Das Problem war ganz einfach, dass wenn ich nicht zur Seite gefahren wäre, der Typ mir ganz einfach hinten drauf gefahren wäre. Das hat er voll riskiert! Er hatte bei dem Abstand und der Geschwindigkeit zu Schluss keine Chance mehr, noch den Aufprall zu verhindern. Er ist mit dem Kopf durch die Wand. Auf einer Autobahnbrücke! Ich will gar nicht dran denken, was passiert wäre, wenn er mir drauf gefahren wäre.
Er hätte ohne jegliches Problem von Anfang an sein Tempo verringern können und müssen. Allerspätestens aber, als klar war, dass ich bereits seit einigen Sekunden links bin und den Überholvorgang ausführen werde, hätte er Abstand halten müssen und auch problemlos können. Ich bin ihm ja nicht urplötzlich mit viel geringerem Tempo vor die Schnauze gezogen.
Zwischen der ersten Lichthupe und dem fast Auffahren auf mich lagen gut und gerne 7-8 Sekunden. Er hat aber keinerlei Verzögerung durchgeführt oder zumindest keine ausreichende.
Dafür wäre aber Zeit genug gewesen.
Nein, er hat einfach auf Angriff umgeschaltet und den Zusammenprall ganz klar riskiert. Durch die Enge auf der Brücke hätte er, ohne dass ich rüber gegangen wäre, nicht links an mir vorbei gekonnt.
Eure grössten Aufreger im Strassenverkehr
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Warum fährst du nicht einfach wieder rechts rüber?
Abstand zum Lkw war ja scheinbar noch genug nachdem du deinen "Fehler" bemerkt hast.. -
Ich sah dafür zunächst keine Notwendigkeit, da ich weiterhin davon ausging, dass er sein Tempo verringern wird (schliesslich konnte er mich aus einiger Entfernung schon sehen und ich fuhr nicht unbegründet links) und da, als ich den Überholvorgang begonnen hatte, kein Anzeichen dafür bestand, dass ich dabei irgendwen behindere. Die Situation hat sich aufgrund seines sehr hohen Tempos und der Tatsache, dass er sein Tempo nicht massiv verringert hat, sehr schnell zugespitzt. Das war aber nicht in erster Linie meine Schuld, sondern seine.
Natürlich spiele ich hier eine Rolle, das liegt aber eher in der Natur der Sache.
Die Tatsache, dass von hinten jemand mit sehr hohem Tempo ankommt, bedeutet noch lange nicht, dass ich deswegen die linke Spur zu räumen habe, wenn ich diese gerade dafür nutze, um mit echten ca. 130 einen ca. 90 fahrenden LKW überhole.
Normalerweise bin ich da recht entspannt und habe kein Problem damit, auch wieder rechts rüber zu gehen, wenn sich Platz und Zeit bieten und sich der andere entsprechend verhält, also sein Tempo verringert und sich so weniger aggressiv verhält. Das kommt hin und wieder vor.
In dem Fall hatte ich aber zu derartigen Überlegungen und Handlungen nicht einmal richtig Zeit! Ich konnte nur noch schnell entschlossen etwa in die Mitte fahren, um ihm Platz zu machen, damit er mich nicht rammt.
Unmittelbar nachdem ich von ihm überholt worden war, betrug mein Abstand zum LKW vielleicht noch gut 50m. Ich musste also sofort wieder nach links, um nicht auf den LKW aufzufahren! Bremsen konnte ich mit ihm hinter mir aber auch nicht, da es dann sofort geknallt hätte.
Nicht vergessen, dass es auf einer Autobahnbrücke (jedenfalls auf dieser) um einiges enger zugeht.
In einer solchen Situation fühlt man sich einfach nur bedroht. Und das sollte man sich im Strassenverkehr grundsätzlich nicht! -
Gut ok, der Abstand zum Lkw war dann also zu klein, um entspannt wieder rechts reinzufahren.
Wenn jemand von hinten zügig kommt und ich merke, ich würde ihn massiv bremsen, wenn ich jetzt rausfahre (obwohl ich 150-160 jetzt nicht zu langsam finde für meine Fahrtgeschwindigkeit), dann gehe ich leicht aufs Gas, deaktiviere somit den Tempomat und laufe i.d.R. auf meinen rechten Vordermann auf, um dann mit Vollgas auch links rauszugehen und zu überholen sofern hinter ihm frei ist.
Das mache ich weil ich weiß, wie ärgerlich es ist, wenn man mit >180-200km/h bremsen muss, weil jemand sein Tempo überschätzt und nicht weil ich mich mit meinen 200PS untermotorisiert fühle und deshalb zurückstecke.Das Lichthupe und Blinker links Spiel finde ich übrigens i.d.R. nicht so schlimm, macht es doch aufmerksam, dass jemand der meint deutlich schneller zu sein von hinten kommt. Viele Opas,... mit 90km/h bemerken es jedoch selbst dann nicht oder sind extrem angepisst.
Im übrigen benutze ich das teilweise selber auch, in der Hoffnung nicht abbremsen zu müssen oder nur wenig und nach dem rechts einordnen des Vordermanns zügig wieder Reisegeschwingidkeit zu erreichen.
Leider reagieren manche extrem angepisst und werden dann noch langsamer.Anzeige finde ich dafür allerdings überzogen und wird auch nichts bringen
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Moin
alles, was Jochen geschrieben hat, würde ich sofort unterschreiben.
Fraggers Aussagen bestätigen mich in meiner Forderung nach einem Tempolimit bei 120-130km/h.
Grüße
Der Dingens -
Zitat
Original geschrieben von Dingens
Moin
alles, was Jochen geschrieben hat, würde ich sofort unterschreiben.
Fraggers Aussagen bestätigen mich in meiner Forderung nach einem Tempolimit bei 120-130km/h.
Grüße
Der DingensSehe ich genauso :top:
zu den Motorradfahrern: Eben gerade in der City hat sich wieder so ein Möchtegern überall durchgedrängelt und ist mit ca. 80kmh durch die 30er Zonen gerast.
Ich war nur kurz was erledigen und als ich nach Hause fuhr habe ich ihm am Rand gesehen. Eine Polizeistreife hat ihn rausgefischt
Manchmal sind die Grünen halt doch zur Stelle, wenn man sie braucht 
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Also das jemand mit absicht draufhält und einen unvermeidbaren Aufprall riskiert kann ich wirklich schwer nachvollziehen.... wen dem so ist dann geht das natürlich ganz klar in richtung Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.
Ich kenne das halt nur im Falle von aggressivem Auffahren. Aber immer so das derjenige noch reagieren kann.... dein Fall hört sich ja so an als wenn jemand ungebremst auf ein Hindernis auffährt. Da würde dann schon ganz viel "Todesmut" hinzugehören... wer macht sowas ?! Krass.
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Ich kenne das zu gut. Manche meinen, ein Recht auf's Schnellfahren zu haben. Da hilft kein ordnungsgemäßes Verhalten mehr etwas...
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Wobei das schnell fahren zumindest für mich entspannter ist und ich deshalb auch relativ gerne zügig fahre - ich kann mir einfach nicht helfen, aber wenn man auf der rechten Spur mit 130/140 km/h fährt und dann immer ausscheren/einscheren/ausscheren muss mit allen Schulterblicken und Blinkern, dann ist das wesentlich anstrengender als "gemütlich" mit 180 km/h zu fahren (klar auch immer abhängig vom Verkehr).
Und ich möchte damit keineswegs Rasen gut heißen oder Raser in Schutz nehmen, ich verstehe nur auch Leute, die "zügig" fahren.
Um auch noch kurz auf Jochens Situation einzugehen, sowas geht eigentlich gar nicht, wenn man merkt es ist jemand langsameres vor einem, hilft oft schon das "Gas zu lupfen".und alles ist entspannt.
Allerdings scheinen mir die 200 m vor dem Laster zum Überholen auszuscheren fast schon ein wenig viel... da macht man bei der Geschwindigkeit schon einige Sekunden unnötig die linke Spur zu. -
Zitat
Original geschrieben von Fishboneman
Allerdings scheinen mir die 200 m vor dem Laster zum Überholen auszuscheren fast schon ein wenig viel... da macht man bei der Geschwindigkeit schon einige Sekunden unnötig die linke Spur zu.Aber überlege mal welche Geschwindigkeit der Raser gehabt haben muss. Bei 400m (und es waren ja wohl mehr) Abstand des Skoda zum Raser dahinter und 200m zum LKW davor, muss der Raser schon die doppelte Geschwindigkeitsdifferenz von Skoda und LKW zum Skoda von Jochen gehabt haben, damit der Raser den Skoda vor Erreichen des LKW überhaupt einholen kann.
Bei konservativ 40 km/h (140 Skoda - 100 LKW) sind das 80 km/h plus die 140km/h des Skoda, macht satte 220 km/h des Rasers. Und das an/hinter einer Kuppe, wo niemand über die Kuppe nach hinten schauen kann- genauso wie der Raser nicht nach vorne über die Kuppe schauen kann? Das ist nicht Schnellfahren, sondern geisteskranke Raserei...
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