Autoproduzenten, E-Autos, E-Mobilität, Ladesäulen & Co

  • (Tesla-Glaubendogma: Wir rechnen den Rohenergiegehalt von Kraftstoffen in kWh um, um den Tesla gut aussehen zu lassen. Wir rechnen natürlich nicht den Rohenergiegehalt von in Elektrizitätswerken verbrannten Brennstoffen inkl. Leitungs- und Ladeverlusten in kWh um, weil das den Tesla ganz schlecht aussehen läßt.)

    Tesla-Fans sind solche nachvollziehbaren umweltschädlichen Dinge egal. Hauptsache im Auto ist ein großes Display mit >50 Einstellmöglichkeiten ;) .

    Immerhin haben manche Tesla-Besitzer die Möglichkeit, die zum Betrieb notwendige Energie (Strom) selber zu erzeugen. Mit Benzin/ Diesel geht das so gut wie nicht.
    Mit preiswert selber erzeugtem Strom wird die wirtschaftliche Rechnung auch eine ganz andere.

    Ich gehe davon aus, dass es in wenigen Jahren möglich sein wird, sein EFH oder noch besser einige zusammenhängende Reihenhäuser wirtschaftlich sinnvoll komplett autark mit Strom zu versorgen (Solarzellen + Akku + Dieselgenerator als Backup).
    Wenn dann hier noch der Strom für ein E-Auto abfällt (am besten zu ansonsten verbrauchsschwachen Zeiten geladen), wäre das genial.


    An der Stelle möchte ich mal die Frage aufwerfen ob DC-Ladung als Normalfall eine wirklich gute Idee ist, nicht nur weil der Strom deutlich teurer ist, sondern auch weil es den Akku mehr stresst als die eher gemütliche AC-Ladung mit 11kW.

    Klar ist das schädlich für den Akku.

    Aber selbst der härteste Tesla-Fan möchte nicht jedesmal eine Stunde an der Tankstelle rumhängen und sich die Zeit schöntrinken müssen ;) .

    Einmal editiert, zuletzt von Truthahn () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Truthahn mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Als Batterien setzen sie NiMH ein.

    Ab Prius + ist ein Lithium-Akku drin. Zum neuen Prius 5 habe ich noch nichts gefunden. Da es den aber ausschließlich als PEHV geben soll, was ihn vermutlich gleich 8000-10000€ teurer machen wird (so groß war ungefähr der Abstand beim Prius 4 vom Normalmodell zum PEHV), ist er auch nicht weiter interessant für mich.

  • Okay, fangen wir mal an:

    Batteriemanagement und Thermalmanagement. Kein Konkurrent bekommt das im Augenblick auch nur annähernd hin.

    Einsatz von Batterien ohne Kobalt, Nickel und Mangan, und das alltagstauglich in einem Fahrzeug.

    Probleme, die man ohne Fahrzeug-Batterie gar nicht hätte.


    Einsatz von Siliziumkarbid Invertern.

    Verbesserung des Reluktanzmotors und harmonische Ansteuerung desselben. Siemens versucht sich daran schon ewig im Industriebereich.

    Toyota hat dafür einen super effizienten Generator/Verbrenner (Wirkungsgrad > 50 %) im Paket, den auch kein anderer Hersteller hinbekommt.


    Sehr exakte Energievorhersage für Fahrstrecken. Kein Konkurrent bekommt das im Augenblick auch nur annähernd hin.

    Probleme, die man ohne Fahrzeug-Batterie gar nicht hätte.


    Bei einem HSD braucht man übrigens gar keinen "Batterie-Wetterbericht", weil das Fahrzeug unabhängig von Fahrer und Strecke für jeden gefahrenen Kilometer die optimale Energieausbeute hinbekommt. DAS ist technischer Fortschritt!


    Ich will nochmal wiederholen: Egal ob es regnet oder die Sonne scheint, egal ob da Rennfahrer maximal "sportlich" fährt oder eine Mutti auf den beiden E-Pedalen herumdrückt, ein HSD verbraucht immer das Gleiche: nämlich genau die benötigte Energie für die gefahrenen Kilometer bei optimalen Wirkungsgrad. Die einzigen Schwankungen sind Heizung und Klima.


    Das kriegt Tesla ja wohl nicht hin.


    Alles in einem Tesla wird von einem einzigen Zentralcomputer verwaltet.

    Der dann mit einem Durchschnittsverbrauch von 100 W die Fahrzeugbatterie innerhalb von zwei bis drei Wochen leerzieht. Diese 100 W muß das Stromnetz übrigens dauerhaft liefern. Diese müssen zusätzlich zur Traktionsleistung auch noch in das Fahrzeug geladen werden.


    100 W sind übrigens 900 kWh pro Jahr, also ein 0,8-Personen-Haushalt für ein herumstehendes Elektro-Auto. Klasse! Sehr klimafreundlich!


    Immerhin haben manche Tesla-Besitzer die Möglichkeit, die zum Betrieb notwendige Energie (Strom) selber zu erzeugen.

    Ist aber auch maximal umweltschädlich. Oder glaubst du die ganzen PV-Anlagen fallen einfach vom Himmel?

    Einmal editiert, zuletzt von Wechsler () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Wechsler mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Innovation ist also, auf einen Plastik-Shuhkarton der einige tausend Euro mehr kostet umzusteigen, bei höheren laufenden Kosten, Komfort- und Zeitverlust.

    Ja, so ungefähr. Dafür bekommst du ja ein tolles Display, auf dem du Xbox-Spiele spielen kannst.


    An der Stelle möchte ich mal die Frage aufwerfen ob DC-Ladung als Normalfall eine wirklich gute Idee ist, nicht nur weil der Strom deutlich teurer ist, sondern auch weil es den Akku mehr stresst als die eher gemütliche AC-Ladung mit 11kW.

    Da sind wir wieder bei "Problemen, die man ohne eine Fahrzeugbatterie gar nicht hätte".

  • Umgekehrt hat man mit einem E-Auto aber auch keine Probleme mit Zahnriemen, AGR-Ventilen, Katalysatoren etc.

    Es ist wie es ist, man kann sich die Vor- und Nachteile bei beiden Antriebsformen in den Vordergrund heben.

    Was man dann bevorzugt, bleibt jedem selbst überlassen.

    Am besten für alle und den Geldbeutel, gar kein Auto ^^

  • An der Stelle möchte ich mal die Frage aufwerfen ob DC-Ladung als Normalfall eine wirklich gute Idee ist, nicht nur weil der Strom deutlich teurer ist, sondern auch weil es den Akku mehr stresst als die eher gemütliche AC-Ladung mit 11kW.

    Das ist nicht von der Hand zu weisen, dass eine Ladung mit 3C dem Akku mehr zusetzt, als eine mit 1/6 C. Theoretisch!


    Allerdings zeigt sich im Moment, dass die Teslas mit LFP Batterie, eigentlich keinen signifikanten Unterschied aufweisen, ob sie jetzt sehr viel DC oder AC geladen wurden. Wird sich aber natürlich erst langfristig zeigen.


    Die Cobalt-Nickel-Mangan Chemien sind da empfindlicher. Ein bekannter Fall aus den USA zeigt, dass man die schon bei extremem Einsatz hin bekommt. Seine 55 kWh Batterie, zu 100 % Supercharger geladen, hat nach 180.000 km den Geist aufgegeben ohne jedoch vorher deutlich an Kapazität verloren zu haben. Einfach einige Zellen durchgebrannt durch die dauernden hohen Ströme beim Fahren und Laden.


    Aber auch mittelfristig wird es hier Lösungen geben. Denn 11 kW ist meistens zu langsam, 150+ kW zu schnell, wenn man nicht am Auto warten will. Meine Prognose. Es werden an Supermärkten und Einkaufszentren eher sechs 50 kW, als ein 300 kW Lader sinnvoll sein. Und 1C verträgt jeder Fahr-Akku ohne Probleme und die Standzeit passt gut zu den Erledigungen.

  • Stimme ich zu. Meine Zoe kann offiziell 50 kW DC real sind es maximal 46 kW.

    Mit AC kann sie 22 kW (was viele öffentliche Säulen liefern).

    Höhere Leistungen sind für LKW notwendig oder für Viel- und Weitfahrer, die nach kurzer Zeit weiter wollen.


    Für Laternenparker die über Nacht laden wollen, ist es blöd. Viele Anbieter haben eine 4h Begrenzung und nehmen dann satte Standgebühren, um die Säulen halt wieder "frei" zu bekommen. Das bedeutet dann zweimal raus gehen und Platz suchen, zum Laden und zum Parken.


    Ich verstehe: Wer zur Miete wohnt und Laterne parkt, muss sich das gut überlegen, ob es doch irgendwo einen Parkplatz gibt (zur Miete, Tiefgarage, Parkhaus und dort dann auch ne Lademöglichkeit) oder ob man in der Großstadt versucht, ohne Auto weiter zu kommen.

  • Umgekehrt hat man mit einem E-Auto aber auch keine Probleme mit Zahnriemen, AGR-Ventilen, Katalysatoren etc.

    Zahnriemen müssen ja nicht im Öl laufen. Die anderen Sachen braucht ein Verbrenner nicht für den Betrieb.

  • Auf die Frage von vorhin: Ja im E-Auto ist noch eine konventionelle 12 Volt Batterie, ohne die das Auto nicht anläuft (Türen öffnen, Warnblinkanlage etc.). Je nach Batterietyp kann die früher verschleißen, als bei Verbrennern. Manchmal reicht es aber auch, die nach ein paar Jahren mal extern aufzuladen. Manche Autohersteller schreiben auch vor, die alle 3-4 Jahre zu wechseln.

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