Festnetz über Draht?

  • Ich finde dazu keine Infos. Gibt es noch verdrahtete Festnetz Verbindungen. Also wo das Gespräch komplett elektrisch über verschaltete Drähte läuft.

    Meines Wissens wird mittlerweile alles auf IP umgesetzt.

    Innerhäusliches und Armee ausgeschlossen.

  • Im Nachbarthema wird gerade darüber geredet, dass die letzten solchen Anschlüsse durch Mobilfunk ersetzt werden sollen. Die "nur Telefon" Leitungen, bei denen das Telefonsignal tatsächlich noch per Doppelader ins Haus kommt und nicht erst beim Kunden von VoIP-Adaptertechnik erzeugt wird, wurden seit der Umstellung des Netzes auf VoIP-Technik aus entsprechenden Adaptern im Netz gespeist. Das war dann eine andere Linecard als für DSL-Anschlüsse. Für die Kunden waren das "Telefon in die TAE-Dose stecken und telefonieren" Anschlüsse. Diese Technik will die Telekom jetzt loswerden. Ende-zu-Ende elektrische Verbindungen gibt es schon seit der Digitalisierung des Telefonnetzes nicht mehr, nicht erst seit VoIP.

  • Das bezieht sich doch nur auf die Möglichkeit in den Vermittlungsstellen. Die Leitungen ab da waren noch sehr viel länger überwiegend analog. Ich hab selber noch 2011 einen frischen Analoganschluss gekriegt (hab deswegen Alice genommen, weil es den da noch billig in Kombination mit DSL gegeben hat). Und ISDN war auch an den konkreten Draht gebunden. Der hat dann halt über Frequenzweichen für DSL mitbenutzt werden können.


    Laut Jahresbericht der BNetzA »entfiel zum Jahresende 2025 [...] nur noch ein geringer Anteil auf Analog-/ISDN-Telefonanschlüsse«. Aber offenbar mehr als nichts.

  • Ich finde dazu keine Infos. Gibt es noch verdrahtete Festnetz Verbindungen. Also wo das Gespräch komplett elektrisch über verschaltete Drähte läuft.

    Meines Wissens wird mittlerweile alles auf IP umgesetzt.

    Wenn du einen analogen Telefonanschluss zuhause hast ( Altbestand ) ohne irgentwelche Router dazwischen, wird erst mal per 2-Draht Leitung analog bis zum nächsten Netzknoten geführt, das kann ein Verteilerkasten an der Strasse sein oder bis zum nächsten Vermittlungsknoten - spätestens da ist es VoIP.
    Die verschwinden aber nach und nach und werden nicht neu erstellt - die analoge Technik ist tot.

    Analoge Vermittlungsstechnik ( früher mal mit mechanischen Drehwählern ) gibt es locker 20 Jahren nicht mehr. Die wurde schon zu der Zeit, also ich noch bei der Telekom war, reihenweise durch digitale System ( Siemens EWSD, Alcatel S12 ) ersetzt und später durch VoIP-Rechner.

  • Wenn du einen analogen Telefonanschluss zuhause hast ( Altbestand ) ohne irgentwelche Router dazwischen, wird erst mal per 2-Draht Leitung analog bis zum nächsten Netzknoten geführt, das kann ein Verteilerkasten an der Strasse sein oder bis zum nächsten Vermittlungsknoten - spätestens da ist es VoIP.

    Outdoor wurde MSAN-POTS bei der Telekom bis auf einzelne Pilotversuche nie eingesetzt, sprich POTS-Karten wurden immer nur in den MSANs in den Hauptverteilern/Betriebsstellen verbaut.

  • Outdoor wurde MSAN-POTS bei der Telekom bis auf einzelne Pilotversuche nie eingesetzt, sprich POTS-Karten wurden immer nur in den MSANs in den Hauptverteilern/Betriebsstellen verbaut.

    stimmt, vermuttlich gibt es auch keine MSAN-POTS mehr

  • Noch gibt es sie, daher wurde das Ersatzprodukt Call via Funk entwickelt, um es final ablösen zu können.

    Dürfte auch dauert auch günstiger sein - die Nutzer von Festnetzanschlüssen werden ja stetig weniger, da macht so eine aufwendige Technik keinen Sinn.
    Hab ja schon geschrieben, die Technik ist nicht, neu. damals als ich noch bei E+ war gabs da schon einen Pilotversuch mit Festnetz über GSM über so eine Box, hat sich aber nicht durchgesetzt und wurde eingestampft.

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