Eure grössten Aufreger im Strassenverkehr

  • Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Sowohl Autobahn als auch Autofahrer sind dann einfach überfordert. Ein Tempolimit könnte helfen, aber leerer wird die Autobahn dadurch auch nicht und die anderen äußeren Umstände ändern sich dadurch auch nicht.


    Welchen Sinn macht ein Tempolimit bei einer der art überfüllten Autobahn?
    Wenn Du dort noch Geschwindigkeiten jenseits der 130 fahren kannst, ist die AB alles andere als überfüllt. Kannst Du das nicht, hilft ein Tempolimit auch nix, weil schon alle drunter sind. Außer Du wählst das Tempolimit so klein, daß der Verkehr völlig zum erliegen kommt. Aber das wirst Du ja nicht meinen.

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  • Zitat

    Original geschrieben von Jochen


    Sowohl Autobahn als auch Autofahrer sind dann einfach überfordert. Ein Tempolimit könnte helfen, aber leerer wird die Autobahn dadurch auch nicht und die anderen äußeren Umstände ändern sich dadurch auch nicht.
    In vielen Situationen würde man damit vielleicht etwas den Stresspegel senken, aber ich denke, dafür erfordert es auch eine andere "Kultur" des Autofahrens, die uns Deutschen über Jahrzehnte entgangen ist.


    aber wenn ein Tempolimit herscht wird noch brutaler links gefahren und schon gar nicht mehr nach rechts gewechselt.


    "Ach, hier ist doch 120, dann darf ich ja auch links mit 120 fahren, muß ja den anderen zeigen dass ich der hilfspolizist bin der die raser aufhält"-Mentalität herscht ja leider jetzt schon in Tempolimit-Bereichen vor. Mir fällt immer auf dass man in freigegebenen Bereichen ganz entspannt fahren kann, kaum ist ein Tempolimit verteilen sich alle auf die 2 linken Spuren. Denke ein Tempolimit bewirkt eher das Gegenteil.

  • Zitat

    Original geschrieben von Brainstorm
    Welchen Sinn macht ein Tempolimit bei einer der art überfüllten Autobahn?


    Ganz einfach: Verkehrsfluss kann nur entstehen, wenn das Ganze gleichmäßig von statten geht. Das senkt natürlich nicht die Zahl der Autos, die sich auf der Bahn befinden. Aber ein Stau oder sehr langsame Geschwindigkeiten entstehen sehr oft deshalb, weil auf den wenigen, kurz freien Abschnitten immer wieder sehr stark beschleunigt wird und dann kurz darauf meist wieder massiv herunter gebremst werden muss, wodurch das Tempo durch Kettenreaktion noch deutlich unter die einer bei Tempolimit erlaubten Geschwindigkeit fällt.
    Das A und O aber ist ganz einfach das Rechtsfahrgebot. Das muß jeder rigoros einhalten, auch wenn es mit deutlich mehr Spurwechseln verbunden ist.
    Sonst aber kann es nicht flüssig vorangehen.
    Übrigens bedeutet ein Tempolimit noch lange nicht, daß alle gleich schnell fahren! Es wird immer noch Unterschiede geben, die ausreichen, um zügig genug zu überholen. Wie gesagt, wenn dann auch wieder nach rechts eingeschert wird und wenn auch mal ein von rechts nach links wechselner rein gelassen wird, solange dies ohne große Verzögerung vonstatten geht.
    Aber das tun die Leute ja nicht.



    Sonntag Folgendes erlebt: A66 bei Hattersheim, Richtung FFM, kein Limit an der Stelle. Alles komplett frei. Mutterseelenalleine in der Mitte ein Corsa, vielleicht 120 drauf. Ich komme an mit ca. 130 lt. GPS. Hinter mir noch niemand. Also die Frage: fahre ich rechts vorbei oder halte ich mich an die Verkehrsregeln?
    Ich entschied mich für die regelkonforme Variante. Blinke, schaue, keiner direkt da, ok, da hinten kommt einer. Schaue ihn mir länger an und sehe, daß er a) nicht so wahnsinnig schnell ist und noch weit genug weg, damit ich ihn nicht wirklich behindere. Als ich fast auf Höhe des Corsa bin, hatte der Wagen (307 CC), der von hinten kam, das Tempo noch nicht verringert. Er fuhr mir bis auf ca. 3m auf, ich konnte sein Kennzeichen schon nicht mehr lesen, und dann fing er mit einem wilden Lichthupkonzert an, bei dem er sogar aus Versehen sein Abblendlicht ausschaltete (bei Peugeot ja am gleichen Hebel).
    Ja, Hallo?! Was soll ich machen? Mich in Luft auflösen? Rechts am Corsa vorbei fahren? Mein Tempo verringern und auf den Peugeot warten, bis er vorbei ist, obwohl ich ihn nicht wirklich behindert habe?
    Und schon bin Ich der Arsch gewesen, zumindest für den 307 CC-Fahrer. Dabei ist der Arsch ganz klar der Corsafahrer gewesen.
    3 Autos, 3 Spuren, 3 Geschwindigkeiten. Theoretisch kein Problem.
    Aber sobald 1 Mist baut, kippt das ganze System um.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein


  • Ich begegne relativ oft Mittelspurschleicher (besonders Samstags in der Frühe). Sobald ich solch einen Träumer erwische, gebe ich von weitem ein kurzes Signal per Lichthupe, während ich selber auf der rechten Spur fahre. Das bekommen die meisten mit und ziehen auch gleich rüber. Dann überhole ich denjenigen auf der Mittelspur und fahre auf der rechten Spur weiter...


    Bisher klappt das ganz gut. Nur einmal hat sich einer mal aufgeregt. Den hätte ich dann auch gerne rausgezogen...

  • Diese positive Erfahrung habe ich leider nicht gemacht. Ich bin außerdem nicht dazu da, ständig andere auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen.
    Der Corsa hat gar nichts gemerkt, der ist selbst dann nicht rüber gezogen, nachdem ich dann nach dem Überholmanöver nach ganz rechts fuhr.
    Eher noch habe ich erlebt, daß einem solche Fritzen wie der Corsaheini noch Lichthupe zurück geben. Die glauben sich meistens sogar noch im Recht.

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

  • Mache ich manchmal (wenn es wirklich SEHR auffällig und ein LKW nichteinmal am Horizont zu sehen ist) auch so...die Quote liegt bei 50:50, dass jemand `rüberzieht. Wenn er es doch tut, darf man sich auch mal bedanken ;)


    Manchmal wünsche ich mir Verkehrsverhältnisse, wie in den USA...so entspannt kann wirklich kaum woanders fahren. Geschwindigkeitsunterschiede sind gering, so dass man auch völlig entspannt recht überholen kann und darf.


    Aber das wird es hier niemals geben...zum einen wird es so schnell kein Tempolimit geben und des Weiteren werden die LKW sicherlich nicht 100-120 fahren dürfen, damit das klappt. Und zuletzt bleibt das Mentalitätsproblem :D
    Da muss ich aber selber gestehen: Sobald man wieder hier ist, passt man sich selber genauso schnell wieder an :cool:

  • Grad vorhin vor nem Kreisverkehr: das Auto vor mir fuhr eh schon etwas langsamer, dann kam der Kreisel in Sicht, der Fahrer blinkte schonmal links und blieb an der Linie zum Kreisel mit Blinker links an stehen - obwohl man schon sah, dass kein Auto kam. Er hätte also keinen Stopp gebraucht, sondern weiterrollen + neu Gas geben können. Da er immer noch den Blinker links an hatte, war ich schwer am überlegen, ob er da jetzt links rum reinfährt - der Fahrer wohl auch :eek: :D Er hat sich denn doch für rechts rum entschieden und machte den Blinker erst aus, als er aus der 2. Ausfahrt direkt gegenüber wieder rausfuhr :gpaul:


    Also dann lieber gar nicht blinken, statt Angst und Schrecken verbreiten... ;)

  • Ich hatte heute das letztens schon geschilderte Problem mal wieder: Audi (Q7) vor mir mit 140-150. Sobald ich dran war, fuhr Madame (jung & blond, also heute mal kein Raudi) wie wild davon. Das wiederholte sich dann noch ein paar mal. Also ich verstehe das immer noch nicht.


    Wacht sie auf, weil sie meinen 62 PS Škoda nicht vorbei lassen kann darf will oder was ist da los? Und warum fährt sie nur links, obwohl rechts alles frei war? Kann ein Q7 gar nicht auf der rechten Spur fahren und auch keine konstante Geschwindigkeit halten? Das müßte man mal Audi mitteilen...

  • Vermutlich ein neues Must-have-weiß-aber-nicht wie-es-funktioniert-Features, wie Einparkhilfe und Abstandswarner. Dem Q7 wurde halt einprogrammiert einen entsprechenden Abstand zu nichtstandesgemäßen Autos herzustellen/einzuhalten. :D Einfach nur lächeln, auch wenns nicht immer einfach ist ;)


    bye Kai

  • wrywindfall: finde Dich damit ab! Wir Fabia-Fahrer stehen in der automobilen Nahrungskette einfach ganz, ganz unten. Fabia = Plankton, Q7 = Buckelwal. :D

    “Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.” Albert Einstein

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