Der Telekom Netzqualitäts-Thread

  • Was die andere Seite vom Übertragungsweg sieht, ist eigentlich nur die IP-Adresse. Im Fall von IPv4 hats sowas früher öfters gegeben, wenn neu zugeteilte verwendet werden, die noch nicht richtig in den Geo-Datenbanken drin sind. Dass sie bei der Telekom wirklich das Land der Verwendung wechseln, ist eher unwahrscheinlich.

  • Selbst wenn der Netzbetreiber Open Access anbietet muss es ja keinen Anbieter geben, der es nutzen will. Liegt nicht immer am ausbauenden Netzbetreiber, wenn keine Alternativen verfügbar sind.

    Die Deutsche Glasfaser baut bei uns einen Teil des Netzes in der Stadt aus und die haben damals auf der Infoveranstaltung gross verkündet, eine Koorperation mit Vodafone machen zu wollen - ergo hätte man Ablauf der Mindestvertragslaufzeit zu Vodafone wechseln können.
    Heute, 3 Jahre später hört man da nichts mehr von.

    Den anderen Teil des Netzes in der Innenstadt baut die GlasfaserPlus aus und dort wird es nur Telekomverträge geben.


    Habt ihr das auch schon beobachtet bei Mobilfunk Verbindung übers Telekom Netz?

    Nö, überhaupt keine Probleme mit.
    Weder über Mobilfunknetz, noch wenn ich in der Firma bin ( eben Telekom-Festnetz )

  • Die Deutsche Glasfaser baut bei uns einen Teil des Netzes in der Stadt aus und die haben damals auf der Infoveranstaltung gross verkündet, eine Koorperation mit Vodafone machen zu wollen - ergo hätte man Ablauf der Mindestvertragslaufzeit zu Vodafone wechseln können.
    Heute, 3 Jahre später hört man da nichts mehr von.

    Weil die Kooperation bzw. der Vertrieb letztes Jahr gestoppt wurde. https://www.wiwo.de/unternehme…-angeboten/100151102.html

    Geräte: Google Pixel 3 + Google Nexus 5
    SIM-Karten: o2 Free M Plus 2017 u. Vodafone Callya
    Cellmapper

  • andreas-cb :

    Nein,nutze kein VPN und auch keinen Adblocker wie Adguard.


    Sehr merkwürdig

    Ist bei mir noch nie vorgekommen im Telekom Mobilnetz.


    Wirklich merkwürdig. Duals

    phone: iPhone 17 Pro, Samsung S26 Ultra
    net: o2, Telekom (o2 x3, fraenk 117GB, congstar, Telekom Business, GMX FreePhone)

  • Soviel zum Versprechen von GlasfaserPlus 100% Open Acess zu bieten. Aber irgendwie ist es dann doch nur Telekom.

    In diesem Zusammenhang muss ich auch über die Aussage von Herrn Höttges schmunzeln:


    "Wenn Sie nicht zufrieden sind mit unseren Diensten, und Millionen Kunden verlassen sich darauf, dann gehen Sie woanders hin."


    Alles klar, Meister Proper. Danke für das halb fertige Glasfasernetz vor meiner Tür, bei dem ich nach Fertigstellung genau 1 Option habe: die Telekom. ^^

  • Habe dns4eu mal getestet: Speedtest liefert schon mal höhere Bandbreite (DL & UL). Ich teste es mal länger.

    Ich komme mal auf den DNS zurück und in wie weit sichdas ganze auf die Websurfing empfindung auswirken kann.
    Das Upload und Download sich durch einen anderen DNS verändern können ist zu 99,9% ausgeschlossen.

    Was sich aber ändert ist die sicht der Content-Anbieter auf einen selbst, und wie Daten an einen selbst ausgeliefert werden.

    Das erste was Content Anbieter sehen von einem ist häufig die DNS abfrage zu einem bestimmten Inhalt. Diese kommt aber nicht von einem selber, sondern liegt, oft auch noch geached, beim DNS-Anbieter.

    Nutzt man den DNS-Server seindes eigenen Providers, können CDNs hier bereits häufig geografisch nahe Antworten ausgeben. Sprich Inhalte werden oft aus sehr lokalen Caches, die direkt beim Provider sitzen ausgeliefert, oder zuminest grob aus der gleichen geografischen Region. So werden unnötig lange Transportwege vermieden, denn die Inhalte liegen meist eh 100fach Kopiert auf verschieden Servern.

    Erst wenn jetzt die Verbindung aufgebaut wird, mit dem Servern des Content-Anbieters, sieht der Content-Anbieter aus welchem IP-Netz man wirklich kommt. Normale Websites sind zu diesem Zeitpunkt aber wahrscheinlich schon vollständig aufgebaut.
    Nur komplexere Video-CDNs können hier an der Stelle noch einmal nachsteuern und liefern eventuell eine Nutzer spezifische URL aus, die mit der eigenen Session verküpft ist. So kann dann die große Datenmenge doch noch garantiert aus einem näheren, besser geieigneten, fein granular gewählten Server ausgeliefert werden.

    Was passiert wenn man nicht die Provider-eigenen DNS Server verwendet, und warum hat das manchmal einfluss darauf wie schnell Websites laden, Grade im Telekom Netz, das häufig überlastete übergaben hat?
    Da die Content-Anbieter in der ersten Abfrage jetzt nur selbst gewählten DNS Server sehen, wird auch versucht die Anfrage sprechend zum Standort der DNS-Server zu geben.
    Die DNS-Server von FFMUC z.B. https://dns-setup.ffmuc.net/ sind in München und und Wien.
    Jetzt kann es passieren, das wenn man z.B. in Hamburg seinen Telekom-Anschluss hat, und die DNS-Server von Freifunk München nutzt, das die Daten nun aus Wien ausgeliefert werden, statt aus einem in Hamburg stehenden Server.
    Und mit etwas Glück, sind die Übergaben zur Telekom, die der Server des Content-Anbieters in Wien nutzt, weniger stark ausgelastet, als die in Hamburg selbst.
    Für einen selber hat das dann zur Folge, das viele Seiten nun schneller Laden, obwohl diese von deutlich weiter entfernten Servern ausgeliefert wurden.

    Das ganze Thema kann schnell ziemlich komplex werden, viele CDNs arbeiten hier eng mit Providern zusammen, und bauen gezielt Übergabe-Punkte aus, oder liefern genaue Geo-IP Daten, damit effizient zusammen gearbeitet werden kann. Manche Provider lassen sich das aber auch gut bezahlen. So kosten z.B. bei Cloudflare die schellen Übergabepunkte mit der Telekom einen Aufpreis, sollte man sie nutzen wollen, als Inhalte-Anbieter der Cloudflare nutzt.

    Als Kunde bleibt ganz viel der Funktionsweise leider sehr stark verborgen und ist ohne technischen Hintergrund schwer durchdringbar.

  • Das hängt von der Region ab, in einigen wenigen Ortschaften gibt es inzwischen die Möglichkeit einen zweiten Provider zu wählen.

    Wenn du in Hessen bist, hast du oft bei nexiu oder bei der entega glück. Bei nexiu war lange der Verfügbarkeitscheck kaputt, so das man eine eMail schreiben musste, um zu fragen. Der Anbieter ist sehr sehr klein.

    Bei der Glasfaser Plus hat man sich für das "OpenAccess Netz" aus mir nicht bekannten Gründen dazu entschieden auf die "Netbridge" von Plusnet zu setzen, und nicht über die Telekom-eigenen Bundsweit verfügbaren Vorleistungsprodukte zu setzen. https://www.plusnet.de/wholesale

    Die Netbridge kommt aber seit Jahren nicht in den Produktivbetrieb, so das Bundsweit Tätige Anbieter wie O2 oder 1und1 sich aufschalten können.
    Sonst bietet GlasfaserPlus nur lokale Auskoppelungen der Ortsnetze an, diese Nutzen dann lokale Anbieter, die oft vorher in den Ortschaften selber VDSL oder andere Lösungen verkauft haben, und deswegen oft eh bereits eine Transport-Glasfaser in der Nähe haben.
    Für Bundesweit argierende Anbieter ist das oft uninterssant verglichen mit dem Aufwand extra dafür, da wartet man lieber bis die Netbridge endlich steht…

    Es ist wirklich schade das, das zur Folge hat das man für Glasfaser nur zur Telekom kann. Ich habe selber einen Glasfaser Plus Anschluss, in der Familie mit dem man deswegen Unglücklich ist.
    Insbesondere weil die Telekom ja nicht mal an Congstar als eigenen Discounter weiter vertreibt, in den GlasfaserPlus Gebieten.

  • Was sich aber ändert ist die sicht der Content-Anbieter auf einen selbst, und wie Daten an einen selbst ausgeliefert werden.

    Das erste was Content Anbieter sehen von einem ist häufig die DNS abfrage zu einem bestimmten Inhalt. Diese kommt aber nicht von einem selber, sondern liegt, oft auch noch geached, beim DNS-Anbieter.

    Nutzt man den DNS-Server seindes eigenen Providers, können CDNs hier bereits häufig geografisch nahe Antworten ausgeben. Sprich Inhalte werden oft aus sehr lokalen Caches, die direkt beim Provider sitzen ausgeliefert, oder zuminest grob aus der gleichen geografischen Region. So werden unnötig lange Transportwege vermieden, denn die Inhalte liegen meist eh 100fach Kopiert auf verschieden Servern

    Wichtig für eine optimale Zuordnung zu einem lokalen CDN bzw. Provider-Cache ist, dass der gewählte DNS-Server EDNS Client-Subnet unterstützt. Damit wird die eigene IP-Adresse in der DNS-Abfrage übertragen. Damit kann dann der Content Anbieter die optimale DNS-Antwort liefern, also bspw. der Cache im Provider-Netz.

  • Wenn du in Hessen bist, hast du oft bei nexiu oder bei der entega glück. Bei nexiu war lange der Verfügbarkeitscheck kaputt, so das man eine eMail schreiben musste, um zu fragen.

    Unfassbar, ich bin in Rheinland-Pfalz aber tatsächlich wird mir bei Nexiu jetzt eine Verfügbarkeit angezeigt! Ich hatte das schon mal überprüft, damals war das Ergebnis negativ.

    Dann weiß ich ja, wohin ich wechseln kann wenn die Glasfaser endlich im Keller liegt. Vielen Dank auch für die Hintergrundinfos.

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