Neues CDU Regierungsprogramm

  • Re: Re: Re: Unternehmenskultur


    ChickenHawk: Was verstehst Du unter "zurecht" kommen?
    Über die Runden kommen? Am Ende des Monats auf Null rauskommen?
    Also, wenn das das Ziel sein soll, dann muß man sehr bescheiden sein.
    Dann aber viel Spaß, wenn man eine Anschaffung zu machen ist, mal was kaputt geht! Ich würde gerne sehen, wie Du davon noch soviel sparst, daß Du einmal im Jahr für 14 Tage in Urlaub fahren kannst, für ein Auto ansparst etc.pp..
    Wenn Du ein Auto hast, das Du finanzieren mußt, Versicherungen bezahlen, private Altersvorsorge und z.B. in Rhein- Main wohnst, wirst Du mit 1200 Euro netto nicht sehr weit kommen und Dich überall einschränken müssen.
    Dann solltest Du aber keine Handyrechnung über 50 Euro haben, DSL wird auch eng, Premiere kannst Du knicken. Ins Kino gehst Du dann vielleicht einmal im Monat.


    Wenn das für Dich ein erstrebenswerter Lebensstandard ist, bewundere ich Dich für Deine Bescheidenheit.
    Ich möchte alleine schon nicht in der "Angst" leben, nie etwas für eine notwendige Anschaffung beiseite legen zu können und in einem solchen Falle ziemlich dumm da zu stehen. Jeden Monat schaffen gehen, um auf Null rauszukommen heißt für mich: arbeiten, um leben zu können. Nicht, um leben zu können und sich auch mal was leisten zu können und sich wenigstens ein gewisses Polster anzusparen, das einem auch mal Entspanntheit ermöglicht.
    Ich weiß nicht, wo Du wohnst. Aber allgemein scheinen die Lebenshaltungskosten dort recht niedrig zu sein.
    Oder Du hast vielleicht selbst noch nie von so wenig Geld gelebt, jedenfalls nicht 2005.
    Oder täusche ich mich da?


    200- 300 Euro mehr im Monat (zusätzlich zu den 1200) können schon einen sehr großen Unterschied machen. Die können nämlich das "Polster" ermöglichen, wenn man dafür auch etwas Geduld braucht.



    Aber so muß jeder mit seinem Lebensstil zurecht kommen und vielleicht hier und da kürzer treten.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Ich muss das mal etwas relativieren:


    Meine Aussage mit dem "Nicht zurande kommen" bezog sich auf das von Martyn angesprochene "Existenzminimum". Ich bin nicht der Meinung das man mit 1.200€ am selbigen knabbert, offiziell gilt 2005 für Alleinstehende 7.356 Euro im Jahr als Existenzminimum. Mit 14.400 €/Jahr würde man also noch fast das doppelte drüber liegen.


    Mir ist durchaus klar, das man mit derartigen Gehältern keine großen Sprünge machen kann, gerade wenn es um größere Anschaffungen geht oder unerwartete Reparaturen anstehen, aber ich bin nicht der Meinung das man sich damit nicht auch mal nen Abend im Kino oder den Gang zu McD leisten kann.


    CH


    EDIT:
    Und ja ich habe schon mal von so wenig Geld gelebt.
    Als Student kommt man auch mit ca. 700 € im Monat schon erstaunlich weit, wobei man fairerweise dazu sagen muss, dass keine Autoversicherung zu zahlen war und es am Ende des Monats tatsächlich immer auf +/- 0 rauskam

  • Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Unternehmenskultur


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Ok das Penthouse in der Münchner Innenstadt ist damit nicht zu finanzieren, dass stimmt wohl.


    CH


    D
    Nichtmal in einer Ein-Zimmer Butze in der Innenstadt von München oder Frankfurt kannst du so auf Dauer auskömmlich leben. An ein Auto ist eigentlich nicht zu denken.

  • Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Meine Aussage mit dem "Nicht zurande kommen" bezog sich auf das von Martyn angesprochene "Existenzminimum". Ich bin nicht der Meinung das man mit 1.200€ am selbigen knabbert, offiziell gilt 2005 für Alleinstehende 7.356 Euro im Jahr als Existenzminimum. Mit 14.400 €/Jahr würde man also noch fast das doppelte drüber liegen.


    Mir ist durchaus klar, das man mit derartigen Gehältern keine großen Sprünge machen kann, gerade wenn es um größere Anschaffungen geht oder unerwartete Reparaturen anstehen, aber ich bin nicht der Meinung das man sich damit nicht auch mal nen Abend im Kino oder den Gang zu McD leisten kann.


    Bei den 1.200€ habe ich nicht gesagt das es das Existenzminimum ist, oder man damit nicht leben kann. Man kommt schon damit klar, ne halbwegs angemessene Wohnung in ner 30.000 - 70.000Ew Stadt, Disco, Kino und McD ist schon drin, aber wirklicher Luxus ist es nicht.


    Aber 1.000€ bis 1.600€ netto sind hier die Summen was junge Leute mit mittlerer Reife oder Fachabi und Berufsausbildung verdienen, bei jungen Studienabgängern sieht es auch nicht soviel besser aus.


    Ich denke mit dem Gehalt muss man jetzt nicht direkt jammern anfangen, aber dann Gehaltkürzungen hinnehmen oder und mehr arbeiten (ab und an innerbetrieblich bedingte Überstunden müssen natürlich immer drin sein) ist da wirklich nicht so schön.


    Hingegen finde ich 345€ für nen Arbeitslosen schon sehr deprimierend, so möchte ich nicht leben müssen. Deswegen denke ich schon das man ihnen wenigstens so 480€ zugestehen sollte, um halbwegs menschenwürdig leben zu können.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    (...)Hingegen finde ich 345€ für nen Arbeitslosen schon sehr deprimierend, so möchte ich nicht leben müssen. Deswegen denke ich schon das man ihnen wenigstens so 480€ zugestehen sollte, um halbwegs menschenwürdig leben zu können.


    Dann gehe mal von Deinem Gehalt aus, zahle Miete und Auto selbst und schwupps hast Du im Monat auch nicht mehr zur Verfügung.


    Wir drehen uns im Kreis. :rolleyes:



    Stefan

  • Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Dann gehe mal von Deinem Gehalt aus, zahle Miete und Auto selbst und schwupps hast Du im Monat auch nicht mehr zur Verfügung.


    Auto oder die Alternative ÖPNV+Bahn muss der Arbeitslose wie der Angestellte bezahlen, wenn man jetzt von 1200€ sagen wir mal 500€ Warmmiete abzieht, bleiben immer noch 700€.


    Das ist mehr als das doppelte von 345€.


    Selbt wenn der Arbeitslose jetzt die von mir geforderten 480€ bekommen würde, wären 700€ noch mehr als das 1,458 fache.


    Ich würde dem Arbeislosen so 480€ im Monat schon gönnen.

  • Haaaallllooooooooo - Martyn... aufwachen!


    Was meinst Du denn, wofür man jeden Tag arbeiten geht? Doch damit man sich einen gewissen Lebensstandard leisten kann. Wenn "Dein" Arbeitsloser jetzt noch seine 160 € dazuverdient und 50.- € Fahrtkosten mitnimmt, hat "Dein" dummer Angestellter noch 10.- € mehr als der ALO mit Nebenjob. Wo ist denn da der Anreiz, sich eine Arbeit zu suchen? Man wäre ja dumm! Und wer sollte das bezahlen? Woher sollen die Milliarden kommen?? Carsten investiert schon genug in dieses Irrenhaus hier - er kann nicht auch noch die Verantwortung für millionen Arbeitslose übernehmen...


    Wo arbeitest Du? In einer Joint-Dreherei? Anders kann ich mir die Vorstellungen nicht mehr erklären.



    Over and out.



    Stefan

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Bei den 1.200€ habe ich nicht gesagt das es das Existenzminimum ist, oder man damit nicht leben kann. Man kommt schon damit klar [...] aber wirklicher Luxus ist es nicht.


    Aber 1.000€ bis 1.600€ netto sind hier die Summen was junge Leute mit mittlerer Reife oder Fachabi und Berufsausbildung verdienen, bei jungen Studienabgängern sieht es auch nicht soviel besser aus.

    DU willst damit also sagen, das quasi jeder Berufstätige im Luxus leben sollte (und wenn es nicht so ist, dann läuft etwas falsch?), habe ich das richtig verstanden?


    Ach ja, ich mache jetzt auch meine Äuglein zu und träume schön vor mich hin...
    :rolleyes:

  • Sinn und Unsinn


    Bei aller Einkommens und Ausgaben Berechnungen, aber vor allem wegen der hier schon häufig zitierten 60-70 Std. "Wöchlern", fällt mir ein hübsches Zitat vom ollen Voltaire ein:


    "In der einen Hälfte des Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben.
    In der anderen Hälfte opfern wir Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen!




    Schon damals wußte man also schon, dass man eben alles auch übertreiben kann .... ;)



    Und wenn wir schon dabei sind: "Wirklich zu leben ist das Kostbarste auf der Welt. Die meisten Menschen existieren bloss, sonst nichts!" O. Wilde


    Deshalb scheint mir der wirkliche Knackpunkt der Diskussion hier, die persönliche Deffinition von Leben.



    (Ja-ja stimmt, ich bin der absolute "Zitate-Fan", in vielen liegt eben eine tiefe Weisheit!)

    Ich bin zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen!

  • Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    Was meinst Du denn, wofür man jeden Tag arbeiten geht? Doch damit man sich einen gewissen Lebensstandard leisten kann.


    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Wenn ich als Person einer Erwerbstätigkeit nachgehe, dann tue ich das damit ich daraus einen finanziellen Vorteil habe, ...


    Wenigstens sind wir jetzt bei den Grundsätzlichkeiten näher gekommen.


    Wenn jemand einer Erwerbstätigkeit nachgeht, hat man hier im konkreten Beispiel immernoch ne bessere Wohnung, und zum anderen muss man nicht seine wirtschaftlichen Verhältnisse offenlegen.


    Zu mir persönlich. In diesem Jahr ging ich keiner nichtselbständigen Arbeit nach, hab die 13. gemacht.


    Können wir uns darauf einigen die Wohngeldzuschüsse für ALG II Empfänger abzuschaffen und dafür die Sätze dann deutlicher zu erhöhen, damit sie mit Gehältern vergleichbar werden? Ausserdem hätten Langzeitarbeitslose dann den Vorteil dass sie den Umgang mit dem Geld nicht verlernen?

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