Beiträge von MarkusMeissner

    Zitat

    Original geschrieben von Marko
    Genau, und heißt auch, dass T-Mobile langsam in die Gänge kommen sollte, was die angekündigten Preissenkungen betrifft. Man kann Kunden entweder mit günstigen Geräten oder mit günstigen Tarifen locken; wenn man weder das eine noch das andere bietet, wandern die Kunden in Scharen ab. Der Nettozuwachs wird also imho in bälde in die roten Zahlen drehen.


    Die Taktik, erstmal die Subventionen zu kappen, die im Gegenzug angebotenen Tarifsenkungen aber möglichst lange hinauszuschieben (das hätte gleichzeitig gemacht werden sollen, um Vertrauen aufzubauen), könnte sich schon im nächsten Quartal bitter rächen. Und darauf würde ich sogar hoffen! Von alleine gehen die offenbar nicht ans Tarifsenken heran, da müssen erstmal negative Zahlen auftauchen... ;)


    Wer immer nur quascht, verliert eben sehr schnell Vertrauen. Und es gibt nunmal vier Anbieter zur Auswahl, da muss niemand warten bis T-Mobile aus den Hufen kommt. Am Ende machen die es der Handysparte von Siemens nach, über Jahre falsche Entscheidungen bis hin zum völligen Kollaps. Ich würde sogar darauf tippen, dass es Vodafone hier besser macht. Während T-Mobile noch von Tarifsenkungen schwafelt, wirbt Vodafone nach alter Manier durch günstige Geräte massiv (UMTS-) Kunden an. Sollte T-Mobile wider Erwarten doch noch mal in die Preisoffensive gehen, werden die trotzdem Ruck-Zuck nachziehen und DANACH ggf. die Subventionen noch weiter kappen. Das ist taktisch um einiges geschickter als von unserem müden Ex-Staats-Haufen, der hier viel zu zögerlich und langsam agiert, gerade richtig, um am Ende den Konkurrenten wieder vobeiziehen zu lassen.


    Na ja,


    man könnte das Ganze auch andersherum interpretieren:
    D1 hat im Weihnachtsgeschäft im Vergleich zu VF auf 650000 Kunden verzichtet, die sowieso als Prepaid oder Vertragskunden mit niedrigem Umsatz kein gutes Geschäft sind. D1 senkt die Tarife in Zukunft generell, nicht nur für die Neu- sondern auch für die Bestandskunden. D2 ist gezwungen, seine Tarife anzupassen, dies würde dann auch die 650000 zusätzlichen Kunden des Q4/2004 betreffen, die von den Kundengewinnungskosten eh schon knapp kalkuliert sind und nach einer Tarifsenkung ein Minusgeschäft bedeuten würden. Somit hätte D2 die A****-Karte gezogen und einen Haufen Geld für Kunden ausgegeben, die nichts bringen und auch noch einen negativen Deckungsbeitrag verursachen....


    Zu den 100000 Umts Kunden im Q4/04: D2 hat 26 Mio Kunden. Ich unterstelle eine durchschnittl. Vertragslaufzeit von 24 Monaten (jaja, Saisonale Verteilungen wie Weihnachtsgeschäft lasse ich jetzt weg...), d.h. im Q4/04 müssten von den 26 Mio Kunden durchschnittlich 3,25 Mio Kunden von einer Vertragsverkängerung betroffen sein (26Mio/24Monate*3Monate). Von diesen 3,25 Mio Kunden haben sich trotz intensivster Gerätesubventionierung und Power-Selling Bemühungen der Shops gerade einmal 100000 für UMTS entschieden. Irgensdwie nicht so toll, oder ;-)))



    Gruß


    Markus

    Hi,


    beiliegende Pressemeldung von T-Mobile von heute Morgen:


    Bonn, 17. Januar 2005


    - T-Mobile beauftragt Ericsson mit der Modernisierung von GSM-Technik
    - Ziel der Maßnahme ist die weitere Verbesserung der Netzqualität
    - Bundesweit wird die Systemtechnik von rund 10.000 Mobilfunkstationen erneuert
    - Neue Technik senkt Betriebskosten der Anlagen deutlich
    - Arbeiten erfolgen parallel zum UMTS- und W-LAN Ausbau kontinuierlich bis zum Jahr 2007



    T-Mobile Deutschland hat den führenden Mobilfunkausrüster Ericsson beauftragt, bundesweit rund 10.000 Mobilfunkstandorte mit modernster GSM-Netztechnik auszustatten. Der planmäßige Austausch betrifft bestehende und zusätzliche Standorte und wird die Qualität des T-Mobile Netzes und die Mobilfunkversorgung insgesamt weiter verbessern. Der Umbau erfolgt kontinuierlich in den Jahren 2005 bis 2007 und parallel zum Ausbau der UMTS- und W-LAN Infrastrukturen. T-Mobile investiert in die Modernisierung eine Summe in dreistelliger Millionenhöhe.


    "T-Mobile ist in punkto Netzqualität Spitze - das belegen viele Urteile unabhängiger Gremien und zahlreiche Auszeichnungen", erklärt Joachim Horn, Geschäftsführer Technik bei T-Mobile Deutschland. "Damit dies auch in Zukunft so bleibt, setzen wir nicht nur auf innovative Breitband-Technologien wie UMTS und W-LAN, sondern modernisieren gleichzeitig das GSM-Netz als weiterhin wesentlichen Baustein unserer Mobile Multimedia-Strategie. Mit Ericsson haben wir einen kompetenten Partner für dieses wichtige Vorhaben gewählt."


    Die Vorbereitungen für den Umbau der GSM-Standorte haben Anfang 2005 begonnen. Die Arbeiten an den Mobilfunk-Basisstationen werden von Ericsson zu verkehrsschwachen Zeiten durchgeführt, so dass die hohe Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit des T-Mobile Netzes während der gesamten Projektphase gewährleistet bleibt. Die Modernisierung der Anlagen hat neben der verbesserten Netzqualität deutliche Energieeinsparungen zur Folge: Der Stromverbrauch wird durch die umgebauten Sendestationen um rund 30 Prozent sinken. T-Mobile unterstreicht damit erneut das in der Unternehmensphilosophie verankerte Engagement für aktives Umweltmanagement und Nachhaltigkeit.


    Mit der Modernisierung des GSM-Netzes entsteht die weltweit modernste GSM-Plattform. Im Sinne der Mobile Multimedia-Strategie treibt T-Mobile aber gleichzeitig den Ausbau der Infrastrukturen auf Basis von UMTS und W-LAN mit Hochdruck weiter voran. Ziel ist es, den T-Mobile Kunden praktisch immer und überall den schnellen, zuverlässigen und künftig sogar nahtlosen Zugang zu mobilen Breitbandangeboten zu ermöglichen. So deckt das UMTS-Netz inzwischen bereits rund 50 Prozent der deutschen Bevölkerung ab. Damit hat T-Mobile die mit dem Erwerb der UMTS-Lizenz verbundenen Vorgaben der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post ein Jahr früher als vorgeschrieben erfüllt. Und auch beim Aufbau öffentlicher W-LAN Netze bleibt T-Mobile Spitze: Inzwischen betreibt T-Mobile in Europa und den USA mehr als 11.000 HotSpot Standorte und ist damit der weltweit führende transatlantische Anbieter öffentlicher lokaler Funknetze.

    Ansprechpartner für Journalisten:


    T-Mobile Deutschland GmbH
    Unternehmenskommunikation
    Landgrabenweg 151
    D-53227 Bonn



    Zu der Meldung mal folgende Frage:
    Es wird ja davon gesprochen, neben der Netzqualität auch die Mobilfunkversorgung zu verbessern. Durch welche Maßnahmen ist das denn hardwaretechnisch realisierbar?
    Ich dachte bisher, eine bessere Versorgung lasse sich nur durch zusätzliche Standorte bzw. zusätzliche Sektoren an einem bestehenden Standort realisieren?


    Gruß


    Markus

    Zitat

    Original geschrieben von suparichie
    Ich wollte bei D1 bleiben. Bin voll zufrieden: Netzabdeckung, Hotline, Preise (was mein Telefonverhalten angeht).


    Mich stinkt augenblicklich nur an (aber nur ein ganz klein wenig), daß man als langjähriger Kunde womöglich mehr ausgeben muß, als für diesen Schnurz-Relax-Tarif.


    Hi kleiner Tipp:


    Vergleiche mal die Preise für die VVL im Online Shop von T-Mobile, da sind normalerweise die Gerätepreise für Telly und Relax identisch. Alternativ kannst du deinen Vertrag auch über diverse Internetshops verlängern, (s. Werbeforum oder Suche) da sind die Geräte nochmals günstiger als beim Netzbetreiber. Ich habe das bis jetzt 2x gemacht und bin sehr gut damit gefahren.



    Gruß



    Markus

    Zitat

    Original geschrieben von hotte
    Denn meine ersten Erfahrungen mit UMTS sind, das der Empfang ein klein wenig schlechter ist als mit GSM1800.


    Hi Forum,


    das kann ich voll und ganz bestätigen. Bei mir in der Wohnung ist mein nächster GSM/UMTS Sender (D1) ca. 100 Meter Luftlinie entfernt.
    Gehe ich in Räume im Innern des Hauses, fällt der Empfangspegel GSM von Vollausschlag um einen Balken ab. Bei UMTS habe ich selbst am Fenster nur 2-3 von 5 Empfangsbalken, im Innern des Hauses 0-1 Balken, teilweise bucht das Tel. während des Gesprächs von UMTS auf GSM um.
    Wohlgemerkt, GSM und UMTS sind am gleichen Standort und die Sektoren sind gleich ausgerichtet. Leider hat mein Tel keinen MoniMode, sonst hätte man die Empfangsstärke in DB vergleichen können.


    Ich habe das mal allgemein hier in Düsseldorf getestet und muss sagen, dass die UMTS Indoor Versorgung von der Empfangsstärke her wirklich reine Glückssache ist. Vernünftige Netzstärke hat man bis max. 100m vom nächsten Sender entfernt, danach siehts wirklich schlecht aus...


    Da man für eine vernünftige UMTS-Versorgung dass Netz drastisch verdichten müsste, dauert es bestimmt noch 5 Jahre bis das ganze auf GSM-Niveau ist...



    Gruß



    Markus

    D1 in Düsseldorf-Innenstadt (Altstadt), 5 Telefonate zwischen 00.00 und 00.15 geführt, 3 gingen beim ersten mal durch, 2 beim zweiten Anwahlversuch. SMS ebenfalls kein Problem.
    Ich denke, dass die Innenstadt kapazitätsmässig sowieso sehr gut versorgt ist und Silvester dem Netz dort deswegen nicht das Genick gebrochen hat.


    Gruß und alles Gute für 05 an alle im Forum



    Markus

    Re: Omnistrahler auch für UMTS geeignet?


    Zitat

    Original geschrieben von Steffen[HH]
    EDIT:
    Kann mir bitte noch jemand einen Link zur Standortbeschreibung einer beliebigen Omnizelle (vorzugsweise Vodafone) aus der RegTP-Datenbank geben.
    Siehe: http://emf.regtp.de


    Hi,


    gib mal PLZ 47 ein, wähle den Ort Issum aus und dann die Dorfstr.


    In dem Kartenausschnitt erscheinen drei Mobilfunkanlagen, die Rechts (StandortNr 145400) ist eine D2 Omni. Übrigens eine der letzten, die ich so kenne.
    D1 geht in dem Ort nicht mal Outdoor :-(


    Gruß


    Markus

    Zitat

    Original geschrieben von Marko
    Respekt!


    Ich denke, dass die zugegebenermaßen wirkliche gute Werbung hier einen beachtlichen Beitrag leistet. Und es bestätigt meine uralte These, dass die Mehrheit - und das sind nunmal die Wenigtelefonierer - eben doch nicht für ein paar Euro Ersparnis pro Monat zu den Underdogs wandert.


    Wenn sie preislich zumindest "etwas" in die Offensive gehen und das mit ähnlich gutem Marketing wie bisher verkaufen würden, könnten sie sogar wieder zum Marktführer aufsteigen. Und ich sage das als D1-Kunde, denn auch als Kunde der Konkurrenz sollte man Leistung und Erfolg der anderen NEIDLOS anerkennen können. ;)


    Hi,


    ich bin selbst D1 Kunde und muss sagen, dass m.E. nach D2 völlig zurecht ggü. D1 aufholt.


    Gründe:


    Deutlich bessere Vermarktung von UMTS


    Wesentlich mehr und bessere UMTS-Handies


    In den letzten jahren konsequenter GSM-Netzausbau bis in das letzte Nest hinein wärend D1 hier (und soviel ich weiss, auch im Rest Deutschlands) geschlafen hat. Resultat: In der Region Düsseldorf/Niederrhein ist D2 deutlich besser als D1. Ich glaube, dass Netzabdeckung nach wie vor ein wichtiges Kaufkriterium der meisten Nutzer ist.


    D1 hatte mal ggü. D2 einen Ausbauvorsprung von mehreren tausend BTS. Das ist inzwischen vorbei....


    Gruß



    Markus

    Re: Gibt es eine Statistik zur Anzahl der Antennenstandorte


    Zitat

    Original geschrieben von Prof-Jump
    Servus,


    ich tippe grade an meiner Diplomarbeit und benötige eigentlich noch mal ein paar Zahlen zu den errichten Sendemasten. Gibt es eine Statistik zur Anzahl der Antennenstandorte der einzelnen Betreiber?


    Hi,


    klar, gibt es und zwar ziemlich versteckt auf den HPs der Netzbetreiber:


    D1: 19000 GSM-Standorte, Stand 09/04,
    Quelle http://www.t-mobile.de/downloa…ernehmensprofil_04-09.pdf


    D2: 18200 GSM-Standorte, 46000 Funkzellen, Stand 2004
    Quelle
    http://www.vodafone.de/unternehmen/ueber_vodafone/13680.html


    O2: 10000 GSM-Standorte, Stand 06/04
    Quelle
    http://de.o2.com/ext/standard/…ate=online&style=standard
    Man beachte aber, dass O2 außerhalb der Ballungszentren mit D1 Roamt.


    E-Plus:
    Bei EPlus habe ich auf die Schnelle nichts gefunden, angeblich planen die bis Ende 05 so um die 16000 GSM Standorte in Betrieb zu haben, aktuell dürften es zwischen 12000 und 14000 Standorten sein.


    D1 und D2 bauen z.Z. so um die 1000 neue GSM-BTSen pro Jahr, was das für Netzabdeckung und Qualität der Versorgung der 4 Netze bedeutet, kannst du dir ja anhand der Zahlen selbst ableiten ;-)


    Gruß



    Markus

    Re: Re: Vorgehen der NB bei Aufrüstung GSM BTS mit UMTS


    Zitat

    Wenn die GSM-BTS ausgelastet ist, ist Schicht, auch wenn UMTS theoretisch noch freie Kapazitäten hätte. Beide Netzelemente sind über eine unterschiedliche Netzarchitektur angebunden und haben daher auch unterschiedliche Anbindungen an das nächsthöhere Netzelement (BTS - BSC und NodeB - RNC). Daher können sie auch untereinander keine freien Kapazitäten zur Verfügung stellen.


    MMh,


    vielleicht habe ich mich etwas undeutlich ausgedrückt: Wenn ich als User ein UMTS-fähiges Gerät besitze und in die UMTS Zelle einer BTS eingebucht bin, kann ich doch wohl telefonieren, obwohl parallel dazu alle GSM-Kanäle der BTS besetzt sind?


    Das ist doch im Moment so ziemlich der einzige Grund, sich ein UMTS-Gerät zu holen (Stichwort nächstes Silvester) :)



    Gruß



    Markus

    Hi Forum,


    mir ist gerade mal folgende Frage eingefallen:


    Zum Aufbau der UMTS-Netze sind ja viele GSM BTS der Netzbetreiber zusätzlich mit UMTS-Antennen ausgerüstet worden. Vorausgesetzt eine nennenswerte Anzahl der User verfügt über ein UMTS-Fähiges Telefon, bedeutet das ja auch eine Kapazitätserweiterung in Bezug auf die von der nun erweiterten BTS gleichzeitig abwickelbaren Telefonate. (GSM und UMTS gleichzeitig eben)


    Nun ist ja neben der Anzahl der Frequenzen, die jede BTS zur Verfügung hat, als ein weiterer Engpassfaktor die Anzahl der Leitungen/Kapazität der Richtfunkverbindungen zum nächsten MSC darüber entscheidend, wieviele Gespräche gleichzeitig über eine BTS laufen können.


    Weiss hier jemand, wie die einzelnen Netzbetreiber hier vorgehen, d.h., werden bei einer Erweiterung einer GSM BTS um UMTS parallel die Anbindungskapazitäten zum nächsten MSC erweitert?


    Ich denke hier als Szenario an eine Großveranstaltung, bei der die Kapazität sämtlicher GSM Kanäle einer BTS ausgelastet ist, über UMTS aufgrund freier Kapazität an derselben BTS noch Gespräche abgewickelt werden könnten, dies aber nicht möglich ist, da die Lastgrenze der BTS in ihrer Anbindung an das MSC erreicht ist.



    Gruß



    Markus Meißner