtechnisch ermittelt. Sie basieren auf einem konkreten Empfangsmodell u.a. mit einer Antennenhöhe von 3 m über Grund. Die gewählte Antennenhöhe berücksichtigt einen Pegelaufschlag und leitet sich aus der Anordnung des Messaufbaus für Nachmessungen ab. Bei den festgelegten konkretisierten Versorgungsparametern wurden Umstände, auf die der Mobilfunknetzbetreiber keinen Einfluss hat, nicht miteinbezogen, wie z.B. die von vielen Faktoren abhängige Netzauslastung. Auf der Grundlage dieser festgelegten Parameter berechnen die Mobilfunknetzbetreiber mithilfe ihrer Netzplanungstools ihren Versorgungsgrad für die entsprechenden Versorgungsauflagen. Sie reichen außerdem die Versorgungsangaben getrennt für jeden Frequenzbereich pegelgenau elektronisch ein.

  • Also bitte, das ist das Kartell der 3 bisherigen Netzbetreiber, das die 8 Tage Minimum in der günstigsten Konstellation für alle erzwingt, und die BNetzA interessiert das auch auf explizite Anfrage einen Dreck. 1&1 ist da ausgeschlossen, so wie auch die ganzen MVNOs, und die sonstigen voll netzbetreiberabhängigen Anbieter sowieso. Man kann 1&1 höchstens vorwerfen, dass sie das nicht öffentlich skandalisieren und der BNetzA Feuer unterm Arsch machen. Aber man hat ja bei Spusu gesehn, wie lang das dauert, bis man da zu was kommt.


    Mir geht es darum das es Technisch möglich ist das an einem Tag gewuppt zu bekommen eine Nummer zu portieren. Das es da natürlich einen Regulator geben muss der das ganze durchdrückt ist natürlich klar.


    Aber das die BNetzA ein Zahnloser Tieger ist hat man ja schon bei den Ausbau Auflagen gesehen.

  • Die BNetzA hat den gesetzlichen Auftrag, die Portierung zu regulieren. Das geht bis zur expliziten Ermächtigung, die Weiternutzung der SIM des alten Anbieters und deren Umprogrammierung über die Luftschnittstelle anzuordnen. Es interessiert sie bloß alles nicht. Sie wissen nichtmal, wie Portierungen real funktionieren.


    Bei den Versorgungsauflagen fahren sie dagegen schon einen sehr harten Kurs. Wobei sich die 99.5% mit den obigen Parametern schon etwas relativieren. Waren demnach schon spätestens bei der Entscheidung Anfang 2025 knapp 98% (an anderer Stelle beziehn sie sich explizit auf Stand Ende 2022):

    Zitat

    Schon zum Zeitpunkt der Entscheidung sind nahezu 100 Prozent der Bundesfläche durch mindestens einen Netzbetreiber mit 50 Mbit/s versorgt. Jedoch sind noch etwas mehr als zwei Prozent der Fläche von nicht allen Mobilfunknetzbetreibern mit mindestens 50 Mbit/s versorgt. Die Präsidentenkammer sieht es angesichts dieses Versorgungsgrads für notwendig an, eine allgemeine Mindestverfügbarkeit mit breitbandiger Mobilfunkversorgung in der Fläche vorzugeben, damit jeder Endnutzer in dem Mobilfunknetz seines Netzbetreibers von diesem hohen Versorgungsgrad profitieren kann.

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