Stromausfall in Berlin- Mobilfunk

  • Mir wurde das Video so vorgeschlagen. Sehr gut. Statt mehr Kapazität für den Stromausfall wäre aus meiner Sicht erst einmal ein weiterer Ausbau notwendig. Damit bekommt man dann auch eine gewisse Redundanz hin wenn nicht alles an der selben Richtfunkstelle hängt die auch nicht funktioniert.

    o2 Kunde seit 2007.

  • Aha. Ich glaube das war 1998 schon so nicht korrekt. Hast Du eine konkrete Quelle für dieses "Wissen"?

    Falls dir diese tagesaktuelle Quelle genehm ist?

    https://www.heise.de/news/Stro…-Netz-gehen-11132094.html

    "Um auch in Notfällen wie einem Stromausfall die Gesprächsvermittlung sicherstellen zu können, haben einige der Antennenstandorte eine eigene Notstromversorgung mit einem Batteriepuffer. Doch sind auch diese Anlagen nicht dafür ausgestattet, lange Stromausfälle wie diesen zu überbrücken.

    Die Netzbetreiber haben für solche Fälle eigene Notfallprotokolle, die nun angelaufen sind. Eine Maßnahme ist, Antennen in angrenzenden Gebieten, die noch mit Strom versorgt sind, in das Ausfallgebiet auszurichten. Parallel bringen sie die für die Grundversorgung wichtigen Antennen mit mobilen Generatoren wieder ans Netz."

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Genau. Batteriepuffer für ein paar Stunden, keine Notstromaggregate. Wie der Text schreibt, müssen letztere im Ernstfall erst herbeigeschafft werden (dort, wo das überhaupt möglich ist). Auch 1998 hatten Mobilfunksender in aller Regel keine Notstromaggregate. Es hat sich also dahingehend nichts grundsätzlich verändert.

  • Ich habe am 10.03.2023 einen Stromausfall miterlebt, bei dem in der hässlichsten Stadt Deutschlands wegen einem Kurzschluss bei den Pfalzwerken die halbe Stadt für 3 Stunden betroffen war.


    Das mobile Internet bei o2 war sofort weg, LTE und 5G-Frequenzen nach wenigen Minuten weg gewesen und das Smartphone hat sich nur noch ins GSM eingeloggt, aber Verbindungsaufbau zu Bekannten war nicht möglich. Nach einer halben Stunde GSM hat sich dann scheinbar o2 verabschiedet und mein Gerät sich wahrscheinlich Vodafone oder Telekom GSM gesucht, am Handy waren "Nur Notrufe" möglich.


    Vermutlich wird bei einem Stromausfall wenn das Glasfaser oder der Richtfunk nicht mehr läuft erstmal alles an Ausstrahlung beendet und nur noch GSM gesendet um den Notruf zu garantieren, solange bis Stützbatterien oder Diesel leer sind.

    Samsung A14 5G mit Telekom,

    Motorola G35 5G mit Drillisch und Vodafone (Cellmapper)

    Samsung S8+ (Bandlock) mit Drillisch (Cellmapper)

  • Das kann durchaus sein und wäre je nach Anbindung auch eine vernünftige Strategie. Ich bezweifle übrigens, dass da beim Funkmast ein Dieselaggregat sich befand.

  • Genau. Batteriepuffer für ein paar Stunden, keine Notstromaggregate. Wie der Text schreibt, müssen letztere im Ernstfall erst herbeigeschafft werden (dort, wo das überhaupt möglich ist). Auch 1998 hatten Mobilfunksender in aller Regel keine Notstromaggregate. Es hat sich also dahingehend nichts grundsätzlich verändert.

    du verwirrst mich.
    Hatte ich bei deiner ersten Antwort auf mein Halbwissen deine Frage nach Belegen als Zweifel an meiner Information empfunden so schreibst du nach erhalt der Belege so das man denken könnte meine ursprüngliche Aussage sei nun als falsch belegt dabei bestätigen die Belege exakt das was ich schon immer sagte.

    Habe ich deine Worte falsch interpretiert oder ist es dein Ziel immer so zu schreiben das andere an sich zweifeln?

    Dieser Eintrag wurde 624 mal editiert, zum letzten mal um 11:24 Uhr

  • Das kann durchaus sein und wäre je nach Anbindung auch eine vernünftige Strategie. Ich bezweifle übrigens, dass da beim Funkmast ein Dieselaggregat sich befand.

    Ich kenne aus meinen 20 Jahre in der Mobilfunktechnik einen einzigen Sender-Standort, wo ein Dieselaggregat installiert war.
    Der Standort war auf einem Firmengelände und da gab es einen längeren Stromausfall in der Firma und nach 20min war auch der Sender down.

    Und der Grund, warum da ein Diesel installiert wurde, war nicht, das der Sender weiter laufen konnte, sondern weil über die den Standort sehr viel Richtfunk lief und darunter ua. die Backup-Telefonie- und Datenverbindung zu einem unsere Callcenter lief.


    Muss halt jemand wollen und bezahlen.

    Und dann kommt der Controller, lässt sich sagen, wieviel Stromausfällle in den letzen Jahren vorlagen und schon hat sich das Thema erledigt.
    Der Kosten-Nutzenaufwand für ist viel zu hoch, weil die Teile müssen regelmässig gewartet werden. Gerade bei Anlagen im Aussenbereich kannst nicht mal eben ne Kiste mit paar Akkus drin hinstellen.
    Haben es oft genug erlebt, das sich Hausbewohner im Sommer beschwert, weil die Lüftungen in den Sernder nachts zu laut waren, denen stells auch keinen Diesel hin, dann hast bei nächster Gelegenheit die Kündigung vom Vermieter des Standortes.

  • Und dann kommt der Controller, lässt sich sagen, wieviel Stromausfällle in den letzen Jahren vorlagen und schon hat sich das Thema erledigt.

    Dann muss das per Gesetz geregelt sein - alle Basisstationen müssen mind. 12 oder 24 Stunden Batteriereserve haben, Notstromaggregate müssen binnen 12 oder 24 Stunden vor Ort und angeschlossen sein. Dann kann der Controller nichts mehr sagen.

  • Dann muss das per Gesetz geregelt sein - alle Basisstationen müssen mind. 12 oder 24 Stunden Batteriereserve haben

    Das wird schon alleine technisch an vielen Station garnicht umsetzbar sein, weil garkein Platz vorhanden, bei Outdoor-Anlagen braucht es entsprechende Schränke mit Lüftung und Heizung.
    Wenn ich dann die Indooranlage sehe wie z.b. bei uns im Firmenstandort, da ist kein Platz für Akkupacks, die stehen im Serverraum und haben da paar Quadratmeter zugeweisen.

    Und am Ende wird die Rechnung einer bezahlen, der Kunde.

  • Das wird schon alleine technisch an vielen Station garnicht umsetzbar sein, weil garkein Platz vorhanden, bei Outdoor-Anlagen braucht es entsprechende Schränke mit Lüftung und Heizung.


    Wenn ich dann die Indooranlage sehe wie z.b. bei uns im Firmenstandort, da ist kein Platz für Akkupacks, die stehen im Serverraum und haben da paar Quadratmeter zugeweisen.

    Die Zuleitungen für die Notstromaggregate können auch bis zur nächsten Straße reichen, es muss nicht alles direkt am Standort liegen.

    Und am Ende wird die Rechnung einer bezahlen, der Kunde.

    Oder der Bund über Mittel für den Zivil- und Katastrophenschutz, letztendlich sollten die Basisstationen genau dafür umgerüstet werden. Wenn die Sirenen auch entsprechend ausgerüstet sind und auch beim Stromausfall funktionieren, warum sollte das nicht auch für eine bestimmte Anzahl an Mobilfunkstandorte nicht gehen, es müssen ja nicht alle sein?


    Die über 4000 TETRA Basisstationen haben bestimmt bessere Notstromversorgung, wobei die genauen Daten nicht öffentlich sind, da klappt es also aus technischer Sicht.

    Einmal editiert, zuletzt von mario.2 ()

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