Nationales Roaming in Krisenregionen?

  • Das ist ja mal richtiger Schwachsinn. Natürlich benötigt der Digital- bzw. Analogfunk Funkmasten. Wie soll den sonst eine Kommunikation möglich sein? Was du meinst wären Mobilfunkmasten - das ja.

    Wenn man mal von DMO/2m Einsatzstellenfunk absieht. Aber grundsätzlich natürlich richtig und erst recht über größere Distanzen. Da muss mindestens ein Relais auf dem Berg aufgestellt werden, wenn die sonstige Infrastruktur kaputt ist.

    Handy: iPhone Xs 256GB
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  • Ist Cell-Broadcast nicht ein Appendix des (nicht nur) politischerseits längst totgesagten GSM-Standards? Unseren (jeweiligen) Regierungen kann es doch gar nicht schnell genug gehen, solch "alte Zöpfe" zugunsten "innovativer" Lösungen zu opfern.

    Der GSM Standard wird noch lange weiter gebraucht. Die meisten eCall Lösungen in Autos können z. B. nichts Anderes. Auch viele IoT Geräte arbeiten damit. Wenn ein Standard alter ist, muss er ja nicht zwangsläufig schlecht sein. Viele "modernere" Lösungen sind nicht unbedingt besser (siehe letzter "Warntag"). Auch Sirenen erreichen viele Menschen, nur muss dann auch der ÖR Rundfunk seiner Pflicht nachkommen, die näheren Informationen zeitnah zu verbreiten und nicht weiter einlullende Dudelmusik spielen.


    Wichtig erscheint mir eine Gewichtung der Warnmeldungen, egal über welches Medium sie nun ausgesendet werden. Wenn ich 3 mal eine "Unwetterwarnung" für meinen Wohnort erhalte und dabei keine bis einige wenige Regentropfen fallen, rechne ich bei der 4ten Warnung auch nicht mit einer nie da gewesenen Sturmflut!

    :thumbup:seit 1993 Mobilfunker (D1 - 1,36 DM/Min.)

  • Das wäre natürlich fein... auf die Ausreden der Netzbetreiber, warum das in Deutschland nicht geht, bin ich jetzt schon gespannt. ^^

    Ich denke, dass CB in den Netzen schon implementiert ist. Viag hat das vor 20 Jahren schon genutzt, um dem Endgerät die Genion Homezone beizubringen. Über Vodafone konnte man damals Nachrichten bekommen.

    Vermutlich muss nur die Schnittstelle zu den einschlägigen Auslösern entwickelt werden (NINA, Katwarn, Katastophenzentren der Landkreise, usw.)

    https://www.rui.de/mobil/cellbroadcast.html

    https://www.heise.de/ct/artikel/Wo-bin-ich-1898830.html

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  • Wichtig erscheint mir eine Gewichtung der Warnmeldungen, egal über welches Medium sie nun ausgesendet werden. Wenn ich 3 mal eine "Unwetterwarnung" für meinen Wohnort erhalte und dabei keine bis einige wenige Regentropfen fallen, rechne ich bei der 4ten Warnung auch nicht mit einer nie da gewesenen Sturmflut!

    Genau das dürfte aus meiner Sicht eine kaum lösbare Aufgabe sein. Die Auswirkungen insbesondere von Naturkatastrophen, hängen von dermaßen vielen (auch lokalen) Faktoren ab, dass schon wenige Kilometer Entfernung ausreichen können, um vollkommen unterschiedliche Schadenbilder entstehen zu lassen. Für umso wichtiger halte ich ein Kommunikationsmedium, das auch während der Notlage geeignet ist, die Bevölkerung mit Informationen zu versorgen.


    Abgesehen von schon ausgetauschten Argumenten halte ich auch die Abkehr vom UKW-Rundfunk (als unerwünschtes analoges Medium) für fatal. In fast jedem Haushalt dürften sich mehrere einfache UKW-Empfänger gesammelt haben, die mit läpp'schen Batterien oder gar einer Kurbel zu betreiben sind. Die europaweit gerade initiierte Abkehr vom UKW-Radio zugunsten von DAB+ wird aus meiner Sicht eine weitere große Lücke reißen. Mögen manche (netzstromabhängige) Home-Entertainmentsysteme mit DAB+ noch in vielen Haushalten zu finden sein, sehe ich für Empfänger a la batteriebetriebenem "Transistorradio" gerade in höher entwickelten Industrieländern schwarz.


    Fassen wir mal kurz zusammen:

    - Der analoge BOS-Funk, dessen Funktionalität selbst mit Gewalt kaum zu stören wäre, ist tot,

    - "Jedermann-Funk" (etwa der früher verbreitete CB-Funk) liegt ebenfalls danieder,

    - das analoge Telefonnetz, welches über eine (strom-)netzunabhängige eigene Spannungsversorgung über die Telefonleitung verfügt, ist prakitisch nicht mehr vorhanden. NGN braucht Netzstrom,

    - ein früher absolut zuverlässiges bundesweites System von Alarmsirenen wurde komplett abgeschaltet. Versuche von Kommunen, als Folge leidlicher Erfahrungen lokalen Ersatz einzurichten, betrachte ich als gescheitert,

    - der UKW-Rundfunk ist zum Sterben verurteilt,

    - und und und...


    Besser nicht weiterdenken, sonst befördern wir noch vom Verfassungsschutz als hochgefährlich eingestufte "Prepper"... :rolleyes:


    Edit:

    In diesem Zusammenhang fällt mir eine Binsenweisheit ein: Wenn's dem Esel zu wohl wird,...

    WIEDERERÖFFNUNG: Frankies SAFTLÄDEN!
    - Saftladen 2015 und folgende: Fa. SEAGATE (Speichermedien zur Datenvernichtung) - inzwischen 4 HDDs!

    - Saftladen des Jahres 2021 (reicht wahrscheinlich für die nächsten zehn Jahre): Die POSTBANK und ihre Anverwandten...

    "Wenn es heißt 'Alle müssen den Gürtel enger schnallen' fummelt jeder immer nur am Gürtel des Nachbarn herum" (N.Blüm)

  • Als jemand der längere Zeit in den USA gelebt hat werfe ich mal den Amber-alert in den Raum.

    Ursprüngliche Idee ist zwar eine andere aber das Ganze funktioniert!


    Sehr interessant wenn man im Supermarkt steht und ein alert losgeht. Ich war beim 1. Mal sehr verwirrt

  • Entscheidend für ein wirksames Alarmierungssystem ist dessen Verbreitung und gesellschaftliche Akzeptanz. Im Katastrophenfall verfällt nahezu jeder in angelernte Verhaltensweisen - ein Amber-Alert benötigte sicher mehr als nur eine Generation, um irgendeinen Effekt zu erzeugen.


    Beispiel:
    Viele Senioren tragen einen Hausnotrufmelder am Handgelenk oder einer Halskette. Bonusfrage: Wie viele von ihnen denken im Ernstfall (etwa nach einem Sturz) gar nicht daran, den Button zu betätigen? Antwort: Erschreckend viele.


    Fazit:
    Alle Theorie ist grau... selbst eine noch so gute Vorbereitung auf denkbare Krisensituationen wird niemals den im Nachhinein diskutierten Anforderungen gerecht werden können. Leider ist das so. Im Ergebnis wird man alles daran setzen müssen, unvorhersehbare Situationen nach deren Eintritt bestmöglich zu bewältigen. Rein persönlich würde ich dabei nicht unbedingt auf komplexe Technik wie etwa Mobilfunk setzen - unabhängig von nationalem Roaming oder nicht.

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  • Entscheidend für ein wirksames Alarmierungssystem ist dessen Verbreitung und gesellschaftliche Akzeptanz. Im Katastrophenfall verfällt nahezu jeder in angelernte Verhaltensweisen - ein Amber-Alert benötigte sicher mehr als nur eine Generation, um irgendeinen Effekt zu erzeugen.


    Beispiel:
    Viele Senioren tragen einen Hausnotrufmelder am Handgelenk oder einer Halskette. Bonusfrage: Wie viele von ihnen denken im Ernstfall (etwa nach einem Sturz) gar nicht daran, den Button zu betätigen? Antwort: Erschreckend viele.


    Fazit:
    Alle Theorie ist grau... selbst eine noch so gute Vorbereitung auf denkbare Krisensituationen wird niemals den im Nachhinein diskutierten Anforderungen gerecht werden können. Leider ist das so. Im Ergebnis wird man alles daran setzen müssen, unvorhersehbare Situationen nach deren Eintritt bestmöglich zu bewältigen. Rein persönlich würde ich dabei nicht unbedingt auf komplexe Technik wie etwa Mobilfunk setzen - unabhängig von nationalem Roaming oder nicht.

    Ein sehr interessanter Punkt, den du da ansprichst und den würde ich sogar noch weiter ausführen wollen: In einer Evakuierungssituation (z.B. bei einer Bombenentschärfung) wollen viele Menschen ihre Häuser gar nicht verlassen. Als Einsatzkraft steht man bei jedem Einsatz vor der Herausforderung zunächst einmal alle noch im Radius befindlichen Personen zu entdecken und dann teilweise zwangsweise aus dem Gebiet zu entfernen. Das Problem ist, dass sich viele der unmittelbaren Gefahr nicht bewusst sind.


    Aus dem gleichen Grund würde ich die Diskussion um die Frage ob ausreichend vor dem Hochwasser gewarnt wurde auch etwas relativieren: Sicherlich haben viele Menschen nichts mitbekommen und sind vom Wasser überrascht worden. Aber andererseits wird es auch eine nicht unerhebliche Anzahl von Opfern gegeben haben, die gedacht haben, dass es schon nicht so schlimm werde und die lieber (verständlicherweise) ihr Hab und Gut bewachen wollten. Eine verschärfte Warnung auf allen Kanälen hätte hier nicht bei jedem gefruchtet. Die effektivste, aber zeitaufwändigste Evakuierungsmethode ist die Kontrolle von Tür zu Tür und die Mitnahme auch gegen den Willen der Bewohner.

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  • Zur CellBroadcast-Unterstützung im GSM-Netz einige Geräte die es unterstützen sollten sind die Geräte von Samsung selber getestet am S4 Mini und am S7. Moto Z und Google beim Pixel 3a als Beispiel unterstützen es nicht. Man sollte bei Google nachfragen wie es angezeigt wird. Aber solche kurzen Messages lassen sich ja auch über den Netzbetreiberschriftzug zuverlässig unter die Leute bringen. So wie Anfangs in der Corona-Krise u. a. von VF und Telekom praktiziert.

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