Wenn man das langfristig am laufen halten wollen würde dürfte nur die Crash/Notfallerkennung im Auto verbaut sein, alles andere müsste über ein externes interface an ein Gerät übermittelt werden das auch ausgetauscht werden kann.
-
-
-
Wie konnten wir nur über 100 Jahre ohne eCall im Auto überleben? Ja, das ist durchaus sinnvoll, aber das Auto fährt ohne genausogut.
Im einfachsten Fall funktioniert es halt irgendwann mal nicht mehr.
Ob da aber wirklich viele Kunden Geld für eine Umrüstung ausgeben würden ist dann die nächste Frage, das ist so ein Feature wie ein Reserverad (oder ein Backup) was man erst dann vermisst wenn man es mal braucht.
Das Problem ist dass Entwicklungs- und Lebenszyklen im Mobilfunk erheblich geringer als im Automobilbereich sind, und allein bis die gesetzlichen Regelungen eingetütet sind ist ggf. schon eine Mobilfunkgenerationen verstrichen, als das aktuelle eCall 2019 eingeführt wurde war es eigentlich schon das Ende von TDMA Netzen eingeläutet.
2027 als Einführungstermin für NextGeneration eCall ist jetzt nicht ganz so arg hintendran, zumindest 5G wird uns ziemlich sicher bis Anfang der 2040er Jahre erhalten bleiben.
-
Auch da würden die Kfz-Hersteller nur Minimaltechnik ohne Upgrademöglichkeit verbauen und auch da wollen die Satellitenbetreiber Technologie-Upgrades vornehmen und das Gejammer gäbe es dann genauso.
Und da könnten EU und/oder KBA einfach die Vorschriften anpassen. Ein Auto lebt heute problemlos 10 Jahre und mehr. Bei Smartphones werden inzwischen bereits langjährige Updates gefordert, warum nicht auch bei Autos?

-
Man muss doch mal die Kirche im Dorf lassen...
Ein Autozyklus ist grob 10 Jahre, meinetwegen 15 Jahre. Also wäre die pragmatische Lösung einfach das zur Vorschrift machen, was aktuell das neueste, verfügbare ist. Alle Fälle kann man eh nicht erschlagen. Solange noch zahlreicher Schrott, sorry, Oldtimer rumfahren, muss ich mir um die 2G-Leichen auch keine Gedanken machen. Hat ein Mottorrad/Moped/E-Bike eCall? Nein. Da wäre es nämlich viel wichtiger, ich habe bisher schon 2x mitbekommen, dass ein Zweiradfahrer irgendwo im Gebüsch lag. Das letzte war vor paar Monaten, war ein eBiker, den es geschmissen hat und der irgendwo im Gestrüpp lag und nur aus Zufall gefunden wurde.
Fazit: In dem Fall wäre es einfach ein eCall per VoLTE, fertig. Das reicht noch locker 10 Jahre und gut ist. Und hier die Regelungen einfach alle 5 Jahre anpassen und gut ist. Wenn in 5 Jahren VoNR serienreif sein sollte, dann ist das da eben Vorgabe. Wenn nicht, dann VoLTE. Das jetzige "Problem" ist ja nur entstanden, da bis vor kurzem ein absolut veralteter Standard eingesetzt wurde.
Und zudem einen Blick übers Tellerrand: Wir sind ein sehr dicht besiedeltes Land. Da ist der Nutzen des eCalls eh fraglich. Fast jeder hat ein Handy. Die Abdeckung im Notruffalle ausreichend. Hier irgendwas per Sat vorzuschreiben geht völlig übers Ziel hinaus. Das mag in Kanada oder sonstwo in der Pampa einen Sinn machen - aber hier? Bitte!
Wenns denn so an der Sicherheit gelegen wäre, gäbts zahlreiche Stellschrauben um die Sicherheit real zu erhöhen. Angefangen von Sensorik zur Erkennung Gurt bis hin zum Thema 130.
Für mich wieder ein riesiges Drama um ziemlich wenig - halt wieder typisch deutsch.
-
Und da könnten EU und/oder KBA einfach die Vorschriften anpassen. Ein Auto lebt heute problemlos 10 Jahre und mehr. Bei Smartphones werden inzwischen bereits langjährige Updates gefordert, warum nicht auch bei Autos?

Äpfel und Birnen. Es werden bei Smartphones Softwareupdate (Sicherheitsfehlerbeseitigung genauer gesagt) gefordert (und das auch nur für fünf Jahre nach Inmarktbringung meines Wissens). Da wird nicht gefordert, die Hardware zu updaten.
Autohersteller sind m.W. bei sicherheitsrelevanten Fehlern heute schon zu Nachbesserungsaktionen im Bestand verpflichtet.
Das Problem im Fall eCall liegt einfach daran, dass da verpflichtend auf eine Technologie gesetzt wurde, deren Infrastruktur in absehbarer Zeit nicht mehr bestehen wird.
Schade eigentlich nur, dass diese Verpflichtung in den letzten Jahren und jetzt noch die Kosten für den Verbraucher hochtreibt bei einem (zeitlich) sehr überschaubaren Nutzen. Ansonsten fahren die Autos natürlich einfach weiter, wie jetzt schon im Funkloch.
Ein Smartphone was keine SMS über LTE empfangen kann dürfte seit vielen Jahren keine Sicherheitsupdates mehr erhalten und stellt damit von der Datensicherheit ein offenes Scheunentor dar, das kann man gleich entsorgen oder als Museumsstück in die Vitrine stellen.
Von Smartphone war ja gar nicht zwingend die Rede, nur von LTE. Und selbst Smartphones, die keine IP-Verbindung haben (weil abgeschaltet), dürften eine sehr geringe Angriffsfläche aufweisen.
-
Bin heute an zwei GSM-only Sendern vorbeigekommen und habe ärgerlicherweise vergessen, beide zu prüfen:
* Telekom in 63579 Freigericht OT Bernbach: Würde mich sehr stark wundern, wenn der noch on air wäre, denn Telekom hat in Bernbach keine Lücken, seit 2020 der neue Sendemast zwischen Bernbach und Horbach on air gegangen ist.
* Vodafone in 63579 Freigericht OT Horbach: Ganz sicher off air, die haben seit 2023 weiter südlich einen neuen Standort mit B20 und GSM, der GSM Rundstrahler in Horbach wird nicht mehr benötigt.
-
Die Bundesnetzagentur könnte eine Netzbetreiber dazu verdonnern im Guardband (B3 od. B8) einen GSM Kanal für Notrufe zu betreiben. Das GSM-Notnetz nutzt dann einen eigenen MNC so das nur Notrufe möglich sind. Natürlich muss die Bundesnetzagentur den Netzbetrieb finanzieren. Die Telekom könnte zwei Kanäle in B8 und fünf Kanäle in B3 senden.
Aber ist eigentlich Unsinn da das Problem EU-Weit besteht und eine EU-weite Lösung gefunden werden muss. Autohersteller die keine Umrüstung anbieten wollen/können werden gezwungen alle Schnittstellen von eCall freizugeben damit Drittanbieter Umrüstmodule anbieten können.
Wie mit den Thema Zertifizierung umgegangen werden soll ist ein Problem das Nachrüstmodule teuer macht.
-
Einfach sein lassen und 4G VoLTE verbindlich vorschreiben und alle 3 Jahre neu prüfen, ggf. Vorgabe dann anpassen.
-
Warum sich hier Alle verrückt machen Verstehe Ich garnicht. Dabei weiss doch jedes Kind das im Falle eines Notrufes immer ein freier Kanal eines zur Verfügung stehendes Mobilfunk Netzes über 2G genutzt wird um ein Notruf durchzustellen. Egal ob man D1, D2, o2 oder 1und1 hat man bekommt Automatisch Sofort einen freien 0,2 Kilohertz breiten Kanal zur Abwicklung egal aus Welchem Netz man DurchRufen tut.
(Vollzitat wegen zeitlichem Abstand zum Posting)
Bei einem Notruf über AML limited Service mode (Notruf wird wegen schlechtem/keinem EMpfang im eigenen Netz in einem fremden Netz abgesetzt), wird aber durch den nicht erlaubten Datenkanal kein Standort mitgesendet.
Quelle: AML
Abschnitt "Grenzen von AML" -
Was soll's; es wird einfach ein großes Funkloch sein. Das Auto fährt dennoch. Blöd nur dass die Autokäufer dafür Geld bezahlen müssen.
Jetzt mitmachen!
Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!