Telekom Mobilfunkerweiterung & Netzabdeckung

  • Genau die Frage stellte ich mir auch. Hab ich bei low noch nie so gesehen.


    Unabhängig davon sollte die STOB Klarheit bringen. Aber sieht seltsam aus.

  • Edit: Ich hab mal KI gefragt, auch für normale Geräte könnte es einen Nutzen bringen:

    Deine Einschätzung ist korrekt: Auf Lowband (z. B. 700 MHz, 800 MHz) unterstützen praktisch alle Smartphones nur 2×2 MIMO, selbst neueste 5G-Geräte. Dennoch profitieren Netzbetreiber erheblich davon, 4×4 MIMO trotzdem am Tower zu installieren.waveform

    Warum 4×4 MIMO am Tower trotzdem sinnvoll ist

    Bessere Versorgung am Zellenrand (Tx Diversity)

    Das ist der Hauptgrund auf Lowband. Wenn ein Gerät nur 2 Rx-Antennen hat, sendet der Tower trotzdem über alle 4 Tx-Antennen mit Transmit Diversity (Rang 1). Die 4 Sendeantennen bündeln das Signal kohärent zum Endgerät, was am Zellenrand einen Gewinn von ca. 3 dB bringt. Das klingt wenig, kann aber den effektiv nutzbaren Datendurchsatz am Randbereich vervielfachen – genau dort, wo Lowband besonders eingesetzt wird (große Flächenabdeckung).telekom+1

    Kapazitätsgewinn für 4×4-fähige Geräte

    Auch wenn Lowband-4×4 selten ist, gibt es Endgeräte (v. a. CPE-Router, Industriemodems, manche High-End-Smartphones), die auch auf Sub-1-GHz 4×4 MIMO unterstützen. Diese Geräte können dann bis zu doppelte Peak-Datenraten nutzen. Der Netzbetreiber ist so zukunftssicher aufgestellt, ohne die Infrastruktur später nachrüsten zu müssen.rohde-schwarz+1

    Netzkapazität und Scheduling-Effizienz

    Mit 4 Tx-Antennen kann der Basisstationscontroller für verschiedene Nutzer gleichzeitig unterschiedliche Beamforming-Richtungen nutzen (MU-MIMO / Space Division). Selbst wenn jedes einzelne Endgerät nur 2×2 kann, lassen sich zwei 2×2-Nutzer gleichzeitig räumlich getrennt bedienen – effektiv verdoppelt sich die Zellenkapazität im Mehrnutzerbetrieb.rohde-schwarz

    Investitionsschutz / Netz-Evolution

    Die Antennenhardware am Mast hat eine Lebensdauer von 10–15 Jahren. Lowband-Geräte mit 4×4-Support werden häufiger (insbesondere bei 5G NR auf n28/n5/n8), und das Netz ist direkt bereit, ohne neue Hardware.waveform

    Zusammenfassung der Gewinne

    SzenarioMechanismusNutzen
    2×2-Gerät am ZellenrandTx Diversity (Rang 1, 4 Tx → 2 Rx)~3 dB Gewinn, deutlich mehr Durchsatz
    2×2-Gerät in ZellmitteKein Spatial MultiplexingKaum Gewinn vs. 2×2-Tower
    4×4-fähiges GerätRang 4 Spatial MultiplexingBis zu 2× Durchsatz
    Mehrere Nutzer gleichzeitigMU-MIMO / Space DivisionHöhere Zellenkapazität

    Der größte praktische Nutzen auf Lowband ist also nicht der Geschwindigkeitsgewinn für ein einzelnes Gerät in guter Versorgung, sondern die deutlich verbesserte Randversorgung durch Tx Diversity – was perfekt zum Einsatzzweck von Lowband (Coverage) passt.telekom+1

  • Ich war auch am Zweifeln, als ich in den anonymisierten STOBs 12 Einträge pro Sektor gesehen habe.

    Gestern habe ich nochmal nach den neuesten Planungen im Saarland geschaut.

    Für den Standort August-Klein-Straße in Saarbrücken, der vorher auch schon 2600 MHz hatte, gibt es nun 14 Einträge pro Sektor und zusätzlich noch auf anderer Antennenhöhe n78 mit großem Sicherheitsabstand.


    Damit ist auch für mich eindeutig, dass die Telekom zukünftig verstärkt mit einem Antennentyp plant, der auf allen 7 Bändern unter 3 GHz 4x4 MIMO kann.

    Xiaomi 13T (5G) mit AldiTalk im o2-Netz + ggf. für Cellmapper Norma Connect im Telekom-Netz mit Mediatek Engineering Mode

    Samsung Galaxy Tab S6 Lite mit Norma Connect im Telekom-Netz und (früher mal) Bandlock

    Sony Xperia XZ2 Compact mit Netzclub/FONIC ggf. noch für o2 MOCN Logging

    Sony Ericsson W700i mit Techmode für GSM

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