5G - technischer Hintergrund zur 5. Mobilfunkgeneration

  • Ist da so? Ich habe hier in dem ein oder anderen Posting gelesen, dass ein außergewöhnlich hoher Sicherheitsabstand in der StoB als ein Hinweis auf einen bevorstehenden n78-Ausbau gewertet wurde.

    Dazu hat GSM ganz andere Kodier- und Fehlerkorrekturverfahren als moderne Systeme wie (UMTS,) LTE und 5G. Und dann kommt da noch die im Ausgangspost erwähnte 3. Dimension (MIMO) dazu. Insofern wäre ein Vergleich nicht einer mit Äpfel und Birnen sondern einer mit Farnen und Ostbäumen ;-)

    Telekom BusinessFlex L, Vodafone CallYa Start, Apple iPhone 12 Pro

  • Dazu hat GSM ganz andere Kodier- und Fehlerkorrekturverfahren als moderne Systeme wie (UMTS,) LTE und 5G. Und dann kommt da noch die im Ausgangspost erwähnte 3. Dimension (MIMO) dazu. Insofern wäre ein Vergleich nicht einer mit Äpfel und Birnen sondern einer mit Farnen und Ostbäumen ;-)

    Das mag alles sein, aber letztlich lenkt es von der Kernfrage, ob die "Belastung" nun sinkt oder steigt, nur ab. Der eine sagt so, der andere so. Höhere Sicherheitsabstände sprechen jedenfalls eher für ein ansteigen.

  • Da kenn ich mich leider nicht aus.


    Könnte es auch damit zu tun haben, dass sich Richtlinien geändert haben und Anlagen bei einem Umbau Bestandsschutz verlieren?

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  • Das mag alles sein, aber letztlich lenkt es von der Kernfrage, ob die "Belastung" nun sinkt oder steigt, nur ab. Der eine sagt so, der andere so. Höhere Sicherheitsabstände sprechen jedenfalls eher für ein ansteigen.

    Grundsätzlich sind wesentlich höhere Grenzwerte an Sendeleistung erlaubt, aber in der Realität wird nur ein kleiner Bruchteil davon erreicht.

    Auszug BNetzA:

    Für den Mobilfunk gelten beispielsweise:

    LTE 800 MHz 38 V/m umgerechnet in Leistungsflussdichte 3,9 W/m2

    GSM 900 MHz 41 V/m umgerechnet in Leistungsflussdichte 4,6 W/m2

    GSM/LTE 1800 MHz 58 V/m umgerechnet in Leistungsflussdichte 9,0 W/m2

    UMTS/LTE 2600 61 V/m umgerechnet in Leistungsflussdichte 10,0 W/m2

    5G 3600 MHz 61 V/m umgerechnet in Leistungsflussdichte 10,0 W/m2


    Hi Henning, das bedeutet, wir fallen heute bei Voice von 5G nach LTE zurück?


    Was mich erstaunt hat ist die Tatsache, dass die Mikrowellenbereiche in den USA schon im Produktiveinsatz sind.

    im Moment läuft das über NSA. Daher ist man automatisch im LTE darüber läuft Uplink und Anrufe. Nur der Datenturbo ist 5G.


    In den USA sind die Mikrowellen schon im Einsatz, weil sie einen **** auf Radar und Wettervorhersagen geben. In der EU sind diese Frequenzen (noch) dafür reserviert.

    Xiaomi Mi 11 Ultra, Nokia 5.3 mit o2 Unlimited Max
    Vorher: Oneplus 3T, Mi 9T Pro

    Einmal editiert, zuletzt von Blykam () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Blykam mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Frank73 Ich hab dazu endlich mal etwas bei der BNetzA gefunden, warum die Sicherheitsabstände höher sind ggü. LTE. Eine solche Vermutung hatte ich auch:

    Zitat

    Verändert sich durch 5G die Art der ausgesendeten Felder?

    Prinzipiell ändern sich Art und Form der Signale, mit der die Information übertragen wird, von 4G auf 5G nicht wesentlich. Die größte Auswirkung der neuen Technik bei 5G bezüglich der elektromagnetischen Felder besteht darin, dass bei "intelligenten Antennen" durch ein sogenanntes "Beamforming" zwischen einem Endgerät und der beteiligten ortsfesten Sendeanlage bessere Datenübertragungsraten und höhere Reichweiten möglich werden. Da die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, ist die genaue Feldverteilung noch nicht bekannt. Durch die Richtwirkung dieser Antennen können sich größere Sicherheitsabstände als bei 4G-Antennen ergeben. Außerdem können sich bei Nutzung der Beamforming-Technik sehr kurze Datenpakete ergeben. Insgesamt könnte sich die Effektivität der Frequenznutzung und die Energieeffizienz der Übertragungstechnik verbessern, da die elektromagnetischen Felder vorwiegend dorthin gerichtet werden, wo sie zur Datenübertragung benötigt werden.

    Quelle: https://www.bmu.de/themen/atom…g-mobilfunknetze-und-emf/

    Ich versteht das so, dass durch den Beam, also durch den Strahl, an einer Position ggf. die Feldstärke höher sein kann, da sich die Energie auf diesen kleinen Bereich konzentriert und dadurch der Sicherheitsabstand höher sein muss/sollte. Sowohl bei 4G als auch bei 5G ist das absolute Maximum der erlaubten Leistungsflussdichte bei 10W/m2.

  • Ich hoffe das wurde hier nicht schon beantwortet:
    Sind zur Erweiterung eines Standortes um n78 immer zusätzliche Antennen nötig oder gibt es Antennen die alle Frequenzen (700MHz - 3500MHz) abdecken? Wenn ja, werden solchen Antennen schon eingesetzt oder ist es billiger einfach zusätzliche Antennten für n78 dazuzuhängen?

  • Hallo,


    da der Bereich um 3,6 GHz (3600 MHz) noch nie für Mobilfunk genutzt wurde, sind neue Antennen notwendig. Die sind aber kleiner als bisher, weil die Wellenlänge deutlich kleiner ist.


    Du siehst oft in etwa "würfelförmige Schuhkartons" an den Masten.


    5G RAN - Radio Access Networks - Ericsson


    Da ist so eine Antenne zu sehen.

  • Danke für die Antwort, aber sie passt nicht zur Frage: Meine Frage war ob es Antennen gibt die 700-3500MHz supporten.

  • Theoretisch ja, praktisch nein.


    Da es "Standard" ist, Massive-MIMO Antennen zu verwenden, die einen Glasfaser- und Stromanschluss haben, wird keiner irgendwelche Koax-Kabel an eine Multibandantenne anschließen.


    Mittelfristig werden aber höchstwahrscheinlich die meisten Antennen aktiv werden und wie die N78 Antennen angesteuert. Dann wird es wohl auch wieder Multibandantennen geben.

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