Bundestagswahl 2013

  • Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Kindergeld wächst ja bekanntlich auf Bäumen gell?

    Fast. In der Realität sind es hauptsächlich Baumwollplantagen und damit der Boden, aber du lagst recht nahe. :)


    Seit wann gibt es denn das Kindergeld? Und wie wahrscheinlich ist dessen Abschaffung denn in einem kinderlosen Land wie Deutschland wirklich? Mal davon abgesehen, dass die Frage eindeutig "...aber versuch mal mit 1000€ im Monat eine 4 oder 5 köpfige Familie ordentlich durchzubringen." lautete, darin nichts von Verzicht auf staatliche Leistungen erwähnt war und ich somit sachlich korrekt deine Aufgabe in das Reich der Fabeln und Linksradikalen verwiesen habe, da selbst ohne Kindergeld das Netto schon weit über 1000 liegt.

  • Denke so:
    - 1.200€ netto fuer eine Hilfskraft
    - 1.350€ netto Einstieg fuer eine Anlernkraft
    - 1.500€ netto Einstieg fuer eine Fachkraft mit 2 Jahre Ausbildung
    - 1.650€ netto Einstieg fuer eine Fachkraft mit 3 Jahre Ausbildung
    - 1.900€ netto Einstieg fuer einen Bachelor
    - 2.300€ netto Einstieg fuer einen Master
    sollten muessen schon sein.


    Bei 1.200€ netto:
    - 150€ Fahrtkosten und Arbeitsverpflegung
    - 450€ Miete und Heizkosten
    - 400€ Absolute Lebenshaltungskosten
    =======================
    - 200€ "Taschengeld" - und das ist dann auch das was mindestens sein muss damit man sich fuer eine Arbeit motivieren kann

  • Bei einer monatlichen Regelarbeitszeit von 167 Stunden ließe sich daraus etwas errechnen.


    Wo wir da wohl landen mögen ...



    Edit:
    Ich glaube, Du hast nicht berücksichtigt, dass Kinder mehr Ausgaben induzieren, als es Kindergeld gibt. Vielleicht solltest Du Deine Rechnung etwas nach oben korrigieren.

  • Thema Mindestlohn.


    Wenn Arbeitslose nicht jeden Scheiss Job annehmen müssten, wäre das Thema Mindestlohn nicht so brisant.
    Denn heute ist es ja so, jemand der für ein Niedriglohn arbeitet; Vollzeit mit Aufstockung immer noch vom Jobcenter drangsaliert wird, absolut pervers.


    Deshalb finde ich es gut, wenn durch ein Mindestlohn Jobs wegfallen, deren Löhne so niedrig sind
    das jemand nicht von leben kann, zudem es sich um solche Jobs handelt, die nur angenommen wurden,
    weil das Jobcenter den Arbeitslosen dazu erpresst hat.


    Also niemand braucht Arbeit oder Beschäftigung.
    Geld und ein gutes Leben, und dies ist leider mit vorherigen oft nicht möglich.

    "Ein Prolet ist, wer von anderen ausgebeutet wird. Ein Großbürger ist, wer andere ausbeutet. Ein Kleinbürger ist, wer sich selbst ausbeutet."(Martin Walser)

  • Zitat

    Original geschrieben von meon96
    Thema Mindestlohn.


    Wenn Arbeitslose nicht jeden Scheiss Job annehmen müssten, wäre das Thema Mindestlohn nicht so brisant.
    ...


    Nun gut ... wenn ein Job vakant ist und die Arbeit erledigt werden muss, bieten sich Arbeitslose für diese Aufgabe geradezu an. :rolleyes:


    Und dann:
    Ob Mindestlohn oder nicht, wird sich "unterm Strich" nicht viel tun.



    Allerdings:
    Mit Mindestlohn zahlt nicht mehr der Staat den Arbeitnehmer, sondern sein Arbeitgeber, der die Gewinne aus der Produktivität des AN bei beiden Modellen einstreicht.


    Das Modell "Arbeitnehmer beschäftigen und den Staat dafür zahlen lassen" ist ASOZIAL und gehört ein für allemal abgeschafft oder zumindest stark eigeschränkt.


    Was ist daran so schwer zu verstehen?


    Das hat weder was mit Links oder Rechts zu tun. Das Ganze nennt sich ganz schnöde Arithmetik und gehört schon seit Jahrtausenden zum Grundwissen der Menschheit.

  • Zitat

    Original geschrieben von mws55
    lautete, darin nichts von Verzicht auf staatliche Leistungen erwähnt war und ich somit sachlich korrekt


    Lesen kannst Du also auch nicht richtig ;)


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Du vielleicht schon, aber versuch mal mit 1000€ im Monat eine 4 oder 5 köpfige Familie ordentlich durchzubringen.


    Da blieben (Kindergeld mal außen vor) vielleicht noch 200€ um 5 Personen einen Monat lang zu ernähren.


    Keine Ahnung warum Du hier meinst so auf Krawall gebürstet zu sein, Hauptsache man hat mal wieder was worüber man sich echauffieren kann? Und "sachlich korrekt" hast Du die "Aufgabe" erst dann erledigt wenn Du wirklich mit 5 Personen und 1.000,- € im Monat auskommst. Deiner Logik nach müsste es ja heute schon wesentlich weniger Aufstocker geben, aber die wissen wahrscheinlich alle nicht wie man mit Geld umgehen muss. Vielleicht kannst Du dich bei der Arge ja als Trainer verdingen, dann erklärst Du denen mal wie es richtig geht.

  • Zitat

    Original geschrieben von meon96
    Vollzeit mit Aufstockung immer noch vom Jobcenter drangsaliert wird, absolut pervers.


    Wie hier bereits schon geschrieben wurde:
    Das "Problem" ist faktisch nicht existent, da die Anzahl verschwindend gering ist.


    Die Mehrheit der Aufstocker sind keine Vollzeitbeschäftigten. Leider wird dies immer wieder vernebelt.
    Ich will die Zustände nicht kleinreden, jedoch ist das Fakt und ein wichtiger Punkt in der Diskussion.


    Btw: Wenn man staatliche Leistungen erhält, nichts anderes sind Leistungen nach SGB II, dann erwarte ich auch, dass man jeden Job annimmt.
    Mit jeden Job meine ich keine sittenwidrigen Jobs. Zeitarbeit und 7€/ h ist nicht sittenwidrig!
    Scheissjobs müssen auch erledigt werden, falls Du mit Scheissjob auf die Tätigkeit und nicht auf das Einkommen abzielst.


    Ein z.B. 18-jähriger mit abgebrochener Schule und ohne Ausbildung und jeglicher Erfahrung, sollte sich das schon mal gefallen lassen.

    Beste Grüße
    W.

  • Das liegt aber auch daran, das ganze Wirtschaftszweige aus Kostenoptimierung ausschließlich GFBs und Teilzeitmitarbeiter einstellen. Die Leute haben gar keine Chance einen Vollzeitjob zu bekommen, obwohl viele das wollen würden. Das ist in meinen Augen das eigentliche Problem.
    Ich kenne das bspw. von einer bekannten Handelskette (meine Frau arbeitet seit ~10 Jahren da), da gibt es einen Filalleiter der die einzige Vollzeitangestellte in jeder Filale (~2500 Filialen in Dt.) hat. Je nach Filialgröße gibt es dann 2~3 Teilzeitkräfte und der Rest sind GFBs, 5~9 Mitarbeiter. Man könnte das alles auch mit 2~4 Vollzeitmitarbeitern bestreiten, will man aber nicht. Warum wohl.



    Gruß Kai

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Bei einer monatlichen Regelarbeitszeit von 167 Stunden ließe sich daraus etwas errechnen.


    Wo wir da wohl landen mögen ...

    Mir ist zwar unklar, woher du die 167 Std. nimmst, aber meinetwegen können wir uns darauf einigen. Das sind dann immer noch 1.420€ brutto und deutlich über 1.000€ netto und nicht die von Martyn errechneten Werte. ;)


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Und "sachlich korrekt" hast Du die "Aufgabe" erst dann erledigt wenn Du wirklich mit 5 Personen und 1.000,- € im Monat auskommst.

    Wieso sollte ich das denn müssen? Siehst du denn jetzt etwa sogar die deutschen Steuerklassen als staatliche Hilfe an? :confused: Noch einmal: Es sind weit über 1.000€ netto! In jedem Fall in der Praxis, egal ob ledig kinderlos oder verheiratet kinderreich.

  • Und wie ernährst du deine Kinder und deine Familie? Aha.


    Solange die Allgemeinheit Arbeitskräfte für Unternehmen (teilweise) bezahlt, und keine selbstständige Fairness (oder die Gewerkschaften wieder Gewerkschaften sind und entsprechend auch handelt) eintritt, muss und soll ein Mindestlohn kommen.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

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