US-Geheimdepeschen sind Online (wikileaks & Spiegel)

  • Re: Re: So langsam reicht es...


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    ... sind derartige Behauptungen absoluter Unfung.


    Wirklich? Verfügst Du diesbezüglich über absolut zuverlässige Information, um mit solchen harten Worten um Dich werfen zu können?


    Zitat


    Es gibt sowohl euopäische als auch amerikanische Sanktionslisten auf denen namentlich bekannte (und weniger bekannte) Personen (oder wie Du sie nennst Diktatoren) stehen mit denen keine Geschäfte betrieben werden dürfen und denen auch keine finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden dürfen.


    Barclays bankrolls Mugabe’s brutal regime
    Demzufolge steht zwar nicht ausdrücklich, dass Kredikarten ausgegeben wurden aber es wurden finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.


    Zitat


    Zum einen würden sich die entsprechenden Kreditinstitute hüten solche Personen zu bedienen, da die Strafen ...


    Barclays has been able to get around the sanctions by persuading the UK Treasury that the rules do not apply to its 67%-owned Zimbabwean subsidiary because it was incorporated outside the EU.


    Zitat

    ... (gerade durch die USA) hierfür äußerst drastisch sind, ...


    Ich konnte nichts finden, dass trotz des Straferlass der EU wenigstens die USA Barcley's äußerst drastisch bestraft haben. Hast Du mal etwas dazu gefunden, was Deine These untermauern würde?


    Zitat


    ...zum anderen sind solche Leute gar nicht auf "westliche" Banken etc. pp. angewiesen, da sie i.d.R. ihre eigenen Staatsbanken unterhalten oder genügend Bargeld in der Tasche haben um nicht auf popelige Mastercards angewiesen zu sein.


    Diktatoren und deren Angehörige bilden eine nicht zu unterschätzende Kundenschicht der Luxusartikelhersteller in der westlichen Welt. Im angelsächsischen Raum werden kaum Summen in dieser Größenordnung Bar angenommen, sondern ausschließlich per Kreditkarte bezahlt. Für bestimmte wesliche Sicherheitsbehörden (die den inoffiziellen Zugriff auf die Kreditkarten-Abrechnungsstellen haben) hat das zumindest den kleinen Vorteil, dass sie nicht nur den Konsum, sondern vor allem die Bewegungen und Reisen dieser Diktatorena in der westlichen Hemisphäre leichter nachverfolgen können, wahrscheinlich nahezu in Echtzeit.


    Dass die Behörden nicht zögern die Spendengelder und persönlich Guthabenansparungen von Assange einzufrieren/einzuziehen ist dann eher der Fall, als z.B. die persönliche Kreditkarte von Assange einzuziehen, da sie ihn sonst weniger kontrollieren könnten. Oder wie sagte es der australische [url=http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,733200,00.html]Justizminister[/url]: er werde Assange nur deshalb nicht den australischen Pass entziehen, damit er bei möglichen Reisen besser überwacht werden könne. Die australische Regierung werde "den amerikanischen Behörden jede Unterstützung gewähren".

  • Re: Re: Re: So langsam reicht es...


    Zitat

    Original geschrieben von dominiks
    Wirklich? Verfügst Du diesbezüglich über absolut zuverlässige Information, um mit solchen harten Worten um Dich werfen zu können?


    Ja.


    Zitat


    Ich konnte nichts finden, dass trotz des Straferlass der EU wenigstens die USA Barcley's äußerst drastisch bestraft haben. Hast Du mal etwas dazu gefunden, was Deine These untermauern würde?



    Wer suchet der findet...


    Reichen $298m? für erste?


    http://www.guardian.co.uk/busi…ned-for-sanction-breaking


    http://www.thisislondon.co.uk/…banks-get-hit-by-fines.do

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    ...
    Manche Dinge müssen geheim bleiben und dürfen nicht öffentlich werden. Wenn WL da wenigstens sorgsam trennen und nur das anbieten würde, was tatsächlich "der guten Sache dient" hätte niemand ein Problem (außer den Übeltätern). Aber mit den letzten Unterlagen hat WL sich einen Bärendienst erwiesen...


    Ich denke eher die Art der Veröffentlichung war die Ursache dass die Amis jetzt so massiv gegen WL vorgehen, in der Vergangenheit war das eher eine Sache zum Bespaßen von Verschwörungstheoretikern in den Tiefen des Internet.
    Da es jetzt in die Massenmedien vorgedrungen ist hat die amerikanische Diplomatie und ihre Handlanger einen erheblich größeren Imagschaden erlitten als in der Vergangenheit.
    Aber auch wenn sich WL in den Dienst der guten Sache stellt, wer definiert "gute Sache"? Gut für wen?
    Für die Amis war der Krieg im Irak und in Afghanistan eine "gute Sache", für den Iran wär die Vernichtung Israels eine "gute Sache", für die Taliban ist die Sharia eine "gute Sache"...


    Zitat


    Es stellt sich jetzt nämlich die Frage, welches Ziel da eigentlich verfolgt wird und wenn Assange ins Zwielicht gerät hat das theoretisch nichts mit WL zu tun, aber praktisch wird das eben doch in einen Topf geworfen und heraus kommt, was schon die Römer wussten: "Aliquid semper haeret." (Irgendwas bleibt immer hängen.).


    Assange hat sich zumindest als Blitzableiter zur Verfügung gestellt.
    Da er die letzten Veröffentlichungen von WL angekündigt hat dürfte er wohl trotz dass er offiziell "nur" Gründer von WL ist eine Art Sprecher sein oder er arbeitet aktiv mit, als Außensteheder hätte er wohl kaum die entsprechenden Informationen.
    Die Sache mit der Anklage sehe ich aber so: Da das PR Desaster eh schon komplett ist will man ihn jetzt wenigstens etwas ärgern und vielleicht mögliche Nachahmer einschüchtern.

  • Ich muss hier mal kurz etwas zu Mastercard sagen: Es handelt sich um ein Pirvatunternehmen. Dieses Kann Kreditkarten an wen es möchte ausgeben und kann diese ebenso einziehen, wenn ihnen das Gesicht nicht gefällt - im Grunde genommen steht MC demnach genau das zu, was Wikileaks propagiert: Freiheit.

  • Zitat

    Original geschrieben von NoIdea
    Ich denke eher die Art der Veröffentlichung war die Ursache dass die Amis jetzt so massiv gegen WL vorgehen, in der Vergangenheit war das eher eine Sache zum Bespaßen von Verschwörungstheoretikern in den Tiefen des Internet.


    Ich glaube eher, dass die USA den Ball flach halten mussten als z. B. der Hubschrauberangriff auf Zivilisten im Irak veröffentlicht wurde. Man kann als Übeltäter nicht den (moralischen) Bagger aufreißen. Solange es um geheime Informationen über Ungerechtigkeiten oder Rechtsverstöße ging hatte Wikileaks das Recht und die Moral auf seiner Seite.


    Die jüngst veröffentlichten Dokumente erfüllen diesen Anspruch aber nicht, da wurden einfach nur geheime Dokumente publik gemacht - ohne dass es einen tieferen moralischen Anspruch erfüllt. Wenn die Amis sich nun hinstellen und dagegen vorgehen haben sie das Recht auf ihrer Seite denn diplomatische Geheiminformationen zu veröffentlichen, ohne Notwendigkeit, ist kontraproduktiv und schadet dem Anspruch, SINNVOLLE Transparenz in zwielichtige oder schlimme Vorgänge zu bringen.


    Zitat

    Original geschrieben von NoIdea
    Da es jetzt in die Massenmedien vorgedrungen ist hat die amerikanische Diplomatie und ihre Handlanger einen erheblich größeren Imagschaden erlitten als in der Vergangenheit.


    Ja - aber wozu das Ganze? Es bringt keine Aufklärung in zwielichtige Machenschaften, schadet aber dem eigenen Ansehen weil jetzt zu Recht die Frage gestellt wird, wer und was Wikileaks ist, welchem Ziel das alles dient. Dass der Gründer der Plattform nun auch in Verruf gerät - zu Recht oder nicht - hat auch nur damit zu tun, dass seine Plattform mit der letzten Aktion eine seltsame und angreifbare Aktion gestartet hat. Insgesamt wird damit das Ansehen des ganzen Projektes beschädigt.
    Hätte man sich auf die Veröffentlichung wirklicher Skandale, die unter den Teppich gekehrt werden, konzentriert, hätte man dieses eigene Image-Problem vermieden.


    Zitat

    Original geschrieben von NoIdea
    Aber auch wenn sich WL in den Dienst der guten Sache stellt, wer definiert "gute Sache"? Gut für wen?
    Für die Amis war der Krieg im Irak und in Afghanistan eine "gute Sache", für den Iran wär die Vernichtung Israels eine "gute Sache", für die Taliban ist die Sharia eine "gute Sache"...


    Genau das ist jetzt die Frage! Man hätte sich auf schwere Verstöße gegen die Menschenrechte, Rechtsbrüche, Betrügereien und von Regierungen gedeckte Missstände beschränken sollen, dann wäre die Leitlinie klar gewesen.


    Jetzt entsteht der Eindruck, dass da womöglich nur ein einseitiger Feldzug gegen Amerika stattfindet und zu Recht wird gefragt, wieso denn nicht z. B. mal Unterlagen über die Todesstrafen in China, das Regime in Nordkorea, afrikanische Diktatoren etc. veröffentlicht werden.


    Die USA haben sicherlich auch eine Menge Dreck am Stecken, nur gelten sie im Ganzen immer noch als korrekte Demokratie. Indem man da basht und andere bekannte Terror-Regimes nicht angreift setzt man sich einem unnötigen Vorwurf aus.


    Zitat

    Original geschrieben von NoIdea
    Assange hat sich zumindest als Blitzableiter zur Verfügung gestellt.
    Da er die letzten Veröffentlichungen von WL angekündigt hat dürfte er wohl trotz dass er offiziell "nur" Gründer von WL ist eine Art Sprecher sein oder er arbeitet aktiv mit, als Außensteheder hätte er wohl kaum die entsprechenden Informationen.
    Die Sache mit der Anklage sehe ich aber so: Da das PR Desaster eh schon komplett ist will man ihn jetzt wenigstens etwas ärgern und vielleicht mögliche Nachahmer einschüchtern.


    Na vor allem wird damit fraglich, welche Interessen eigentlich dahinter stehen wenn jemand derartige Geheiminformationen verbreitet. Wenn schon der Gründer ins Zwielicht gerät und die letzten veröffentlichten Unterlagen zwar viel Wirbel machen, eigentlich aber nicht als Aufklärung für mehr Gerechtigkeit dienen können, fragt der gemeine Beobachter irgendwann, was das eigentliche Ziel ist...

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Ich muss hier mal kurz etwas zu Mastercard sagen: Es handelt sich um ein Pirvatunternehmen. Dieses Kann Kreditkarten an wen es möchte ausgeben und kann diese ebenso einziehen, wenn ihnen das Gesicht nicht gefällt - im Grunde genommen steht MC demnach genau das zu, was Wikileaks propagiert: Freiheit.


    Im Prinzip stimmt das. Allerdings hatte ja WL bereits mit Mastercard einen Vertrag. Und einen Vertrag kann man eben nicht einfach fristlos auflösen, weil es einem gerade passt. Es handelt sich ja gerade nicht um eine fristgerechte Kündigung.
    Daher beziehen sie sich ja auf einen Pasus in ihren AGBs/Vertragsvereinbarung, warum Sie das Vertragsverhältnis gebrochen sehen. Und hier wird es eben etwas fadenscheinig. Wahrscheinlich könnte WL gegen den Rauswurf durchaus klagen, aber bis das dann entschieden ist, sind wahrscheinlich 10 Jahre um.


    So einfach ist das also nicht, wie du es darstellst!

    Galaxy Note 3 (vorher diverse iPhones)

  • Sorry, aber doch, so einfach ist das. Wenn ein Unternehmen meint, dass ein Partner gegen die AGB verstossen hat, kann es den Vertrag kündigen. IIRC sogar fristlos. Ob das ganze dann vor Gericht standhält, ist eine andere Frage. Bis dahin steht aber MC bei Verstoß gegen die AGB ein Kündigungsrecht zu, von dem sie nun Gebrauch machen - wobei der Vertrag nicht gekündigt wurde, sondern lediglich ausgesetzt wurde.

  • Wikileaks: Amazon, VISA, PayPal & Co


    Moin!


    Die Art und Weise, mit der Zur Zeit versucht wird, Wikileaks den Geldhahn zuzudrehen, macht mich stinksauer!


    Ich fordere TT und alles User auf:


    Löst eure Amazon-Konten auf!
    Löst eure PayPal-Konten auf!
    Löst eure EBay-Konten auf!
    Löst eure Postfinance-Konten auf!
    Kündigt eure VISA-Karte!
    Kündigt eure Mastercard!


    Macht all das LAUT und DEUTLICH.
    Und möglichst ÖFFENTLICH mit Bezug auf Wikileaks!


    So wie die hier:


    Unsere Kinder werden es euch eines Tages danken!



    Gerhard

  • Re: Wikileaks: Amazon, VISA, PayPal & Co


    Zitat


    Ich fordere TT und alles User auf:


    Unsere Kinder werden es euch eines Tages danken!


    Und ich fordere alle TT User auf bitte erstmal ihren Denkapparat zu benutzen bevor sie so einen Blödsinn posten.


    Die Leser und eure Kinder werden es euch - schon heute - danken.

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