Diesel wird teuer, aktuell 150,9 cent/l

  • Ist es in Deutschland wirklich so, dass alle Autofahrer


    - zwei Stunden mit den Öffis zur Arbeit bräuchten, während es mit dem Wagen in ein paar Minuten geht oder
    - den nächsten Markt mit Getränken in zig Kilometern Entfernung haben, dieser Laden keine Räder zulässt - oder hinter einem steilen Hang liegt oder
    - so sehr eingespannt sind, dass sie dringende Briefe erst Minuten vor der letzten Kastenleerung zur Post bringen können oder
    - im Schichtdienst frühmorgens um 4 Uhr bei der Arbeit sein müssen oder
    - den Berufsverkehr im Auto entspannt genießen können, während im Zug ständiger Stress angesagt ist?


    Dann habe ich wirklich volles Verständnis für alle, die sich über die Spritpreise aufregen ;)

  • Also Ethanol, oder auch Dimethylfuran (soll ja als Ersatz für Ethanol herhalten) sind keine Alternative. Genau so wenig wie Gas betriebene Fahrzeuge.


    Das klappt alles ganz toll, solange nur wenige das nutzen. Würde die Masse umstellen, würde Gas in ein paar Monaten genau so viel kosten, wie heute der Sprit.


    Und Ethanol hat eine ziemlich miese CO2 Bilanz.


    Was wir brauchen, sind neue Verkehrskonzepte. Alles andere ist im Grunde nur Flickwerk.


    Wir werden uns auf lange Sicht vom großen Individualverkehr verabschieden müssen. Und das nicht nur wegen den hohen Spritpreisen, sondern auch aus Ökologischer Sicht.


    Nur leider hat die Öl-Lobby zuviel Gehör, als das da die Regierungen unserer Welt sich wirklich für echte Alternativen interessieren.


    Aber wenn mal mal überlegt, dann stehen doch die Autos im Schnitt bestimmt zu 90% nur rum. Die meisten fahren morgens zur Arbeit und Abends zurück. Der Rest der Zeit steht das Fahrzeug ungenutzt rum.


    Warum wird das Thema Car Sharing nicht viel weiter ausgebaut. Warum muß jeder eigentlich eine eigene Karre vor der Tür stehen haben, oder zwei, oder drei.. (Ja ich habe auch ein Auto, bevor jetzt wieder gemosert wird; ich nehme mich hier nicht raus!).


    Und wenn vielleicht endlich die Technik so weit wäre, das Fahrzeuge wirklich komplett alleine fahren können....


    Ich könnte mir das so vorstellen: Ich muß von A nach B. Ich rufe ein Fahrzeug, welches nach einiger Zeit automatisiert vor die Tür fährt. Ich steige ein, gebe mein Ziel ein, und das "Auto" fährt selbstständig dorthin. Nach dem Aussteigen kann das Fahrzeug vom nächsten genutzt werden.


    Man würde so das Stauproblem einigermaßen in den Griff bekommen und auch die Unfallzahlen würde extrem sinken.


    Natürlich wären das 0815 Fahrzeuge. Leute die eine Schwanzverlängerung vor der Türe brauchen, haben dann Pech gehabt.


    Andererseits finde ich, das hier der Umweltgedanke wichtiger ist. Und davon ab, wäre das auch ein viel angenehmeres Reisen. Einfach Einsteigen, sich zurück lehnen und entspannen.... :D


    Aber sowas wird weniger ein technisches Problem sein, als ein Emotionales. Wenn man mal überlegt, das es Leute gibt, die das Navi auf das eigene Geschlecht einstellen was die Stimme angeht (weil man lässt sich vom anderen Geschlecht ja nicht "vorschreiben" wo man hinzufahren hat :confused: ) dann wird sowas wohl nie kommen...


    Schade eigentlich!

    "Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben, eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben."

  • TM1


    Ich dachte du hättest etwas mehr drauf als Hobbypsychologe zu spielen? Hatte von deinem hohen Niveau erwartet das du auf meine Fragen antwortest, warum wenn wir Deutschland sind und führend auf dem Automobilsektor sind nicht in der Lage sind Trends und Innovation einzuleiten sondern passiv sich der Abhängigkeit eines begrenzten Rohstoffes hingeben. Den nicht die Ölmultis sondern die Hersteller entscheiden womit Ihre Fahrzeuge fahren. Also müsste die Situation genau die gegenteilige sein. Selbst Brasilien und ehemalige Sowjetrepubliken sind fortschrittlicher was alternative Kraftstoffe betrifft.


    Solltest noch ein wenig üben was deine psychologischen Gutachten betrifft, den von Neid und Wut bin ich noch weit entfernt. Aber jeder Anfang ist schwer. Solltest dich lieber auf Spritpreisprognosen spezialisieren. :D

  • oleR: danke, dass Du nochmal wiederholst, was diger vor Dir geschrieben hast. ;)

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • da sind wird jetzt mit den steigenden Spritpreisen absolut auf dem richtigen Weg, denn genau das animiert zum umdenken.


    so fehlt z.B. ein geeignetes Verfahren um Biomasse hocheffizient in flüssigen Kraftstoff "umzuwandeln"

  • Zitat

    Original geschrieben von led-store@com


    so fehlt z.B. ein geeignetes Verfahren um Biomasse hocheffizient in flüssigen Kraftstoff "umzuwandeln"


    Ist dir entgangen, dass moderne Biogasanlagen für die Versorgung von CNG-Fahrzeugen verwendet werden können?!

  • Zitat

    Original geschrieben von diger
    Was wir brauchen, sind neue Verkehrskonzepte. Alles andere ist im Grunde nur Flickwerk.


    Wir werden uns auf lange Sicht vom großen Individualverkehr verabschieden müssen. Und das nicht nur wegen den hohen Spritpreisen, sondern auch aus Ökologischer Sicht.


    Bis hier hin gebe ich Dir recht



    Warum würde das Stauproblem sinken?
    Wenn es wenioger Fahrzeuge gibt, die aber Intensiver genutzt werden, ändert sich erstmal nix auf der Straße.
    Wenn ich von einer Salami 10 Scheiben abschneide ist die Wurst hinterher genauso klein, wie wenn ich 10 mal je eine Scheibe abschneide.
    Daß sich die Fahrten besser verteilen, kann man auch nicht hoffen. In den meißten Fällen beginnt die Arbeit eben um 7.00 Uhr, also will man da da sein. Deswegen fahren alle gleichzeitig.
    Der CO2 Ausstoß sinkt auch nicht, sondern verteilt sich nur anders auf die Bestehenden Fahrzeuge.
    Möglicherweise steigt das Verkehrsaufkommen sogar an, weil die Fahrzeiuge noch Leerfahrten bewältigen müssen. Denn Person B wird kaum genau am Zielort von Person A einsteigen wollen.
    Das einzige was damit errreicht wird, ist, daß die Parkplätze in der Stadt leerer werden. Sonst nix.

    **** Commodore 64 Basic V2 ****
    64K RAM System 38911 Basic Bytes Free
    READY.

  • Zitat

    Original geschrieben von diger
    Wir werden uns auf lange Sicht vom großen Individualverkehr verabschieden müssen. Und das nicht nur wegen den hohen Spritpreisen, sondern auch aus Ökologischer Sicht.


    Dazu müssten die öffentlichen Verkehrsmittel dann aber individueller werden, also:


    - kürzere Taktzeiten auch in Kleinstädten und mittleren Städten
    - mehr öffentlicher Nachtverkehr
    - günstige Fahrpreise auch wenn man sich noch nicht Wochen voraus auf einen bestimmten Zug festlegt


    Dann würden die öffentlichen Verkehrsmittel auch besser genutzt.


    Aber solange man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln deutlich länger braucht und noch Ewigkeiten rumstehen muss, und falls man sich mal verspätet zwei Stunden auf den nächsten Bus oder Zug warten muss sind die öffentlichen Verkehrsmittel selbst bei 3€ Spritpreis unattraktiv.


    Hinzu kommt noch das die Preise für die öffentlichen Verkehrsmittel fast im gleichen Umfang streigen wie die Spritpreise an den Zapfsäulen.

  • Heute Morgen per Email bekommen da ich dieses "seriöse" Blatt nicht wirklich lese.
    Ob es wahr ist oder nicht wer weiß? Wundern würde es mich nicht.




    Der Text hierzu findet man hier:[URL=http://www.bild.de/BILD/news/leserreporter/2008/05/21/tankstellen-absprache/benzin-abzocke,geo=4593270.html]klick mich[/URL]

  • Zitat

    Original geschrieben von TM1
    brigens: Der prozentuale Staats(Steuer)anteil am Spritpreis ist gerade rapide am Sinken. Du kannst ja mal kurz darüber nachdenken warum das so ist und dann Deine Wut in die richtigen Bahnen lenken.



    ?? Der Steueranteil steigt doch mit dem Benzinpreis mit. Je höher der Benzinpreis, desto mehr verdient der Staat. Und warum auf die Energiesteuer (alt: Mineralölsteuer) und Ökosteuer dann noch die Mehrwertsteuer dazu kommt, ist mir Rätsel.


    Wir zahlen schließlich auch keine Lohnsteuer von der Lohnsteuer.

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